Video

Treffer auch beim zweiten Mal

Der Lego-Batman ist so cool, dass er gleich zwei Trailer in einer Woche bekommt. (Den ersten gibt es hier.) Und auch beim zweiten Mal macht das Großmaul aus Plastikklötzchen Lust auf mehr. Das Video zeigt uns Batman als einsamen Irren, der – in Anbetracht seiner langen Geschichte – sehr gut gealtert ist. Alfred Pennyworth wird übrigens gesprochen von Ralph Fiennes, der Joker von Zach Galifianakis (Hangover). The Lego Batman Movie startet am 10. Februar 2017 in den USA.

Batman v Superman: Aufarbeitung einer Katastrophe

Was ist bloß schiefgelaufen, dass der Film Batman v Superman – Dawn of Justice so ein Reinfall geworden ist? Die Schauspieler reden die negativen Kritiken schön, verweisen auf die wichtigeren Fan-Stimmen. Der kommerzielle Erfolg gibt den Machern allerdings Recht. Regisseur Zack Snyder kann sich die Kritik nicht erklären, weil er sich als Comic-Fan sieht, der bloß versucht hat, den Vorlagen gerecht zu werden. „It is what it is“, sagt er schließlich resigniert, als wollte er sagen: Besser kann ich’s nicht. Eine schwache Entschuldigung für seine Unfähigkeit, wenn man beteuert, man habe sich bemüht.

Nur Ben Affleck schweigt und blickt traurig vor sich hin – enttäuscht vom Resultat oder von der Reaktion? – jedenfalls als lastete die Bürde auf seinen Schultern. In diesem verkorksten DC Extended Universe wird er den nächsten Batman-Film drehen müssen. Oje, „Batfleck“ ist zu bedauern.

„Hello darkness, my old friend …“

Treffer beim ersten Versuch

Beim Lego Movie (2014) war Batman der eigentliche Held: Ein sympathischer Angeber und Frauenheld, der sich durch seine Abenteuer stümpert. Bereits 2013 hat der Lego-Batman einen Direct-to-Video-Film bekommen, 2017 soll der neue Lego Batman Movie im Kino erscheinen. Der erste Trailer macht jedenfalls mehr Lust darauf als auf Zack Snyders nächsten Brachialfilm Justice League, mit dem er zum dritten Mal versuchen wird, den größten DC-Helden gerecht zu werden. Als Lego-Parodie scheint es jedenfalls einfacher zu klappen. Ein wenig mehr Humor könnte vielleicht auch den ernstgemeinten Real-Filmen aus der Misere helfen.

Michael Keaton gegen Christopher Reeve

Jede Zeit hat ihre Helden. Im Comic wie im Kino. Je nachdem, wann man zum ersten Mal mit Superman oder Batman in Berührung gekommen ist, ist die jeweilige Version die prägende – und damit auch wichtigste. Daher ist für viele Christopher Reeve aus dem Film von 1978 immer noch der Superman-Darsteller schlechthin. Und auchwenn Michael Keaton nicht ganz so überzeugte, ist Tim Burtons Batman (1989) vergleichbar einflussreich gewesen – aber nur bis Christopher Nolans Neuinterpretation Batman Begins mit Christian Bale in der Titelrolle. Dass Reeves Superman immer noch nachwirkt, ist dem Umstand geschuldet, das weder davor noch danach der Figur eine überzeugendere und vor allem ikonischere Inkarnation im Film vergönnt war (siehe Batman v Superman).

Aber seien wir ehrlich: Die ersten Superman- und Batman-Filme waren Ausgeburten ihrer Zeit und abseits von Nostalgie und Schwelgerei in Kindheitserinnerungen gibt es daran einiges auszusetzen. Denn eigentlich ist Superman ein ziemlich weichgespültes (und weichgezeichnetes) Märchen mit hohem Trash-Faktor, kaum Action, einem bescheuerten Plot, überzeichneten Figuren und einem spießigen Oberlangweiler als Helden, der seine Superkräfte nicht einmal mit einem Gegner gleichen Ranges messen darf.

Burtons Batman hingegen stakst in einem steifen Gummi-Anzug durch die Gegend, in dem er sich kaum bewegen kann, der sich sonst cool und unnahbar gebende Bruce Wayne fällt mit Ausrastern aus der Rolle, Jack Nicholson spielt mehr oder weniger nur sich selbst als Joker und kommt aus dem irren Gelächter nicht mehr heraus usw. Die Screen Junkies haben all das in zwei Honest Trailern zusammengeschnitten und wie immer wunderbar ironisch kommentiert. Und sie zeigen, dass Jack Nicholson gar nicht mal der definitive Joker ist, sondern nur ein Abklatsch von Cesar Romero aus den 60ern – und spätestens seit Heath Ledger haben wir für Jack höchstens ein müdes Lächeln übrig.

In dieser Gegenüberstellung der Honest Trailer dürfen die Fans entscheiden, welcher Klassiker als nächstes besprochen werden soll: Superman Returns oder Batman Returns.

Batman v Superman: Ukulele gegen Dudelsack

Der Kampf zwischen Batman und Superman kann auch gewaltfrei verlaufen: als Wettstreit der Musiker. Batman spielt seine Main Theme auf der Ukulele, Superman stihelt ihm mit John Williams auf dem brennenden Dudelsack die Show. Ein Video von The Unipiper.

Urlaub in Gotham und Metropolis

Es ist die Frage der Wohlstandsgesellschaft: Wohin mit seiner Freizeit? Comicslesen ist eine gute Möglichkeit. Ins Kino gehen eine andere, zum Beispiel Batman v Superman, der am 24. März 2016 startet. Und was tun im Urlaub? Vergesst die üblichen Ziele: Vergesst Strand- und Aktivurlaub, vergesst die üblichen, überlaufenen Touri-Hochburgen. Das Reiseziel der Wahl sollte in diesem Jahr Gotham City lauten. Die Stadt erstrahlt dank Bruce Wayne in alter Blüte. Es hat wohl nie eine bessere Zeit gegeben, Gotham einen Besuch abzustatten. Die einzige Alternative dazu kann nur Metropolis sein. Nach dem Wiederaufbau ist die Stadt von morgen – auch dank der großzügigen Unterstützung von Lex Luthor – stärker denn je zuvor. Man ist stolz auf seine Helden. Und das Beste: in beiden Städten hat man die Chance, am Himmel eine lokale Berühmtheit zu sehen …

Turkish Airlines macht es möglich.

P.S.: Wir übernehmen keine Haftung für eventuelle Schäden durch das Aufkommen von sich prügelnden Superwesen.

Nothing really matters to me

„Is this the real life? Is this just fantasy?“ (Queen)

Wirkte der erste Suicide Squad-Trailer wie ein düsterer Psychothriller, wirkt der zweite wie eine Action-Komödie: laut, schnell, schrill. Mit Queens „Bohemian Rhapsody“, der von Realitätsverzerrung und Mord handelt, haben die Macher einen perfekten Song für die Untermalung ausgewählt. „Nothing really matters to me“, heißt es darin am Ende, und tatsächlich haben wir es mit einem Haufen Nihilisten zu tun. Die Task Force der gefährlichsten Kriminellen der Welt wird lakonisch eingeführt: Der eine erschießt Leute (Deadshot), der andere isst sie auf (Killer Croc), der andere verbrennt sie (El Diablo) – und Harley Quinn ist einfach nur verrückt. Und dann gibt es da noch unter anderen den sadistischen Joker (Jared Leto), der hier nur einen Satz zu bieten hat: „I can’t wait to show you my toys.“ Man sieht ihn in einen Chemietank springen, wahrscheinlich Harley hinterher, die er anschließend aus der Brühe fischt, wahrscheinlich rührt daher auch ihr blasser Teint.

In dem an Filmschnipseln völlig überladenen und schnell geschnittenen Video ist nur einer nicht zu sehen: Batman. Aber auch der Feind, gegen den die Suicide Squad eingesetzt wird, kommt darin nicht vor. Das ist auch ganz okay so, es soll ja nicht alles verraten werden (im Gegensatz zum Batman v Superman-Trailer, indem die ganze Geschichte erzählt wird). Was bleibt am Ende? Die Hoffnung, dass Regisseur David Ayer (nicht gerade für seine Subtilität bekannt) es nicht zu gut meint, dass es nicht allzu überdreht und anstregend wird, dass auch mit diesem Film das Fundament für ein stimmiges und aufregendes Filmuniversum gelegt wird. Wenn die Mischung stimmt, könnte Suicide Squad ein großer Spaß werden. Viel Sinn und Tiefgang darf man bei einem Haufen Verrückter ohnehin nicht erwarten.

Am 18. August 2016 wissen wir mehr.

Das letzte Wort zu The Dark Knight Rises

Wer immer noch glaubt, dass The Dark Knight Rises ein gelungener Film sei, sollte sich diesen Honest Trailer ansehen. Er zeigt, anhand der vielen Fragen, die er aufwirft, wie schlecht durchdacht das Drehbuch zum dritten Teil der Christopher Nolans Batman-Trilogie ist. Wie immer zeigen die Screen Junkies pointiert, worin die Unstimmigkeiten bestehen. Danach wird man diesen Film mit anderen Augen sehen – falls man ihn überhaupt noch einmal sehen will.

(Wie die Filme der Trilogie auch hätten enden können, wird bei HISHE vorgestellt.)

Kreaturen der Nacht

In diesem Video sehen Sie folgendes: Eine bekannte Comicfigur, die ihr Auto von Pferden ziehen lässt, eine bekannte Horror-Roman-Figur, die die Nutztiere anderweitig zu nutzen weiß und einen sich daraus entwickelnden Konflikt zwischen zwei Kreaturen der Nacht, die sich gerne als fliegende Säugetiere inszenieren. Alles weitere, was in diesem Video passiert, soll unkommentiert bleiben – so grotesk es auch sein mag. Man sollte es selbst gesehen haben. Unterhaltsamer als Francis Ford Coppolas Bram Stoker’s Dracula ist es allemal.

Holy costumed party!

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Wohin mit der Bombe, Batman? 

Titel: Batman – The Movie (dt. Batman hält die Welt in Atem)

Regie/Drehbuch: Leslie H. Martinson/Lorenzo Semple Jr.

Erschienen: 1966


„… die einzig mögliche Folgerung!“ (Batman)

Es gibt Tage, da geben sich Haie sehr anhänglich. Es gibt Tage, da kann man einfach keine Bombe loswerden. Es gibt Tage, da hat man einfach keine Lust sich zu rasieren und dann tut es auch weiße Schminke. Es gibt Tage, da rutscht ein Russe auf einer Bananenschale aus. Es gibt Tage, da will man bloß die Wände hochgehen.

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Batman wehrt den Hai mit Spray ab.

An solchen Tagen hilft es, wenn man einen treuen Partner hat, der einem zur Seite steht, einer der immer Rat weiß, des Rätsels Lösung kennt und zur Not auch mal einen blöden Spruch sagt. Wie gut, dass dann das Umziehen von selbst geht, es gegen alles ein Spray gibt und alle Hilfsmittel ordentlich beschriftet sind. So kann man es leicht mit den Widrigkeiten der Welt aufnehmen kann. Mit den Witzfiguren, den Rätselknackern und „Katzenweibern“. Nur gegen eines hilft nichts: Politik. Dann muss auch ein Superheld sich lieber zurückziehen.

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Allzeit bereit: Bat-Sprays gegen Barracudas, Wale, Mata-Rochen und Haie.

Über Batman hält die Welt in Atem, den ersten Langspielfilm des Helden aus dem Jahr 1966, muss man nicht mehr sagen. Er ist ein Klassiker des Trashfilms. In seiner Schrillheit funktioniert er für Kinder und Erwachsene gleichermaßen – wenn auch auf jeweils andere Weise. Man kann den Film (oder die Serie) naiv schauen als kindisches Spektakel oder als eine Parodie des Superheldengenres, eine Hommage an den Eskapismus, ein Fest der albernen Unterhaltung und des Absurden.

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Pinguin, Joker und Riddler unter Strom.

Die Schauspieler tragen ihre Kostüme nicht, als wären sie Batman und Robin, Joker und Catwoman, Riddler und Pinguin, sondern als wären sie lediglich bei einem Kostümball. Alles an dem Fernseh- und Kino-Batman der 60er ist ein Spiel mit Verkleidungen und Requisiten: die Effekte sind offensichtlich billig, die Story ist hanebüchen und die Situationen realitätsfremd. Dieser Batman tut nur so, als wäre er ein Detektiv – aber seine Welt funktioniert nicht nach den Gesetzen der Logik.

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Catwoman, Pinguin und ein paar getrocknete Menschen in Glasröhrchen. 

Man muss diesen Trip von einem Film nicht mögen, aber seinen Einfluss anerkennen. Auch wenn dieser Quatsch nicht viel mit dem ursprünglichen, düsteren Batman zu tun hat, ja sogar am weitesten von seiner Urform entfernt ist, so hat er gerade deswegen seinen festen Platz in der Geschichte des Mythos.

Und die Szenen mit dem Hai-Spray und der Bombe sind einfach Kult.

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