Autor: Lukas

Beruflich Online-Redakteur, privat Comic-Blogger.

Maxie Zeus: Der göttliche Gangster

Ein Gangster, der sich für einen Gott hält: Maxie Zeus gehört zu den verrücktesten Batman-Schurken. Geschaffen von Dennis O’Neil und Don Newton ist er im Grunde eine Variation von King Tut aus der 60er-TV-Serie: Auch Maxie hat war einst College-Professor, bevor er sich dem Verbrechen zuwandte – und darin gilt er als Genie, trotz seines Gotteskomplexes und Wahnvorstellungen, Zeus zu sein.

Maxie hatte nur einige Auftritte von 1979 bis 1982 und dann noch Anfang der 90er, bis er – nach einer Episode in Batman: The Animated Series – weitgehend aus den Comics verschwand. Doch das war genug, um ihm in Arkham Asylum (1989) immerhin vier Seiten zu widmen und ihn dort als gespenstischen Gott der Elektrizität erscheinen zu lassen.

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The Penguin: Episode 5 – „Homecoming“

Was bisher geschah:

ACHTUNG: SPOILER!!!

Nachdem Sofia Falcone den Rest ihrer Familie umgebracht hat, übernimmt sie die Führung des Verbrechensimperiums. Sie nennt sich nun „Gigante“ wie ihre Mutter und hat Großes vor. Zunächst beginnt sie mit einer Umverteilung des Reichtums: Ihre Handlanger sollen mehr Geld bekommen.

Der Pinguin (Oz Cobb) wiederum entführt Taj, den Sohn von Sal Maroni, um seine Drogenpilze wiederzubekommen. Doch Oz hat gar nicht vor, sich an den Deal mit Maroni zu halten. Er versucht, Maroni im Knast von einem Wärter umbringen zu lassen, und verbrennt den Sohn mit der Mutter bei lebendigem Leibe.

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Mind Bomb: Batman gegen Joker und Zur-En-Arrh

DC Comics

Titel: Mind Bomb

Autor/Zeichner: Chip Zdarsky/Jorge Jimenez u.a.

Erschienen: 2023 (Batman #139-141), Hardcover/Paperback 2024 (The Joker Year One)


„I’m more than Batman.“

Nach dem „Gotham War“ sucht Batman (schon wieder!) den Joker, um ihn aufzuhalten. Diesmal aber wirklich! Zum angeblich allerletzten Mal … Lange muss er nicht suchen, denn der Joker hat bei seinem nächsten Mord am Tatort etliche Hinweise hinterlassen: Der Schurke hat Bruce Waynes Lehrerin aus Paris, Lucie Chesson alias The Gray Shadow, entführt (siehe Batman: The Knight). Die Spur führt in das Haus einer toten Spielzeugfabrikantin. Dieses ist voller tödlicher Puppen. Der Joker bereitet sich auf ein Duell vor – und zwar gegen den richtigen Batman: Zur-En-Arrh!

Aber davon gibt es nicht nur einen: Während Batman sich mit dem Joker prügelt, tritt er im Kopf gegen ein ganzes Multiversum von Zur-En-Arrhs an. Die wollen Batman überreden, sich ihm anzuschließen, um seine Arbeit zu vollenden: eine Welt ohne Verbrechen. Doch das bedeutet Tyrannei und den Verlust der Menschlichkeit.

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Superman als wahrer Brite

DC Comics

Titel: Superman: True Brit

Autor/Zeichner: Kim „Howard“ Johnson, John Cleese/John Byrne

Erschienen: 2004 (One-shot), Paperback 2019/2024 (Elseworlds: Superman Vol. 2)


Was wäre, wenn Supermans Rakete in Großbritannien gelandet wäre? Dann hätte er den Namen Colin Clark bekommen und die britische Gesellschaft kräftig aufgemischt. Angefangen bei seinen spießigen Eltern, deren Credo lautet „What would the neighbours think?“ Daher verbieten sie dem Jungen auch, seine Kräfte zu benutzen, jedenfalls niemals so, dass es jemand mitbekommt. Doch Colin kann sich kaum zurückhalten. Und so reißt er Baumstümpfe aus und wirft sie aus irgendeinem Grund ins eigene Haus. Für die Eltern steht fest: Colin muss Selbstbeherrschung lernen – wie ein echter Brite.

Schnell wird klar: Das Ganze ist nicht ernst zu nehmen, da es sich um eine Satire auf die britische Gesellschaft handelt. Und so werden alle Klischees bedient, vom Teetrinken über Cricket bis zum Boulevardjournalismus. Colin wird Reporter für ein Revolverblatt, das von einem skrupellosen Medienmogul geleitet wird, lässt sich ausnutzen, um Lügen zu verbreiten, und mus journalistische Integrität lernen. Als zwei Mitglieder der Rutles in Todesgefahr schweben, näht er sich schnell ein Kostüm mit Union Jack und rettet sie als Superman.

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Der Pinguin und die Kanarienvögel

DC Comics

Titel: Batman & Black Canary: Requiem for 4 Canaries

Autor/Zeichner: Michael Fleischer/Dick Giordano

Erschienen: 1980 (The Brave and the Bold #166), Hardcover 2021 (Batman: The Brave and the Bold – The Bronze Age Omnibus Vol. 3)


Der Pinguin bricht aus dem Knast aus, geht nach Star City und übernimmt eine Bande, indem er den Anführer kaltblütig mit seinem Schirm erschießt. Damit bricht zu Beginn der 80er für den Schurken eine neue Ära an. Schluss mit lustig: Der Pinguin ist ein Killer! Und das ist nur der Anfang. Als nächstes sollen vier ehemalige Komplizen dran glauben, die ihn vor Gericht verraten haben, um mit einem Deal ihre Haftstrafen zu verkürzen. Die vier „canaries“ sollen passenderweise ihren Tod durch verschiedene Kanarienvögel finden. Hier bleibt sich der Pinguin als Spieler treu.

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The Penguin: Episode 4 – „Cent’Anni“

Was bisher geschah:

ACHTUNG: SPOILER!!!

Eine Rückblende! Wir erfahren, was Sofia Falcone nach Arkham gebracht und was es mit dem „Hangman-Killer“ auf sich hat. Man konnte es sich bereits denken: Hinter beidem steckt der Vater, der mittlerweile vom Riddler erschossene Carmine Falcone (Mark Strong spielt die Rolle anstelle von John Turturro). Der hat einige Frauen, die in seinem Club gearbeitet haben, erhängt und es nach Suizid aussehen lassen. Dasselbe hat er bereits seiner Frau angetan – und Sofia musste die Leiche als Kind finden.

Jahre später wird Sofia von der Reporterin Summer Gleason auf die Spur gebracht, doch als sie ihren Vater zur Rede stellt, wird auch Summer ermordet und Sofia als Hauptverdächtige nach Arkham gebracht, wo sie gefoltert wird und die nächsten zehn Jahre einsitzt.

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Gotham Nocturne: Der zweite Akt

DC Comics

Titel: Gotham Nocturne Act II

Autor/Zeichner: Ram V, Dan Watters/Ivan Reis, Dustin Nguyen, Francesco Francavilla u.a.

Erschienen: 2023 (Detective Comics #1071-1075), Hardcover/Paperback 2024


Was bisher geschah:

Was nun geschieht: Batman lässt sich von Talia al Ghul in die Vorgeschichte der Orghams einweihen, die mit einem Verrat durch Ra’s al Ghul tun tun hat. Derweil fällt Vandal Savage in den Palast der Orghams ein, um der Mutter der Königin einen Zauberstein aus dem Kopf zu reißen. Er braucht ihn und andere Steine, weil seine Kräfte schwinden.

Während der Eröffnungsfeier des Hochhauses Orgham Place steigt Batman in die Tunnel darunter und kämpft gegen Azmer Demons und Arzen Orgham. Der Schurke stellt Batman vor die Wahl: Entweder geht eine Reihe von Bomben um die Eröffnungszeremonie hoch oder Batman lässt das Hochhaus einstürzen. Batman entscheidet sich für letzteres. Nightwing kann es noch rechtzeitig evakuieren. Aber dann wird er in der Öffentlichkeit dafür verantwortlich gemacht. Schließlich wird er selbst mit einem Azmer Demon infiziert …

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Der Pinguin und der Silbervogel

DC Comics

Titel: The Malay Penguin (dt. Der Malaiische Pinguin)

Autor/Zeichner: Steve Englehart/Marshall Rogers

Erschienen: 1977 (Detective Comics #473), Paperback 1999 (Strange Apparitions), Hardcover 2020 (Tales of the Batman: Steve Englehart); dt. Egmont Ehapa 1978 (Batman Taschenbuch #2), Eaglemoss 2015 (Im Zeichen des Jokers)


Der Pinguin wollte bei Hugo Stranges Auktion mitbieten, um Batmans wahre Identität herauszufinden – neben dem Joker und Rupert Thorne. Doch letzterer wollte lieber das Geheimnis aus Strange herausprügeln und als das nicht klappte, hat er ihn ermordet. Der Pinguin steht nun am vereinbarten Treffpunkt und wundert sich, dass niemand erscheint, bis auf den Joker, der im Hintergrund lacht. Da sucht Oswald lieber das Weite und wird auf eine Ausstellung aufmerksam, die den „Malay Penguin“ zeigt, eine silberne Statue – die perfekte Beute!

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The Penguin: Episode 3 – „Bliss“

Warner Bros.

Was bisher geschah:

ACHTUNG: SPOILER!!!

Sofia Falcone will mit einer neuen Droge den Markt aufmischen: Bliss, eine Substanz, die aus Pilzen hergestellt wird und die man auch Sofia in Arkham verabreicht hat. Zusammen mit Oz versuchen sie, die chinesische Mafia als Geschäftspartner zu gewinnen. Doch die haben noch eine Rechnung mit Oz offen. Der Machtkampf um Gothams Unterwelt wird komplexer und gefährlicher.

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Filmkritik: „Joker: Folie à Deux“

Warner Bros.

Der Joker erzählt keine Witze mehr. Lustig war er zwar noch nie, aber jetzt ist ihm sogar das zwanghafte Lachen fast vergangen. Er hat auch sonst nicht viel zu sagen. Nicht mal seiner Psychologin oder seiner Anwältin. Der Joker ist auch kein Joker mehr, er ist nur noch Arthur Fleck, ein Schatten seiner selbst, abgemagert und apathisch in einer Anstalt, die mehr nach schäbigstem Verlies als nach Psychiatrischer Anstalt aussieht. (War es in den 80ern oder 90ern jemals so schlimm?)

Doch dann tritt HarleenLee“ Quinzel in sein Leben, eine Patientin im Minimum-Sicherheitsflügel. Über die Musik finden sie zusammen, beim Singen findet Arthur seine Stimme und auch die Liebe wieder. Also wird das ganze American Songbook durchgesungen, das irgendeinen Clownsbezug hat, von „Get Happy“ bis „That’s Entertainment“. Kaum eine Gelegenheit wird ausgelassen. Ein Klavier ist auch nicht nötig, das fackelt man kurzerhand ab, um dann sich dann in Fantasien von gemeinsamen Bühnenauftritten zu flüchten.

ACHTUNG: SPOILER!

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