Batman

Amalgam-Comics: Was taugen sie?

DC Comics/Marvel/Amalgam

DC und Marvel bringen ihre gemeinsamen Crossover in zwei dicken Omnibussen heraus – die Vorbestellungen sollen enorm gewesen sein. In einem Band steckt das Event DC versus Marvel samt Fortsetzungen und Amalgam-Tie-ins. Darin werden ähnliche Helden aus beiden Universen miteinander verschmolzen. Eine interessante Idee, aber trägt die auch? Ist der Omnibus seine 150 Euro wert?

Die beiden Dark-Claw-Hefte (Batman und Wolverine) habe ich bereits besprochen, ohne große Begeisterung. Aber schauen wir uns mal ein paar weitere an, zunächst Super Soldier, die Fusion aus Superman und Captain America.

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Wiedergelesen: „Batman: War on Crime“

DC Comics

Es gehört ohne Frage zu den schönsten Büchern meiner Sammlung: The World’s Greatest Super-Heroes. Alex Ross hat – wie schon in Kingdom Come – Bilder für die Ewigkeit geschaffen. Auch ohne den Text von Paul Dini zu lesen, kann man immer wieder durch die Seiten blättern und jedes Mal erstaunen. Wirklich: Jedes Mal aufs Neue ist man hin und weg.

Es ist Jahre her, seit ich es gelesen habe. Es wurde mal wieder Zeit. Und es war wieder ein Genuss: Superhelden versuchen, echte Probleme von echten Menschen zu lösen. Hunger, Verbrechen, Unterdrückung. Sie scheitern am Menschen und es zeigen sich der Grenzen der Macht: Gegen Vorurteile, Misstrauen und Gier kommen auch Superkräfte nicht an. Passend zu diesen realen Problem lässt Alex Ross alles realistisch aussehen. Übermenschen wie Superman und Wonder Woman wirken wie Menschen aus Fleisch und Blut. Doch was bei denen funktioniert, scheitert bei Batman: War on Crime.

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Legends of the Dark Knight: Stalking

DC Comics

Autor/Zeichner: Lee Marrs/Eddy Newell

Erschienen: 1998 (Legends of the Dark Knight #107-108)


Eine Motorradfahrerin lässt in Gotham Bomben hochgehen und schießt scheinbar wahllos auf Gebäude und Menschen. James Gordon bekommt Post, in einem Brief heißt es, die Toten gehen auf seine Kappe, dann erhält er ein Paket nach Hause, in dem es heißt, darin hätte sich eine Bombe befinden können. Batman hält die Attentäterin schließlich auf. So viel in aller Kürze. Aber was steckt dahinter?

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Wie Kevin Conroy zu Batman wurde

Wenn man an Batman-Darsteller denkt, hat man gleich Gesichter vor Augen wie Adam West, Michael Keaton, Christian Bale. Aber wenn man an eine Stimme denken müsste, dann haben wohl viele Kevin Conroy in den Ohren. Ohne Frage gehört der Sprecher zu den Legenden, die den Dunklen Ritter dargestellt haben. Seine Stimme prägte Batman nicht nur seit 1992 in der Animated Series, sondern auch gleich im ganzen Universum mit seinen Ablegern wie Batman Beyond und anderen Zeichentrickfilmen. Conroy sprach die Rolle auch in der Adaption von The Killing Joke, den Arkham-Games und Injustice. Zusammen mit Mark Hamill als Joker bildete er ein legendäres Zweigespann.

 

In diesem Video wird dem 2022 gestorbenen Schauspieler und Sprecher gehuldigt. Weggefährten wie Paul Dini und Andrea Romano erinnern sich, wie Conroy aus unzähligen Kandidaten gecastet wurde und auch der Meister selbst kommt zu Wort.

Kevin Conroy in „Finding Batman“ (DC Comics)

Conroy schrieb auch eine Kurzgeschichte, die in DCs Pride-Anthologie von 2022 erschien: In „Finding Batman“ erzählt er von seinen schwierigen Familienverhältnissen und seinen Mühen als schwuler Schauspieler, wie ihm wegen seiner Sexualität Rollen versagt wurden. Am Ende spricht er für die Rolle von Batman vor und entdeckt, dass er sich mit dem maskierten Rächers, der viel erleiden musste und ein Doppelleben pflegt, sehr gut identifizieren kann. 2023 erhielt er für diese Story postum den Eisner-Award.

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Superman ballert auf Hitler-Klone

DC Comics

Titel: Superman: At Earth’s End

Autor/Zeichner: Tom Veitch/Frank Gomez

Erschienen: 1995 (One-shot)


Das Jahr 2102. Superman ist ein alter Mann auf einer kaputten Erde. Zweimal wurde sie bereits zerstört. Nach der zweiten Apokalypse wurde durch Abgase die Sonne verdunkelt und Superman hat seine Kräfte verloren und seinen Namen vergessen. Gerettet wurde er von Kamandi und den Biomechs VII, einer Spezies von biologischen Maschinen, die dazu programmiert wurden, den Grund für die zweite Apokalypse zu finden. Die Biomechs brachten Superman in ihre Stadt über den Wolken, sodass er im Sonnenlicht seine Kräfte und seinen Verstand wiederbekam. Dann hat Superman den Biomechs dabei geholfen, die „Machine Mother“ zu bekämpfen, ein Computersystem, das die meisten Menschenleben auf den Gewissen hat.

So viel zur Vorgeschichte.

Nun bitten die Biomechs Superman darum, die Erde von „Untermenschen“ zu befreien – erstes Ziel: Gotham City soll dem Erdboden gleichgemacht werden. Superman protestiert und wehrt sich. In Gotham gibt es nur noch Freaks und Mutanten, Ausgeburten genetischer Manipulation. Aber für Superman hat Leben noch einen Wert. Er fliegt nach Gotham, wo Fledermausmenschen ihr Unwesen treiben, die ihn an seinen alten Freund Bruce erinnern. Dann verbündet er sich mit einer Kinderbande, die auf die Man-Bats schießt. Sie haben ihr Hauptquartier in Bruce Waynes Grabkammer aufgeschlagen, Bruces Überreste wurden gestohlen. Die „DNA Diktators“, die mit Erbgut experimentieren, sind verantwortlich. Superman zieht mit der Bande los, um die Leiche wiederzuholen.

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Der Pinguin kehrt zurück

DC Comics

Titel: The Penguin: The Prodigal Bird (dt. Auferstanden von den Toten)

Autor/Zeichner: Tom King, Chip Zdarsky/Rafael De Latorre, Stevan Subic

Erschienen: 2023-2024 (The Penguin #0-7), Paperback 2024; dt. Panini 2024


Mit 85 Jahren endlich Ruhestand! Nachdem der Pinguin (Oswald Cobblepot) seinen Tod vorgetäuscht hat (siehe Failsafe), lebt er zurückgezogen in Metropolis, hat eine Verlobte (Rita Wells) und betreibt einen Blumenladen. Alles ganz legal. Er lässt sich durch nichts und niemanden mehr aus der Ruhe bringen. Da platzt plötzlich Agent Nuri Espinoza (alias „Agent Bleep“, siehe Killing Time) bei ihm rein, tötet seinen Vogel, entführt ihn und hält ihn für eine Woche gefangen. Dann zwingt sie ihn, sein Imperium wieder aufzubauen und undercover für den Staat zu arbeiten. Wortlos nimmt der Pinguin das Angebot, das er nicht ablehnen kann, an und beginnt das Morden.

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Superman und Batman gegen Atoman

DC Comics

Titel: The Secret Origins of the Superman-Batman Team

Autor/Zeichner: Roy Thomas, Jack C. Harris, E. Nelson Bridwell/Rich Buckler

Erschienen: 1981 (World’s Finest #271), dt. Ehapa 1982 (Superman Superband 18)


Comicverlage sind um Jubiläen niemals verlegen, auch wenn es eigentlich nichts zu feiern gibt. 1981 erschien World’s Finest #271, eine krumme Zahl, aber es war das 200. Team-up zwischen Batman und Superman in der Serie, denn die beiden begegneten sich erstmals bereits in Superman #76 (1952) und später natürlich auch in anderen Serien wie Justice League. Aber egal: Zu dieser Ausgabe hat Autor Roy Thomas nochmal alle gemeinsamen ersten Begegnungen Revue passieren lassen, denn davon gab es in 30 Jahren einige. Gerahmt wird das Ganze jedoch von einer Adaption der allerersten Begegnung, die fand nämlich am 3. März 1945 in der Superman-Radio-Show statt.

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Alex Ross zeichnet Batman wie Jack Kirby

Jack Kirbys Liste seiner Verdienste ist lang, für DC zeichnete er nicht nur die New Gods, sondern auch Superman. Nur Batman hat er kaum gezeichnet, jedenfalls in keiner Hauptserie, allein die Boy Commandos, die in den 40ern in Detective Comics erschienen, stammten von ihm. Erst in den 80ern versuchte sich der King an Batman, in der Serie Super Powers, zusammen mit anderen Justice-League-Mitgliedern. Doch was wäre, wenn Jack Kirby Batman bereits in den 70ern einmal ganz neu für sich interpretiert hätte?

Alex Ross / DC Comics

Alex Ross (Kingdom Come, Justice) hat es sich vorgestellt und mit Bleistift und Tusche simuliert. Das Ergebnis kann man bald in dem Buch Alex Ross: Unseen (2024) betrachten, in dem viele bislang unveröffentlichte Werke enthalten sind. In diesem Video gibt der Künstler einen Einblick in sein Figurendesign im Stil von Kirby, wir sehen neue Versionen von Joker, Clayface, Poison Ivy, Two-Face, Pinguin und Death-Man sowie ganz neue Kreationen. Das Ergebnis ist verblüffend: Der sonst auf Hyperrealismus spezialisierte Ross erweist sich als Meister der Stiladaption. Es wirkt, als hätte das Vorbild tatsächlich Hand angelegt.

Dabei erinnert Ross daran, dass es einen Batman à la Kirby bereits längst gibt: Bruce Timms Animated-Version ist stark beeinflusst vom King of Comics.

Batman gegen Nazis (Teil 7): Rose and Thorn

DC Comics

Titel: Batman & Rose and the Thorn: A Grave As Wide As the World!

Autor/Zeichner: Robert Kanigher/Jim Aparo

Erschienen: 1982 (The Brave and the Bold #188-189), Hardcover 2021 (Batman: The Brave and the Bold – The Bronze Age Omnibus Vol. 3)


Diese Geschichte ist zu verrückt, um sie euch vorzuenthalten. Sie bietet alles, was das Herz begehrt: Action, Absurditäten und politische Appelle.

Der alte Nazi-Spion Ernst Kuller bewahrt das Geheimnis über eine Geheimwaffe, wo die tödliche Biowaffe Inferno A deponiert ist. Da sucht ihn niemand geringerer als Adolf Hitler persönlich auf, um dem Bettlägerigen das Eiserne Kreuz zu verleihen. Kuller verrät ihm dafür das Geheimnis, der Führer bedankt sich, indem er den Spion mit einem Kissen erstickt. Doch dann stellt sich heraus: Es war gar nicht Hitler selbst, sondern der Sohn des Kriegsverbrechers Martin Bormann, der das Bakterium auf die USA loslassen will, um das Vierte Reich zu errichten.

Derweil geschehen andere seltsame Dinge: Bruce Wayne begibt sich in eine Sozialbausiedlung und bietet einer Gruppe von sechs Kindern an, sie auf ein Picknick mitzunehmen. Die kennen ihn aber gar nicht und sagen ihm, was vernünftige Kinder immer sagen sollten: Er soll sich verziehen. Daraufhin will ihnen Bruce ein Angebot machen, das sie nicht ablehnen können – doch bevor hier jemand an das Schlimmste denken kann, meint er damit bloß, sich als Batman zu verkleiden und mit dem Batmobil vorzufahren. Die Kinder sind begeistert und steigen sofort zu dem Fremden in den Wagen.

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Stan Lees Robin will kein Sidekick sein

DC Comics

Titel: Just Imagine: Stan Lee’s Robin

Autor/Zeichner: Stan Lee, Michael J. Uslan/John Byrne

Erschienen: 2002 (One-shot), Paperback 2021 (Just Imagine Stan Lee Creating the DC Universe Vol. 2)


„Seems like I’m always seein‘ Robins.“

Man kann über Robin sagen, was man will: Die einen hassen ihn, die anderen lieben ihn, doch aus dem Batman-Mythos wegzudenken ist er nicht mehr; so kann sich jeder zumindest damit trösten, seinen Lieblingsrobin zu haben. In guten Batman-Storys ohne Robin vermisst man den Wunderknaben nicht, doch was man an ihm hat, findet man erst heraus, wenn er zwar da ist, aber nichts mit Robin gemein hat.

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