Superman

Eine Welt ohne den Joker

DC Comics

Titel: DC’s Batman Smells, Robin Laid an Egg

Autoren/Zeichner: diverse

Erschienen: 2024 (One-shot)


Batman stinkt also und Robin hat ein Ei gelegt. Wie konnte es dazu kommen? Zu lange Patrouillien ohne Dusche? Ist Robin zum Vogel mutiert? Und was hat Poison Ivy damit zu tun? Wir erfahren es leider nicht, was auf dem Cover von DCs diesjähriger Weihnachtsanthologie zu sehen ist, denn der Titel ist natürlich der „Jingle Bells“-Variation vom Joker entnommen, die er in der klassischen Batman-TAS-Episode „Christmas With the Joker“ singt.

Stattdessen sehen wir, wie der Joker am Leben verzweifelt und sich wünscht, er wäre nie geboren. Da taucht Robin als Engel ohne Flügel auf, um ihm eine Welt ohne Joker zu zeigen und ihm den Lebenswillen wiederzugeben. Die Story spielt auf den Weihnachtsklassiker „It’s A Wonderful Life“ (dt. Ist das Leben nicht schön?) an, die Adaption kommt allerdings nicht ans Original heran, weil sie schon daran hinkt, dass eine Welt ohne Joker zweifellos eine bessere wäre – allerdings auch eine öde, jedenfalls für den Clown.

Geschmacklos wird es vor allem, wenn der Tod von Bruce Waynes Eltern veralbert wird. Joe Chill, ein Eisverkäufer im Winter, fällt zufällig ein Revolver in die Hände, der die beiden Waynes erschießt, und er findet Gefallen am Mord. Großer Blödsinn, und nicht mal besonders witzig.

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Wie Lex Luthor US-Präsident wurde

DC Comics

Titel: Superman: President Luthor

Autor/Zeichner: Jeph Loeb/Ed McGuinness u.a.

Erschienen: 2000/2001, Paperback 2018


„The… politics of our adopted world often defy any logic. Without logic we are left with chaos.“ (Martian Manhunter)

Im Jahr 2000 geschah das Unglaubwürdigste, was Superheldencomics je hervorgebracht haben: Mit Lex Luthor wurde erstmals ein Schurke Präsident der USA. 15 Jahre später holte die Realität die Fiktion ein und noch mal acht Jahre später wieder … Wie es im Fall von Lex dazu kommen konnte, wird in zwei Kurzgeschichtenanthologien und einigen Superman-Heften erzählt.

Zunächst: Warum hat Luthor das getan? Der Grund, der in „The Why“ nonverbal gezeigt wird, ist trivial. Nicht etwa, um die USA zu einem besseren Ort oder zu einer Diktatur zu machen, sondern aus demselben Grund wie alles andere: weil Luthor Superman hasst. Seine Kandidatur ist bloß eine weiterer Versuch, etwas seinen Erzfeind zu besiegen. Doch wofür es dazu der Präsidentschaft bedarf, wenn er als wohl reichster Mann der Welt genug Macht und  Mittel besitzen dürfte, wird nicht klar. Sein Unternehmen Lexcorp übergibt er Talia al Ghul, die sich unter dem nicht sehr kreativen Decknamen „Talia Head“ vor ihrem Vater Ra’s versteckt. Zuerst will sie nicht, dann aber überzeugt er sie, indem er einen Haufen Killer auf sie hetzt und dabei 17 Leichen in Kauf nimmt. Lex überzeugt sie von ihrer Sicherheit, indem er sie in Gefahr bringt? Diese Logik soll mal einer verstehen. Aber es wird noch wilder.

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Supermans Nachfolger gegen Imperator Lex

DC Comics

Titel: The Never-Ending Battle (Legends of the Dead Earth)

Autor/Zeichner: Kurt Busiek/Paul Ryan, Joe Rubinstein

Erschienen: 1996 (Superman: The Man of Steel Annual #5)


Die Erde ist tot, ihre Helden auch. Das Universum wird beherrscht von Imperator Lex Luthor. Der schickt seine Schergen auf andere Planeten, um die Bevölkerung auszulöschen und potenzielle Nachfolger von Superman zu verhindern. Einer davon ist der Fischer Kaleb vom Planeten Hydros. Eine Widerstandsgruppe rettet ihn, lädt ihn mit Sonnenenergie auf und macht ihn so zum neuen Superman. Der schließt sich den Rebellen an und verliebt sich in die Frau Lang.

Doch dann nimmt Kaleb an einem Gladiatorenwettkampf teil und fällt mit seinen Superkräften auf. Er wird gefangengenommen und zu Lex Luthor gebracht, der seit Generationen sich selbst klont. Diesmal will er sich in Supermans Klon übertragen lassen.

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Die Liga der Supermenschen

DC Comics

Titel: The League of Supermen

Autor/Zeichner: David Michelinie/Kevin West, Tom Grindberg

Erschienen: 1996 (Superman Annual #8)


Was wäre, wenn Supermans Kräfte aufgeteilt wären auf mehrere Personen? Der eine ist superstark, der andere kann fliegen, der dritte hat einen Hitzeblick und so weiter. Auf dieser Alteranativwelt ist die Erde Geschichte, in einer neuen Gesellschaft ist Superman tot und muss sich ihre eigenen Superwesen machen. Deshalb werden Menschen gentechnisch optimiert und bekommen jeweils eine Superkraft des Mannes aus Stahl. Sie bilden die League of Supermen. Hinzu kommt noch eine Frau mit Superschnelligkeit und ein Mann mit Superpuste. Dabei müssen die Mitglieder nicht nur besonders gut als Team zusammenarbeiten, einander ergänzen und aufeinander aufpassen, sondern auch darauf achten, sich nicht dabei umzubringen. Denn einer mit Superpuste ist eben nicht auch superstark, sondern kann seine Lungen zum Platzen bringen.

Den ersten Superman gibt es nur noch als Hologramm, simuliert von einer künstlichen Intelligenz. Er coacht die Nachfolger, damit sie auf die Erde aufpassen, während er mit Satelliten ins All schaut. Doch dann bringt der Anführer Menschenleben in Gefahr und es kommt der Verdacht auf, ob er es wirklich gut mit der Menschheit meint oder sie nicht eher unterdrücken will.

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Zurück zu Kingdom Come

DC Comics

Titel: Return to Kingdom Come (dt. Die Rückkehr nach Kingdom Come)

Autor/Zeichner: Mark Waid/Dan Mora

Erschienen: 2024 (Batman/Superman: World’s Finest #20-24), Hardcover/Paperback 2024; dt. Panini 2024


Beim Joggen durchs Multiversum findet Flash den verschollenen Teenager-Helden Boy Thunder (David Sikela). Der ist in einem Paralleluniversum gelandet, Earth-22, genauer gesagt: der Elseworld von Kingdom Come! Batman und Superman düsen hin, um ihn zu holen. David ist gereift und nennt sich Thunderman, leider ist er auch verbittert, skrupellos und hegt einen Hass auf die ihm bekannten Versionen von Superman und Batman. Statt die Vorwürfe auszudiskutieren, wird er handgreiflich. Dann hetzt er auch noch die älteren Versionen World’s Finest dieser Welt auf sie, die auch zuerst schlagen statt zu fragen. Es kommt (gewissermaßen) zum Kampf der Generationen …

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Lex Luthor auf der Spur

DC Comics

Titel: Lex Luthor: The Unauthorized Biography (dt. Die unautorisierte Biographie)

Autor/Zeichner: James D. Hudnall/Eduardo Barreto

Erschienen: 1989 (One-shot), Paperback 2018 (Superman: President Luthor); dt. Hethke 1990 (Superman Album 2)


Clark Kent sitzt in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: Mord am Reporterkollegen Peter Sands. Der hat zuletzt über Lex Luthors Leben recherchiert, um eine unautorisierte Biographie zu schreiebn. Sands hat für Aufsehen gesorgt und einige dunkle Geheimnisse aufgedeckt, etwa dass Luthor seine Eltern ermordet hat und es aussehen ließ wie ein Unfall. Sands ersuchte Clark Kent um Hilfe – kurz darauf wurde er ermordet.

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Superman als wahrer Brite

DC Comics

Titel: Superman: True Brit

Autor/Zeichner: Kim „Howard“ Johnson, John Cleese/John Byrne

Erschienen: 2004 (One-shot), Paperback 2019/2024 (Elseworlds: Superman Vol. 2)


Was wäre, wenn Supermans Rakete in Großbritannien gelandet wäre? Dann hätte er den Namen Colin Clark bekommen und die britische Gesellschaft kräftig aufgemischt. Angefangen bei seinen spießigen Eltern, deren Credo lautet „What would the neighbours think?“ Daher verbieten sie dem Jungen auch, seine Kräfte zu benutzen, jedenfalls niemals so, dass es jemand mitbekommt. Doch Colin kann sich kaum zurückhalten. Und so reißt er Baumstümpfe aus und wirft sie aus irgendeinem Grund ins eigene Haus. Für die Eltern steht fest: Colin muss Selbstbeherrschung lernen – wie ein echter Brite.

Schnell wird klar: Das Ganze ist nicht ernst zu nehmen, da es sich um eine Satire auf die britische Gesellschaft handelt. Und so werden alle Klischees bedient, vom Teetrinken über Cricket bis zum Boulevardjournalismus. Colin wird Reporter für ein Revolverblatt, das von einem skrupellosen Medienmogul geleitet wird, lässt sich ausnutzen, um Lügen zu verbreiten, und mus journalistische Integrität lernen. Als zwei Mitglieder der Rutles in Todesgefahr schweben, näht er sich schnell ein Kostüm mit Union Jack und rettet sie als Superman.

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Supermans Sohn sorgt für Aufsehen

DC Comics

Titel: Son of Superman (dt. Sohn des Superman)

Autor/Zeichner: Howard Chaykin, David Tischman/J.H. Williams III

Erschienen: 1999 (One-shot), Paperback 2019/2024 (Elseworlds: Superman Vol. 2); dt. Panini 2001 (DC Premium #3)


In einer alternativen Zukunft ist Superman seit Jahren spurlos verschwunden. Die verbliebenen Helden der JLA sind von der Regierung legitimiert und halten Recht und Ordnung aufrecht. Lois Lane hat eine zweite Karriere als Drehbuchautorin gemacht und ihren gemeinsamen Sohn Jon großgezogen. Nach einer Sonneneruption entwickelt der Teenager plötzlich Superkräfte wie der Vater und steigt in ein Superman-Kostüm. Das erregt nicht nur die Aufmerksamkeit von Lex Luthor, sondern auch der „Supermen“, einer Gruppe von Terroristen, angeführt von Pete Ross und Lana Lang, die in Superman-Kampfanzügen die Ordnung hinterfragen. Sie entführen Jon und brechen mit ihm in eine Bundeseinrichtung ein, um Superman zu befreien …

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Superman verloren im All

Panini Comics/DC Comics

Titel: Superman: Lost (dt. Der verlorene Held)

Autor/Zeichner: Christopher Priest/Carlo Pagulayan

Erschienen: 2023-2024 (Miniserie #1-10), Paperback 2024; dt. Panini 2024


Superman findet auf der Erde eine außerirdische Sonde, die ihn weit ins Weltall hinausbefördert. So weit, dass er selbst nicht weiß, wo er ist und wie er wieder zurückkommt. So beginnt eine Odyssee im Weltraum, bei der unser Held ziemlich hilflos wirkt und bei allen Wesen, auf die er stößt, nur wenig Hilfe bekommt. Zwanzig Jahre dauert die Irrfahrt, auch wenn auf der Erde – entgegen den Gesetzen der Physik – nur ein paar Stunden vergehen. Und als er wieder da ist, benimmt er sich seltsam, starrt apathisch vor sich hin. Lois weiß sich nicht zu helfen und wendet sich an Lex Luthor, doch der hat etwas Teuflisches ausgeheckt …

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Superman gegen Aliens

DC Comics/Dark Horse Comics

Titel: Superman vs. Aliens

Autor/Zeichner: Dan Jurgens

Erschienen: 1995 (Miniserie #1-3), Paperback 1996/2016 (Dark Horse Comics/DC Comics: Superman); dt. Carlsen 1997


Natürlich klingt es erstmal cool: Hier der größte Superheld, da die fiesesten Monster – das gibt ein spannendes Crossover. Doch was können Ridley Scotts bzw. H.R Gigers Aliens schon gegen einen Mann aus Stahl ausrichten? Deshalb hat Autor und Zeichner Dan Jurgens zwei Einschränkungen in seine Story eingebaut: Erstens verliert Superman allmählich seine Kräfte, da er fern von einer Sonne auf die Aliens trifft. Zweitens hat sich Superman geschworen, keine empfindsamen Wesen zu töten – und darunter fallen auch die Aliens, auch wenn sie schreckliche, kaltblütige Killer sind.

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