Autor: Lukas

Beruflich Online-Redakteur, privat Comic-Blogger.

Batman und Etrigan in The Brave and the Bold

DC Comics

Der Dämon Etrigan (Jason Blood) wurde 1972 von Jack Kirby geschaffen. Sein Design hat sich der „King of Comics“ jedoch bei Hal Fosters Prince Valiant abgeschaut. Da verkleidet sich der Held, indem er sich eine Maske aufsetzt, die er aus einer toten Gans macht – daher die Ohren mit den Schwimmhäuten. Auch ein Originalgenie lässt sich hin und wieder gern mal inspirieren. Von der Serie The Demon erschienen 16 Ausgaben, dafür musste Kirby sein Fourth World-Epos aufgeben – aber das ist eine andere Geschichte.

Nur ein Jahr nach dem ersten Erscheinen trifft der Dämon erstmals auf Batman, in der Team-up-Serie The Brave and The Bold. Hier hat er allerdings noch nicht die Neigung zum Reimen. (Diese Kunst bringt ihm erst Alan Moore in Swamp Thing bei.) Also sind hier auch Leser eingeladen, die traditioneller Lyrik eher skeptisch gegenüberstehen.

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Batman – von Aliens entführt?

DC Comics

Titel: Batman: The Abduction/Dreamland

Autor/Zeichner: Alan Grant/Norm Breyfogle

Erschienen: 1998/2000 (One-shots)


„Conspiracy theorists would have a field day …“ (Batman)

Batman verfolgt gerade ein paar maskierte Gauner mit dem Batmobil, da wird er von einem gleißenden Licht erfasst. Am Morgen kehrt er zurück in die Batcave, offenbar ist mehr Zeit vergangen als gedacht, doch Batman kann sich an nichts erinnern. Nachts träumt er davon zu schweben, ohne sich rühren zu können. Alfred hypnotisiert ihn und es stellt sich heraus: Batman wurde von kleinen grauen Männchen mit großen schwarzen Augen entführt – Aliens, die an ihm experimentiert haben.

Alfred ist skeptisch, Batman ist aber überzeugt von seiner Hypothese. Aber eigentlich dürfte das keine allzu große Sache sein, immerhin weiß er längst, dass es Außerirdische gibt, nennt sogar Superman und J’onn J’onzz (Martian Manhunter) als Beispiele. Nur diese Aliens waren halt anders. Na und?

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Schreckensherrschaft der Blutsauger

DC Comics

Titel: DC vs. Vampires (dt. DC Horror: Angriff der Vampire)

Autoren/Zeichner: James Tynion IV, Matthew Rosenberg/Otto Schmidt

Erschienen: 2021-2022 (Miniserie #1-12), Hardcover (2 Bände) 2022-2023, dt. Panini 2022-2023


Der Vampir Andrew Bennett („I, Vampire“) hat eine Verschwörung aufgedeckt: Die Vampirkönigin (Queen of Blood) wurde ermordet, nun planen die Vampire, die Sonne zu verdunkeln und die Menschheit zu versklaven, indem sie sie zu Blutkonserven heranzüchten. Kaum hat der gute Vampir das Green Lantern (Hal Jordan) in der Hall of Justice erzählt, entlarvt dieser sich selbst als Vampir. Immer mehr Metawesen werden zu Blutsaugern und wollen auch die anderen zu den ihren machen. Batman und seine Familie sind bislang verschont geblieben, auch Greeen Arrow hält wacker Widerstand. Aber wie lange noch?

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Batman und der gute Vampir

DC Comics

Titel: Batman & ‚I … Vampire!‘: Night of Blood

Autor/Zeichner: Mike W. Barr/Jim Aparo

Erschienen: 1983 (The Brave and the Bold #195), Hardcover 2021 (Batman: The Brave and the Bold – The Bronze Age Omnibus Vol. 3)


Andrew Bennett ist ein Vampir, der seit 400 Jahren gegen andere Vampire kämpft, allen voran seine ehemalige Geliebte Mary Seward, die sich Queen of Blood nennt und eine böse Vampirarmee namens Blood-Red Moon befehligt (nachzulesen in: The House of Mystery #290, 1981). Andrew kommt nach Gotham, das von einer angeblichen Vampir-Mordserie heimgesucht wird. Er verwandelt sich in Fledermaus und Wolf und im Park findet er auch gleich die Schuldigen, ein mörderisches Pärchen. Zwei Stöcke in die Brust und sie sind erledigt. Der Mann hat ein Streichholzbriefchen (was sonst?) des Clubs Dracula (wo sollten sich Vampire sonst verstecken?) bei sich – und diese allzu plumpe Spur führt in die Höhle des Löwen …

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Batman und Phantom Stranger in The Brave and the Bold

DC Comics

Wer ist eigentlich der Phantom Stranger? Die Figur ist ein Rätsel genau so wie ihr Ursprung, es gibt mehrere Versionen. Eine davon ist eine Variation des Ewigen Juden, eine andere macht ihn zu einem gefallenen Engel usw. Doch als der Stranger zum ersten Mal erschien (im Jahr 1952 in der gleichnamigen Anthologie-Serie), hatte er noch keine übernatürlichen Kräfte, sondern überführte andere, die behaupteten, welche zu haben, als Betrüger. Erst 1969, in seiner zweiten Serie, wird aus ihm eine Art Zauberer.

Batman trifft ihn bald darauf zum ersten Mal in der Team-up-Serie The Brave and the Bold – und darin insgesamt dreimal.

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Batman trifft Phantom Stranger

DC Comics

Titel: Batman/Phantom Stranger

Autor/Zeichner: Alan Grant/Arthur Ranson

Erschienen: 1997 (One-shot)


„Greed is the curse of the human race.“ (Phantom Stranger)

Grabräuber brechen in eine Gruft in Gotham ein und stehlen den Schmuck einer Leiche, angeblich stammt dieser aus der untergegangenen Zivilisation von Lemuria und verheißt Macht, die Welt zu erschaffen oder zu vernichten. Der Gauner Vidor interessiert sich vor allem für Ringe mit grünen Steinen. Ein Wissenschaftler soll dabei helfen, ihr Geheimnis zu lösen, doch er weigert sich, flieht und wird ermordet.

Auf die Leiche stößt zufällig ein Junge namens Jon Konik, der sich dort herumtreibt. Er findet nicht nur die Mordwaffe, sondern auch einen Anhänger, der anscheinend der Schlüssel zu der von Vidor gesuchten Macht ist. Dann taucht Batman auf und verdächtigt den Jungen des Mordes, da dieser bereits Mitglied einer Straßengang war. Konik beteuert seine Unschuld, Batman glaubt ihm nicht und lässt ihn von der Polizei einsperren.

Der Phantom Stranger sucht Batman auf und erklärt ihm, dass Konik nur ein Bauernopfer in einem größeren Spiel sei. Er bittet ihn um Hilfe, ein großes Geheimnis zu bewahren, bleibt aber gewohnt rätselhaft, wie solche Typen halt immer sind – Klartext ist bei Geistern selten. Das nervt auch Batman, er haut ab und sagt: Wenn’s so wichtig ist, mach’s doch selbst. Doch der Phantom Stranger kann nur Reden schwingen und darf selbst nichts tun.

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Batman und Deadman in Machu Picchu

DC Comics

Titel: The Deadman Connection (Sweat of the Sun, Tears of the Moon/Cult of the Mummy/The Spirit Thieves)

Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones

Erschienen: 1996 (Batman #530-532), Hardcover 2014 (Batman by Doug Moench & Kelley Jones Vol. 1)


Deadman war bisher nur ein Geist, der die Gestalt eines Zirkusartisten hatte, sein weißes Totengesicht war bloß Schminke. Doch Kelley Jones, der Meister des Horrors, hat ihn zu einem wahren Gerippe gemacht, bei dem die Knochen herausragen und der trotzdem muskulös erscheint. Allein diese ins Extrem getriebene Darstellung macht diese Begegnung zu einem Highlight.

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Batman und Deadman in The Brave and the Bold

The Brave and the Bold #79/86

DC Comics

Deadman hatte seinen ersten Auftritt in Strange Adventures #205 (1967). Der Trapezkünstler Boston Brand wird ermordet und bekommt vom Hindu-Gott Rama Kushna als Geist die Chance, sich zu rächen. Die Story von Arnold Drake und Carmine Infantino schrieb auch deswegen Geschichte, weil es darin um Drogen ging und das Thema erstmals von der Comics Code Authority (einer Selbstzensurbehörde der Verlage) autorisiert wurde.

Nach dieser Story übernahmen Jack Miller und Neal Adams die Figur Deadman, mit großem Erfolg. Bald darauf erschien das erste Team-Up mit Batman, in The Brave and the Bold #79 (1968), ebenfalls gezeichnet von Adams. Es ist ein ungewöhnliches Team, wenn Batman seinen Partner weder sehen noch direkt mit ihm sprechen kann. Es geht nur über Umwege und Deadmans einzige Fähigkeit ist es, sich fremder Körper zu bemächtigen – wobei ihm niemals einfällt, direkt in den Körper der Hauptschurken zu steigen. Das wär ja zu einfach …

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Besessen von bösen Geistern

Titel: Batman/Deadman: Death and Glory (dt. Tod und Ehre)

Autor/Zeichner: James Robinson/John Estes

Erschienen: 1996 (One-shot), dt. Panini 2002 (DC Premium #13)


Batman jagt den Joker. Showdown auf einer Turmuhr. Der Joker stürzt in die Tiefe, Batman fängt ihn mit seinem Seil auf, doch der Joker spritzt Säure auf das Seil – da steht Batman plötzlich in einem Restaurant und hält einer Frau ein Messer an den Hals, um ihn herum liegen Leichen in Blutlachen, ein SWAT-Kommando umstellt ihn mit Waffen. Batman ein Massenmörder? Was ist denn hier los? Das fragt sich Batman auch. Er flieht in die Batcave, dann beschwört er (mit Hilfe von Felix Faust) einen Geist herauf, der ihm alles erklären soll: Boston Brand alias Deadman.

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Was von Elseworlds übrig blieb

Fast alle Batman-Elseworlds-Storys habe ich mittlerweile gelesen und hier besprochen – aber eben nicht alle. Ein paar kleine gibt es noch, die mir bisher entgangen sind. Gleich drei Kurzgeschichten werden in The Batman Chronicles #21 (2000) erzählt:

In „Apocalypse Girl“ (geschrieben und gezeichnet von The Pander Bros.) geht es um Zia, eine junge Frau auf einer alternativen Erde. Ihr Vater arbeitet an einem Portal, um in Parallelwelten reisen zu können. Auf einer Party bekommt Zia von einer Freundin ein Halluzinogen in den Drink geworfen und auf dem Trip fällt ihr nichts Besseres ein, als in das Labor ihres Vaters zu gehen und durch ein zufällig geöffnetes Portal zu treten.

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