Doug Moench

Riddler: Der ewige Rätselkönig

Titel: When is a Door.: The Secret Origin of The Riddler…/Riddle of the Jinxed Sphinx

Autor/Zeichner: Neil Gaiman, Doug Moench/Bem 89 (Bernie Mireault), Brian Stelfreeze

Erschienen: 1989/1995 (Secret Origins Special #1, The Batman Chronicles #3)


Ein Kamerateam interviewt Edward Nigma in seiner neuen Arbeitsstelle: im Finger Yard, einem Hof, in dem alte Werberequisiten im Großformat eingelagert sind, wie etwa die berühmte Riesenschreibmaschine und so weiter. Doch das Interview verläuft anders als erhofft: Der Riddler beantwortet jede Frage mit Gegenfragen, Multiple-Choice-Antworten und Rätselwitzen.

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Crazy Quilt gegen Jason Todd

Titel: A Revenge of Rainbows/One Hole in a Quilt of Madness

Autor/Zeichner: Doug Moench/Don Newton, Gene Colan

Erschienen: 1984 (Batman #368, Detective Comics #535), Hardcover 2020 (80 Years Of The Boy Wonder – The Deluxe Edition)


Es ist beschlossen: Jason Todd wird Batmans neuer Sidekick, er hat ein rot-grün-gelbes Kostüm, nun braucht er noch einen neuen Namen. Lange überlegt er mit Batman herum, aber ihnen fällt nichts Gescheites ein. Da kommt Dick Grayson (mittlerweile Nightwing) mit seinem alten Robin-Kostüm an und gibt ihm die Erlaubnis, sich Robin zu nennen. Und schon stürzt sich das neue Dynamische Duo auf die Verbrechen in Gotham.

Da kehrt Crazy Quilt zurück, jener verrückte blinde Schurke, der mittels Helm sehen und seine Gegner blenden kann. Ein Tüftler namens Kinski baut ihm einen neuen Helm, der ihn besser sehen lässt. Doch als dieser seinen Lohn fordert und bis zum nächsten Bankraub vertröstet wird, bringt ihn Crazy Quilt per Laserstrahl kaltblütig um. Merke: Arbeite niemals für verrückte Superschurken! (Kinski hätte in der medizinischen Forschung ein Vermögen verdient, aber sei’s drum …)

Nun will sich Crazy Quilt endlich an Robin rächen, der ihn einst (wieder) erblinden ließ. Das Dumme ist nur, dass nun ein anderer im Kostüm steckt, der unschuldig ist. (Außerdem war Quilt auch selbst mitschuld.)

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Neues aus den 80ern: „DC Finest: Batman: Red Skies“ und „Year Three“

DC Comics

DC setzt seine „DC Finest„-Reihe fort. Nach „Year One & Year Two“ und „The Killing Joke & Other Stories“ soll am 2. September der dritte Batman-Band erscheinen. „DC Finest: Batman: Red Skies“ enthält jedoch keine Comics der späten 80er, wie es chronologisch sinnvoll wäre, sondern aus den Jahren 1985 bis 1986, also alles kurz vor der Crisis. Der Inhalt:

Zu den Storylines zählt der erste Auftritt von Black Mask, ein Dreiteiler mit Two-Face und ein Annual mit Hugo Strange:

Autor der meisten Storys ist Doug Moench, zu den Zeichnern gehören Gene Colan und Tom Mandrake. Das Meiste davon ist noch nie in einem Sammelband erschienen, daher dürfte der Band eine Bereicherung für die Sammler und Nostalgiker sein.

Während man auf die Comics der späten 80er in der Reihe noch warten muss, bringt DC im Sommer schon mal eine Deluxe Edition von Batman: Year Three (Batman #436-439) heraus. Die Story von Marv Wolfman und Pat Broderick vertieft die Vorgeschichte vom ersten Robin, Dick Grayson. Der Band soll am 12. August 2025 erscheinen. Panini hat die Storyline zusammen mit Year One und Year Two im Band Batman: Die ersten drei Jahre neu herausgebracht.

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Batman, der Oger und der Affe

Titel: The Ogre and the Ape

Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones

Erschienen: 1996 (Batman #535), Hardcover 2014 (Batman by Doug Moench & Kelley Jones Vol. 1)


Ein entstellter Hüne (genannt Oger) und ein Affe begehen Morde an Wissenschaftlern. Sie rächen sich für die Experimente, die diese einst an ihnen durchgeführt haben. Der Affe verabreicht ihnen ein Betäubungsmittel, der Oger bohrt ihnen eine Elektrode ins Gehirn und tötet sie mit einem Stromschlag, ohne dass sie etwas fühlen. Das ist noch human im Vergleich zu der Folter, die Oger und Affe erlebt haben.

Die Wissenschaftler wollten „perfekte Geheimagenten“ erschaffen. Um die Evolution voranzutreiben, sollte der Mensch zunächst in seinen Urzustand versetzt werden. Daher haben sie versucht, Affen und Menschen einander anzunähern. (Der tiefere Sinn erschließt sich mir nicht.) 22 Testsubjekte sind gestorben, der 23. hat überlebt – und begleicht nun offene Rechnungen. Während Batman versucht, die nächsten Opfer zu finden, geht das Morden weiter …

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Legends of the Dark Knight: Bad

DC Comics

Deutscher Titel: Böse

Autor/Zeichner: Doug Moench/Barry Kitson

Erschienen: 2001 (Legends of the Dark Knight #146-148), Panini 2002 (DC Legends #1)


Einem Jungen fällt ein Spielzeug in den Gully. Ein hünenhafter, aber kindlich naiver Mann namens Jordy kommt vorbei und hebt den Gullydeckel mit Leichtigkeit hoch. Doch kurz darauf wird der Junge von einem Passanten angerempelt, das Spielzeug zerbricht und Jordy rastet aus, wird gewaltätig, randaliert. Als Batman ihn später konfrontiert, wird er übel zugerichtet. Jordy ist nicht nur eine Naturgewalt, er hat auch eine dunkle Seite, die er das Böse nennt.

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Legends of the Dark Knight: Conspiracy

DC Comics

Autor/Zeichner: Doug Moench/J.H. Williams III

Erschienen: 1996 (Legends of the Dark Knight #86-88), Paperback 2014 (Tales of the Batman: J.H. Williams III)


Ein Killer bringt drei Menschen um, indem er ihnen den Hals durchschneidet und ihnen ihre Eingeweide über die Schulter hängt. Am letzten Tatort hinterlässt er ein Ouroboros-Symbol, eine Schlange, die ihren eigenen Schwanz verschlingt. Das Symbol benutzen auch Satanisten, die Tiere opfern. Dann führt die Spur zu einem Biker-Club in Wisconsin und schließlich nach Los Angeles, wo Satanisten Menschen opfern. Derweil lässt der Pulp-Autor Jessup einen gewissen David Lee Shotwell alias Morningstar hypnotisieren, damit dieser den Senator und Präsidentschaftskandidaten Judson erschießt. Und dann taucht auch noch eine Investigativjournalistin Sharon Kraft auf, die nicht nur Batman entscheidende Hinweise gibt, sondern ihn auch verführen will …

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Joker beschwört den Dämon Etrigan

DC Comics

Titel: Jokin‘ with Mister D./Night of the Dying Jokers/Hell to Pay

Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones

Erschienen: 1997 (Batman #544-546), Hardcover 2018 (Batman by Doug Moench & Kelley Jones Vol. 2)


Der Joker hat nun, ach, Alchimie und Dämonologie durchaus studiert mit heißem Bemühn, nun will er den Teufel höchst selbst heraufbeschwören und ihn sich dienstbar machen. Dabei geht allerdings etwas schief und vor ihm steht bloß der gelbe Dämon Etrigan. Der ist gar nicht erfreut, doch nach einigen Diskussionen läss er sich auf einen Handel mit dem Narren ein: Etrigan hilft dem Joker, Batman zum Teufel zu schicken und in Gotham die Hölle zu entfesseln, dann will der Joker Etrigan von seinem menschlichen Wirt, Jason Blood, befreien. Dazu will er mal eben den Stein der Weisen (in der deutschen Übersetzung „Stein der Philosophen“ erschaffen).

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Batman und Deadman in Machu Picchu

DC Comics

Titel: The Deadman Connection (Sweat of the Sun, Tears of the Moon/Cult of the Mummy/The Spirit Thieves)

Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones

Erschienen: 1996 (Batman #530-532), Hardcover 2014 (Batman by Doug Moench & Kelley Jones Vol. 1)


Deadman war bisher nur ein Geist, der die Gestalt eines Zirkusartisten hatte, sein weißes Totengesicht war bloß Schminke. Doch Kelley Jones, der Meister des Horrors, hat ihn zu einem wahren Gerippe gemacht, bei dem die Knochen herausragen und der trotzdem muskulös erscheint. Allein diese ins Extrem getriebene Darstellung macht diese Begegnung zu einem Highlight.

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Killer Croc trifft Swamp Thing

Titel: Killer Croc: Fast Train to the Wet Dark/Swamp Things

Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones

Erschienen: 1995 (Batman #521-522), Hardcover 2014 (Batman by Doug Moench & Kelley Jones Vol. 1); dt. Dino 1997 (Batman Special #1)


Waylon Jones von Kelley Jones – was kann schöner sein, als der Meister des Horrors, der ein Monster zeichnet? Und tatsächlich wird Killer Croc hier ein Stück weit mehr zum Monster. Nicht bloß ein Mann mit einem Hautproblem, sondern ein halbes Reptil. Wie ein Tier stürzt er sich in Arkham auf sein Essen.

Da wächst ein sonderbares Kraut aus dem Boden, spuckt einen Pilz aus, Waylon verschlingt ihn und hört plötzlich eine Stimme, die ihn nach Hause ruft – ins „dunkle Nass“. Daraufhin bricht er aus Arkham aus, um es zu suchen. Weder Gitterstäbe noch Elektroschocks halten ihn auf, dieses Monster hat Hulk-Qualitäten. Auf seiner Flucht zerlegt er ein Auto.

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Poison Ivy und der Smaragdschädel

DC Comics

„Let the green revolution begin!“ (Poison Ivy)

Im Jahr 1997 bekamen die Annuals ein gemeinsames Rahmenkonzept verpasst: Unter dem Label Pulp Heroes wurden die DC-Superhelden in die Genres der Groschenromane gesteckt, also gewissermaßen zu ihren Ursprüngen zurückgeführt. „I Was The Love-Slave of a Plant-Based Killer“ von Alan Grant und Stefano Raffaele (Shadow of the Bat Annual #5) ist eine typische Detektivstory: Ein abgehalfterter Privatschnüffler namens Potato (der seinen Namen seinem vernarbten Gesicht zu verdanken hat) bekommt Besuch von Pamela Isley alias Poison Ivy, die ihm den Auftrag gibt, nach einem antiken Smaragdschädel zu suchen. Eintausend Dollar pro Woche überzeugen ihn, da braucht es keinen giftigen Kuss mehr, aber er bekommt ihn trotzdem.

Natürlich erweist sich die Dame als Femme fatale, denn der Kristallschädel bringt nur Ärger und bringt unseren Helden in Todesgefahr, aus der ihn Batman retten muss. Als Ivy ihren Schädel kriegt, stellt sich heraus, dass er Zauberkräfte hat. Mit ihm erschafft die Schurkin ihre typischen Mensch-Pflanzen-Hybride, um die Welt, wie wir sie kennen, zu zerstören und nach eigenem Bilde wiederaufzubauen.

All das ist nicht neu, das gab es schon ohne Zauberkristall, aber eben noch nicht im Hardboiled-Pulp-Genre. Obwohl kaum ein Klischee ausgelassen wird, gibt es doch einige schöne Momente. Zum Beispiel ruft der Held Batman, indem er sich ein Batsignal mit einer Taschenlampe bastelt und es an eine beliebige Hauswand wirft – der Trick funktioniert, Batman eilt sofort herbei.

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