Joker bringt Batman zum Lachen

DC Comics

Titel: This One’ll Kill You/The Joker’s Playground of Peril

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Irv Novick

Erschienen: 1975/1977 (Batman #260, 286), Hardcover 2019 (The Joker: The Bronze Age Omnibus)


Viele Joker-Geschichten beginnen damit, dass der Joker aus Arkham ausgebrochen ist. Das Wie wird selten erklärt, als wäre es ganz normal, dass ein Massenmörder bei einer geschlossenen Anstalt ein- und ausgeht. Zwei Geschichten aus den 70ern machen sich immerhin die Mühe und gehen dabei einigermaßen kreativ vor.

In This One’ll Kill You vergiftet der Joker in Arkham den Kaffee der Wärter, lässt sie in Gelächter ausbrechen und sie lassen ihn entkommen. Doch vorher taucht Batman auf (er hat einen Tipp von Two-Face bekommen) und bekommt im Handgemenge mit den Insassen selbst einen Schluck vom Kaffee ab. Daraufhin lernt der Dunkle Ritter das Lachen – und zwar bei den unpassendsten Gelegenheiten.

Nur zwei Ärzte haben das Gegenmittel, nur einer ist in den USA – doch der Joker schickt ihm Blumen und die sind dann das letzte, das er zu schnuppern bekommt. Also muss Batman nach London fliegen, wo der zweite Arzt ist. Aber dort lässt er sich auch nur lachend vom Joker umhauen.

Im Finale, im stillgelegten Comedy Manor, inszeniert der Joker eine Hinrichtung des Arztes mit einer Guillotine. Während eine Kerze das Seil ankokelt, das das Fallbeil hält, erzählt der Joker einen schlechten Witz nach dem anderen. Batman kippt fast um vor Lachen. Doch dann beherrscht er sich mit einem Trick: Er denkt an Marx-Brothers-Szenen, die wirklich lustig sind. Denn wie sich später herausstellt, wirkt das Joker-Gift nur bei schlechten Witzen.

Womit wieder bewiesen wäre: Clowns sind nicht komisch.

Joker-Jagd auf dem Rummelplatz

DC Comics

Eine andere kreative Form des Ausbruchs findet sich in The Joker’s Playground of Peril (Batman #286, 1977). Der Joker entführt einen Psychiater, was sehr naheliegend ist, aber er tut es in einem Eiswagen, was dann wiederum die Frage nach der Intelligenz des Wachpersonals aufwirft. Auf der Straße schmeißt der Joker den Psychiater raus und bespritzt ihn mit einer Flüssigkeit, die ihn schrumpfen lässt. (Achtung, Wortspiel mit „shrink“!)

Wie der Joker an das Mittel kommt, um diesen Gag auszuführen, wird nicht erklärt. Daraufhin folgt eine Jagd über den Rummelplatz. Batman sucht eigentlich einen Juwelenschmuggler, findet den Joker, der aber nur der als Joker verkleidete Anwalt des Jokers ist, wie sich im Liebestunnel (!) herausstellt. Zwischendrin brennt noch eine Rutsche, Batman muss ein Kind retten. Und als am Ende endlich der wahre Joker auftaucht, spritzt er Batman Senf ins Gesicht und es kommt zum Showdown im Spiegelkabinett. Der Joker versucht, Batman zu erwürgen. Einfallslos, aber effektiv, wenn man die baldige Rückkehr in die Gummizelle vermeiden will.

Darum ging es also in der Geschichte: Der Joker wollte sich an seinem Anwalt rächen, weil er ihn nicht vor dem Irrenhaus bewahrt hat. Aber warum hat der sich dann überhaupt so verkleidet wie der Joker, wenn er Angst vor ihm hat? Fragen über Fragen – Batmans Welt bleibt trotz aller Erklärungen oft rätselhaft …

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