Comic

Catwomans Wiedergeburt

DC Comics

Titel: Catwoman: Her Sister’s Keeper

Autor/Zeichner: Mindy Newell/J.J. Birch

Erschienen: 1989 (Miniserie #1-4), Paperback 1991


In Batman: Year One bekam auch Catwoman eine neue Vorgeschichte: Selina Kyle war eine Prostituierte, die mit Bruce Wayne in einen Straßenkampf geriet, als er noch nicht Batman war. Später inspirierte sie Batman dazu, ein Katzenkostüm zu tragen. In der vierteiligen Serie Catwoman werden die Hintergründe näher beleuchtet.

Selina Kyle liegt bewusstlos in einer Gasse, zusammengeschlagen von ihrem Zuhälter Stan, als sie von einer Nonne aufgefunden wird. Ein Polizist bietet ihr Hilfe an, sie lehnt zunächst ab, kehrt zurück zu Stan, der ihr versichert, sie zu lieben, sie dann aber zum nächsten Kunden schickt – im Katzenkostüm, auch damit man ihre blauen Flecken nicht sieht. Selina ruft schließlich doch den Cop an, der sie zu Ted Grant schickt. Der ehemalige Superheld Wildcat bringt ihr bei, wie man sich verteidigt. Außerdem rät er ihr, sich die Haare kurz schneiden zu lassen und zeigt ihr später, wie man eine Peitsche benutzt. Im Katzenkostüm nimmt sie schließlich Rache an ihrem Peiniger, doch dann entführt Stan ihre Schwester Madgalene (Maggie) – eine Nonne. Hier kreuzen sich die Wege mit Batman.

DC Comics

Her Sister’s Keeper, wie der Titel des Paperbacks lautet, orientiert sich stark an Year One, die Sequenzen, die Catwoman betreffen, werden teilweise Panel für Panel nachgezeichnet. Gotham wird wie bei Frank Miller realistisch dargestellt als raues Pflaster, in dem ein Menschenleben nicht viel wert ist, erst recht wenn es sich um eine Prostituierte handelt. Angenehmerweise wird Catwoman nicht so stark sexualisiert aufgeladen wie später in den 90ern (oder auf dem Cover des Paperbacks).

Catwoman ist hier mehr als eine Rolle für Selina Kyle, sie wird zur zweiten Persönlichkeit, die ihr hilft, zu überleben. Zugleich hat sie aber auch Angst davor, weil die Katze eine Killerin ist. Am Ende geht es zwischen ihr und Batman um die Frage des Tötens: Selina gibt sich die Schuld für Stans Tod und ist danach bereit, einen Polizisten zu töten, der die minderjährige Prostituierte Holly Robinson misshandelt hat.

Trotz seiner Anlehnung an Year One kommt Her Sister’s Keeper nicht an das Meisterwerk heran. Trotz seiner Ausführlichkeit, wird anderes nur angedeutet, wie etwa Selinas Raubzüge, ohne zu erklären, wie sie zur Meisterdiebin wird. Viele Fragen zur Vorgeschichte, gerade was ihre Schwester betrifft, bleiben offen. Wenn sie zum Schluss Batman küsst und ihm danach den Krieg erklärt, wirkt es etwas forciert – so als müsste man noch schnell die Hassliebe als späteres Leitmotiv zwischen den beiden einführen. Aber wer sich für Catwomans Hintergründe interessiert, ist mit dieser Lektüre trotzdem gut bedient.

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Der Riddler bringt Batman in den Knast

DC Comics

Titel: The Riddler’s Prison-Puzzle Problem

Autor/Zeichner: Gardner Fox/Frank Springer

Erschienen: 1968 (Detective Comics #377), Paperback 2015 (Batman Arkham: The Riddler)


Batman bekommt eine Benachrichtigung: Er kann in der Bibliothek ein bestelltes Buch über Krimonlogie abholen. Obwohl der Detektiv keines bestellt hat, fährt er mit Robin trotzdem vorbei. Als er das Buch vorsichtshalber mit einem langen Lineal öffnet, geht eine Bombe hoch. Zum Glück keine große. Und zum Glück macht die Bibliothekarin, angetan von dem prominenten Besuch, just im Moment der Explosion ein Foto, sodass auf dem Foto eine Nachricht in der Explosionswolke sichtbar wird: „Why is a diamond like a stew?“ (Was wäre eigentlich gewesen, wenn niemand ein Foto gemacht und Batman nicht überlebt hätte?)

Das klingt doch sehr nach dem Riddler. Eine wilde Assoziationskette später treffen Batman und Robin am Tatort ein, wo der Riddler gerade eine Goldmünzensammlung an sich nimmt. (Ist es nicht seltsam, dass das Dynamische Duo immer exakt dann eintrifft, wenn der Diebstahl noch im Gange ist?) Es folgen vier Seiten Prügelei. Der Riddler kommt in den Knast, kommt aber dann bald wieder auf Kaution frei. (Fragt sich nur, wie das bei einem manischen Wiederholungstäter sein kann.) Batman untersucht dessen Zelle und findet wieder einen Hinweis, den er gerade noch lesen kann, bevor er beinahe von einem Gas ausgeknockt wird, scheint aber nicht weiter schlimm zu sein.

Diesmal hat es der Riddler auf einen Diamantenring abgesehen. Am Tatort tappen Batman und Robin in eine Falle – aber keine Todesfalle, denn was würde der Riddler nur ohne die beiden machen? Er wäre arbeitslos! (Auch wenn er sie gerade noch in die Luft zu jagen versuchte.) Also gestaltet er die Falle so, dass seine Spielkameraden leicht entkommen können, aber wenn sie sich freisprengen, ruinieren sie den nächsten Hinweis, den der Riddler mit Spielklötzen vor ihnen aufbaut, und zwar so, dass sie ihn vom Käfig aus nicht lesen können. Also werfen sie zunächst die Klötze um, sodass sie sie lesen können, dann sprengen sie sich frei, folgen der Spur – und bringen den Riddler zur Strecke.

„When will I learn not to try and outwit Batman?“ Wieder ist Aufgeben keine Option. Edward Nigma hat seine Bestimmung gefunden: Zwanghaft muss er Verbrechen begehen und Fährten legen, auch wenn er gar nicht gefasst werden will – aber das alles ist nur ein Spiel um seiner selbst willen.

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Gotham Adventures in neuer Form

DC Comics

Nachdem DC sämtliche Batman (& Robin) Adventures (aus den 90ern) in sieben Paperbacks neu aufgelegt hat, sind jetzt auch die Gotham Adventures dran. Zunächst angekündigt war ein erster Band mit den ersten sechs Ausgaben (eine Neuauflage der 2000er-Ausgabe), dann wurde er auf unbestimmte Zeit (bei Amazon steht „2080“) verschoben, also annulliert. Jetzt hat man sich eine neue Form überlegt: Nicht chronologisch sortiert, sondern nach Charakter: Batgirl, Nightwing, Robin bekommen eigene Bände.

Zunächst erscheint im August: Batman Adventures: Batgirl – A League of Her Own. Enthalten sein werden neben dem Special Batgirl Adventures #1 auch Gotham Adventures #8-9, #22, #38.

Im Oktober folgt Batman Adventures: Nightwing Rising. Darin wird zunächst die Mini-Serie The Batman Adventures: The Lost Years (#1-5) enthalten sein, die die Lücke zwischen den Zeichentrickserien Batman: The Animated Series und The New Batman Adventures (bzw. Staffel 3, auch als Staffel 4 bezeichnet) schließt. Darüber hinaus steckt noch Gotham Adventures #1 darin.

Im Januar 2021 soll Batman Adventures: Robin, The Boy Wonder erscheinen und die Ausgaben #7, 19, 29, 42, 54 sowie Batman Adventures #9 (Vol. 2, 2004) enthalten.

Es entsteht also ein Flickenteppich mit vielen Lücken (#2-6, #10-18, #20-21 etc.), der hoffentlich durch spätere Bände gefüllt werden wird, allerdings kann das noch lange dauern, weil die Bände sehr dünn ausfallen werden und die Serie insgesamt 60 Ausgaben umfasst. Insofern ist das Ganze mal wieder eine dieser nicht nachvollziehbaren (und ärgerlichen) Entscheidungen des Verlags.

Die zweite Batman Adventures-Serie (2003-2004) wurde seit 2004 bisher nicht neu als Paperback aufgelegt – und noch nie vollständig. Der Panini-Verlag hat das immerhin in Deutschland nachgeholt, mit zwei Bänden, die 2016 und 2017 erschienen sind.

Alle Einzelausgaben der Gotham und Batman Adventures sind digital bei Comixology zu kaufen. Dort erscheint auch die aktuelle Nachfolger-Serie Batman: The Adventures Continue.

>> Neue Batman-Comics 2020

Batman, Superman und der Kryptonit-Ring

DC Comics

Titel: Superman: Dark Knight Over Metropolis

Autor/Zeichner: John Byrne, Dan Jurgens, Jerry Ordway, Roger Stern u.a.

Erschienen: 1987/1990 (Action Comics Annual #1, The Adventures of Superman #466-467, Action Comics #653-654, Superman #44), Paperback 2013


Wie kam Batman eigentlich in den Besitz des Kryptonit-Rings? Das erzählt der Dreiteiler Dark Knight Over Metropolis. Aber eigentlich beginnt die Geschichte schon viel früher: In Superman #1 (Vol. 2, 1987) mit Metallos Kryponit-Herz, das Lex Luthor eine Ausgabe später zu einem Ring verarbeitet, später verliert Luthor wegen der radioaktiven Strahlung seine Hand (Action Comics #600, 1988).

Luthor beauftragt die IT-Expertin Amanda McCoy, Supermans Geheimidentität herauszufinden (ebenfalls schon in Superman #2, 1987). Das tut sie auch, aber Lex will ihr nicht glauben, dass Superman Clark Kent sein soll. (Was enorm an Luthors Intelligenz zweifeln lässt.) Er feuert sie, dann stiehlt sie den Kryptonit-Ring, um es zu beweisen – und bringt Clark dabei fast um. (Sehr seltsame Methode.) Kurz darauf ist McCoy selbst tot. Batman findet den Ring später bei Obdachlosen in Gotham.

Superman hat derweil andere Probleme: Die Reporterin Cat Grant soll von Intergang entführt werden, weil sie eine wichtige Zeugin in einem Prozess gegen die Bande ist. Als Batman Superman  aufsucht, um das Geheimnis hinter dem Ring und dem Mord zu lösen, schlägt Intergang zu …

Wir sehen: unfähige Superprofikiller, einen Möchtegern-Superhelden namens Gangbuster und Schurken, die statt unliebsame Reporterinnen einfach erschießen zu lassen, sie entführen, um ihre Erinnerungen umzuprogrammieren. Wir sehen außerdem: Supermans Vorbehalte gegenüber Batman, die schnell überwunden sind, um für die gute Sache zu kämpfen – und zwar so schnell, dass Superman ihm am Ende mit dem Ring sein Leben anvertraut.

So weit, so gut. Aber leider ist der Band vor all dem gefüllt mit banalem Unsinn, der nichts mit der Story zu tun hat. Statt die oben genannte Vorgeschichte abzubilden, hat man noch eine langweilige Geschichte über eine Vampirin in einer Kleinstadt (Action Comics Annual #1) und dann noch eine Hommage an die Fantastic Four eingefügt (The Adventures of Superman #466). Erstere ist zwar auch ein Team-up mit Batman, aber letztere hat keinen Bezug zu all dem. Ein Band also, den man wenigstens in dieser Form nicht braucht. Aber auch so ist Dark Knight Over Metropolis nur etwas für neugierige Komplettisten.

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Der Riddler gibt das Rätseln auf

DC Comics

Titel: The Riddle-less Robberies of the Riddler

Autor/Zeichner: Gardner Fox/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1966 (Batman #179), Paperback 2015 (Batman Arkham: The Riddler)


Das größte Rätsel des Riddlers ist, warum er überhaupt Rätsel als Hinweise hinterlassen muss, um seine Verbrechen anzukündigen. So ist es jedenfalls kein Wunder, dass Batman und Robin ihn jedes Mal schnappen. (Auch wenn die Lösungen oft weit hergeholt sind.) Nachdem der Riddler aus dem Knast ausgebrochen ist, stellt er sich die Frage selbst. Aber was ist die Lösung für das Problem? Nach einiger Grübelei kommt der Geistesblitz über ihn: Er sollte es einfach lassen!

Doch beim nächsten Juwelendiebstahl hält ihn etwas zurück: Er kann kein Verbrechen begehen, ohne dass er Rätsel hinterlässt – ein klarer Fall von Zwangsstörung. Also versucht Edward Nigma, sich selbst zu therapieren, liest ein paar Bücher und beim nächten Mal stiehlt er ohne Probleme ein paar alte Münzen von der Yab Soda Company.

Blumen, Minnesota und Napoleon

Derweil fragen sich Batman und Robin, wo die Rätsel bleiben, auf die sie warten. Sie vertreiben sich die Zeit mit anderen Missionen. Nachdem sie von Riddlers Diebstahl erfahren, fragen sie sich, ob sie die Hinweise nicht übersehen haben. Tatsächlich: In letzter Zeit gab es ein paar seltsame Ereignisse. Ein unbeschriebener Briefumschlag für Batman, eine Blume (Geißblatt bzw. Heckenkirsche) wurde Gordon geliefert, in der Polizeiwache hat ein Unbekannter die Umrisse von Minnesota an die Wand gemalt. Nach ein bisschen Knobelei ist klar: Damit war die Yab Soda Company gemeint! (Fragt mich bitte nicht, wie sie darauf kamen.)

Doch der Riddler weiß anscheinend nichts davon. Er ist ziemlich stolz darauf, dass er die Rätsel überwunden hat. (Wobei man sich dann fragt, warum er sich noch so nennt und das Fragezeichen-Kostüm trägt.) Auch danach passieren noch einige Seltsamkeiten: Ein Mann im Napoleon-Kostüm, ein Mann bewirft ein Brautpaar mit 25 Cents, ein Mann rennt mit einem Schild herum, auf dem steht „10+10=10“.

Die Macht des Unbewussten

Batman und Robin denken gar nicht daran, letzteren auszufragen, sie lösen lieber das Rätsel und erwischen den Riddler und seine Bande auf frischer Tat. Der Riddler bewirft sie mit explodierenden Puzzleteilen und einem übergroßen Kreuzworträtsel und ist erstaunt, wie Batman und Robin ihm auf die Spur gekommen sind – er hat sich doch seine Zwangsstörung abtrainiert. Aber nein: Offenbar hat er all die Hinweise unbewusst gegeben!

Im Knast findet er sich damit ab und beschließt, sich eben künftig bessere Rätsel einfallen zu lassen. Eine ordentliche Therapie kommt offenbar nicht infrage – und auch nicht das Aufgeben. Der Mann ist ein klarer Fall für eine Nervenheilanstalt, aber Arkham macht erst acht Jahre später auf … (und selbst dann ist er noch lange kein Insasse)

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Der Geist, der Clown und der Killer

DC Comics

Titel: Detective Comics Vol. 3: Greetings From Gotham

Autor/Zeichner: Peter J. Tomasi/Christian Duce, Doug Mahnke

Erschienen: 2019 (Detective Comics #1006-1011), Hardcover 2020


„It’s time to let the moonshine in and enjoy the basic pleasures of life … the classics.“ (Joker)

Nach zwei längeren Storylines (Mythology, Arkham Knight) erzählt Peter J. Tomasi in Detective Comics drei kürzere Geschichten: von Spectre, Joker und Deadshot.

In der ersten wird Jim Corrigan von Anhängern eines Spectre-Kults entführt, um ihn zu töten und das gründgewandete Gespenst, das die personifizierte Rache Gottes darstellt, für eigene Zwecke zu missbrauchen. Spectre selbst bittet Batman um Hilfe. So ganz klar wird nicht, wozu er ihn braucht. Ich meine: Der Kerl ist doch schier allmächtig. Von daher wirkt es auch etwas albern, wenn er sich zunächst übergroß vor Batman aufbaut, ihn fängt und Batman sich dann mit allerlei Gadgets gegen ihn zur Wehr setzt. Am Ende geht alles auch sehr einfach. Aber: Ausdrucksstark gezeichnet ist diese Belanglosigkeit immerhin, der schaurige Stil von Kyle Hotz erinnert an Kelley Jones. Highlight: Spectre ergreift von Batmans Dino Besitz …

Mit dem Joker auf dem Rummelplatz

Die zweite Story ist die titelgebende: Der Joker lädt Batman – ganz klassisch – zu einem Abend im Vergnügungspark ein. Der Clown hat dafür alle Mitarbeiter und Besucher in Geiselhaft genommen. Batman muss mitspielen. Also fahren die beiden Achterbahn, Autoscooter und in den Liebestunnel. Der Joker hat riesigen Spaß, Batman eher weniger.

Diese simple Quatsch-Story erinnert an The Joker’s Playground of Peril (Batman #286, 1977) und weckt natürlich Erinnerungen an Klassiker wie The Dark Knight Returns und The Killing Joke. Allerdings ohne inhaltlichen Mehrwert. Von daher kann man sie eine Hommage nennen. Oder auch nostalgisch. Oder auch einfach nur: abgedroschen und einfallslos. Ich meine: Joker auf dem Rummelplatz? Das ist kein Topos mehr, das ist längst ein Klischee …

Mit Deadshot im Pazifik

Das Beste kommt zum Schluss: Auftragskiller Deadshot kapert ein Flugzeug, in dem Bruce Wayne und Lucius Fox zusammen mit ein paar anderen Millionären sitzen. Doch dann schlägt ein Blitz ein und das Flugzeug stürzt auf einer einsamen Insel im Pazifik ab. Zwei Kriegsveteranen – einer japanisch, einer amerikanisch – die seit dem Krieg abgeschottet von der Außenwelt dort festsitzen, versorgen den verletzten Bruce Wayne. Mit ihrer Hilfe besorgt er sich ein notdürftiges Batman-Kostüm und nimmt den Kampf mit Deadshot auf.

Klingt bescheuert? Ist es aber nicht. Tatsächlich ist das Ganze so stark und humorvoll erzählt, dass diese Episode am meisten Vergnügen macht. Es ist wahrscheinlich sogar die beste Story, seit Tomasi Detective Comics übernommen hat. Und wer hätte das gedacht: Deadshot steht auf The Who …

Zwischendurch sieht man, wie die nächste größere Geschichte vorbereitet wird: Mr. Freeze schließt einen Pakt mit Lex Luthor, um endlich seine geliebte Nora aus dem kryogenischen Schlaf zu holen – eine Story im Rahmen von „Year of the Villain„. Davon dann beim nächsten Mal mehr.

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DCeased geht weiter: Dead Planet

DC Comics

Im vergangenen Jahr stürzte Autor Tom Taylor das DC-Universum in die Zombie-Apokalypse: Seine Miniserie DCeased war beliebt bei Fans und Kritik (bei mir nicht so, aber wer bin ich schon?). Am 19. Mai erscheint der dritte und letzte Teil des Spin-offs DCeased: Unkillables, das von den Schicksalen der Schurken in der Krise erzählt.

Jetzt hat Taylor im Hollywood Reporter eine Fortsetzung angekündigt: Die Miniserie DCeased: Dead Planet handelt davon, wie eine Generation von Superhelden nach fünf Jahren zur zerstörten Erde zurückkehrt, um auf einen Hilferuf zu antworten: Superman (Jonathan Kent), Batman (Damian Wayne) und Wonder Woman (Cassie Sandsmark) treffen auf Doctor Fate, Swamp Thing, Constantine und Zatanna. Zeichner ist wieder Trevor Hairsine. Die erste Ausgabe soll am 30. Juni 2020 erscheinen.

Taylor verspricht: „There will be despair, there will be heroic sacrifices, but there will also be comedy and triumph mixed in with, you know, all those shocking deaths of beloved heroes.“ Aber diesmal soll auch die Hoffnung nicht zu kurz kommen.

Riddlers rätselhafte Rückkehr

DC Comics

Titel: Remarkable Ruse of the Riddler

Autor/Zeichner: Gardner Fox/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1965 (Batman #171), Paperback 2015 (Batman Arkham: The Riddler)


Seit Riddlers erstem Auftritt im Jahr 1948 war 17 Jahre lang nichts mehr von ihm zu hören. Was hat er in der Zeit nur getrieben? Er war im Knast. Jetzt wird Edward Nigma entlassen und verspricht, sich zu bessern. Wer’s glaubt. Batman jedenfalls nicht. Aber Eddie will es beweisen, indem er Batman und Robin hilft, den Molehill Mob zu fassen, dessen Spezialität es ist, durch die Kanalisation zu entkommen. Verdächtig: Eddie will dazu sein altes Riddler-Kostüm anziehen – immerhin sind Batman und Robin ja auch verkleidet. Aber das verheißt natürlich nichts Gutes.

Der Riddler führt die beiden zum Geheimversteck der Bande, die muss ein paar rollenden Kanaldeckeln und schwingenden Kabeln ausweichen, aber der Riddler steht nur unschuldig daneben und sieht zu. Doch später hinterlässt er dem Dynamischen Duo ein Rätsel. Sie folgen der Spur zu einer Yacht, die dem Besitzer einer schwarzen Perle gehört. Zunächst sieht es so aus, als würde der Riddler die Perle stehlen, auf der Flucht lässt er sogar übergroße Puzzleteile auf die beiden niedergehen, aber dann stellt sich heraus: Der Riddler hat die Perle gekauft. Da er geerbt hat, braucht er gar nicht mehr zu stehlen.

Inspiration für TV-Serie

Ähnlich auch später, als es um ein mit Rubinen besetztes Kreuz geht. Zuerst sieht es so aus, als ob der Riddler es von einem Kunsthändler rauben würde – mit vorgehaltener Waffe. Aber dann stellt sich die Waffe als Feuerzeug heraus.

Schließlich kommt es aber doch zu einem Raubzug: Der Riddler plündert einen Safe im Ox Club. Batman und Robin versuchen, ihn zu fassen, aber sein Anzug steht unter Strom. Dann versuchen sie, ihn zu schlagen, aber er hält ihren Prügeln Stand. Aber dann verrät er unabsichtlich seinen Trick (ein Spezialanzug und Betäubungsmittel), Batman schaltet ihn aus und der Riddler landet wieder im Knast. Wie kamen aber die Helden auf den Ox Club? Perle und Kreuz, Kreis und X: das ergibt OX – ist doch logisch …

Es ist nicht das einzige Rätsel, das auf so verblüffende Weise gelöst wird. Das größte bleibt aber, wozu dieser Riesenaufwand, nur um einen Raub zu begehen? Und warum hinterlässt er immer wieder Hinweise und fordert seine Festnahme geradezu heraus? Ganz einfach: damit es fair ist. Das muss man dem Riddler lassen. Bei aller Heimtücke ist er ein ehrenwerter Spieler – sofern man das von einem Lügner, Dieb und Räuber behaupten kann.

Die Story wurde später zur Inspiration für die ersten Folgen der Batman-TV-Serie mit Adam West: „Hi Riddle Diddle/Smack in the Middle“ (Rätselhafter Rätselkönig, S01E01-02). Darin beginnt es mit der Kreuz-Szene und die Masche dient nur dazu, Batman reinzulegen und zu verklagen. Die Sache nimmt dann noch viel schrägere Wendungen, aber seht selbst …

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Gratis Comic Tag 2020: Verschoben auf Herbst

Panini Comics

Eigentlich sollte am 9. Mai 2020 der Gratis Comic Tag stattfinden. Dieser wurde nun wegen der Coronakrise auf Herbst verschoben. Die Veranstalter wollen sich im Juli erneut beraten und Anfang August ein neues Datum verkünden. Bis zum 31. August sind Großveranstaltungen in Deutschland verboten.

Das diesjährige Angebot an Gratis-Comics steht schon länger fest: Zum Thema Batman bringt Panini ein Heft mit drei Leseproben heraus zu den Graphic Novels Harley Quinn: Breaking Glass, Batman: Nightwalker und Mera: Gegen den Strom. Daneben gibt es ein Heft namens Hallo Justice League mit drei Leseproben von Kinder-Comics.

Mehr geboten wird für Spider-Man-Fans: Die bekommen zwei komplette Storys in einem Heft. Ein Highlight dürfte auch ein Auszug aus Berserker Unbound von Jeff Lemire (Black Hammer/Justice League, Joker: Killer Smile) und Mike Deodato Jr. sein – aber das kann man sich wahrscheinlich auch kaufen, ohne vorher reingelesen zu haben. Alle Gratis-Comics findet ihr hier.

80 Jahre Joker und Catwoman verschoben auf Juni

DC Comics

Sicher haben sich manche von euch schon gefragt, wo denn die Jubiläums-Specials zu Catwoman und Joker bleiben. Eigentlich sollten sie am 15. und 29. April erschienen sein – zum 80. Jahrestag von Batman #1 (1940), als die beiden ihre ersten Auftritte hatten. Aber die Coronakrise hat das Erscheinen dieser und auch anderer Comics verzögert.

Jetzt gibt es zwei neue Erscheinungstermine Catwoman 80th Anniversary 100-Page Super Spectacular #1 soll am 2. Juni 2020 herauskommen, The Joker 80th Anniversary 100-Page Super Spectacular #1 am 9. Juni 2020. (UPDATE: Eine Vorschau auf Joker gibt’s bei DC.) Jedes Special enthält eine Reihe von neuen Kurzgeschichten rund um die beiden Schurken. Hier ein Vorgeschmack auf die Variant Cover der beiden Hefte:

Am 2. Juni soll auch die Anthologie The Joker: 80 Years of the Clown Prince of Crime herauskommen.

Weitere Erscheinungstermine gibt es bei DC Comics. Hier eine Auswahl:

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