DKIII

Batman und der vorletzte Kreuzzug

DC Comics

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Ein dritter Teil ist nicht genug. Einige Tage vor der ersten Ausgabe von Dark Knigth III: The Master Race kündigt DC Comics ein Prequel an: Dark Knight Returns – The Last Crusade soll ein 64-Seiten-One-Shot werden, das über zehn Jahre vor dem ersten Teil von 1986 spielt. Die Story, von Frank Miller und Brian Azzarello geschrieben, wird von John Romita Jr. (Daredevil: The Man Without Fear) gezeichnet und erzählen, wie Robin Jason Todd im Dark Knight-Universum zu seinem Ende kam. Wie das Cover zeigt, wird dabei der Joker eine wichtige Rolle spielen. Die Veröffentlichung ist für den 17. Februar 2016 angesetzt. Ein Interview mit Romita, der auch ein Variant Cover zu DK III beisteuert, gibt es hier.

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Die Nachricht ist mit gemischten Gefühlen verbunden: Einerseits war ein erster Teil genug, der zweite überflüssig und enttäuschend und alle Hoffnung ruht jetzt auf dem dritten; ein Prequel erscheint da erst recht wie zu viel des Guten – auch angesichts der riesigen Marketingmaschine, die DC mit seiner Flut an Variant Covern betreibt. Andererseits ist auch diese Welt ein Universum für sich und daher auch unendlich erweiterbar. Schließlich wollen die Fans beides: Pflege ihres Kults, aber auch ständig Neues. Die unendliche Geschichte von Batman muss immer weiter gehen. Auch wenn das manchmal heißt, einen Schritt zurück zu machen.

Leider sind Prequels schon deshalb weniger interessant, weil man bereits weiß, wie die Geschichte ausgeht, und weil sie die Leerstellen ausfüllen, die bislang von der Fantasie der Leser zu füllen sein konnte. Und braucht es noch eine Version von Jasons Todds Tod? Allerdings muss man dazu anmerken, dass Frank Miller 1986 diesen Tod schon vorweggenommen hat, bevor er tatsächlich innerhalb der offiziellen Batman-Continuity eingetreten ist (in A Death in the Family). Und schließlich ist das keine besonders gute Story gewesen. Eigentlich eine ziemlich miese. Vielleicht wird jetzt endlich eine Variation dieser Geschichte geliefert, die würdiger und zeitgemäßer erscheint.

Coverwahn #10

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Frank Miller: Dark Knight III #2 (DC Comics)

Der Coverwahn für Dark Knight III: The Master Race ist noch lange nicht am Ende. Denn während die Liste der Variant Cover für Heft eins vollständig ist, folgen jetzt die Titelbilder für Heft zwei (insgesamt werden es acht Ausgaben sein, mit jeweils einem Mini-Comic). Wieder einmal hat Frank Miller einen ziemlich übel mitgenommenen Batman beigetragen: blutend im Regen, eingehüllt in sein Cape. Zwei Werke stammen von Eduardo Risso: eines zeigt Batman als Fassadenkletterer in schwarz-weiß, das andere eine Wonder Woman in Schatten und Hotpants gekleidet, letzteres ist das Cover zu ihrem Mini-Comic (das erste ist Atom gewidmet). Schließlich sehen wir noch ein Variant von Cliff Chiang, das Batman und Robin in einer ähnlichen Situation zeigt wie Jim Lee sie bereits dargestellt hat: nach dem Kampf mit dem Joker in Teil eins.

Darüber hinaus hat DC drei neue Seiten aus Dark Knight III #1 veröffentlicht – sogar in Farbe. Über die Handlung erfährt man daraus nicht viel, aber die Panels können sich sehen lassen.

>> Alle bisherigen Variant Cover zu DK III.

Coverwahn #9

Nun, da auch Jim Lee sein Cover für Dark Knight III: The Master Race #1 auf Twitter veröffentlicht hat, dürfte die Variant-Flut (vorerst) beendet sein. Der Meisterzeichner (Hush, All-Star Batman) hat leider eines der gängisten Motive und damit eine starke Hommage an The Dark Knight Returns gewählt: Batman und Robin Carrie Kelley. Der Dunkle Ritter ist verletzt nach dem Kampf mit dem Joker, Robin stützt ihn. Es ist ein ausdrucksstarkes Bild, wie üblich bei Jim Lee detailreich und sensibel gezeichnet. Dagegen wirkt das Joker-Gemetzel von John Romita Jr. plump, subtiler hat das Dale Keown gelöst, indem er den Joker bloß mit dem grünen Haarschopf andeutet. Aber auch sein Cover hinterlässt keinen großen Eindruck. Es wirkt einfach zu glatt.

Das Gegenteil davon bildet das Werk Kevin Eastman: In seinem expressionistisch-holzschnitthaften Stil stellt er einen klobigen Batman kopfüber an einem Wasserspeier dar, unter ihm Gotham – der Abgrund. Marc Silvestri inszeniert Batman grazil beim Sprung vom Panzer, als es in den Kampf mit dem Mutanten-Anführer geht. Das Bild hat etwas Anmutiges und Martialisches zugleich.

Schließlich wird noch zweimal Robin geboten: Bei Amanda Conner steht Carrie Kelley im Vordergrund, die unbeschwert mit ihrer Zwille in Richtung Betrachter zielt. Batman legt hier bloß väterlich seine schwere Hand auf Robins Schulter, anders als bei Jim Lee ist der Held hier Beschützer statt Beschützter. Insofern ergänzen sich die Bilder sehr gut. Das Beste kommt aber zum Schluss: Auch Brian Stelfreeze hat Robin gewählt, auch mit Zwille, aber sie zielt auf eine Figur, die bloß als Schatten auf sie fällt: Superman. Das kleine Mädchen lehnt sich mit ihrer harmlosen Waffe gegen den Unbesiegbaren auf. Mensch gegen Übermensch. Eine wunderbar subtile Darstellung des Themas. Eine wahre Offenbarung. Danke dafür.

>> Hier die bisherigen Variant-Cover-Galerien zu DK III.

Coverwahn #8

Batman gibt Superman seinen Stiefel zu spüren: unerbittlich tritt er mit seiner stacheligen Sohle auf Supermans Gesicht ein, sodass es blutet. Der Kampf Batman gegen Superman fasziniert wohl auch, weil es befriedigend ist, zu sehen, wie der eigentlich Schwächere den eigentlich Stärkeren so richtig vermöbelt. Die Rache der Außenseiter an den Strahlemännern. Meisterzeichner Greg Capullo hat sein Variant Cover zu Dark Knight III: The Master Race beigesteuert, und obwohl es ein typisches Motiv zeigt, ist es (wie immer) klasse geworden. Voller Kraft und Dynamik und roher Gewalt – ein deutlicher Kontrast zu den blassen Farben, die andeuten, dass aus den Helden gerade das Leben entweicht.

Deutlich weniger grandios sind die Leistungen der anderen Zeichner: Walter Simonson zeigt Batman mit Verstopfung und dem Heiligenschein des Vollmonds, die anderen drei setzen Robin Carrie Kelley in Szene, davon einmal im Frauen-Power-Verbund mit Wonder Woman und Catgirl (die eigentlich auch Carrie ist). Bemerkenswert ist die Arbeit von Babs Tarr, die Robin nach vorne stellt und einen Vertigo-artigen Hintergrund in schwarz und rot wählt.

Damit sind wir fast durch mit unserer Galerie-Reihe, es fehlen nur noch eine Handvoll Bilder.

>> Hier die bisherigen Variant-Cover-Galerien zu DK III.

Coverwahn #7

Weniger ist mehr: Wahre Künstler beweisen es immer wieder aufs Neue. Bei ihren Variant Covers zu Dark Knight III: The Master Race hat deshalb nach Tim Sale auch Jock bewiesen, dass ein schlichtes Motiv reicht, wie etwa ein Porträt vom alten Batman, dessen verbissenes, faltiges Gesicht sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde. Das Besondere: das Blau der Maske füllt das ganze Cover. Batman – larger than life. Nicht einmal die Comicseite legt ihm Grenzen auf. Dieser Minimalismus ist viel kreativer als bloß die x-ten Versionn von Frank Millers Joker, wie sie David Finch und Paul Pope fabriziert haben, zumal wir Finchs Motiv bereits zu Genüge bei anderen in der Mutanten-Variante gesehen haben.

Doch nicht alle Zeichner haben sich auf die üblichen Motive gestürzt. Tony Daniel zeigt Batman mit einem Gewehr – eine unscheinbare, aber großartige Szene aus The Dark Knight Returns. Der Held schießt damit einen Enterhaken ab, läuft auf einem Seil zwischen zwei Hochhäusern und meditiert: „In ten years I’ve never felt so calm. So right. This would be a fine death …“ Kurz darauf wird er angeschossen von Two-Face und stürzt ab. Alles andere als subtil kommt dafür das Cover von John Cassaday daher. Er hat in einer plumpen Collage einfach alle wichtigen Charaktere (Joker, Mutanten, Robin, aber nicht Superman) aufs Blatt gebannt – und als wäre das nicht schon genug, wird das Ganze noch geziert von kleineren Panels, auf denen Fernsehbilder aus TDKR zu sehen sind. Immerhin sieht man hier zum ersten Mal auf den Variants Two-Face mit bandagiertem Kopf – ein ikonischer Vorläufer von Hush.

Ganz und gar nicht subtil ist auch der Batman von Dave Dorman, der vor einer Feuersbrunst mit zwei Baseballschlägern herumspringt. Im Hintergrund das Superman-Logo, auf den Schlägern das Batman-Logo; Batman als Bat-Man („Schläger-Typ“)? Völlig daneben … Viel gelungener hingegen ist das Cover von Dave Johnson, das Batmans Herzinfarkt beim Kampf mit Superman zeigt: Ein gebrochener Held, im Hintergrund der triumphierende Superman im Schatten, durch die Bildmitte zieht sich die rote Linie eines EKGs – so geht Dramatik, so geht Tiefe, so wünsche ich mir mehr Cover. Und bitte keine Sprünge mehr mit Robin Carrie Kelley …

>> Weitere Cover-Galerien zu DK III.

Coverwahn #6

Zur Abwechslung mal ein paar Pferde: Die nächste Fuhre Variant Cover zu Dark Knight III: The Master Race zeigt unser aller Lieblingshelden als buchstäblich rittlerlich, nämlich reitend. Aaron Lopresti inszeniert das Ganze klassisch heroisch, mit aufbäumendem Gaul und bauschendem Umhang im Vollmond, bei Jason Fabok geben sich Batman und seine Anhänger kämpferisch mit zum Himmel gereckten Fäusten, bei Francis Manapul wird mit Robin und vor rotem Hintergrund geritten, Tony Harris lässt Gotham brennen, Altmeister Bill Sienkiewiczs Cover ist ultradüster und das Pferd erscheint mit seinen roten Augen wie ein Monster, das mit seinem Reiter zu einer Gestalt zu verschmelzen scheint – letzteres ist mein Favorit der Reihe.

>> Weitere Cover-Galerien zu DK III.

Coverwahn #5

Weihnachten wurde in diesem Jahr um einen Monat vorverlegt: Auf den 25. November, wenn die erste Ausgabe von Dark Knight III: The Master Race herauskommt. So wie sich die Meldungen zu der Mini-Serie von Frank Miller und Brian Azzarello überschlagen, kann man schon fast von einem erweiterten Adventskalender sprechen: Fast jeden Tag ein neues Cover, ein Panel oder eine Seite aus dem neuen Werk. Manches ist beeindruckend, manches mäßig, vieles redundant.

Nun hat DC ein weiteres Cover aus der Hand des Meisters Frank Miller herausgebracht, dieses Mal eines mit Batman. Wieder ist es auf seine Weise extrem: Ein ziemlich mitgenommener Batman mit zerrissenem Umhang schreitet tief gebeugt durch einen Blutsturm, die Fäuste geballt, das Gesicht verzerrt. Und wie schon bei dessen Superman ist das Urteil vieler Fans sehr harsch: Kritisiert wird die Anatomie, etwa dass Batman ein Oberschenkel fehlt oder dass die Proportionen seiner Schuhe nicht stimmen … Andere wiederum rechnen es Miller hoch an, dass er trotz seiner Erkrankung immer noch weiterarbeitet. Die dritte Fraktion ergeht sich in ewiger Dankbarkeit für Millers Werke aus den 80ern und 90ern. Die vierte hasst ganz einfach alles, was er macht.

Egal, was mit Miller persönlich los ist: Er bleibt sich treu, weil er immer noch provoziert. Und wer provoziert, der spaltet. Sein Batman war schon immer ein Wagnis, die Dekonstruktion eines Helden – und diesen Weg geht Miller bis zum Ende weiter. Selbst sein gehasster All-Star Batman war ein Versuch, noch extremer zu sein, den Helden seines Heldentums zu berauben und ihn damit in seinen Grundfesten zu erschüttern. Wenn sich damals alle aufgeregt haben, war das Ziel erreicht. So dürfte es auch mit Dark Knight III sein. Einfältig ist es nur, das Werk schon schlecht zu machen, bevor man es gelesen hat.

Meine Meinung? Ich mag das Cover auch nicht. Aber je länger ich es mir ansehe, desto mehr kann ich ihm einen gewissen Reiz abgewinnen. Es ist wie bei meiner ersten Lektüre von The Dark Knight Returns: Damals mochte ich den Zeichenstil auch nicht, aber das Buch hat mich trotzdem ungemein gefesselt und mittlerweile kann ich mir die Panels nicht mehr anders vorstellen, denn sie tragen sehr zu der beklemmenden Stimmung des Comics bei. Dieses Cover ist auf seine Weise radikal – und so muss es sein: Ein gebrochener Held, am Rande seiner Kräfte, verkrampft in einer unnatürlichen Haltung, aber allen Widerständen trotzend, am Boden, aber immer noch dabei, sich aufzuraffen.

Damit ist Millers Werk deutlich unkonventioneller als das seiner Mitstreiter: Darwyn Cooke wiederholt das Mutanten-Schlammcatchen, allerdings im Stil der Animated-Serie (vgl. Episode Legends of the Dark Knight), Matt Wagner liefert uns ein solides Porträt vom Joker mit Batarang im Auge (kennen wir auch schon), Bruce Timm beweist mit seinem Batman-Porträt Mut zur Falte, Klaus Jansons zweites Cover ist einfach nur öde. Am eindrucksvollsten sticht Sean Murphys zweites Variant heraus: Batman im Panzer, Superman im Visier. Interessant an dieser Doppelstruktur ist, dass sowohl Batman umrahmt ist von einer Fledermaus-Silhouette als auch Superman eine solche Form bildet. Schon Murphys erstes Cover zu DK III zeigte eine Konfrontation der beiden Helden: Batman drückt Superman darauf zu Boden. Auch das ist extrem, auch das dürfte im Sinne des Erfinders sein.

Am Anfang war der Anzug

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Am Anfang ist da ein Anzug in einer Vitrine: ein schwarzes Cape, ein fettes Fledermaus-Symbol auf der geschwellten Brust, die verschattete Maske mit spitzen Ohren – sie scheint auf uns herabzuschauen. Dann, im nächsten Panel: Scherben, das Glas der Vitrine zerspringt in tausend Scherben – wie einst, als die verirrte oder auch vom Schicksal geleitete Fledermaus durch die Fensterscheibe in Wayne Manor gekracht gekommen ist und den Helden inspiriert hat, ihre Gestalt anzunehmen. Am Ende, im dritten Panel, sehen wir die zerstörte Vitrine vor dem Schlund der Bathöhle, der Torso eines Mannequins steht nackt, einsam und verloren auf einer Stange mitten in den Scherben. Das Licht scheint immer noch auf ihn. Wer den Anzug genommen hat, ist nicht klar. Aber bestimmt dürfte es der rechtmäßige Besitzer gewesen sein, der erneut Maske und Cape anlegt, um noch einmal, ein drittes Mal – und vielleicht auch endgültig – zurückzukehren.

Die Marketing-Maschine für Dark Knight III: The Master Race läuft wie geschmiert: Nachdem DC schubweise Cover und Variants veröffentlicht hat, dann das erste Panel, kommt nun die erste Seite. Und so sehr die Fans sich über Frank Millers Superman-Cover beschwert haben, so sehr muss man zugeben, dass Hauptzeichner Andy Kubert seine Sache fantastisch macht. Auch die anderen Einblicke, die Jim Lee bereits in die erste Ausgabe gewährt hat, zeigen die Meisterschaft hinter den Zeichnungen. Kubert zeichnet ähnlich wie Frank Miller einst gezeichnet hat, mit grobem Strich, aber noch deutlich noiresker, also mit mehr Schatten – das war bereits beim ersten Cover-/Promo-Bild zu erkennen. Damit dürfte DK III zumindest visuell ein Fest werden. Die Legende Batman wird schon jetzt gründlich abgefeiert. Allein die Tatsache, dass die Erzähler so direkt und doch dezent in ihre Story einsteigen, lässt hoffen, dass sie der Reihe zurück zu alten Tugenden verholfen haben.

Coverwahn #4

Joker, Mutant, Superman, Robin, Wonder Woman – das Figuren-Repertoire von The Dark Knight Returns ist ebenso begrenzt wie die Einfälle für die Variant Covers von Dark Knight III: The Master Race. Und so sehen wir auch beim nächsten Schub von Titelbildern immer dieselben ikonischen Motive. Zwar ist ein Werk von Brian Bolland eigentlich immer bemerkenswert, aber bei seinem Titelbild stehen Batman und Joker planlos nebeneinander wie beim Fotografen und scheinen auch nicht zu wissen, was sie tun sollen. Beim Mutantenanführer sehen wir Batman einen Schritt weiter als zuvor: nicht mehr beim Kampf, sondern nach seinem Triumph – immerhin als episches Gemälde. Gary Frank (Batman: Earth One) lässt Superman einen Kryptonitpfeil fangen, Josh Middleton fällt nichts besseres als eine planlose Collage von Batman mit Wonder Woman und Robin ein. Da ist es im Zweifel besser, wie Altmeister Neal Adams einfach nur einen hopsenden Batman vor dem Nachthimmel mit ganz viel bauschendem Cape zu machen. Eine einfache Heldenpose geht immer.

Doch auch DK3-Ko-Autor Frank Miller hat ein Cover beigesteuert: für den ersten Mini-Comic über Atom. Wir sehen den kleinen Helden vor dem Hintergrund des Batsignals am Nachthimmel, in der Bildmitte schwebt ein klobiger Superman mit einer Mimik und Haltung, als würde er auf dem Klo sitzen. Millers ohnehin sperriger Stil hat sich bereits bei DK2 stark gewandelt, noch immer neigt er zur Übertreibung und lässt die Figuren wie Karikaturen aussehen. Angesichts dessen kann man nur froh sein, dass nicht er, sondern Andy Kubert für die Zeichnungen der Hauptstory zuständig ist.

War’s das endlich mit dem Cover-Wahn?  Nein, es kommen noch 20 weitere Variants. Mindestens. Und wir reden immer noch von Ausgabe eins. Oh je …

Ein UPDATE!

DC Comics hat ein Video herausgebracht, in dem nicht nur mehr Cover, sondern auch ein paar Panels und Seiten aus der ersten Ausgabe zu sehen sind – und das ist wirklich beeindruckend. Die Verleger Dan DiDio und Jim Lee plaudern ein bisschen aus dem Nähkästchen und erzählen, was sie an dem Projekt DK III begeistert. Schön, erwachsene Männer zu sehen, die sich immer noch wie kleine Jungs freuen können.

Coverwahn #3

Der Hype um Dark Knight III: The Master Race nimmt Überhand. DC hat bereits 42 Variant Cover angekündigt. Doch auch wenn sehr viele erstklassige Künstler involviert und ein paar tolle Motive präsentiert worden sind, treten beim Betrachten der Bilder jetzt schon Verbrauchserscheinungen ein. Meistens sind es bloß Hommagen an den ersten Dark Knight-Teil. Langsam reicht es. Wie viele Sprünge von Batman mit Robin Carrie Kelley wollen wir noch sehen? Wie viele Variationen der Prügelei mit dem Mutanten-Anführer? Wie viele Sichten auf den Kampf mit Superman? Da ist mal ein minimalistisches Cover wie das von Tim Sale eine willkommene Abwechslung: Silhouette und Symbol in einer dunklen Gasse – und das war’s. Der Mann hat’s immer noch drauf.

Interessanter als das Bildergucken ist ein Interview mit Co-Autor Brian Azzarello, bei dem Details zu der Mini-Serie, die am 25. November beginnt, bekannt werden. Allerdings sind es eher formale Details. Azzarello verrät, dass Teil 3 eine Mischung aus Teil 1 und Teil 2 wird, dass die Mini-Comics, die zu jedem Teil beigelegt werden, eigentlich Teile der Haupthandlung waren und ausgegliedert wurden. Außerdem gibt er Einblicke in seine Schreibwerkstatt mit Frank Miller. Ein etwas ausführlicheres Interview, bei dem sich der Autor furchtlos zeigt, findet man bei Comicbookressources.com.

Der Vollständigkeit halber hier die ganze Liste der Zeichner, die ein Variant-Cover beisteuern werden:

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