Autor: Lukas

Beruflich Online-Redakteur, privat Comic-Blogger.

Hush Returns (Teil 3): Clayface

DC Comics

Titel: Life of Riley/The Shape of Things to Come

Autor/Zeichner: A.J. Lieberman/Al Barrionuevo

Erschienen: 2005-2006 (Gotham Knights #67-71), Paperback 2017 (Batman Arkham: Clayface, nur #68-71)


Was bisher geschah: Hush (Tommy Elliot) hat Alfred Pennyworth entführt, der ist mit Hilfe von Batman wieder freigekommen und hat vorher noch entdeckt, dass Hush scheinbar nicht Tommy Elliot ist (siehe Gotham Knights #60).

Was nun geschieht: Nachdem sich Hushs Partner-in-Crime Prometheus verabschiedet (Talia al Ghul entführt ihn in #66, einem Tie-in zum Event Villains United), muss sich Bruce Wayne mit einem Erpresser namens Riley herumschlagen, der zufällig herausgefunden hat, dass Bruce Batman ist. Riley fordert eine Milllion Dollar, Bruce lässt sich darauf ein, lässt Alfred aber ein Gegenangebot unterbreiten. Dann aber bringt Alfred Riley scheinbar um.

Wir erfahren, dass dahinter (wer sonst?) Hush steckt. Er hat einen neuen Clayface entdeckt und für seine Zwecke instrumentalisiert: Johnny Williams, einen Feuerwehrmann, der sich verändert, nachdem er bei einem Brand durch radioaktiven Abfall kontaminiert wurde. Hush bot ihm an, ihm dabei zu helfen, seine Kräfte zu loszuwerden. Doch vorher musste ihm Johnny einige Gefallen tun.

DC Comics

Johnny nahm aus rätselhaften Gründen die Gestalt von Tommy Elliot an (und auch von Jason Todd, siehe Hush). Hush probierte dann an Alfred die Clayface-DNA aus und übernahm damit zeitweise die Kontrolle über ihn, um ihn den Mord an Riley begehen zu lassen. Alfred steht unter Mordverdacht und wird sogar zur Gefahr für Batman. Außerdem will Hush die Formwandler-Fähigkeit von Clayface adaptieren. Dazu braucht Hush eine Probe von Clayface V, Cassius Clay.

Und wozu das alles? Um Erzfeind Bruce Wayne zu verletzen. Aha. Aber was sollte das mit Alfred? Hush brauchte ein Versuchskaninchen. Doch seit wann und inwiefern kann die Clayface-DNA jemanden zur Marionette machen? Dabei ist Alfred , wie sich am Ende herausstellt, gar nicht der Mörder von Riley. Trotzdem hat er Batman später die Leine durchgeschnitten …

Ach, ich geb’s auf. Wenn jemand daraus noch schlau wird, kann er es mich wissen lassen. Nächstes Mal gibt’s das Finale.

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Neuer Podcast: „Batman Unburied“

Spotify/DC Comics

Nach den Batman Audio Adventures gibt es bald noch mehr Dunklen Ritter zum Hören: Am 3. Mai 2022 startet bei Spotify ein neuer Batman-Podcast: Batman Unburied, geschrieben von David S. Goyer, der bereits für die Drehbücher zu Batman Begins und Man of Steel verantwortlich war. Das Besondere: Die Abenteuer erscheinen nicht nur auf Englisch, sondern auch zeitgleich in neun anderen Sprachen, darunter auch auf Deutsch.

Die Geschichte verspricht mal wieder eine Reise in den Verstand von Bruce Wayne, der hier als forensischer Pathologe im Gotham Hospital arbeitet und seine eigenen Dämonen besiegen muss. Mit dabei ist unter anderem der Riddler.

Bruce Wayne wird im Amerikanischen gesprochen von Winston Duke (bekannt als M’Baku aus Black Panther) im Deutschen von dem Österreicher Murathan Muslu, der 2015 den österreichischen Filmpreis für den Film Risse im Beton erhielt.

Ich verstehe zwar nicht, worin der Reiz bestehen soll, eine Figur aus einem visuellen Medium in ein nicht-visuelles zu übertragen, doch warum man es tut, dürfte klar sein.

>> Zum Trailer zu Batman Unburied (Audio)

Poison Ivy macht mächtig Moos

DC Comics

Titel: A Sweet Kiss of Poison/Monster, My Sweet

Autor/Zeichner: Gerry Conway/Irv Novick

Erschienen: 1981/1982 (Batman #339/344), Paperback 2018 (Tales of the Batman: Gerry Conway Vol. 2)


Bruce Wayne hängt gerade im exklusiven Empire Club herum, da kommt eine wildfremde Brünette des Weges und drückt ihm einen Kuss auf. Oh, eine Verwechslung, sagt sie, wie peinlich, entschuldigen Sie! Würde ein Mann das bei einer Frau machen, wäre es sexuelle Belästigung, doch Bruce sagt: Keine Ursache. Allerdings ahnt er: Da ist was faul. Und er hat natürlich recht.

Den die Brünette ist eigentlich eine Rothaarige namens Poison Ivy. Warum Bruce sie nicht erkannt hat? Na ja, in einer Welt, in der eine Brille reicht, um unerkannt Superman zu sein, kann eine Perücke selbst den besten Detektiv der Welt täuschen.

Poison Ivy drückt dem ganzen Vorstand der Wayne Foundation ungefragte Schmatzer auf, um sie mit ihrem Gift gefügig zu machen und ihr das gesamte Vermögen der Stiftung zu übertragen. Sie bittet die Herrschaften auf eine Theaterbühne und lässt sie alle einen Vertrag unterschreiben, der sie reicht macht – und keiner kann was dagegen tun.

Bruce kann sich immerhin zu Batman umziehen und versuchen einzugreifen, doch Ivy setzt ihn mit Giftpfeilen und einer Kletterpflanze außer Gefecht. Wie gut, dass Batman Entlaubungsmittel in seinem Gürtel dabei hat, obwohl seine letzte Begegnung mit der Ivy 16 Jahre her ist – und da war sie noch nicht für ihren grünen Daumen bekannt.

Schon wieder ein Baummonster

Fünf Ausgaben später kriegt dann Ivy endlich ihren Scheck (besser spät als nie). Die Herren sind immer noch machtlos. Bruce versucht ihr ins Gewissen zu reden: Die Stiftung gibt Millionen für wohltätige Zwecke aus, aber Ivy lässt das kalt. Da steigt Bruce wieder ins Batmankostüm und stalkt sie durch die ganze Stadt. Er verdirbt ihr den Appetit im Restaurant und die Lust beim Shoppen. Schließlich kracht er bei ihr ins Gewächshaus. Sie hetzt ihren Chauffeur Ivor auf ihn, den sie zu einem Baummonster hat mutieren lassen (wie schon Redwood in World’s Finest Comics #251-252).

Doch im Vergleich zu einer hypnotischen Femme Fatale ist ein Baummonster für Batman ein Kinderspiel. Deshalb darf auch Robin am Ende mithelfen.

Hinweis: Im Paperback Batman Arkham: Poison Ivy (2016) ist – wie bei der 66er-Story – nur der erste Teil (Batman #339) dieser Geschichte enthalten.

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Hush Returns (Teil 2): Human Nature

DC Comics

Titel: The Games People Play/Human Nature

Autor/Zeichner: A.J. Liebermann/Al Barrionuevo

Erschienen: 2005 (Gotham Knights #60-65), kein Paperback


„I want to be normal …“ (Poison Ivy)

Alfred hält am Straßenrand an, um einer jungen Frau mit ihrem liegengebliebenen Auto zu helfen, da wird er von einer Bande von Schlägern angegriffen und entführt. Dahinter stecken die Schurken Hush und Prometheus (siehe Pushback). Sie bringen ihn auf eine Jacht. Alfred kann sich befreien, da eilt schon Batman herbei und rettet ihn – wobei er ihn fast umbringt, weil er sinnlos mit Sprengstoff um sich schmeißt. Kurz zuvor findet Alfred heraus, dass Tommy Elliot lebt und offenbar nicht Hush ist? Aber leider kann er sich daran hinterher nicht mehr erinnern.

So viel zum Vorspiel. Wir erfahren: Das alles war von Hush genauso geplant. Den entscheidenden Tipp hat Batman übrigens von Poison Ivy bekommen. Um sie geht es dann in der Hauptstory, Human Nature. Ein Jugendlicher stürzt sich vom Dach. Offenbar nur ein Suizid, aber einer von vielen, und dann stellt sich heraus, dass die anderen Opfer vergiftet wurden – mit einem Pflanzenschutzmittel. (Warum der Junge dann gesprungen ist, bleibt schleierhaft.)

Pamela Isley will nicht mehr Poison Ivy sein

Hauptverdächtige ist Poison Ivy, doch die will damit nichts zu tun haben. Die Opfer waren einst ihre Schützlinge. Nach dem Beben (als Gotham zum Niemandsland wurde) hat Ivy einst Waisen in ihrem Garten im Robinson Park aufgenommen. Die Polizei löste damals das kurzlebige Paradies auf. Danach wurde an diesen Jugendlichen herumexperimentiert, um sie zu biologischen Waffen zu machen, einige von ihnen sind nun süchtig nach Pflanzendünger und werden erpresst.

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Alan Moore über Batman und Superhelden

Alan Moore (BBC Maestro)

Es ist kein Geheimnis, dass Alan Moore nicht gut auf DC zu sprechen ist. Auch wenn er bei DC seinen internationalen Durchbruch erlebte (Swamp Thing, Watchmen, The Killing Joke), war er vom Verhalten des Verlags so enttäuscht, dass er mit ihm brach. In seiner Online-Masterclass bei BBC Maestro spricht er den Namen nicht mal aus, sondern redet nur von „the Americans“.

Obwohl er Comics als eines der großartigsten Medien bezeichnet („It can do almost anything“), rät Moore stark vom Arbeiten in der Comicbranche ab. Er bezeichnet sie als eine der gierigsten und kleptokratischen Branchen der Welt und vergleicht sie mit der Filmindustrie, wie sie im Film Barton Fink der Coen-Brüder dargestellt wird. (Wer ihn nicht gesehen hat, dem sei dringend dazu geraten, das nachzuholen – er ist einer ihrer besten.) DCs Vertigo Comics, das 1993 gegründet wurde, bezeichnet er als „middle class Alan Moore farm“, die den Lesern das „Alan-Moore-Feeling“ gab.

Dennoch hat der Comic-Autor viel Lob für das Medium übrig. Der Comic ermögliche es, gleichzeitig in zwei Medien und damit auch zwei Bahnen zu erzählen: einerseits visuell mit Bildern, andererseits mit Worten, die von etwas ganz anderem handeln können, und Moore betont, dass man als Autor von dieser Möglichkeit Gebrauch machen sollte. Das hat den Vorteil, dass man auf relativ engem Raum viele Informationen unterbringen kann. „You can do nearly anything.“ Außerdem hofft er, dass die besten Comics noch nicht geschrieben worden sind. Doch er warnt gleichzeitig: „Don’t write like I write.“ Wer Comics schreiben möchte, soll eigene Ideen und Methoden entwickeln. Wie genau das geht, erklärt er in seinem sechsstündigen Kurs, der nicht nur für angehende Comic-Autoren interessant ist.

Moore zufolge sollte man stets die Möglichkeiten seines jeweiligen Mediums ausreizen. Daher hält er nichts von Adaptionen. Für ihn sind sie meist bloß Geldmache. Bereits vor einigen Jahren hat er sich kritisch über Superhelden-Comic-Verfilmungen bei Arte geäußert. Er nannte sie eskapistisch, infantil und gefährlich.

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Catwoman: Geschichte einer Antiheldin

Batman und Catwoman – das gehört seit über acht Jahrzehnten zusammen. Es ist ein spannender Zufall, dass sie 1940 ausgerechnet zeitgleich mit dem Joker debütierte. Der größte Schurke und die größte Schurkin – oder doch nicht? Denn Catwoman war immer schon mehr als einfach nur eine Verbrecherin. Sie war die einzige Frau, die je an Batman herankam. Natürlich gab es andere: Batwoman, Poison Ivy und auch Talia al Ghul. Aber bei keiner hat man das Gefühl, da trifft eine Gleichgesinnte auf Batman.

Catwoman jedoch ist eine Gleichgesinnte, weil sie für Batman eine Herausforderung darstellt. Sie steht wie er über dem Gesetz, aber schon lange ist sie nicht mehr nur Diebin oder gar Mörderin. Mal ist sie Umweltaktivistin, mal eine Heldin – und damit gar nicht mal so verschieden von dem, was Batman macht. In der schwarz-weißen Welt von Batman bleibt Catwoman eine Frau im Graubereich.

Diese 40-minütige Doku – Catwoman: The Feline Femme Fatale – erzählt die Geschichte von Catwoman, von den ersten Comics im Golden Age bis zur Selina Kyle im Film The Batman. Es kommen auch die wichtigsten Darstellerinnen zu Wort. Seltsamerweise spart der Film nicht einmal Halle Berrys Auftritt aus, dafür aber (geplatzte) Hochzeit mit Batman. Der Fokus liegt eindeutig auf den Filmen und Serien. Trotzdem (und einiger Ungenauigkeiten) wird deutlich, wie wandlungsfähig dieser Charakter ist, was sich auch an den vielen Kostümen zeigt: mal violett, mal grün, mal schwarz, mal grau. Diese Katze ist einfach nicht zu fassen.

>> Catwoman-Comics

Poison Ivys Rückkehr als Lillian Rose

DC Comics

Titel: A Kiss of Death Times Three/A Poison of the Heart

Autor/Zeichner: Gerry Conway/Ric Estrada, Jack Abel

Erschienen: 1978 (World’s Finest Comics #251-252), Paperback 2016 (Batman Arkham: Poison Ivy)


Poison Ivy war – wie die meisten Batman-Schurken zu Beginn – zunächst nur eine kurzlebige Erscheinung: zwei Auftritte im Jahr 1966 und das war’s wieder für ein Jahrzehnt. Nach einem Team-Auftritt bei der Secret Society of Super-Villains (1977) kam sie erst 1978 wieder zu einem vollen Einsatz – gegen Wonder Woman. Diesmal ist Ivy nicht nur ein Name, sondern steht erstmals auch für eine ausgeprägte Pflanzenliebe.

Ivy vergiftet nacheinander drei UN-Diplomaten. Das erregt die Aufmerksamkeit von Diana Prince, die zufällig auch für die Vereinten Nationen arbeitet – zusammen mit ihrem geliebten Steve Howard (der früher mit Nachnamen Trevor hieß). Nach dem zweiten Opfer taucht ein Riese aus Holz mit Blättern auf dem Kopf auf. Wonder Woman kämpft gegen ihn, doch er kann sie niederschlagen und fliehen. Die Heldin folgt dann der üblichen Schlammspur (eine bewährte Superhelden-Methode) zu Ivys Geheimversteck, einem Gewächshaus. Ivy hat zwei in Blätter gekleidete Handlanger – und dann kommt wieder ihr Baumriese zum Einsatz, der den Namen Redwood trägt. Wonder Woman reißt ihm die Arme heraus, wird von Ivy betäubt und gefesselt, sie entkommt, aber dann wird es noch schlimmer: Poison Ivy sorgt dafür, dass Wonder Woman selbst Steve Howard vergiften soll.

Was will Ivy? Ein Kraut namens „Cupid’s Root Herb“, das nur in einem bestimmten afrikanischen Land wächst, um damit Batman zu ihrem Liebessklaven zu machen. Dafür hat sie die Diplomaten ermordet, die die Menschenrechtsverletzungen in der Diktatur angeklagt haben. Fürs Protokoll: Drei Menschen mussten sterben, um eine Pflanze zu bekommen, die sie auch selbst hätte pflücken können.

Poison Ivys erster Origin

Nebenbei erfahren wir zum ersten Mal Ivys Vorgeschichte: Eigentlich heißt sie Lillian Rose, stammt aus einer wohlhabenden Familie und studierte einst Botanik. Sie verliebte sich in ihren Professor Legrand aus Frankreich, der sie dazu überredete, eine alt-ägyptische Urne mit alten Kräutern zu stehlen, die angeblich Krankheiten heilen können.

Angetrieben von einem vagen Versprechen stahl Lillian die Urne aus einem Museum (woher sie diese Fähigkeit hat, bleibt unklar) und wurde dann von Legrand vergiftet. Doch sie überlebte den Mordversuch und ist seitdem gegen jedes Gift immun.

Der Rest ist einfach: Nachdem Ivy in dem afrikanischen Land ihre Belohnung eingesackt hat, bringt Wonder Woman Ivys Flugzeug zum Absturz. Ivy überlebt auf wundersame Weise, überwältigt Wonder Woman mit ihrem eigenen Lasso, doch dann erkennt die Heldin die Wahrheit: Redwood ist eigentlich Legrand. Sie erinnert ihn wieder daran und der Baumriese stürzt sich auf Ivy, wodurch sie zusammen einen Wasserfall hinabstürzen.

>> Poison-Ivy-Comics

Hush Returns (Teil 1): Pushback

DC Comics

Titel: Pushback (Hush Returns)

Autor/Zeichner: A.J. Lieberman/Al Barrionuevo

Erschienen: 2004 (Gotham Knights #50-55), Paperback 2006 (Hush Returns)


„God, it’s good to be back.“ (Hush)

Batman Hush (2003) von Jeph Loeb und Jim Lee gilt als eine der besten Storylines dieses Jahrhunderts, auch wenn Loeb darin nur das Erfolgsrezept aus The Long Halloween und Dark Victory aufwärmt, in einer Detektivstory alle möglichen Schurken aufzuführen. Doch in Hush kommt noch eine Verschwörung gegen Batman hinzu. Bruce Waynes Jugendfreund Thomas Elliot will als Hush (mit bandagiertem Gesicht) Rache nehmen – mit einem ausgefeilten, superkomplizierten Plan. Damit wurde ein neuer Trend für Batman-Storys begründet.

Riddlers Deal mit dem Joker

Bereits ein Jahr später wurde die Geschichte zum ersten Mal fortgesetzt. Nach altem Brauch bahnt sich Hushs Rückkehr langsam an, wie es sich für einen dramatischen Schurkenauftritt gehört. Batman eine Frau, die Vesper Fairchild ähnlich sieht, vor einem Laster. Dann lässt Hush Edward Nygma (Riddler) im Knast mitteilen, dass er nur noch drei Tage zu leben hat. Der Riddler bittet den Joker um Hilfe, mit dem Hinweis, er wisse eine Antwort auf ein zwölf Jahre altes Rätsel. Der Joker lässt seinen Einfluss spielen, um den Riddler verlegen zu lassen. Doch dann ballert Hush auf den Transport, schnappt sich den Riddler auf der Flucht und wirft ihn vom Dach. Der fällt viele Meter tief, kracht durch eine Glaskuppel, stürzt auf einen Tisch und überlebt auf wundersame Weise.

Bevor Hush ihm den Rest geben kann, greift der Joker mit seiner Bande ein. Und obwohl er ihr einen Mordbefehl erteilt, lassen sie Hush leben, nachdem sie ihn verprügelt haben. Dann sucht sich Hush Verstärkung und verbündet sich mit Prometheus, den Schurken, der einst fast die JLA besiegt hat …

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Pitch Meeting zu „Batman Returns“

Batman, Catwoman und Pinguin auf der großen Leinwand – das gab es bekanntlich schon vor 30 Jahren, in Tim Burtons Batman Returns (1992). Der Film gilt als gelungener als der erste von 1989, wenn man ihn jedoch wieder schaut, entdeckt man, wie sich sehr sich der Stil und der Geschmack seitdem verändert haben.

Ryan George führt das in seinem Pitch Meeting auf höchst amüsante Weise vor und macht uns auf einige Absurditäten aufmerksam: Der Pinguin wird aufgezogen von Pinguinen und benimmt sich dann wie einer? Selina Kyle entgeht dem Tod und wird zu Catwoman, weil Katzen ihr die Finger lecken? Batman tötet mit einem Grinsen im Gesicht, aber rät am Ende Catwoman davon ab?

All das und noch viel mehr lässt unser kritisches Denkvermögen wieder reaktivieren, das wir beim ersten Schauen ausgeschaltet haben. (Der Fachmann nennt es suspension of disbelief, zu deutsch höchst umständlich: „willentliche Aussetzung der Ungläubigkeit„.) Für die Entzauberung wird man mit ein paar Lachern entlohnt.

Damit hat Ryan George jeden Batman-Kinofilm gepitcht – außer den von 1966, doch ob sich ein Film, der sich selbst nicht ernst nimmt, noch veralbern lässt, das bleibt fraglich.

Weitere Pitch Meetings:

Paul Dano schreibt „Riddler: Year One“

DC Comics

Paul Dano hat soeben erst mit seiner eindrücklichen Darstellung des Riddlers in The Batman Filmgeschichte geschrieben, jetzt will er der Figur auch im Comic Form verleihen. Im Oktober soll der Sechsteiler Riddler: Year One starten – geschrieben von Paul Dano höchstselbst. Zeichner wird Stevan Subic sein.

Die Serie soll erzählen, wie der Buchhalter Edward Nashton von einem Niemand zu Batmans Nemesis wird. Damit dient sie als Vorgeschichte zu The Batman. Die Miniserie soll zweimonatlich bei DC Black Label erscheinen. Weitere Details zu Starttermin, Preis und Heftumfang sind nicht bekannt.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich jemand an einem „Year One“ für den Riddler versucht. Bereits 1995 hat das Chuck Dixon im Detective Comics Annual #8 getan. Darin erlebt der Schurke als Edward Nigma eine schlimme Kindheit, arbeitet als Bote und wird dann eher aus Langeweile zum Riddler, der sich dann als Künstler mit einer Liebe zu Rätseln versteht.

Schauspieler Paul Dano ist bekannt geworden mit seinen Rollen in Little Miss Sunshine, There Will Be Blood, Prisoners und dem Brian-Wilson-Biopic Love & Mercy. Als nächstes soll er in Steven Spielbergs semi-autobiographischem Film The Fabelmans zu sehen sein (2022). 2018 erschien Wildlife, bei dem er sein Regiedebüt gab und auch am Drehbuch mitgeschrieben hat. Der Film wurde allerdings nicht einmal auf Deutsch synchronisiert.

Zeichner Stevan Subic hat Comics wie M.O.R.I.A.R.T.Y.: Das mechanische Imperium und Tarzan: Herr des Dschungels (beide erschienen bei Splitter) sowie Conan illustriert. Seine Seiten können sich sehen lassen. Zumindest visuell dürfte Riddler: Year One ein Fest werden.

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