Film

Aquaman und Shazam: Die ersten Trailer

Auf der San Diego Comic Con wurden die Trailer zu den nächsten DC-Filmen vorgestellt: Aquaman, der am 20. Dezember in Deutschland startet, und Shazam!, der im April 2019 in die Kinos kommen soll. Während der erste ein buntes Spektakel zu werden scheint, dessen Unterwasser-Optik an Findet Nemo erinnert, scheint Shazam eine Coming-of-Age-Komödie darüber zu sein, wie es ist, ein Kind im Körper eines Superhelden zu sein.

Da Trailer in der Regel wenig über die Qualität von Filmen aussagen, verkneife ich mir mal weitere Kommentare und lasse euch eure eigene Meinung dazu bilden. Am Ende wird man als Fan nicht um den Kinobesuch herumkommen.

Was bringt der Streamingdienst „DC Universe“?

Alle wollen Netflix sein. Jeder braucht jetzt einen Streaming Dienst. Diesmal ist DC schneller als Diney: Im August 2018 beginnt DC Universe in der Beta-Phase, im Herbst soll es richtig losgehen. Neben alten DC-Filmen und Serien soll es ab 2019 auch einige neue geben: Titans, Doom Patrol, Swamp Thing sowie die Zeichentrickserien Young Justice Outsiders und Harley Quinn.

Zum Altbestand gehören Spielfilme wie die ersten Batman-Filme der Ära Burton/Schumacher sowie Superman mit Christopher Reeve, TV-Serien wie Wonder Woman (1975-1979), aber auch Animationsfilme wie Batman: The Dark Knight ReturnsBatman: Gotham by Gaslight, Batman: Bad BloodJustice League: The Flashpoint Paradox, Green Lantern: First Flight und Wonder Woman. Außerdem hat DC auch die ersten zwei Staffeln von Batman: The Animated Series angekündigt.

Neben Filmen wird der Dienst auch Zugang zu ausgewählten Comics gewähren, die man auf Tablets wird lesen können, z.B. Justice League (2011), Swamp Thing (2011) von Scott Snyder und Harley Quinn (2013).

Leider wird DC Universe vorerst nur in den USA verfügbar sein, eine deutsche Version ist ungewiss.

Robin aus der Serie „Titans“

Der deprimierendste Superman aller Zeiten

Heute vor fünf Jahren kam Man of Steel in die Kinos. Zeit für einen Rückblick. Nach seiner Dark Knight-Trilogie produzierte Christopher Nolan einen neuen Superman. Der Held hatte es nötig: Seit Christopher Reeve war es nicht gelungen, einen neuen Film-Superman zu erschaffen, der das Publikum begeistern konnte und im kulturellen Gedächtnis Bestand hatte. Bryan Singers Superman Returns (2006), ein Versuch, an Richard Donners Filme anzuknüpfen, überzeugte – trotz eher wohlwollender Kritiken – nicht wirklich. Nach dem gelungenen Reboot Batman Begins war dieser nostalgische Sprung zurück eine verschenkte Chance. Zu lange klammerte man sich an das Erbe der Klassiker.

Mit Man of Steel sollte alles anders werden. Zack Snyder versuchte, das Dark Knight-Konzept des anspruchsvollen nachdenklichen Superheldenfilms auf Superman zu übertragen. Superman wurde düsterer, das machte sich nicht nur an der Grundstimmung, sondern auch an der Optik bemerkbar. Alles Blaue wurde grau. Und mit den Farben ging auch der Humor flöten. Und eigentlich alles, was man mit Superman verbindet: Hoffnung, Optimismus, Lebensbejahung. Superman tötet – noch bevor er richtig angefangen hat, ist er am Ende. Damit war Man of Steel vielleicht nicht der schlechteste, aber bestimmt der deprimierendste Superman-Film aller Zeiten.

Der Film spaltete Kritiker und Fans. Bei Rotten Tomatoes ist er bei 55 Prozent gelandet, immerhin 75 Prozent der Fans fanden ihn gut, bei IMDb hat er eine Wertung von 7,1 – aber das muss heutzutage nichts heißen. „Man of Steel’s exhilarating action and spectacle can’t fully overcome its detours into generic blockbuster territory“, heißt es bei RT und das trifft in etwa den Kern. Gerade das Finale, bei dem Superman Metropolis in Schutt und Asche legt, schießt übers Ziel hinaus. Mag sein, dass es mit dem Beginn von Batman v Superman alles in einem größeren Kontext Sinn ergibt, aber wie wir wissen, überzeugt dieser Sinn nicht. Es bleibt ein übertriebenes und ermüdendes Spektakel.

Zack Snyder hat als Regisseur kein Gespür für Feinheiten, er macht Filme mit dem Holzhammer. Bildgewaltig, sonst nichts. Und so ist auch nichts an diesem Film hängengeblieben: Weder die Haupt- noch die Nebenfiguren. Das ist schade, denn Henry Cavill macht eigentlich eine gute Figur und auch sonst ist der Film gut besetzt. Aber trotzdem: Keine Szene bleibt besonders in Erinnerung. Bis auf diese eine, bei der ich mich am meisten geärgert habe: Als Jonathan Kent bei einem Sturm ums Leben kommt, weil er einen Hund rettet. Einen Hund. Damit ist wohl alles gesagt.

Big in Japan

Joker und Batman im Duell. (Warner Bros.)

Titel: Batman Ninja

Regie/Drehbuch: Junpei Mizusaki/ Kazuki Nakashima, Leo Chu

Erschienen: 2018 (Direct-to-Video)


Kaum stört Batman Gorilla Grodd bei einem Experiment in Arkham, landet er zusammen mit seinen Erzfeinden und Verbündeten im alten Japan. Zusammen mit Catwoman, Nightwing, Red Robin, Robin und Alfred geht es gegen Grodd, Joker, Harley Quinn, Two-Face, Pinguin, Poison Ivy, Bane und Deathstroke. Die Schurken haben – trotz Sprachbarriere – innerhalb von zwei Jahren Japan unter sich aufgeteilt, der Joker will das Reich beherrschen und hat ihm dafür einen technologischen Sprung nach vorne beschert.

Berittener Batman mit Gefolgschaft (Warner Bros.)

Zum Glück hat Batman nicht nur Alfred bei sich, der ihm schwarzen Tee zubereitet, sondern auch das Batmobil. Als das im Einsatz gegen Jokers Riesenroboter geschrottet wird, wird ein Batplane daraus, als das geschrottet wird, wird ein Batpod daraus und dann verwandelt es sich in eine Bat-Rüstung … Doch das ist nur ein Vorgeschmack darauf, was am Ende kommt, denn es fährt nicht nur jeder Schurke einen Transformer auf (der vom Palast zum Roboter wird), sie vereinen sich sogar zu einem Mega-Roboter. Und der kämpft dann gegen einen Riesen-Affen, der sich aus Millionen (!) von kleinen Affen zusammensetzt. Und wenn man meint, dass es bescheuerter nicht mehr geht, kommt eine Schar von Fledermäusen, die einen Riesen-Batman bilden …

Riesen-Roboter vs. Riesen-Affe

Nein, das ist kein Witz. Das passiert wirklich im Anime Batman Ninja. Zwischendrin fragt man sich, worin eigentlich der Sinn besteht, die Handlung im alten Japan spielen zu lassen, wenn man es auf hanebüchene Science Fiction anlegt. Aber sei’s drum. Vielleicht entspricht das ja dem japanischen Publikumsgeschmack. Genauso wie das kleine süße Äffchen, das Robin begleitet …

Riesen-Roboter gegen Riesen-Batman

Abgesehen von diesem peinlichen Quatsch macht Batman Ninja in großen Teilen Spaß. Die Story ist zwar nicht gerade innovativ oder überraschend, aber kurzweilig, die Charaktere erfüllen ihren Zweck, aber sind ohne Tiefe. Allein Batman bekommt Gelenheit, sich mal wieder selbst in Frage zu stellen und sich unabhängig von seinen Gadgets zu machen (dafür umso abhängiger von Affen und Fledermäusen). Der Joker ist so überdreht, dass sein Gelächter einem auf die Nerven fallen kann. Dafür gibt es atemberaubende Action-Szenen und ein paar Lacher, wie etwa Bruce Waynes Verkleidung als Mönch – mit Fledermaus-Tonsur.

Batman mit Familie.

Was aber wirklich beeindruckt ist die Animation. Die ist so aufwendig und detailreich, so vielfältig und künstlerisch ambitioniert, dass allein das Anschauen viel Freude bereitet – wenn man der flotten Action überhaupt folgen kann. Besonders eindrucksvoll gemacht ist eine Szene im Mittelteil, in der Red Hood (der einen sehr hohen roten Hut trägt) einen Bauern mit seiner Frau verdächtigt, Joker und Harley zu sein. Die Szene unterscheidet sich im Zeichenstil ganz vom Rest und verursacht nicht nur bei Batman ein Gefühl der Verunsicherung, wenn Red Hood auf die Unschuldigen losgeht. Solche Experimente, so viel Mut würde man auch manchen US-Produktionen wünschen.

The Death of Superman: Der erste Trailer

Im Sommer 2018 erscheint die Zeichentrick-Adaption von The Death of Superman, auf Blu-ray, DVD und VoD. Der erste Trailer zeigt die Justice League im Kampf mit Doomsday und wir bekommen Lex Luthor zu sehen. Unterschied zu den Comics: Im Film kämpft die „wahre“ Justice League, während im Comic nur eine C-Besetzung zu sehen war. Und es gibt auch einen optischen Unterschied: Superman trägt ein Kostüm, das mehr an die The New 52-Version von 2011 erinnert – mit Kragen und ohne rote Unterhose.

Ein genaues Erscheinungsdatum steht noch nicht fest.

Die ersten zweieinhalb Minuten aus Batman-Ninja

Batman Ninja kommt schnell zur Sache. Kaum in Arkham, schon in Japan. Viel kann man darüber noch nicht sagen, außer dass es neugierig macht. Der Animationsfilm erscheint am 24. Mai 2018 in Deutschland auf DVD und Blu-ray. Hier nochmal der Trailer:

Überdosis schützt vor Rückenleiden

Fällt immer mit der Tür ins Haus: Bane.

Titel: Bane

Drehbuch: Mitch Brian

Erschienen: 1994 (Batman: The Animated Series, S02E10)


„Er hat meinen Wagen ruiniert, Alfred. So etwas regelt man unter Freunden am besten persönlich.“ (Batman)

Ein Jahr nach dem Knightfall, als Bane Batmans Rückgrat gebrochen hat, tauchte der Schurke schon in der Zeichentrickserie Batman: The Animated Series auf. Allerdings in einer entschärften Variante und ohne weitgehende Folgen für Batman.

Ein Fall für die Vollkasko.

Bane ist hier ein Auftragskiller, der für den Gangsterboss Rupert Thorne Batman ermorden soll. Preis: fünf Millionen Dollar in Diamanten. Zunächst nimmt er sich (wie im Comic) Killer Croc vor, um zu Batman zu gelangen. Croc landet mit gebrochenem Arm und Bein im Knast. Statt daraufhin Batman anzugreifen, zerlegt Bane zunächst eigenhändig das Batmobil. Es muss ja noch spannend bleiben.

Frankensteins Supersoldat: Banes Erschaffung.

Batman findet heraus, dass Bane aus einem Gefängnis für Lebenslängliche (Pena Dura) ausgebrochen ist, wo an ihm ein Serum für Supersoldaten ausprobiert worden war.

Kann nicht gesund sein: Bane auf Droge.

Der Zweite, der mit Bane konfrontiert wird, ist Robin. Der Sidekick schlägt sich zwar zunächst ganz gut, wird aber schließlich von Bane entführt. Batman verfolgt ihn auf ein Schiff von Thorne, wo es endlich zum Zweikampf kommt. Die Bewegungen erinnern sehr an einen Wrestling-Kampf, was bei Banes Aufmachung natürlich naheliegt. Batman schießt ihn über Bord, aber der kehrt zurück.

Batman hat Rücken.

Bane ist der überlegenere Kämpfer, aber Batman weigert sich, aufzugeben. Schließlich kommt es zu der Variation der ikonischen Szene, in der Bane Batman übers Knie legt. Aber bevor Batmans Rücken Schaden nehmen kann, überlädt der Held die Venom-Zufuhr und Bane erleidet eine Überdosis. Alles noch mal gut gegangen.

Finger weg von Drogen …

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SubZero und Batman Ninja auf Blu-ray

Der Animationsfilm Batman & Mr Freeze: SubZero (dt. Eiszeit) wird laut Warner Bros. am 27. März 2018 in den USA auf Blu-ray erscheinen. Der 1998 erschienene Film ist der zweite, der sich an Batman: The Animated Series anschließt. Der erste, Mask of the Phantasm (dt. Batman und das Phantom, 1993), ist im im vergangenen Jahr auf Blu-ray herausgekommen. Eine deutsche Veröffentlichtung beider Filme ist noch nicht angekündigt. Der dritte Film, Mystery of the Batwoman (dt. Rätsel um Batwoman), ist bereits seit Jahren auf Blu-ray verfügbar – allerdings nicht in einer deutschen Fassung.

Der 67-minütige SubZero wird als Bonus unter anderem auch die vier Mr. Freeze-Folgen aus der Serie bzw. aus dem Animated Universe enthalten: „Heart of Ice“, „Deep Freeze“, „Cold Comfort“, „Meltdown“ (Batman Beyond). Damit werden mehr als 80 Minuten geboten, die zusammen mit dem Film eine mehr als zweistündige Saga bilden. Allerdings sollen sie nur in „Standard-Auflösung“ scheinen, heißt es in der Produktbeschreibung. Das ist insofern bedauerlich, als dass in diesem Jahr, so jedenfalls die Ankündigung, die Animated Series ebenfalls auf Blu-ray erscheinen soll.

Außerdem gibt es einen Starttermin für den ersten DC-Anime: Batman Ninja soll am 8. Mai 2018 in die Läden kommen. Auch dieser Film wurde noch nicht für Deutschland angekündigt.

Justiz mit dem Holzhammer

Richter mit Hammer

Titel: Judgment Day (dt. Der Richter)

Drehbuch: Rich Fogel, Alan Burnett

Erschienen: 1999 (The New Batman Adventures S01E24)


„Ich bin das Gesetz.“ (Der Richter)

Die letzte Folge von Batman: The Animated Series (bzw. The New Batman Adventures, wie die dritte Staffel heißt) führt einen neuen Gegner ein: den Richter. Ein gesichtsloser Unbekannter mit weißer Perücke und schwarzer Robe, der andere Schurken zur Rechenschaft zieht. Der Pinguin bekommt das Schwert zu spüren, Killer Croc den Hammer, Two-Face wird zum Erstickungstod verurteilt. Zwei Mal kann Batman das Schlimmste verhindern.

Richter mit Schwert

Der Richter hat Batmans Talent, aus dem Nichts aufzutauchen (auch auf einem fahrenden Auto) und eben dorthin wieder zu verschwinden (auch von einem Brückenpfeiler aus), er bekommt das Wohlwollen eines Staatsanwalts, der die lasche Gesetzgebung kritisiert, aber konsequent ist der Vigilant nicht. Denn keiner der Verurteilten wird hingerichtet. Auch wenn Batman nicht eingreift: Der Pinguin landet nur im Krankenhaus, ähnlich glimpflich kommt der Riddler davon. Na gut, wir haben es immer noch mit einer Kinderserie zu tun. Und auch im Comic dürfen die Erzschurken nicht draufgehen – man braucht sie noch.

Die Auflösung liegt nahe, ist aber gelungen, denn hier wird ein tragischer Charakter konsequent weiterentwickelt. Da macht es auch nichts aus, dass das Richter-Konzept stark an das Phantom aus dem ersten BTAS-Film, Mask of the Phantasm, erinnert.

Two-Face in Arkham

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Justice League: Jetzt mal ehrlich

Die größten Superhelden in einem Film.? Das kann funktionieren, wie Joss Whedon mit den Avengers gezeigt hat. Bei Justice League durfte er lediglich einen weiteren Zack Snyder-Film vor einer Vollkatastrophe bewahren. Über DC-Filme wurde schon genug geschimpft und spekuliert, was schief gelaufen ist. Fans wollen einen „Snyder-Cut“, ohne zu wissen, ob der was taugt (wahrscheinlich nicht). Die Screen Junkies haben es dennoch geschafft, mal wieder amüsant zusammenzutragen, was bei Justice League daneben gegangen ist: im neuesten Honest Trailer. Vieles hat man selbst gemerkt, anderes ist überraschend gut beobachtet – und witzig auf den Punkt gebracht.