Autor: Lukas

Beruflich Online-Redakteur, privat Comic-Blogger.

Superman als Profisportler und Kapitalist

DC Comics

Titel: Superman Inc.

Autor/Zeichner: Steve Vance/José Luis García López

Erschienen: 1999 (One-shot), Paperback 2018/2024 (Elseworlds: Superman Vol. 1)


Was wäre, wenn die Rakete von Krypton nicht in Smallville, sondern in der Nähe von Pleasantville abgestürzt wäre? Hier findet ein Autofahrer das Findelkind, indem er es zunächst überfährt, aber das Baby hat zum Glück bereits Superkräfte, es kann also unversehrt zur Adoption freigegeben werden. Ein Paar zieht ihn auf, gibt ihm den Namen Dale Suderman. Sein Vater stirbt früh und seine Mutter bald darauf ebenfalls, als sie das Kind plötzlich fliegen sieht, vor ihm zurückschreckt und die Treppe hinabstürzt.

Dale verdrängt das Trauma, wächst als Waise auf, zieht sich zurück und blüht erst auf, als er Basketball für sich entdeckt. (Was liegt näher, als ein Sport, bei dem man fliegt?) Schließlich macht er Karriere als Profisportler in verschiedenen Disziplinen, wird reich und ziemlich selbstverliebt. Schon bald heißt es „Suderman = Superman!“ Doch sein Leben dreht sich nur um Ruhm und Reichtum, es fehlt Dale an einem tieferen Sinn im Leben. Nachdem er Lex Luthor verprellt, findet dieser heraus, was das Geheimnis von Sundermans Erfolg ist …

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Die schlechteste Batman-TAS-Folge?

Titel: The Underdwellers (dt. Kinder der Finsternis)

Story/Drehbuch: Tom Ruegger/Jules Dennis, Richard Mueller

Erschienen: 1992 (Batman: The Animated Series S01E06)


Batman: The Animated Series gilt als Meilenstein – für Batman, für die Animationsgeschichte, fürs Fernsehen. Die Serie wurde mit Lob und Preisen überschüttet, ihre Wirkung kann man bis heute noch bis in die Comics und Filme hinein sehen. Doch es war nicht alles Gold. Von 109 Episoden können nicht alle gut sein, es gab auch schwache. Und während man darüber diskutieren kann, welche denn jetzt die beste Folge war, herrscht weitgehend Einigkeit über die schlechteste: The Underdwellers. Zu Recht?

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Heilige Fledermaus! Zehn Jahre Batman-Projekt!

Ist man eigentlich jemals zu alt für Batman? (Foto: leg)

Wenn man mir 2014 gesagt hätte, dass ich die nächsten zehn Jahre jede Woche Batman-Comics lesen und darüber schreiben würde, hätte ich wohl gar nicht erst mit diesem Blog angefangen. Aber wenn man so liest, Panel für Panel, Seite für Seite, Ausgabe für Ausgabe, vergehen zehn Jahre geradezu wie im Flug. Wow.

Dieses Blog trägt nicht ohne Grund den Namen eines Projekts. In der ganzen Zeit habe ich viel über Batman und Superhelden, über Comics und ihre Geschichte gelernt, wie sie funktionieren und wie man sie richtig liest, sehe Details, die mir früher entgangen sind und ich lerne ständig Neues dazu.

Rund 2000 Artikel und Listen habe ich in dieser Zeit geschrieben, damit habe ich fast alle Batman-Storys besprochen – es fehlen nur noch etwa 2000 weitere, das müsste in den nächsten zehn Jahren zu schaffen sein. Wären da nicht die 100 Neuerscheinungen pro Jahr …

Ich danke allen, die mir ihre Aufmerksamkeit schenken und das Projekt unterstützen. Ich freue mich, wenn ich anderen Fans damit einen kleinen Dienst erweisen kann. Leider hat sich eine Hoffnung nicht erfüllt, nämlich mit dieser Seite ein Forum für einen Meinungsaustausch zu schaffen. Die finden anscheinend anderswo statt oder ihr seid einfach alle meiner Meinung oder es ist euch egal – auch ok. Manchmal ist es auch mal ganz schön, im Netz kaum Widerspruch zu bekommen.

Wie geht es weiter?

In diesem Sommer widme ich mich – zum Erscheinen der Omnibusse – dem Thema DC-Marvel-Crossover. Ich lese die beiden Access-Miniserien, die Amalgam-Comics sowie die Begegnungen zwischen Superman und dem Silver Surfer, den Fantastic Four und Hulk. Außerdem widme ich mich noch einigen anderen Superman-Crossovern (Aliens, Terminator, Tarzan, Gen13) sowie Elseworlds-Comics. Bei Batman bin ich gespannt auf Neuerscheinungen wie City of Madness und Joker: The World.

Nach zehn Jahren kann man auch mal die Klassiker wiederlesen. Daher werde ich mir erneut War on Crime, The Dark Knight Returns, The Cult sowie The Long Halloween genauer ansehen.

In diesem Sinne: Hoch die Tassen! Ich trinke ein Ginger Ale drauf.


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Legends of the Dark Knight: Steps

DC Comics

Autor/Zeichner: Paul Jenkins/Sean Phillips

Erschienen: 1997 (Legends of the Dark Knight #98-99)


„How come we’re so good with the obscure, when the obvious is so easy to overlook?“ (Batman)

Wie oft habe ich einen Text über Batman schon mit einem Mord begonnen. Deshalb beginne ich diesmal anders: Paul Jenkins und Sean Phillips haben zusammen bereits die äußerst düstere Two-Face-Story Jekyll & Hyde (2005) gemacht, doch bereits in den 90ern durften sie bei einem Zweiteiler für die Legends zusammenarbeiten. Two-Face kommt hier auch vor, wenn auch nur als Gast. So viel zum Intro. Aber jetzt müssen wir doch von Mord sprechen.

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Huntress unter Mordverdacht

Titel: Batman/Huntress: Cry For Blood (dt. Blutrache)

Autor/Zeichner: Greg Rucka/Rick Burchett

Erschienen: 2000 (Miniserie #1-6), Paperback 2002/2020 (Birds of Prey: Huntress); dt. Panini 2005, Eaglemoss 2016


Ein Mafioso wird tot im Wasser gefunden, mit einem Pfeil der Brust. Batman verdächtigt zuerst Helena Bertinelli alias Huntress, sie beteuert ihre Unschuld und versucht daraufhin diese zu beweisen bzw. herauszufinden, wer der Mörder ist. Dann steht plötzlich The Question auf der Straße vor ihr und erzählt ihr etwas von einem Schmetterling. Bald darauf wird eine Reporterin, die über Huntress wilde Mutmaßungen verbreitet hat, ermordet aufgefunden – wieder mit Pfeilen in der Brust.

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Superman im Mittelalter

DC Comics

Titel: Superman: Kal

Autor/Zeichner: Dave Gibbons/José Luis García López

Erschienen: 1995 (One-shot), Paperback 2018/2024 (Elseworlds: Superman Vol. 1)


Die Rakete von Krypton landet diesmal im England des Mittelalters. Das Kind wächst auf einer Farm auf, wird von liebenden Eltern großgezogen, erweist sich als superstark, wird nie krank, gibt sich selbst den Namen Kal. Dann wird er von einem Schmied entdeckt und abgeworben. Der junge Mann wird also Schmied in Lexford, das von Baron Luthor hart regiert wird. Vor allem hält er Lady Loisse gefangen, dessen Vater er umgebracht hat.

Zur Feier von Lady Loisses 16. Geburtstag gibt es einen Wettstreit, Kal macht mit und gewinnt ihn natürlich in jeder Disziplin. Luthor versucht, ihn umbringen zu lassen, doch Kal überlebt. Er verliebt sich in Loisse und Luthor hat etwas dagegen – und einen grünen Stein um den Hals, der Kal schwach werden lässt.

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Legends of the Dark Knight: Dirty Tricks

DC Comics

Autor/Zeichner: Andy Lanning, Dan Abnett/Anthony Williams

Erschienen: 1997 (Legends of the Dark Knight #95-97)


Es geht mal wieder um Magie. In Gotham hinterlässt ein Mörder Leichen, der sich platterweise „The Magician“ nennt und entsprechende Tarot-Karten am Tatort hinterlässt. Batman kennt ihn bereits aus seiner Vergangenheit, als er noch als Bruce Wayne Europa bereist hat. In Rumänien versuchte er (warum auch immer), diese mythenumwobene Gestalt zu finden, genauso wie ein einheimischer Polizist, wodurch Bruce kurz in U-Haft landete. Dann tauchte der maskierte Magier auf, veranstaltete in der Polizeiwache ein Gemetzel und bedrohte Bruce mit dem Tod. Der Schurke schien dank Zauberei unverwundbar zu sein.

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Batman gegen Nazis (Teil 5): Blackhawk

DC Comics

Titel: Batman & Blackhawk: Ice Station Alpha

Autor/Zeichner: Marv Wolfman/Dave Cockrum

Erschienen: 1980 (The Brave and the Bold #167), Hardcover 2021 (Batman: The Brave and the Bold – The Bronze Age Omnibus Vol. 3)


September 1944. Batman im Golden Age, mit langen Ohren an der Maske. Und er kämpft gegen Nazis, die in Gotham wissenschaftliche Geräte klauen. Sie werfen eine Stielhandgranate („Kartoffelstampfer“), Batman wirft sie zurück – doch da ist der Fluchtwagen schon ums Eck gebogen, sonst hätte es wohl Tote gegeben.

Die Nazis klauen die Technik, um mit der „Ice Station Alpha“ eine neue Geheimwaffe zu bauen. Damit können sie Leute vereisen oder die Polkappen schmelzen und den Meeresspiegel steigen lassen, der dann die amerikanische Küste untergehen lässt – allerdings seltsamerweise nur diese, sozusagen ein Klimawandel light zugunsten des Großdeutschen Reiches.

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Superman als Freiheitskämpfer

Cover von Mike Mignola (DC Comics)

Titel: Legacy

Autor/Zeichner: John Byrne

Erschienen: 1994 (Action Comics Annual #6), Paperback 1996 (Superman/Batman: Alternate Histories)


Was wäre, wenn die Vereinigten Staaten nie die Unabhängigkeit erlangt hätten? Dann wäre nicht nur alles britisch geblieben, sondern auch fast alles andere gleich – und zwar 200 Jahre lang! So hat es sich jedenfalls John Byrne (Man of Steel) vorgestellt. Anscheinend hält der gebürtige Engländer sein Volk für allzu konservativ …

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Shadow of the Bat: Janus

Cover von Doug Beekman (DC Comics)

Titel: Janus (Two’s Company, Three’s a Corpse/Two and Two and Two is…)

Autor/Zeichner: Alan Grant/Dave Taylor

Erschienen: 1997 (Shadow of the Bat #62-63)


Two-Face flieht mal wieder aus Arkham Asylum: Er täuscht einen Herzinfarkt vor und lässt sich von seinen Leuten rausholen. Sein neuester Plan stellt mal wieder neue Maßstäbe in Sachen Verdrehtheit auf: Er will die halbe Stadt mit einer Atombombe zerstören. Um das zu verhindern, soll man ihm zwei Milliarden Dollar zahlen. Doch zunächst gilt es, laufende Kosten zu decken. Als vier Two-Face-Komplizen einen Geldboten ausrauben, stellt sich ihnen ein Mann mit einer doppelgesichtigen goldenen Maske entgegen: Janus, und erschießt sie. Der erste Verdacht überrascht: Es könnte Alfred Pennyworth sein …

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