Autor: Lukas

Beruflich Online-Redakteur, privat Comic-Blogger.

Zwei letzte Batman-Storys

DC Comics

Titel: The Last Batman Story/Succession

Autor/Zeichner: Alan Grant, Louise Simonson/Jim Fern, Tom Grindberg

Erschienen: 1991 (Batman Annual #15, Detective Comics Annual #4), Paperback 2020/2023 (Batman: The Caped Crusader Vol. 4/Batman: The Dark Knight Detective Vol. 8)


Batman bewahrt einen Mann vor Schlägern. Als dieser ihm die Hand gibt, wird Batman ins Jahr 2001 versetzt. Der Joker gilt als geheilt, wird freigelassen und startet eine TV-Show, Tim Drake hört als Robin auf und wird Senator, dann werden Batmans Schurken (außer Croc und Joker) der Reihe nach ermordet von einem Unbekannten. Schließlich tötet Batman versehentlich den Pinguin und lässt sich von der Polizei ins Gefängnis stecken. Ihn erwartet ein Prozess.

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Legends of the Dark Knight: Tao

DC Comics

Autor/Zeichner: Alan Grant/Arthur Ranson

Erschienen: 1993 (Legends of the Dark Knight #52-53), Paperback 1996 (Dark Legends)


Während Batman in Chinatown ein paar Schutzgeld-Erpresser des Gangsters Johnny Khan aufmischt, ermordet in der Nachbarschaft einer drei Wahrsager, indem er ihnen die Hälse umdreht. Batman sieht darin eine Botschaft an sich von einem Mann namens Dragon. Er kennt ihn aus seinen Lehr- und Wanderjahren in Fernost.

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Nacht des Ninja, Tag des Samurai

Titel: Night of the Ninja/Day of the Samurai (dt. Der Ninja-Meister/Der Tag der Samurai)

Drehbuch: Steve Perry

Erschienen: 1992/1993 (Batman: The Animated Series S01E35/44)


Ein Ninja raubt Wayne Enterprises aus. Batman tut sich schwer damit, ihn zu fassen. Es stellt sich heraus: Man kennt sich von früher. Hinter der Ninja-Maske steckt Kyodai Ken, ein ehemaliger Mitschüler der Martial Arts in Japan. Kyodai hat damals Bruce im Kampf besiegt, dann wurde er von Yoru-sensei aus dem Dojo geworfen, als er ein Schwert stehlen wollte. Nun sinnt er auf Rache. Es kommt zum Rematch. Kyodai bringt Batman fast mit dem Schwert um, Robin kann ihn retten – wie gut, dass er sich mal wieder nicht an den Hausarrest gehalten hat.

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Batman und das Pflichtgefühl

DC Comics

Titel: Obligation (dt. Die Ninja-Falle)

Autor/Zeichner: Archie Goodwin/Dan Jurgens, Dick Giordano

Erschienen: 1990 (Detective Comics Annual #3), Paperback 2021 (Batman: The Dark Knight Detective Vol. 5); dt. Hethke 1992 (Batman Album 17)


Als Batman mal wieder das Grab seiner Eltern besucht (er sollte es lassen, wenn ihm an seiner Geheimidentität gelegen ist), sieht er einen schwarzen Mann mit grauen Schläfen nahen, der eine Stoffrolle auf den Grabstein legt. Darin: sein eigener Finger! Batman stellt ihn zur Rede. Es handelt sich um Mark Cord, einen Detective Sergeant der Polizei. Sein Vater hat einst den Mord an den Waynes beobachtet, aber nichts unternommen. Danach hat er sich schuldig gefühlt und seinen Sohn gebeten, für sein Pflichtgefühl aufzukommen. (Seltsame Logik, aber daher der Titel: Das Wort „obligation“ fällt etwa ein Dutzend Mal auf 56 Seiten.) Aus diesem Pflichtgefühl heraus wurde Mark ein ordentlicher Mensch, also Polizist.

Dann kommt ein Auto herangerast, überfährt die beiden fast und ein Mann wirft eine Handgranate. Batman und Cord kommen mit dem Schrecken davon. Dann brechen maskierte Männer in Wayne Manor ein und versuchen, Bruce Wayne zu töten, erwischen aber nur eine Attrappe (seltsam, dass sie überhaupt drauf reinfallen). Während Batman sich mit den Killern drinnen anlegt, konfrontiet Cord einen von ihnen draußen: Jiro, man kennt sich von früher. Es kommt zum Schwertkampf, beide werden verletzt. Jiro stirbt.

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Batman verliebt sich

Titel: Batman Falls In Love

Autor/Zeichner: Bill Finger/Bob Kane, Sheldon Moldoff

Erschienen: 1954 (Batman #87), Hardcover 2023 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 10)


Das Wort Liebe taucht in Batman-Titeln nur äußerst selten auf, in den ersten vier Jahrzehnten sogar nur zweimal, beide Male in den 50ern. Und irgendwie auch klar: Batman und Liebe haben miteinander nichts zu tun. Das gehört sich einfach nicht für einen einsamen Rächer, einen ewigen Junggesellen und vor allem in einer Bromance mit Robin. Man musste auch Rücksicht auf die Zielgruppe nehmen: Jungs wollen nichts von Mädchen lesen. Daher bekommen Frauen stets eine Abfuhr, auch wenn hin und wieder – zumindest bis 1954 – auch mal kurz mit Catwoman die Funken schlagen.

Nun aber verliebt sich Batman, und das kommt so: Die international bekannte Schönheit Magda Luvescu kommt nach Gotham (anscheinend so was wie ein Model) und eröffnet eine Ausstellung für nichts Geringeres als – Haushaltsgeräte. Nicht gerade ein ruhmreicher Auftritt, zeigt aber wo sich die Emanzipation in den USA der 50ern gerade befindet. Ein Wunder, dass sich Magda für so etwas hergibt, aber da sitzt sie dann tatsächlich zwischen einem Riesenmixer und einem Riesenrührgerät und gibt Auskünfte über ihr Liebesleben …

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Batman gegen Cornelius Stirk (Teil 2)

DC Comics

Titel: Cornelius Stirk

Autor/Zeichner: Alan Grant/Tommy Lee Edwards

Erschienen: 1996 (Shadow of the Bat #46-47)


Der kannibalische Serienmörder Cornelius Stirk hat Besuch in Arkham. Mit ihm in der Zelle sitzt der Schrifsteller Beeston. Ja, ihr habt richtig gelesen: in der Zelle. Ohne Schutz. Nur eine Kamera schaut zu. Haben die in Arkham denn noch nie was von Das Schweigen der Lämmer gehört? Klar, dass das nicht gutgehen kann.

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Batman gegen Cornelius Stirk (Teil 1)

Batman: The Fear (Cornelius Stirk)

DC Comics

Titel: The Fear (dt. Angst)

Autor/Zeichner: Alan Grant, John Wagner/Norm Breyfogle

Erschienen: 1988 (Detective Comics #592-593), Hardcover 2015 (Legends of the Dark Knight: Norm Breyfogle Vol. 1), Paperback 2020 (Batman: The Dark Knight Detective Vol. 3); dt. Hethke 1991 (Batman Sonderband 20)


„Gotham gets worse every night!“

In einer Winternacht ist Batman gerade damit beschäftigt, einen Raubüberfall und möglichen Mord zu verhindern, als es für einen Mord bereits zu spät ist: Ein Unbekannter schiebt eine Leiche in einem Einkaufswagen herum und lädt sie im Kofferraum eines Taxis ab. Dem Opfer fehlt das Herz – es wurde ihm bei lebendigem Leibe herausgerissen.

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DC-Marvel-Crossover bekommen Omnibus-Ausgaben

Die Crossover zwischen DC und Marvel haben eine lange Tradition, die aber vor 20 Jahren zum Erliegen kam. Die vielen Hefte, von denen die meisten in den 90ern herauskamen (DC versus Marvel, 1996), wurden nicht mehr neu aufgelegt. Erst 2022 gab es eine winzige Neuausgabe von JLA/Avengers (2003-2004) – ein schwacher Trost für wenige Auserwählte (so wie mich), aber es schien Bewegung in die Sache zu kommen.

DC / Marvel

Nun verkündet DC die Sensation, alle diese Storys wiederaufzulegen vom ersten Treffen zwischen Superman und Spider-Man (1976) bis zum letzten, Batman/Daredevil (2000). Gebündelt werden sie in zwei Ominbus-Ausgaben, die am 6. August [UPDATE:] 8. Oktober 2024 erscheinen sollen. Der Preis wird pro Band 150 US-Dollar betragen. Hier der gesamte Inhalt laut DC:

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Schurken finden die große Liebe

DC Comics

Titel: Mortal Clay/Love Bird

Autor/Zeichner: Alan Moore, Max Allan Collins/George Freeman, Norm Breyfogle

Erschienen: 1987 (Batman Annual #11), Paperbacks 2013/2015 („Mortal Clay“: DC Universe by Alan Moore, dt. The Killing Joke; „Love Bird“: Second Chances, Legends of the Dark Knight: Norm Breyfogle Vol. 1)


„Villains in Love!“ heißt es auf dem Titel. Der eine ist Clayface III, der andere der Pinguin. Wir beginnen mit Preston Payne. Der ist noch immer in eine Puppe verliebt, diesmal ist sie nicht aus Wachs, sondern eine Schaufensterpuppe. Nach seinem letzten Kampf mit Batman findet er seine geliebte Helena in einem Kaufhaus, quartiert sich dort heimlich ein und verlebt mit ihr nach Ladenschluss drei Monate in Harmonie.

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Batman und der Zocker

Titel: Roulette’s Greatest Gamble

Autor/Zeichner: David Vern Reed/Dick Sprang

Erschienen: 1953 (Batman #75), Hardcover 2020 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 8)


Reporterin Vicki Vale bekommt Besuch von einem Privatdetektiv, der ihr im Auftrag eines ominösen Mr. Roulette zwei gleich aussehende Pakete und einen Brief übergibt. Darin heißt es: In einem Paket bekommt sie 1000 Dollar, im anderen nicht. Vicki muss wählen. Sie wählt das richtige, doch als sie auch das andere öffnet, lösen sich weitere 1000 Dollar vor ihr auf. In einem zweiten Brief bekennt sich Mr. Roulette als leidenschaftlicher Zocker. Er spielt sogar um sein Leben. Vicki soll über ihn schreiben.

Die Reporterin will sich den Scoop nicht entgehen lassen und folgt der Einladung. In einem Anwesen trifft sie einen Mann in schwarzer Maske und roter Robe, der ihr erklärt, dass er sein gesamtes Haus zu einem Spiel auf Leben und Tod hat umbauen lassen. Überall könnten Fallen lauern, er selbst weiß nicht, welche Entscheidung ihn tötet. Warum? Weil das alte Glücksspiel es nicht mehr bringt und nur noch dieses ihm seinen Kick gibt.

Da tauchen Batman und Robin auf, um Vicki zu beschützen. Mr. Roulette kriegt einen Anruf, er greift zu einem von zwei Telefonen, das andere hätte ihn erschossen. Dann heißt es: Bloß weg von diesem Irren! Die Helden bringen die Journalistin in Sicherheit.

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