Dennis O’Neil

Batman und der Mörder im Zug

Titel: Ticket to Tragedy (dt. Gefährliche Reise)

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Marshall Rogers

Erschienen: 1979 (Detective Comics #481), Paperback 1999 (Batman in the Seventies), Hardcover 2011 (Batman: Legends of the Dark Knight – Marshall Rogers); Ehapa 1979 (Batman Taschenbuch #4)


Batman wird in London Zeuge eines Mordes auf offener Straße. Zwei Männer treten aus einem Krankenhaus, ein Herzchirurg und sein Patient, dem er gerade das Leben gerettet hat. Da fallen zwei Schüsse aus zwei Pistolen und der Patient ist tot. Batman schnappt sich einen der Schützen, aber der wurde nur angeheuert als Ablekungsmanöver, er hatte nur Platzpatronen geladen. Der wahre Mörder ist auf der Flucht.

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Batman und die Zirkusfreaks

Titel: A Vow from the Grave! (dt. Killer mit dem Liebestick)

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Neal Adams

Erschienen: 1971 (Detective Comics #410), Reprints in Limited Collectors‘ Edition #C-59, Batman in the Seventies, Batman Illustrated by Neal Adams Vol. 2; dt. Batman Superband 9, 1979, Batman Collection: Neal Adams 3 (2009)


Batman und der Zirkus – das gehört zusammen, seit Bruce Wayne Zeuge am Mord von Dick Graysons Eltern wurde. Und seine Schurkenriege ist im Grunde eine einzige Freakshow. Lange vor The Killing Joke traf er auf eine Truppe von Sideshow-Freaks und das kam so: Batman jagt den Mörder Kano Wiggins, der aus dem Todestrakt entflohen ist. Die beiden kommen über eine Hängebrücke zu einem entlegenen Ort. Wiggins schneidet die Seile durch, Batman kann sich gerade so retten, da wird er mit dem Messer angegriffen. Schließlich aber bekommt er einen Schlag von hinten und muss gegen den Strongman Goliath kämpfen.

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Superman gegen Green Lantern: Der Konflikt des Jahrhunderts?

DC Comics

Titel: Superman and Green Lantern: A Prize of Peril

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Dick Dillin

Erschienen: 1971 (World’s Finest #201), Hardcover 2020 (World’s Finest: Guardians of the Earth)


Leute, hier kommt er: „The conflict of the century!“ Die vielen Kriege des 20. Jahrhunderts, allen voran die beiden Weltkriege, waren anscheiend nichts gegen das, was hier geboten wird. Doch bis dahin war die Sache geheim: Sicherheitsbehörden haben sich gefragt, was damals im August 1970 geschehen ist, nun hat DC die Erlaubnis bekommen, diese damals zurückgehaltene Story ein Jahr später zu erzählen: Superman gegen Green Lantern!

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Batgirl und Superman im Spukhaus

DC Comics

Titel: Superman and Batgirl: Who Haunts This House?

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Joe Staton

Erschienen: 1980 (DC Comics Presents #19)


Bei Superheldencomics gibt es zwei Arten von Covern: die einen haben nichts mit dem Inhalt zu tun, die anderen spoilern das Entscheidende. So ist es auch hier. Da steht die Titelfrage: „Who Haunts This House?“ und das Bild beantwortet sie sofort. Die Story dahinter zu lesen, macht uns aber auch nicht viel schlauer.

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Batman trifft erstmals The Shadow

DC Comics

Titel: Who Knows What Evil–?/The Night of the Shadow

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Irv Novick

Erschienen: 1973/1974 (Batman #253/259)


The Shadow gehört zu den Figuren, die Batman inspiriert haben: Ursprünglich, seit 1930, war er nur eine Radiostimme der Sendung Detective Story Hour. Berühmt wurde die Ansage: „Who knows what evil lurks in the hearts of man? The Shadow knows!“ – gefolgt von einem unheimlichen Lachen. Am Ende hieß es: „Crime does not pay…The Shadow knows!“ 1931 wurde daraus eine literarische Figur im Pulp-Magazin eigenen Namens, später gab es auch Filme und Comics.

The Shadow ist ein Detektiv und Vigilant mit dem Namen Kent Allard (später im Radio und Kino hieß er Lamont Cranston), er trägt einen breiten Hut, einen langen Mantel, einen roten Schal um den Mund und dazu zwei Pistolen. Außerdem beherrscht er Hypnose und kann sich unsichtbar machen – bis auf seinen Schatten.

In den 70ern wurde man nostalgisch und entschloss sich bei DC nicht nur zu einer neuen Shadow-Comic-Serie (ebenfalls geschrieben von Dennis O’Neil), sondern auch zu einem Crossover mit Batman – und das in gleich zwei Heften hintereinander. So eine Begegnung birgt Potenzial, denn die beiden Helden sind sich zum einen sehr ähnlich, zum anderen unterscheiden sie sich radikal in ihren Methoden, denn Batman hasst bekanntlich Schusswaffen. Doch die Möglichkeiten werden leider nicht ausgeschöpft.

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Batman und Superman beim Wild-West-Duell

DC Comics

Titel: Showdown at Gotham City

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Rich Buckler, Dick Giordano

Erschienen: 1980 (World’s Finest #261)


Der Pinguin ist auf Bewährung raus, tritt live im Fernsehen auf und stellt der Öffentlichkeit einen Mann vor, der der echte Western-Outlaw Butch Cassidy sein soll. Dieser sei nicht etwa 1908 gestorben, sondern sei in einer mexikanischen Höhle eingeschlafen und von einem sonderbaren Gas konserviert worden. Als wäre die Story nicht schon unglaubwürdig genug, springt Batman von einem Kamerakran und überführt den Pinguin als Betrüger.

Da taucht ein Cowboy auf einem fliegenden Pferd auf, fängt Batman mit dem Lasso ein und haut mit Pinguin und „Butch“ ab. – Muss ich noch weitererzählen? Die Story stammt nicht aus dem Jahr 1956, sondern aus dem Jahr 1980, als man den schieren Unsinn längst hinter sich gelassen hatte. Oder zumindest wird das oft so behauptet.

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Maxie Zeus: Der göttliche Gangster

Ein Gangster, der sich für einen Gott hält: Maxie Zeus gehört zu den verrücktesten Batman-Schurken. Geschaffen von Dennis O’Neil und Don Newton ist er im Grunde eine Variation von King Tut aus der 60er-TV-Serie: Auch Maxie hat war einst College-Professor, bevor er sich dem Verbrechen zuwandte – und darin gilt er als Genie, trotz seines Gotteskomplexes und Wahnvorstellungen, Zeus zu sein.

Maxie hatte nur einige Auftritte von 1979 bis 1982 und dann noch Anfang der 90er, bis er – nach einer Episode in Batman: The Animated Series – weitgehend aus den Comics verschwand. Doch das war genug, um ihm in Arkham Asylum (1989) immerhin vier Seiten zu widmen und ihn dort als gespenstischen Gott der Elektrizität erscheinen zu lassen.

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Pinguins Rückkehr im Bronze Age

DC Comics/Ehapa

Titel: Hail Emperor Penguin

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Irv Novick, Dick Giordano

Erschienen: 1974 (Batman #257), Paperback 1992 (The Greatest Batman Stories Ever Told Vol. 2); dt. Ehapa 1974 (Superman/Batman 25)


Anfang der 70er, als das Bronze Age begann, wurde nicht nur Batman ernster und realistischer, auch seine alten Gegner wurden neu interpretiert, vor allem von Dennis O’Neil und Neal Adams. Sie holten den Joker nach vier Jahren aus der Versenkung und machten aus ihm wieder einen psychopathischen Killer, auch Two-Face stieg als tragische Figur zu einem klassischen Schurken auf. Allerdings traf das nicht auf den Pinguin zu. Der tauchte nach sechs Jahren Pause im Jahr 1974 auf, als hätte er sich kaum verändert.

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Legends of the Dark Knight: The Arrow and the Bat

DC Comics

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Sergio Cariello

Erschienen: 2000 (Legends of the Dark Knight #127-131), Paperback 2003 (The Ring, the Arrow and the Bat)


Green Arrow (Oliver Queen) scheint sich irgendwie unbeliebt gemacht zu haben, denn plötzlich wird von einer Reihe von Attentätern heimgesucht, die ihn alle umbringen wollen. Zuerst wird auf der Straße auf ihn geschossen, dann lauert ihm einer im Wald auf. Zum Glück stellen sich die Killer dabei nicht sehr geschickt an. Als der dritte Fremde mit Knarre in Ollies Hotelzimmer auftaucht, führt die Spur zu Bruce Wayne, doch der stellt sich blöd.

Dann kommt Batman und klärt auf: Ollies altes Unternehmen hat einst mit Waynes Unternehmen zusammengearbeitet, um ein illegales Entlaubungsmittel herzustellen. Die Diktatur Dhabar will damit ein Nachbarland angreifen. Nun soll Ollie sterben, um die Spuren zu verwischen. Nach einigen Fehlschlägen wird ein Profikiller auf ihn angesetzt, der wiederum einen Meisterbogenschützen beauftragt – weil sich das angeblich so gehört …

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Legends of the Dark Knight #100: Robin

DC Comics

Die Serie Legends of the Dark Knight kam acht Jahre lang (fast) ohne Robin aus. Doch manche Fans wünschten sich den Wunderknaben auch da, also hat Redakteur Archie Goodwin sich den für die extradicke Jubiläumsausgabe Nummer 100 (1997) aufgehoben. Zunächst erzählt uns Dennis O’Neil Dick Graysons Werdegang (aus Detective Comics #38) noch einmal neu. Doch neu ist hier eigentlich nur der Look: Dave Taylor zeichnet mit Bleistift, der bloß digital überarbeitet wurde, statt die Seiten zu tuschen. Das verleiht den Zeichnungen einen organischen Touch. Man sollte so etwas öfter machen. (Taylor macht es wieder in Death by Design.)

Batman von Dave Taylor (DC Comics)

Ansonsten sehen wir bloß eine Erklärung, warum ausgerechnet Bruce Wayne im Zirkus ist, als das Unglück an den Flying Graysons geschieht. Dafür wird überhaupt nicht erklärt, wie Batman auf die Rolle des Robin und das grelle Kostüm kommt. Er bietet es Dick einfach an, stellt klar, dass er kein Vater sein und es gefährlich sein werde. Vor allem aber gibt es keine Rechtfertigung dafür oder auch nur ein Hadern, warum er als Vormund das Kind gefährdet, das er eigentlich beschützen soll. Es ist schwierig, diese damals schon fast 60 Jahre alte Story frisch zu interpretieren, aber das hier ist allzu routiniert und uninspiriert.

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