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Superman und wie er in die Welt kam

Superman von Jorge Jimenez (DC Comics)

Auch wenn hier, auf dieser Seite, so getan wird: Es gibt ja nicht nur Batman. Es gibt auch ein paar andere Supertypen, die ganz ähnlich aussehen und Gutes tun. Wie zum Beispiel diesen Typen in Blau, mit dem roten Umhang. Der kann sogar richtig fliegen und nicht nur so tun als ob. Und der ist auch viel stärker als Batman, auch wenn er nie eine Muckibude besucht hat. Und er gewinnt auch jede Prügelei, ohne je eine Kampfkunst im fernen Osten erlernt zu haben. Nun soll man aber nicht denken, ihm sei alles in die Wiege gelegt worden. Denn auch er hat seine Eltern als Kind verloren und auch seine Ziehmutter heißt bekanntlich auch Martha, aber darauf soll man sich nicht zu viel einbilden. Und während Batman einer Fledermaus nicht wirklich ähnlich sieht, wird der Blaue – nur weil er sich am Himmel herumtreibt – ständig mit einem Vogel oder Flugzeug verwechselt.

Wer wissen will, wie das alles mit Superman angefangen hat und sich diese genau betrachtet recht kuriose Gestalt zur Pop-Ikone gemausert hat, die immer noch Comics und Filme füllt, zu der jeder eine Meinung hat, auch wenn Batman ihm längst den Rang abgelaufen hat, der kann sich diese aufwendige, fast zweistündige Dokumentation Look Up In the Sky: The Amazing Story of Superman ansehen, die Warner Bros. auf seinen YouTube-Kanal gestellt hat.

Leider hat der Film zwei Haken: Erstens stammt er aus dem Jahr 2006 (zum Kinofilm Superman Returns), ist also nicht mehr ganz taufrisch. Zweitens wird er gesprochen von Lex Luthor alias Kevin Spacey. Wer verkraften kann, dass der Schurkendarsteller auch im wahren Leben kein Unschuldslamm ist, dem sei dieses Video zur Bildung und Unterhaltung empfohlen. Und wer danach Lust hat, die Abenteuer des Mannes aus Stahl nachzulesen, der findet hier die passende Liste:

>> Superman-Comics

Alex Ross erklärt seinen Batman

Batman von Alex Ross (DC Comics)

Kaum einer verdient das Prädikat eines Künstlers mehr als Alex Ross. Seine Gemälde sind so lebensecht, so dramatisch, so atmosphärisch und detailverliebt, dass jedes in einem Museum hängen könnte. Nein, man müsste ihm eigentlich ein eigenes Museum bauen, so viel wie er schon gemacht hat. In diesem Jahr ist er (erst) 50 Jahre alt geworden.

Nach seinem Epos Marvels für Marvel (1994), – das erschien, als Ross erst 24 Jahre alt war – illustrierte er für DC Kingdom Come, Superman: Peace on Earth, Batman: War (The World’s Greatest Super-Heroes) sowie Justice, dazu schuf er unzählige Cover.

Auf seinem YouTube-Kanal gibt er Einblicke in seine Arbeit. In diesem Video erklärt der Meister selbst, wie er an Batman herangegangen ist. Er erklärt, warum die Maske aussieht, als wäre sie nur aufs Gesicht gemalt und wie er auf das berühmte Bild von Bruce Waynes vernarbtem Rücken gekommen ist.

Spuren des Kampfes: Bruces Wayne zeigt seinen Rücken. (DC Comics)

Hier beschreibt Alex Ross, wie er zu seinem berühmtesten Joker-Bild kam, das ihn mit Harley Quinn zeigt.

 

Honest Trailers zu Birds of Prey und Justice League: The Snyder Cut

Birds of Prey hat im Kino gerade einmal etwas mehr als 200 Millionen US-Dollar eingespielt. Das mag doppelt so viel sein wie die Produktionskosten, aber dürfte kaum genug sein, um sie zu decken. Obwohl der Film überwigend positiv besprochen wurde, blieb ihm der kommerzielle Erfolg des miesen Suicide Squad verwehrt. Das mag daran liegen, dass das Leben unfair ist. Oder einfach daran, dass Birds of Prey keinen Erfolg verdient (wie ich finde).

Wie dem auch sei: Was sich an dem Streifen aussetzen lässt, haben die Screen Junkies in ihrem Honest Trailer mal wieder wunderbar auf den Punkt gebracht, auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin. Allerdings ist es sehr richtig beobachtet, dass Harley Quinn sich nicht wirklich vom Joker emanzipiert, wenn sie im Grunde weiterhin seine Clowns-Masche kopiert.

Schluss mit dem Snyder-Cut

Und dann gibt es noch einen Honest Trailer zum „Snyder Cut“ von Justice League (zu dem es bereits einen Honest Trailer gibt.) Bevor jetzt alle Anhänger jubeln: Nein, Warner Bros. hat noch immer nicht den „Snyder Cut“ veröffentlicht – und wird es wohl auch niemals tun. (Hintergrund: Nach dem Rückzug von Regisseur Zack Snyder in der Postproduktion hat Joss Whedon den Film zum Teil umgeschrieben und neue Szenen gedreht, dafür andere rausgeschnitten, die etwa im Trailer zu sehen waren.) Also bitte hört endlich damit auf, einen Film zu fordern, der wahrscheinlich nicht besser sein wird als das, was im Kino zu sehen war.

Für alle, die diese nicht enden wollende Fan-Aktion so nervt wie mich, bietet dieser Honest Trailer eine wunderbare Parodie darauf. Viel Spaß damit!

Wie zeichnet man Batman?

Batman und Catwoman von Kim Jung Gi. (Arte)

Frankreich hat das Jahr 2020 zum Comic-Jahr erklärt. Aber in Frankreich ist eigentlich immer eine gute Zeit für Comics. Anders als in hier pflegt man im Nachbarland eine lange Tradition des Mediums, auch wenn Deutschland mit Wilhelm Busch und Erich Ohser auch seine Pioniere hatte. Aber das ist ein anderes Thema. In der Arte-Mediathek gibt es zu diesem Anlass einen Comic-Schwerpunkt. In einem Dossier sind mehrere Videos rund ums Thema gesammelt, darunter auch ein paar kurze Zeichenkurse, in denen verschiedene Künstler sich über die Schulter schauen lassen. Einer davon ist Kim Jung Gi – und er zeichnet Batman. Besonders beeindruckend: Er macht das ganz ohne Skizze und Hilfslinien. Eine wahre Meisterleistung, dargestellt in einem zweiminütigem Video. Aber auch sonst ist die Sammlung einen Blick wert.

Arte hat aber auch noch mehr zum Thema Batman zu bieten, nämlich „(Fast) die ganze Wahrheit“, ein launiges, handgemachtes Video zum Dunklen Ritter. Schon etwas älter, aber immer noch amüsant.

>> Zum Dossier „2020 – Das Comic-Jahr“

Ein Honest Trailer für Joker

Wenn ich einen Film richtig gut finde, schaue ich mir die Honest Trailer dazu lieber nicht an, weil ich mir die Filme nicht ruinieren will. Wenn man erst einmal auf etwas Bestimmtes hingewiesen wird, kann man den Film nicht mehr sehen, oder immer wieder daran zu denken.

Bei Joker habe ich mal eine Ausnahme gemacht. Und es zeigt sich: Gute Filme können selbst nicht von Honest Trailern kaputtgemacht werden. Oder andersrum gesagt: Je besser der Film, desto schlechter der Honest Trailer. Denn in einem Film wie Joker gibt es nicht viel, worüber man sich lustig machen könnte. Und so ist das Video mehr zu einer Würdigung und Verteidigung gegen die Kritiker geworden, die behauptet haben, der Film stifte zu Gewalt an. Die Realität hat uns eines Besseren belehrt: Es laufen nicht überall Killer-Clowns herum und spielen Revolution.

Die witzigste Bemerkung ist der Vergleich mit Jared Letos Joker in Suicide Squad: „instead of writing ‚damaged‘ on his forehead, (he) just damages his forehead“.

Birds of Prey & Harley Quinn: Der zweite Trailer

Der neue Trailer zu Birds of Prey: And the Fantabulous Emancipation of One Harley Quinn (dt. The Emancipation of Harley Quinn) bestätigt den Eindruck des ersten: Der Film verspricht ein buntes, schrilles Spektakel zu werden, das sehr auf schrägen, wenn nicht gar überdrehten Humor setzt. Harley Quinn trägt ein T-Shirt mit ihrem Namen drauf, sie badet eine computeranimierte Hyäne und wenn etwas explodiert, dann in vielen grellen Farben. Außerdem setzt sich Ewan McGregor, der in jeder Szene sehr viel Spaß zu haben scheint und gar nicht bedrohlich wirkt, erstmals seine Black Mask auf. Huntress, Black Canary und Renee Montoya haben immer noch nicht viel zu melden.

Ergibt das alles einen Film, der interessanter ist als die bisherigen Trailer? Ich bezweifle das. Aber am 6. Februar 2020 wissen wir mehr.

Trailer zu Superman: Red Son

Superman: Red Son (dt. Genosse Superman) von Mark Millar ist nicht nur eine der interessantesten Elseworlds-Storys, es ist auch einer der besten Superman-Comics überhaupt. Die Prämisse: Was wäre, wenn Kal-El als Kind in der Sowjetunion gelandet wäre? Die Antwort: Er wäre ein Diktator geworden. Superman kämpft darin gegen einen Batman in Pelzmütze und einen Lex Luthor, der kein Schurke, sondern der Held der Geschichte ist.

Im Jahr 2020 kommt Red Son als Zeichentrickfilm als Direct-to-Video heraus. Einen Starttermin gibt es noch nicht, aber man kann sich schon einen ersten Eindruck im Trailer verschaffen. Regisseur Sam Liu war bereits für die Verfilmung der Batman-Elseworlds-Story Gotham by Gaslight und The Killing Joke verantwortlich.

Wonder Woman 1984: Der erste Trailer

Wonder Woman war 2017 der erste DC-Film seit langem, der Kritiker und Fans gleichermaßen überzeugt hat. Er zeigte auch der Konkurrenz von Marvel, dass auch Superheldinnen im Kino etwas taugen können. Wonder Woman war so etwas wie der First Avenger von DC: Angesiedelt im Ersten Weltkrieg, statt – wie bei Captain America – im Zweiten.

In der Fortsetzung wagt Regisseurin und Co-Autorin Patty Jenkins den Zeitsprung in die 80er-Jahre, wie man an der knallbunten Ästhetik und dem Synthie-Soundtrack erkennen kann. Mit dabei ist auch Steve Trevor. Wie er das gemacht hat, wird auch im ersten Trailer noch nicht erklärt. Klar ist nur: Es ist gut, dass er wieder mit dabei ist, wie man am Ende sehen kann. Die Schurken werden gespielt von Kirsten Wiig als Cheetah/Barbara Minerva und Pedro Pascal als Max Lord.

Wonder Woman 1984 erscheint in Deutschland am 11. Juni 2020 – eine Woche nach US-Start.

Honest Trailer zu Batman: The Movie (1966)

Kurz vor dem Kinostart des Joker-Films rekapitulieren die Screen Junkies noch einmal den ersten Leinwandauftritt des Schurken in Batman: The Movie von 1966, der bei uns unter dem klangvollen Titel Batman hält die Welt in Atem bekannt ist.

Es ist kein Geheimnis, dass Cesar Romero der erste Darsteller eines DC-Charakters war, der versuchte, einen Schnurrbart zu kaschieren. Auch Batmans Wampe ist deutlich zu erkennen. Aber der Honest Trailer offenbart diesen allseits gutbekannten und viel zitierten Film von einigen neuen Seiten, die ihn noch merkwürdiger erscheinen lassen, als er ohnehin schon ist.

Zum Beispiel wie aggressiv Bruce Wayne reagiert, als man scheinbar seine Freundin entführt. Geradezu blutrünstig droht er mit Mord. Und Robin äußert sich sehr bedenklich, als er den Tod dem Trinken vorzieht und und sich als Befürworter der Eugenik outet. Überhaupt kann Robin mit seinem ständigen „Holy …“ auf die Nerven gehen.

Oder könnte – wenn das alles denn ernst gemeint wäre. Aber an diesem Video zeigt sich, wie schwer es ist, sich über klamaukige Komödie lustig zu machen. Einem Witz kann man eben nur wenig hinzufügen.

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Der erste Trailer zu „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“

Acht Monate ist es her, seit der erste Teaser zum Film Birds of Prey herausgekommen ist, gerade mal 20 Sekunden, die mehr nach einem Werbespot für Klamotten aussahen als für einen Spielfilm. Jetzt hat Warner endlich einen anständigen Trailer herausgebracht. Aber hat sich der Eindruck verändert? Kein bisschen. Das Ganze wirkt wie eine knallbunte, überdrehte Harley-Quinn-Show, bei der die anderen Teammitglieder wie Huntress, Black Canary und Renée Montoya nur blasse Sidekicks sind. Wir haben uns wohl auf eine Art „Pyjamaparty“ einzustellen, um es mit Quinns Worten zu sagen.

Ewan McGregor scheint als Schurke Black Mask auch nur auf Spaß und Harley Quinn selbst aus zu sein. Es wirkt nicht so, als ob wir einen ernstzunehmenden Gegner bekämen, der sich an den Comics orientiert. Natürlich kann man von einem Trailer nur schwer über einen Film urteilen. Aber es ist schon seltsam: Ein echtes Highlight, einen wirklich zündenden Gag zeigen diese ersten zwei Minuten nicht.

„Birds of Prey: And the Fantabulous Emancipation of One Harley Quinn“ wird auf Deutsch einfach nur den Untertitel „The Emancipation of Harley Quinn“ tragen und erscheint am 6. Februar 2020 im Kino.