Der Golem aus dem All

Wiedersehen mit dem Time Commander: War of the Cosmic Avenger (DC Comics)

Titel: Batman & Green Lantern: War of the Cosmic Avenger

Autor/Zeichner: Bob Haney/Win Mortimer

Erschienen: 1967 (The Brave and the Bold #69)


Der Time Commander ist wieder da! Aber Batman hat zunächst andere Sorgen: Er läuft gebeugt durch die Straßen mit einem roten Fledermaus-Kostüm, einer Art starrer Metallpanzer, der sich um Kopf, Rücken, Arme und Oberschenkel schließt. Während das umstehende Volk sich wundert, versucht die Polizei, den Panzer zu knacken – doch vergeblich.

Wie ist das überhaupt passiert?, fragt Gordon. Das kam so: Batman hat das Frühlingsfieber gepackt, er ist mit dem Batmobil aufs Land gefahren, hat sich unter einen Baum gelegt, ist eingeschlafen – und als er erwachte, war er plötzlich gefangen. Eine seltsame Geschichte, aber da bei Batman allerhand Kurioses passiert, verwundert auch das nicht besonders.

Batman lässt Green Lantern rufen. Der düst sofort herbei und löst mittels Ring die Fessel. Doch als GL wieder nach Hause düst, kommt ihm Batman auf dem Whirlybat entgegen. Moment mal, wie kann das sein? Die Lösung: Der andere war nicht Batman, sondern ein Betrüger! Aber wer? Es konnte nur jemand gewesen sein, der sich die Kraft des Rings zunutze machen wollte. Und aus irgendeinem Grund kommen die beiden auf John Starr, den Time Commander.

Der Golem nimmt Rache

Mit der Ring-Energie aus der Rüstung schafft er Cosmo herbei, eine Art Golem, der vor zehn Jahren von Dr. Elijah Carruthers erschaffen wurde. Der Wissenschaftler hat Cosmo aber zerstört, weil er unzufrieden mit dem Ergebnis gewesen ist. Der neue Cosmo ist dank kosmischer Energie mächtiger denn je und will dem Time Commander nicht gehorchen. Er will nur eins: Rache an seinen Schöpfer und Vernichter nehmen.

Also randaliert Cosmo in der Stadt, Batman und Green Lantern sind machtlos gegen ihn. Da hilft nur eins: Dr. Carruthers herbeizuholen. Doch der verbringt seine letzten Lebensjahre dement in einem Pflegeheim. Trotzdem schaffen es die Helden, ihn vor Cosmo zu stellen, mit einer Chemikalie als Waffe, doch das stellt sich als Bluff hinaus, wie auch der Time Commander merkt. Carruthers ist eigentlich Batman mit Maske, und Batman ist Carruthers Pfleger. Da kehrt durch den Schock die Erinnerung des Doktor wieder, er taucht plötzlich auf wie Kai aus der Kiste, wirft eine wirksame Chemikalie auf Cosmo, sodass der Golem wieder verschwindet.

Bleibt nur noch die Frage, ob das alles moralisch okay war. Carruthers hat keine Bedenken: Die Zerstörung eines bewussten Wesens wegen seiner Imperfektion nagt nicht gerade an seinem Gewissen, er fühlt sich vielmehr durch den Amoklauf des Golems bestätigt, es noch einmal getan zu haben – auch wenn erst die Handlung des Doktors den Rachefeldzug bewirkt hat. Aber keiner widerspricht, sodass der Wissenschaftler das letzte Wort hat: „The time has not come for humanoids such as Cosmo … but someday it will come!“

>> The Brave and the Bold

Bruce Waynes Zeitvertreib

Batman und Green Lantern gegen den Time Commander

Batman und Green Lantern gegen den Time Commander (DC Comics)

Titel: Batman & Green Lantern: The Tick-Tock Traps of the Time Commander

Autor/Zeichner: Bob Haney/Ramona Fradon

Erschienen: 1965 (The Brave and the Bold #59)


In den Kinos ist endlich Christopher Nolans Film Tenet angelaufen. Darin versucht sich der Regisseur und Autor an einer Variation auf das alte Zeitreisethema: Die „Inversion“ von Gegenständen und Personen erlaubt ihnen, sich rückwärts durch die Zeit zu bewegen. Welche Möglichkeiten und Gefahren das mit sich bringt? Schaut es euch lieber selbst an. (Mich hat es nicht überzeugt.)

Doch auch wenn die Idee neu anmutet: Es gibt leider nichts ganz Neues unter der Sonne. Denn in ähnlicher Form gab es das auch schon bei Batman. Im ersten Batman-Team-up mit Green Lantern in der Serie The Brave and the Bold treffen sie auf den Schurken Time Commander, der Dinge und Menschen in der Zeit vor- und zurücksetzen kann.

Bruce Wayne (Batman)

Dichterlesung statt Langeweile: Bruce Wayne in seiner Freizeit. (DC Comics)

Die Geschichte beginnt mit John Starr, einem entflohenen Sträfling, der bei einer öffentlichen Lesung seine Unschuld zu beweisen versucht – als selbsternannter „Monte Christo des 20. Jahrhunderts“. Da Bruce Wayne sich gerade langweilt und nichts Besseres zu tun hat (Dick und Alfred sind außer Haus), will er sich mit der Lesung die Zeit vertreiben und trifft dort auf Commissioner Gordon, der nur auf die Gelegenheit wartet, Starr wieder einzufangen.

Kaputte Uhr wird wieder ganz: Der Time Commander führt Bruce Wayne seine Kräfte vor. (DC Comics)

Doch wider Erwarten taucht der Sträfling nicht selbst auf, sondern nur auf einer Filmleinwand, wo er dem Publikum in einem Film erklärt, warum er das Verbrechen, wegen dem man ihn veurteilt hat, nicht begangen haben kann. Das Publikum ist überzeugt, Gordon nicht. Als Bruce nach Hause kommt, begrüßt ihn Starr im Kostüm als Time Commander. Er zerbricht eine antike Uhr und lässt sie wie von Zauberhand wieder zusammensetzen. Er weiß, dass Bruce Batman ist und er bittet ihn um Hilfe, seine Unschuld zu beweisen. Bruce willigt ein.

Batman als Dieb?

Zwei Tage später bekommt Hal Jordan ein Telegramm, in dem Batman ihn um Hilfe bittet. Jordan fliegt als Green Lantern nach Wayne Manor, wo er Batman nach einem Laborunfall starr daliegen sieht. GL kann ihn mittels Ring wiederherstellen und verschwindet wieder, später hört er aber, dass Batman unbezahlbare Isotope aus einem Labor gestohlen haben soll. Batman fliegt durch die Gegend und widersetzt sich mittels einer mysteriösen Sanduhr der Polizei, dann wehrt er Green Lantern ab, indem er dessen Ringkräfte gegen ihn selbst richtet. Doch als Hal später Bruce stellen will, behauptet dieser, von all dem nichts gewusst zu haben. Der Time Commander hat sich als Batman ausgegeben.

Time Commander, Batman, Green Lantern

Der Time Commander befördert Batman und Green Lantern durch die Zeit. (DC Comics)

In der Zwischenzeit wütet der Schurke weiter: Er lässt Teile von Gotham City verschwinden. Doch als Green Lantern und Batman im Flug versuchen, ihn davon abzubringen, kriegt GL eine Ladung gelben Sand zu spüren (sein Ring hat eine Gelbschwäche) und Batman bringt ein Hagel aus Pendeluhren zu Fall. Woher die Ihren kommen, bleibt unklar – oder soll sich bei einem „Time Commander“ wohl von selbst verstehen. (Wahrscheinlich durch Green Lanterns Ring-Energie, die ihn wohl auch fliegen lässt.) Als beide Helden bewusstlos sind, lässt der Gegner sie aber nicht einfach in den Tod stürzen, sondern fängt sie auf und lässt sie in der Zeit verschwinden: GL einen Tag in die Vergangenheit, Batman einen Tag in die Zukunft.

Rache an Gotham

Macht aber gar nix, denn dank GL-Ring können sich die beiden trotzdem absprechen über das weitere Vorgehen. In der Zwischenzeit stellt der Time Commander seine Forderung an die Stadt: John Starr soll freigesprochen werden – sonst gibt’s Rache. Ein etwas seltsames Vorgehen, wenn man Menschen von seiner Unschuld überzeugen will, indem man eine weitere Straftat begeht, für die man ganz sicher den Knast verdient. Aber auch unabhängig davon beharrt Gordon auf Starrs Schuld.

Dinosaurier und Vulkane: Der Time Commander befördert Gotham in die Urzeit zurück. (DC Comics)

Also lässt der Time Commander in Gotham die Dinosaurier wiederauferstehen sowie Vulkane und Feuer ausbrechen, schließlich zaubert er ein paar feindliche Aliens aus der Zukunft herbei, die wild herumballern. Das Volk probt den Aufstand: Sprecht Starr frei! Die Stadt knickt ein. Dann lassen Green Lantern und Batman die Sanduhr des Time Commander durch ein schrilles Sirenensignal zerspringen und er fällt machtlos zu Boden. Aber wie haben die das geschafft? Kommunikation ist alles – auch zwischen Vergangenheit und Zukunft. Kaum ist die Sanduhr zerstört, kehrt alles wieder zum Status quo zurück.

Nun könnte man sich wieder fragen: Wenn der Time Commander die Zeit beeinflussen kann, hätte er dann nicht einfach die Tat, derer man ihn bezichtigt, ungeschehen machen können? Ja, hätte er. Aber dann gäbe es diese Geschichte nicht. Aber sich zu verschulden, um seine Unschuld zu untermauern, ist auf jeden Fall die schlechtere Lösung gewesen. Und so wird ein weiterer Schurke mit seinen eigenen Waffen geschlagen.

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Neue Filme: „The Long Halloween“ und „Soul of the Dragon“

Batman: The Long Halloween (Cover)

Batman: The Long Halloween (DC Comics)

DC hat drei neue Zeichentrickfilme für 2021 angekündigt, darunter zwei Batman-Filme: Zum einen eine Adaption des Klassikers Batman: The Long Halloween, zum anderen eine neue Story: Batman: Soul of the Dragon. Darüber hinaus soll auch Justice Society: World War II erscheinen, über den noch nichts bekannt ist. So wurde es beim IGN-Panel von DC Fandome zu Superman: Man of Tomorrow angekündigt.

The Long Halloween soll, wie schon die Adaption von The Dark Knight Returns, als Zweiteiler herauskommen, der erste Teil ist für den Sommer, der zweite für den Herbst angekündigt. Es handelt sich ursprünglich um eine Storyline von Jeph Loeb und Tim Sale, die von Batmans Anfangszeit nach dem Year One handelt. Batman sucht den Serienmörder Holiday, der an Feiertagen Mitglieder der Mafia tötet. Dabei begegnet er auch klassischen Schurken wie dem Joker, Poison Ivy und Catwoman. The Long Halloween erzählt zugleich die Entstehungsgeschichte von Two-Face, fortgesetzt wurde sie in Dark Victory. Beide Teile zählen zu den besten Batman-Comics.

Batman: Soul of the Dragon (Warner Bros.)

Der Film Batman: Soul of the Dragon wird angekündigt als ein Kung-Fu-Abenteuer im Stil der 70er Jahre. Batman trifft dabei auf Bronze Tiger, Richard Dragon, Lady Shiva, O-Sensei und Jeffrey Burr (Kobra). Regie führen wird Veteran Sam Liu, der bereits The Killing Joke und Gotham by Gaslight adaptiert hat.

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Neues Batplane als Helikopter und U-Boot

Batman, Robin, Batplane 2

DC Comics

Titel: The Birth of Batplane II

Autor/Zeichner: David Vern Reed/Dick Sprang

Erschienen: 1950 (Batman #61)


Nach einem neuen Batmobil muss auch ein neues Batplane her – immerhin haben wir auch ein neues Jahrzehnt. Das alte hat während eines Testflugs einen Defekt. Batman und Robin sind gerade dabei, eine neue Geheimwaffe auszuprobieren (ein „vacuum blanket“), da versagt die Steuerung. Das Dynamische Duo sucht das Weite, während das Batplane aufs Meer zufliegt und dort abstürzen soll, wenn der Sprit alle ist.

Doch anders als erwartet, dreht der Wind das Batplane zurück aufs Festland und lässt es sanft auf Bäumen landen. Das sehen ein paar Gauner und wittern ihre Chance. Mit dem Batplane können sie ein paar Dinger drehen, bei denen sie ordentlich abkassieren. Dafür beschäftigen sie den ehemaligen Kriegspiloten Haggerty, der zu alt ist, um sonst noch Arbeit zu finden.

In der Zwischenzeit bauen sich Batman und Robin ein neues Batplane: Der Batman-Kopf an der Spitze verschwindet zugunsten der Aerodynamik, es gibt – wie schon beim Batgyro – einen (ausfahrbaren) Propeller für einen Helikopter-Modus und allerlei andere Gadgets wie ein komplettes Kriminallabor. Das Beste aber: Das Batplane kann sogar zum U-Boot umfunktioniert werden.

Nachdem die Gauner also zunächst mit dem Batplane eine Ladung Diamanten geraubt haben, bauen sie sich zwei weitere und legen dann so richtig los. Täuschen können sie damit keinen mehr. Im Batplane II liefert sich das Dynamische Duo eine spektakuläre Luftschlacht gegen drei alte Modelle ihres eigenen Flugzeugs – mit dem Unterschied, dass daran jetzt auch Maschinengewehre befestigt sind.

Das Batplane II rauscht in die Tiefe, versteckt sich im Wasser, schießt wieder hoch und lässt mit der Geheimwaffe „vacuum blanket“ alle Technik an Bord der falschen Batplanes versagen. Im Helikoptermodus kann es das gegnerische Flugzeug abschleppen. Als aber Haggerty zum Helden wird, einen Gangster ausknockt und ihn per Batplane Batman ausliefern will, wird er zunächst auch für einen Schurken gehalten, stürzt dann aber ab, weil er bewusstlos wird. Zum Glück landet sein Flugzeug weich in einem Lumpenlaster. Und Haggerty bekommt am Ende eine zweite Chance: Batman will ihm einen Job besorgen.

>> Batman 1950-1959

Firefly wird Pyromane

Firefly Batman

Firefly in seinem Element. (DC Comics)

Manche wollen bekanntlich die Welt nur brennen sehen. So auch Garfield Lynns alias Firefly. Nach seinem gescheiterten Versuch, mit Farbeffekten Verwirrung zu stiften, kehrt Garfield Lynns alias Firefly im Jahr 1993 zurück – und dann ist Schluss mit lustig. Denn diesmal hat er eine Eigenschaft des kurzlebigen Schurken Firebug übernommen: Er ist ein Pyromane in einem Schutzanzug und Flammenwerfer, und er kann sogar fliegen.

Jahrelang war er in Arkham eingesperrt. Nachdem Bane die Insassen befreit hat (Knightfall: Broken Bat), fackelt Firefly nicht lange, seinem Namen alle Ehre zu erweisen. Zuerst ist ein Vergnügungspark dran. Batman ist bereits vom Kampf gegen die ausgebrochenen Irren so geschwächt, dass er ihm kaum etwas entgegenzusetzen hat.

Rache für geplatze Kindheitsträume

Robin findet heraus, dass Lynns – na, ratet mal – ein Waisenkind ist und eine Schwester namens Amanda hat. Wegen seiner schwierigen Vergangenheit wurden die Geschwister aber nicht von dem Paar adoptiert, das sich für sie interessiert hatte. Und jetzt will Garfield alle Orte niederbrennen, die ihm als Kind versprochen wurden: ein Theater, eine Bowlingbahn, den Zoo. Beim Versuch, ihn aufzuhalten, bringt sich Batman fast um. Erst beim dritten Mal legt sich die Fledermaus, die eigentlich allzeit bereit sein sollte, ein feuerfestes Kostüm zu – nur der Umhang verkokelt leider, was aber vor Flammenhintergrund immerhin ziemlich cool aussieht. Nach einem Kampf gegen einen Leoparden kann Batman Firefly fesseln.

Batman vs. Firefly

Detective Comics #689-690 (DC Comics)

Zwei Jahre später (Detective Comics #689-690, 1995) bricht Lynns wieder aus, diesmal aus Blackgate. Aber Moment mal: War er nicht früher in Arkham-Insasse? Offenbar gilt er nicht mehr als verrückt, obwohl er seine alte Leidenschaft nicht abgelegt hat. Jetzt wird sogar klar, was er so sehr an den Flammen findet: Er sieht sexy Feuerengel darin. Diesmal bewirbt er sich bei Black Mask als Brandstifter und verliebt sich in eine Nachbarin, scheitert aber – ganz im Stil von Taxi Driver – als er (Achtung: Kalauer) seiner neuen Flamme zeigt, was er in seiner Freizeit am liebsten treibt.

Die Rückkehr von Firebug

In der Zwischenzeit fragt Batman Joe Rigger, alias Firebug, ob er hinter der Brandstiftung steckt, aber er beteuert seine Unschuld. Abgesehen von der Wasserfolter irritiert die Sequenz noch auf zwei Weisen. Erstens: War Firebug nicht tot? Ja, war er. Zweitens: War er nicht mal schwarz? Auch das. Aber nach dem DC-Reboot der Crisis hat sich die Hautfarbe anscheinend mit dem Lebensstatus geändert. Spielt auch keine große Rolle, denn auch der neue Firebug taugt nix. Nach einem kurzen Comeback im alten rot-gelben Kostüm fällt er wieder seinen Flammen zum Opfer.

Batman vs. Firefly, Martian Manhunter

Detective Comics #689-690 (DC Comics)

Firefly hingegen entkommt nach seinem geplatzten Date und kehrt nach weiteren zwei Jahren wieder (Detective Comics #714-715, 1997). Dieses Mal verbündet er sich mit einem gewissen Dalbert, der einen Diamantendiebstahl plant. Dieser seltsam gekleidete Kerl hat auch die Fähigkeit, plötzlich zu verschwinden. Auch Privatdetektiv John Jones (Martian Manhunter) sucht nach ihm und wird von Firefly ordentlich durchgebrutzelt. Er tut sich mit Batman zusammen, um den Gesuchten zu schnappen, doch John erweist sich wegen seiner Feuerschwäche dabei als ziemlich nutzlos. Batman kommt auch erst ganz zum Schluss auf den Gedanken, das Kostüm zu wechseln und einen Feuerlöscher einzupacken. Am Ende ist alles vergebens, weil Dalbert an einen Ort verschwindet, an den man ihm nicht folgen kann: in die Vergangenheit – er ist ein Zeitreisender. Aber immerhin ist Firefly endlich gefangen.

Sein vorläufiges Ende findet der Pyromane kurz bevor Gotham zum Niemandsland erklärt wird (Batman #560/Detective Comics #727, 1998). Der Schurke Nicholas Scratch lässt Garfield Lynns befreien und rekrutieren, um dem vom Erdbeben zerstörten Gotham mit Feuer den Rest zu geben. Lynns akzeptiert den Auftrag, den er sogar gratis erledigt hätte. Doch als Firefly seine Flammen auf ein Becken mit einer explosiven Chemikalie loslässt, erleidet er schwerste Verbrennungen. Auf wundersame Weise kann er danach immer noch stehen. Erst eine zweite Ladung Feuer gibt ihm den Rest – bis er von nassem Zement gelöscht wird.

Trotz dieses Erlebnisses kehrt Firefly später immer wieder zurück. Dieser Feuerteufel ist einfach nicht totzukriegen. Aber zum Klassiker hat es dieser Schurke in all den Jahren trotzdem nicht gebracht.

>> Batman 1990-1999


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The Batman: Der erste Teaser

Der erste Teaser zu Matt Reeves‘ The Batman ist da – und er ist düster. Extrem düster. Ein Serienkiller (mutmaßlich der Riddler) wickelt die Köpfe seiner Opfer in Klebeband ein. „No more lies“ steht darauf. Batman (Robert Pattinson) erhält eine Halloween-Karte mit Hinweisen: „Haven’t a clue? Let’s play a game, just me and you“, steht darauf und auch sonst scheint der Riddler einen Hang zum Dichten zu haben:

„If you are justice, please do not lie: What is the price for your blind eye?“

Die Stimmung erinnert stark an David Finchers Sieben. Batman tritt brutal auf, als er ein Gangmitglied mehr zusammenschlägt als nötig erscheint. Auf die Frage, was er sein soll, antwortet er nur: „I’m vengeance.“ Batman trifft auch auf Catwoman, die hier – wie schon in The Dark Knight Rises – nur ein abstrakt angedeutetes Katzenkostüm trägt.

Logo zu "The Batman"

Das Logo zu „The Batman“ (Warner Bros.)

The Batman soll am 1. Oktober 2021 in die US-Kinos kommen. Jeffrey Wright (bekannt als Felix Leiter aus James Bond) übernimmt die Rolle von James Gordon, Andy Serkis wird als Alfred Pennyworth auftreten. Catwoman wird gespielt von Zoë Kravitz, der Pinguin von Colin Farrell, der Riddler von Paul Dano und Carmine Falcone von John Turturro.

Zu dem Film soll es außerdem noch eine Spin-off-Serie auf HBO Max geben, die sich der Polizei von Gotham widmet. Produziert wird sie ebenfalls von Matt Reeves, Showrunner soll Terence Winter sein.

Ben Affleck und Michael Keaton in The Flash

Darüber hinaus wurde bekannt, dass Ben Affleck und Michael Keaton als Batman zurückkehren werden – im neuen Flash-Film mit Ezra Miller. Es wird also eine Zeitreisegeschichte á la Flashpoint. Geplanter Kinostart ist 2022. Einen Trailer gibt es noch nicht, dafür ein erstes Bild vom neuen Flash-Kostüm:

Vorschau auf Zack Snyder’s Justice League

Hier kann man Batfleck und Ezra Miller als Flash noch einmal sehen: im offiziellen Teaser zu Zack Snyder’s Justice Leagueder 2021 auf HBO Max erscheinen soll. Darin kommt nicht nur der ersehnte Schurke Darkseid vor, sondern auch Superman im schwarzen Kostüm – und das Ganze pathetisch untermalt von Leonard Cohens Hallelujah, das Snyder bereits in einer Szene im Film Watchmen benutzt hat.

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Erster Blick auf James Gunns „The Suicide Squad“

Poster zu "The Suicide Squad"

Das Poster zu „The Suicide Squad“ (Ausschnitt) (Warner Bros.)

Im August 2021 soll James Gunns The Suicide Squad in die Kinos kommen. Wer mitspielt, ist schon lange bekannt, nun hat der Regisseur und Autor beim Event DC Fandome auch die Rollen der Schauspieler verraten.

Vier sind bekannte Gesichter aus dem ersten Teil:

  • Viola Davis als Amanda Waller
  • Margot Robbie als Harley Quinn
  • Joel Kinnaman als Colonel Rick Flag
  • Jai Courtney als Captain Boomerang

Die neuen Rollen sind überwiegend eher abseitige Charaktere, von denen die meisten nur eingefleischten Comic-Experten etwas sagen dürften:

  • Idris Elba als Bloodsport
  • David Dastmalchian als Polka-Dot Man
  • Michael Rooker als Savant
  • Flula Borg als Javelin
  • Daniela Melchior als Ratcatcher 2
  • Mayling NG als Mongal
  • Peter Capaldi als Thinker
  • Alica Braga als Solsoria
  • Pete Davidson als Blackguard
  • Nathan Fillion als T.D.K.
  • Sean Gunn als Weasel
  • John Cena als Peacemaker
  • Steve Agee als King Shark

Ein Trailer wurde bei DC Fandome nicht gezeigt, dafür ein kurzer Blick hinter den Kulissen, der auch ein paar kurze Einblicke in den Film gewährt:

James Gunn (Guardians of the Galaxy) verspricht ein großes Spektakel mit mehr Spezialeffekten als irgendwo sonst – und spart auch nicht mit Superlativen für die Besetzung und den Spaß, den er bei der Arbeit hatte (und noch immer hat). Hoffen wir, dass es wenigstens halb so gut wird, wie er sagt. Aber James Gunn ist zum Glück nicht David Ayer, der den ersten Teil verbrochen hat. Außerdem: Es kann nur besser werden. Und vor allem witziger.

https://twitter.com/JamesGunn/status/1297258496459550720

Mehr aus DC Fandome:

Wonder Woman 1984: Der zweite Trailer

Eigentlich sollte die Fortsetzung von Wonder Woman, Wonder Woman 1984, längst in den Kinos gestartet sein, aber wegen der Coronakrise wurde der Erscheinungstermin auf den 1. bzw. 2. Oktober 2020 verschoben. Nun hat Warner Bros. beim Fan-Event DC Fandome den zweiten Trailer präsentiert: Neben einer Menge Action-Szenen ist auch Kristen Wiig in ihrer Gestalt als Cheetah zu sehen. Pedro Pascal als Schurke Max Lord war bereits im ersten Trailer in Erscheinung getreten.

Mehr aus DC Fandome:

Catwoman und Pussycat verführen Robin

Die Katzengang: Catwoman, Pussycat und Goons.

Titel: That Darn Catwoman/Scat! Darn Catwoman (dt. In den Fängen der Katze)

Drehbuch: Stanley Ralph Ross

Erschienen: 1967 (Batman S02E40-41)


„You know I’m violently opposed to police brutality.“ (Commissioner Gordon)

Wenn Batman einen Sidekick hat, warum nicht auch Catwoman? Aber was ist eigentlich die weibliche Form davon? Egal, jedenfalls hat Catwoman eine Auszubildende: Pussycat, gespielt von Lesley Gore. Ihr wisst schon, der Popstar der 60er, der „It’s My Party“ gesungen hat. Hier gibt sie ihren Hit „Californa Nights“ zum Besten, während Catwomans Handlanger andächtig lauschen und so gar nicht im Takt schunkeln. Keine besonders spannende Vorstellung, aber immerhin mal eine Pause zum Durchatmen.

Jedenfalls strebt Pussycat keine Karriere im Verbrechen an, sie wäre lieber Sängerin. Catwoman will davon nichts hören. Sie hat die junge Frau nur zu sich geholt, um an Robin ranzukommen. Nachdem der Wunderknabe eine Spießerrede vor Schülern gehalten hat, kratzt ihn Pussycat mit ihrer roten Kralle, die aus einem pinken Winterhandschuh herausragt, und verabreicht ihm ein Gift, das ihn alles Gute vergessen lässt: Robin wird zum Rüpel, der sich willig Catwomans Bande anschließt – und sich auch an Pussycat ranschmeißt.

Lesley Gore

„Nein heißt nein“ ist Rüpel Robin egal.

Pussycat ist zwar nicht abgeneigt, in der zweiten Folge singt sie sogar das Lied „Maybe Now“, während sie sein Bild anschmachtet, aber auch unter Verbrecher-Sidekicks gelten Sitte und Moral. Deshalb: Kein Kuss vor dem ersten gemeinsamen Ding. Robin aber will nicht begreifen, dass Nein gleich Nein bedeutet, und will ihr einen Kuss aufzwingen – da geht zum Glück die Polizei dazwischen und nimmt ihn fest.

Ganz anders Batman: Während er in der Todesfalle gefesselt liegt (einer übergroßen Mausefalle, Robin sägt am Seil) gibt ihm Catwoman die Wahl: Entweder er stirbt oder er schließt sich Catwoman an. Er entscheidet sich für letzteres, aber nur weil er nicht will, dass Robin schon in so jungem Alter ein Menschenleben auf dem Gewissen hat. Vorher schluckt er noch eine Bat-Pille, um gegen das Gift resistent zu sein – Catwoman, in dieser Folge nicht ganz so smart, – durchschaut das Manöver nicht.

Batman in der Klemme: Tod oder Verbrechen? Eine schwere Wahl.

Aber Catwoman hat es nicht nur auf einen Verbündeten auf Augenhöhe abgesehen. Sobald Batman scheinbar unter ihrem Einfluss steht, flirtet sie so heftig mit ihm, dass er sich schon sehr zusammenreißen muss, ihrem Reiz zu widerstehen. Spätestens hier müsste Catwoman merken, dass Batman immer noch der alte Spießer ist, aber wie gesagt: In dieser Folge ist die Katze einfach nicht in Form. Am Ende, als sie nicht mehr entkommen kann, bittet sie Batman, sie zu heiraten. Dann werde sie dem Verbrechen entsagen. Doch Batman kann sich nicht überwinden.

Eine Pussycat ist nicht genug: Robin schmeißt sich auch an Catwoman ran.

Es reicht ja schon, dass man sein ganzes Vermögen, seine ganze Freizeit und regelmäßig sein Leben riskiert, um Kriminelle zu bekämpfen. Eine Ehe mit Catwoman wäre wohl zu viel verlangt. Es gibt Opfer, die sind einfach zu groß.

Catwomans „Geheimversteck“ – eine Falle?

Und so bleibt der Schurkin nichts anderes übrig, als in den Tod zu stürzen. Batman macht sich gar nicht erst die Mühe, sie zu retten oder wenigstens nach ihrer Leiche zu suchen. Er zückt das Bat-Taschentuch und wischt sich die Bat-Tränen aus dem Bat-Gesicht.

Keine Sorge, Batman, es gilt das alte Grundgesetz: Ist keine Leiche zu sehen, gibt es auch keine Toten.

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Batman und der Feuerteufel

Batman vs Firebug

DC Comics

Titel: My City Burns at Both Ends – It Will Not Last the Night

Autor/Zeichner: Len Wein/Irv Novick

Erschienen: 1979 (Batman #318), Hardcover 2014 (Tales of the Batman: Len Wein)


Nach Firefly kommt Firebug, der allerdings nichts mit einem Glühwürmchen zu tun hat. Nein, diesmal ist „fire“ wörtlich zu nehmen, denn unser Firebug zündelt gerne. (Diesmal hört sich der deutsche Name „Feuerteufel“ viel bedrohlicher an.) Dahinter steckt Joey Rigger, ein Vietnam-Veteran und Sprengstoffexperte. Er will sich für die Tode seiner Familie rächen, denn Vater, Mutter und Schwester sind durch Defekte in ihren Mietshäusern gestorben. Diese Häuser gilt es nun abzufackeln. Und dazu legt sich Rigger erstmal ein schickes rot-gelb-flammendes Kostüm zu, das Napalm verschießt. Einfache Brandstiftung ist einfach nicht mehr zeitgemäß.

Leider geht die Mission nicht ganz so sauber wie gedacht. Gleich zu Beginn muss Batman ein Kind vor dem Feuer retten. Er schafft es nur mit Mühe und Not, indem er einen spekakulären Drahtseilakt vollführt – buchstäblich. Firefly ist zwar ganz froh, dass Batman das Kind gerettet hat, sieht aber keinen Anlass, sein Tun zu überdenken. Batman kann sich mit ein paar Feuerlöscherkapseln retten, Firebug haut ab.

Nächstes Mal ist Batman vorbereitet: Er hat sich einen feuerfesten Anzug zugelegt. (Offenbar trägt er ihn, zumindest in den 70ern, nicht immer.) Und da Firebug ihm seine Motivation verraten hat, kann er auch leicht auf dessen Identität schließen. Dankenswerterweise hat Firebug sein nächstes Ziel überdeutlich markiert: das Gotham State Building.

Beim Kampf bringt Firebug sein Kostüm zum Brennen und fällt seinen eigenen Flammen zum Opfer: Als er sich auf Batman stürzen will, schmilzt er durch ein Schutzgitter, fällt in die Tiefe und explodiert in der Luft. Batman: „What a hell of a waste.“

>> Batman 1970-1979


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