Comic

Alter Batman gegen neuen Batman

DC Comics

Titel: Grounded

Autorin/Zeichner: Hilary J. Bader/Craig Rousseau

Erschienen: 1999 (Batman Beyond Vol. 2 #1),  Paperback 2024 (Batman Beyond: The Animated Series Classics Compendium – 25th Anniversary Edition)


„Nie wieder“, versprach sich einst der gealterte Bruce Wayne zu Beginn von Batman Beyond, was sein Ende als Batman bedeutete. Nun aber schlüpft der Greis doch wieder ins alte Kostüm und legt sich mit seinem Nachfolger (Terry McGinnis) an, es kommt zum Kampf auf einem Hochhaus. Terry ist in seinem High-Tech-Anzug stärker, doch Bruce hat mehr Geschick und Erfahrung. Aber wie konnte es dazu kommen?

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Neue Batman-Comics: „Robin Lives“ und „Joker: The World“

DC Comics

Was wäre, wenn Jason Todd den Anschlag des Jokers überlebt hätte? Dann hätte es keinen Death in the Family gegeben, oder jedenfalls eins mit etwas anderem Ausgang. Nachlesen konnte man das im vergangenen Jahr in der „Faux-Simile Edition“ von Batman #428 (1988), als die bislang unveröffentlichen Alternativ-Seiten von Jim Starlin und Jim Aparo herausgegeben wurden. Nun hat DC eine vierteilige Miniserie angekündigt, die diese Story weitererzählt: From the DC Vault: Death in the Family: Robin Lives ist ein Vierteiler, geschrieben von J.M. DeMatteis und gezeichnet von Rick Leonardi. Das erste Variant Cover stammt von Mike Mignola, der auch die Cover der ursprünglichen Story gezeichnet hat. Hier vereint er die vier Motive zu einem. Die Miniserie startet am 10. Juli 2024. Eine Vorschau auf die ersten Seiten gibt es bei The Beat.

J.M. DeMatteis ist ein Veteran, der Batman-Storys wie Going Sane und Absolution geschrieben hat, aber auch die Crossover Spider-Man and Batman und Batman/Spider-Man sowie die Elseworlds-Story Speeding Bulletts. Mit Rick Leonardi wirkte er an Justice League: Gods and Monsters – Wonder Woman mit. Leonardi zeichnete auch einige Ausgaben von Batman Beyond.

DC Comics/Panini

Und da wir schon bei neuen Comics sind: Für den 17. September hat DC auch eine neue Anthologie angekündigt – Joker: The World. Wie schon bei Batman: The World (2021) werden Autoren und Künstler aus der ganzen Welt Kurzgeschichten beitragen. Diesmal ist mit Kamerun sogar der afrikanische Kontinent vertreten. Ansonsten gibt es Beiträge aus Argentinien, Brasilien, Italien, Japan, Korea, Mexiko, Polen, Spanien, Tschechien, der Türkei – und aus Deutschland. Aus letzterem schreibt Comedian Torsten Sträter eine Story, Ingo Römling zeichnet sie. Weitere Beteiligte sind Geoff Johns, Satoshi Miyagawa, David Rubin, German Peralta, Alvaro Fong Varela und Jason Fabok, der auch das Cover zeichnet. Der Band wird 184 Seiten umfassen.

>> Joker-Comics

Batman und der künstliche Mensch

DC Comics

Titel: The Synthetic Crime King

Autor/Zeichner: unbekannt/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1954 (Batman #87), Hardcover 2023 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 10)


Der Wissenschaftler Professor Vilmer hat es vollbracht: Er hat einen synthetischen Menschen erschaffen. Nicht ganz so einfallsreich ist seine Namenswahl: Adam Newman. Er steckt ihn in ein grünes, hautenges Ganzkörperkostüm und erklärt ihm, Adam müsse regelmäßig eine gewisse Chemikalie trinken, um zu überleben. Dann schickt er ihn los, um eine Lieferung Iridium zu stehlen. Kein Problem, denn Adam hat übermenschliche Kräfte, keine Erinnerung und kein Gewissen. Batman erwischt ihn zufällig beim Diebstahl in einem fahrenden Zug, doch Adam entkommt.

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Batwoman trifft Wonder Woman

Titel: Batwoman Vol. 3 World’s Finest (dt. Monsterbrut)

Autor/Zeichner: J.H.Williams III, W. Haden Blackman/J.H.Williams III

Erschienen: 2012-2013 (Batwoman #12-17, 0), Hardcover 2013, Ombibus 2021; dt. Panini 2013


„I can’t process what I’m looking at. It’s too big.“ (Batwoman)

Auf der Suche nach den verschwundenen Kindern (siehe Hydrology und To Drown the World) findet Batwoman heraus, dass Medusa keine Verbrecherorganisation ist, sondern es sich tatsächlich um die antike Sagengestalt handelt Also sucht Batwoman die Heldin auf, die sich am besten mit griechischer Mythologie auskennt: Wonder Woman. Diese führt sie in ein altes Verlies, wo sie gegen riesige Tausendfüßler der Nachtgöttin Nyx kämpfen, dann erklärt ihnen der gefallene Halbgott Pegasus in der Wüste, dass die ganze Reise unnötig war, da Medusa ihr Unwesen in Gotham treibt, dem dunklen Herzen der Welt. Dort will sie Ceto (Keto) die Mutter aller Monster befreien …

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Joker gegen Joker

DC Comics

Titel: The Joker: The Man Who Stopped Laughing Vol. 2 (dt. Der Mann, der nicht mehr lacht)

Autor/Zeichner: Matthew Rosenberg/Carmine Di Giandomenico, Francesco Francavilla u.a.

Erschienen: 2023 (The Joker: The Man Who Stopped Laughing #7-12), Hardcover 2024; dt. Panini 2024 (enthält #6-9)


Was bisher geschah: Aus irgendeinem Grund gibt es zwei Joker, die jeweils behaupten, das Original zu sein. Während der eine sich in Gotham von etlichen Strapazen erholt, stiftet der andere Chaos in Los Angeles und jagt Polizeistationen in die Luft.

Eigentlich hat L.A. keine Superhelden, aber dann taucht doch eine auf, nennt sich Manhunter (Kate Spencer) und liefert sich ein Duell mit dem Clown, droht ihm zwar mit Mord, aber macht die Drohung nicht wahr, als sie die Gelegenheit dazu hat, während der Schurke die ganze Zeit Leute abschlachtet. Und so geht es im Grunde weiter: mit Chaos und lauter sinnloser Gewalt, was die Handlung nur unnötig in die Länge zieht. Dann kommt noch Killer Moth dazu, während in Gotham der Joker mit Killer Croc kämpft.

Showdown in Gotham City

Schließlich kommt es zum Showdown in Gotham: Beide Joker scharen je einen Haufen Handlanger bzw. Superschurken (Clayface, Ventriloquist, Zsasz, Ratcatcher) um sich und liefern sich eine Schlacht, bei der auch Red Hood mitmischt, zusammen mit Ravager, dem weiblichen Deathstroke-Abklatsch. Nichts gegen mehr Frauenfiguren, aber hier haben sie keine wirkliche Funktion, außer eine gewisse Quote zu erfüllen. Allerdings gilt das hier für fast alle Figuren, die nicht mehr als Statisten sind.

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Pinguin und Gordon – ein Kammerspiel

DC Comics

Titel: Cracks

Autor/Zeichner: Peter David/P. Craig Russell

Erschienen: 1994 (Showcase 94 #7), Paperback 2018 (Knightquest: The Crusade Vol. 2)


Der Pinguin hat James Gordons Frau, Sarah Essen, entführt. Er hat sich gefangen nehmen lassen und gedroht, dass sie zu Mitternacht sterben könnte. Nun verhört ihn Gordon, der Pinguin erklärt, Sarah liege in einem großen Ei aus Glas, in das Gas gefüllt werden soll, weigert sich aber zu sagen, wo. Das Signal leuchtet am Himmel, doch Batman scheint nicht zu kommen. Der Pinguin hält ihn für tot. (Ganz falsch liegt er damit nicht, denn es ist die Zeit von Knightfall, Jean-Paul Valley hat übernommen.) Doch was hat der Schurke vor?

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Die große Batman-Lüge

Im Jahr 1946 startete DC eine Serie mit dem Titel Real Fact Comics. Darin versuchte der Verlag, etwas für die Bildung seiner jungen Leser zu tun und stellte einige berühmte Persönlichkeiten vor, wie etwa den Entfesselungskünstler Harry Houdini und den Science-Fiction-Autor H.G. Wells, sowie Sportler und Wissenschaftler, erzählte aber auch andere „wahre Geschichten“.

In Ausgabe 5 (1946) brachte man auf fünf Seiten „The True Story of Batman and Robin“, in der erzählt wird, wie der Held entstanden sein soll. Gleich im ersten Panel sehen wir einen jungen Bob Kane am Schreibtisch sitzen, der selbstbewusst die Leser anschaut, Bob Kane allein wohlgemerkt – und das ist bereits die erste, aber bei weitem nicht die einzige Lüge. (mehr …)

Doppelter Batman gegen doppelten Teufel

Cover von Dave Gibbons (DC Comics)

Titel: Batman & Batman: Smell of Brimstone, Stench of Death

Autor/Zeichner: Mike W. Barr/Dave Gibbons

Erschienen: 1983 (The Brave and the Bold #200), Hardcover 2021 (Batman: The Brave and the Bold – The Bronze Age Omnibus Vol. 3)


Wir sind mit The Brave and the Bold noch lange nicht durch, aber als DC entschied, die Serie 1983 einzustellen, hat man sich für die 200. Ausgabe etwas Besonderes einfallen lassen: Kein Team-up, sondern eine Geschichte, die auf zwei Parallelwelten spielt.

Auf der einen ist Nicholas Lucien ein teuflischer Schurke mit dem Namen Brimstone (Schwefel), der gegen Batman und Robin im Stil des Golden/Silver Age kämpft. Das ist zwar schon einmal schief gegangen, aber diesmal soll es wirklich klappen. Doch wie die meisten Schurken dieser Zeit begeht er den Fehler, seine Verbrechen mit Hinweisen anzukündigen, die er der Polizei schickt. Mal sind es neun Ringe aus Dantes Inferno, die eine Sportarena als Tatort meinen, dann ein Stück angebranntes Papier auf eine Müllverbrennungsanlage, schließlich wird eine Fabrik für Fischköder zur Todesfalle, in die sich Batman nur zu gern locken lässt, damit es für uns spannend wird.

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Legends of the Dark Knight: Viewpoint

DC Comics

„Batman is beyond facts!“

Im Jahr 1994 kam es im Zuge des Crossover-Events Zero Hour zu einem weiteren (Soft) Reboot des DC-Universums und das gab Anlass, in diversen Nullnummern die Origins der Helden neu zu erzählen, was natürlich ein beliebtes Mittel ist, um Lesern den Einstieg zu erleichtern. Eingefleischte Batman-Fans brauchen so etwas nicht, vor allem wenn dabei nicht viel Neues oder gar nur Redundantes herumkommt. Doch die Legends of the Dark Knight bilden auch hier eine Ausnahme.

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Batman und der Gargoyle

DC Comics

Titel: A Gotham Tale: Gargoyles/Venging Spirits

Autor/Zeichner: John Wagner/Cam Kennedy

Erschienen: 1992 (Batman #477-478), Paperback 2022 (Batman: The Caped Crusader Vol. 6)


In Gotham werden die Schätze von Canterbury ausgestellt, einem Wallfahrtsort aus England. Christina Creighton hat die Ausstellung kuratiert, ihr Vater ist vor drei Wochen gestorben, ein Freund von ihm, der Biochemiker Morris Eagleton, begleitet sie. Dann platzen ein paar maskierte Räuber ein, Batman eilt zur Stelle, doch sie nehmen Christina als Geisel und sperren dann alle drei in einen Safe.

Das Problem: Der Safe ist luftdicht und hat ein Zeitschloss – für alle drei wird der Sauerstoff nicht reichen. Einer muss sterben. Batman hat drei Betäubungspfeile, zusammen sind sie tödlich. Also erzählen sie sich – ganz in der Tradition von Chaucers Canterbury Tales – ihre Geschichten, um zu entscheiden, wer am ehesten das Leben verdient.

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