Batman

Pinguin entführt Killer-Falken

DC Comics

Titel: Eyrie

Autor/Zeichner: Joey Cavalieri/Klaus Janson

Erschienen: 1986 (Detective Comics #568), Paperback 2018 (Batman: The Dark Knight Detective Vol. 1)


Hitchcock lässt grüßen: Während Darkseids Hassprediger Gordon Godfrey die Menschen in Gotham gegen Superhelden aufhetzt und sie dazu ermuntert, ihre Leben selbst in die Hand zu nehmen, greifen riesige Falken die Leute an. Batman und Robin sind zur Stelle, um das Schlimmste zu verhindern. Es handelt sich um genetisch manipulierte Tiere, die der Pinguin als Geiseln genommen hat, um einen arabischen Scheich zu erpressen.

Warum aber sind die so aggressiv? Egal. Anscheinend sind sie ausgebüchst, als der Pinguin sie entführen wollte. Obwohl Batman den Schurken schnell findet und seine Komplizen zusammenschlägt, kann der Pinguin den Wissenschaftler, der die Falken gezüchtet hat, als Geisel nehmen und entkommen.

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Batman trifft Magpie

DC Comics

Titel: A Bird in the Hand … (dt. Tödliche Juwelen)

Autorin/Zeichner: Barbara Randall/Trevor von Eeden

Erschienen: 1987 (Batman #401); dt. Egmont Ehapa 1988 (Batman Taschenbuch 40)


„I am what I have to be.“ (Batman)

Die Diebin Magpie stiehlt Schmuck, der nach Vögeln benannt ist – wohl um ihren Namen (Elster) gerecht zu werden. Das Problem dabei: Sie tauscht die Originale aus gegen tödliche Fälschungen. Daraufhin hat Batman eine Idee: Er lässt von Bruce Wayne eine Ausstellung seiner Juwelen-Sammlung zeigen, eine Undercover-Polizistin namens Roberta dient als Köder.

Gothams High Society kommt, darunter auch ein evangelikaler Hassprediger gegen Superhelden: Gordon Godfrey (der von Darkseid geschickt wird, siehe Event Legends). Doch während Bruce, Commissioner Gordon und die Polizistin mit dem Party-Pooper diskutieren, schnappt sich eine verkleidete Magpie den Schmuck und lässt die Polizistin ein tödliches Gas verbreiten.

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Mein erster Superheldencomic: Batman & Superman Adventures #1

Auch wenn Comics Massenmedien sind: Sie sind auch eine persönliche Sache. Jeder hat einen eigenen Bezug zu ihnen, jedes noch so billige Heftchen kann eine tiefere Bedeutung für den Einzelnen haben, einen emotionalen Wert, eine Hintergrundgeschichte, wie man da rankam und unter welchen Umständen man es las. Daher will ich heute mal persönlich werden und erzählen, wie es bei mir begann – mit Batman, mit Superhelden, mit Comics überhaupt.

Es war 1998. Ich war 13 Jahre alt. Ich ging mit ein oder zwei Klassenkameraden nach der Schule in den einzigen Comicladen der Stadt Aachen, mit den klangvollen Namen „Bäng Bäng“ (es gibt ihn immer noch). Keine Ahnung, was genau uns da hingetrieben hat. Einer der Freunde wollte sich, glaube ich, einen Simpsons-Comic kaufen. Ich kam mehr aus Solidarität mit, schaute die Simpsons lieber im Fernsehen, als sie zu lesen.

Die einzigen Comics, die ich kannte, waren Micky Maus und Asterix, aber die hatte ich zuletzt in der Grundschule gelesen. Jetzt interessierte ich mich mehr für „richtige“ Bücher – oder was man mit 13 Jahren so nennt. Doch dann sah ich dieses Cover im Drehregal. Es zeigte einen bunten Haufen Leute, die in einer Gruppe zusammenstanden. Ich kannte nur die drei in der ersten Reihe: Superman, Batman, Wonder Woman. Keine Ahnung, wer die anderen waren, der Typ mit der grünen Maske oder der mit dem grünen Gesicht, im Hintergrund grinste noch der Joker – aber das war’s.

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Neue Batman-Comics: Vorschau auf 2024

Das vergangene Jahr war mal wieder ein sehr Joker-lastiges, dennoch hatte es einige angenehme Überraschungen zu bieten, wie etwa eine gelungene Serie über Poison Ivy und ein paar Mangas. Einige der besten Batman-Comics waren streng genommen keine Batman-Comics, wie Gotham City: Year One und vor allem Superman: Space Age. Aber ganz oben steht für mich Tom Taylors One-Bad-Day-Beitrag über Ra’s al Ghul. Meine Bestenliste 2023:

  1. One Bad Day: Ra’s al Ghul
  2. Superman: Space Age
  3. Batman & The Joker: The Deadly Duo
  4. Gotham City: Year One
  5. Poison Ivy Vol. 1: The Virtuous Cycle
  6. Detective Comics Vol. 1: Gotham Nocturne: Overture
  7. Beyond the White Knight
  8. The Joker: The Man Who Stopped Laughing Vol. 1
  9. Bill Finger – Der wahre Schöpfer des Dunklen Ritters
  10. Catwoman: Lonely City
  11. Riddler: Year One

Das nächste Jahr hat wieder einiges in Sachen Batman zu bieten. Zwischen Batman und Catwoman bricht der Gotham War aus, während Ram V uns den ersten Akt von Gotham Nocturne erzählt. Tom King liefert eine Pinguin-Miniserie.

Abseits der Continuity wird es voraussichtlich Sammelausgaben der Black-Label-Serien Gargoyle of Gotham, City of Madness geben und die Rückkehr der Elseworlds mit diversen Titeln. Sean Murphys White-Knight-Epos bekommt ein weiteres Spin-off mit Generation Joker.

Ansonsten gibt es etliche Neuaufgüsse von Origins: Die Frühgeschichte des Jokers wird in The Joker Year One nacherzählt, Batmans Frühgeschichte wird in The Bat-Man: First Knight ins Ursprungsjahr 1939 versetzt und in Batman: Dark Age werden die Anfänge des Helden vor dem Hintergrund historischer Ereignisse in unserer Welt beleuchtet.

Batman: Dark Age #1

DC Comics

Damit setzen Mark Russell und Mike Allred ihr Konzept aus Superman: Space Age fort. Jeder der sechs Teile soll 48 Seiten umfassen. Am 26. März 2024 soll es losgehen.

Bereits am 12. März soll es ein dreiteiliges Crossover mit dem italienischen Detektiv des Paranormalen, Dylan Dog, starten. Autor ist Roberto Recchioni, Zeichner sind Gigi Cavenago und Werther Dell’Edera. Mir war die Figur bislang unbekannt, aber Umberto Eco soll ein Fan von ihr gewesen sein.

DC Comics

Ein Highlight von Animated-Fans: Die ersten Comics von Batman Beyond (dt. Batman of the Future) werden als Compendium neu aufgelegt. Enthalten sind die ersten 30 Comichefte (also die ersten zwei Serien), geschrieben von Hilary J. Bader. Die Comics wurden vollständig nie als Paperback gesammelt. 720 Seiten werden 60 US-Dollar kosten.

Apropos Animation: Irgendwann im Jahr 2024 soll auch die Zeichentrickserie Batman: Caped Crusader auf Amazon Prime erscheinen. Am 4. Oktober soll Joker: Folie á Deux ins Kino kommen – die Fortsetzung des Joker-Films mit Joaquin Phoenix, diesmal mit Lady Gaga als Harley Quinn. Die Dreharbeiten wurden in diesem Jahr abgeschlossen.

Das Batman-Projekt wird in seinem zehnten Jahr allerdings weniger auf Neuerscheinungen setzen, sondern sich mehr auf die Backlist konzentrieren. Vor allem auf die Batman-Comics aus den späten 80ern und den 90ern. Schon lange möchte ich einmal den Rest der grandiosen Serie Legends of the Dark Knight besprechen – nun mache ich es endlich wahr. Außerdem schaue ich auch mal in die Hefte von Shadow of the Bat, Gotham Knights (Bane!) und Batman Confidential rein. Das heißt nicht, dass ich keine neuen Comics mehr lesen werde, aber ich werde mich nur noch auf die wichtigsten konzentrieren.

Ich danke allen Lesern und Unterstützern und wünsche euch allen ein frohes neues Jahr!


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Die vorläufige Comicliste für 2024:

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Batman und der Brandstifter

Titel: Torch Song (dt. Feuerteufel)

Drehbuch: Rich Fogel

Erschienen: 1998 (The New Batman Adventures S01E10)


Firefly hatte in The Animated Series nicht nur einen Gastauftritt in der nostalgischen Episode Legends of the Dark Knight, eingeführt wurde er bereits einige Folgen zuvor. In „Torch Song“ ist Garfield Lynns ein Pyrotechniker für die Pop-Sängerin Cassidy. Die gibt ihm nach einer Affäre den Laufpass, doch der will sich damit nicht abfinden, also entlässt sie ihn. Dafür dreht er bei seinem letzten Konzert die Flammen so sehr auf, dass er Cassidy und Band fast verbrennt.

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Batman Incorporated gegen einen Lehrermörder

DC Comics

Titel: Batman Incorporated Vol. 1: No More Teachers (dt. Blutige Vergangenheit)

Autor/Zeichner: Ed Brisson/John Timms, Michele Bandini

Erschienen: 2023 (Batman Incorporated #1-7, Batman 2022 Annual), dt. Panini 2023


Batman lässt sein weltweites Heldennetzwerk Batman Incorporated wiederaufleben. Da er selbst kein Geld mehr und anderes zu tun hat, überlässt er die Führung Ghost Maker, jenem Kotzbrocken, den Bruce Wayne seit seinen Lehr- und Wanderjahren kennt (siehe Batman: The Knight) und der sich als unsympathischer Batman-Abklatsch (und Mörder) erwiesen hat.

Die Truppe wurde bereits in der Storyline Abyss wieder eingeführt, als sie zunächst unter Mordverdacht stand und dann von Lex Luthor gesponsert wurde. Dieser hat selbst versucht, weltweit eigene Batmen entstehen zu lassen, wie etwa in Tschechien. Dorthin fliegt das Team als erstes und trifft auf einen Kämpfer in Wolfsmaske: Gray Wolf. Nach dem üblichen Clash schließt er sich dem Rest an und damit wächst die Truppe auf zwölf Gestalten an, neben „Knight“, „Gaucho“ und „Man-of-Bats“ mit so einfallslosen wie sperrigen Namen wie „Batman of Japan“ und „Bat-Man of China“ und albernen wie „Raven Red“, „Wingman“, „Dark Ranger“, „Nightrunner“ und vor allem „Clownhunter„, der seinem Namen nicht mehr gerecht wird.

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Batman und Santa Claus gegen Krampus

DC Comics

Titel: Batman/Santa Claus: Silent Knight

Autor/Zeichner: Jeff Parker/Michele Bandini, Danny Kim

Erschienen: 2023 (Miniserie #1-4)


Kurz vor Weihnachten tauchen in Gotham City fledermausartige Vampire auf und fallen über Menschen her. Batman und Robin (Damian) untersuchen den Fall, da erscheint Zatanna aus dem Nichts und erklärt, es handle sich um die Draug, Untote aus dem Nordischen. Da erscheint ein bärtiger Mann im roten Mantel auf einem Rentier reittend und verschießt Pflöcke in Draug-Herzen. Batman nennt ihn Kris, hat ihn mal getroffen, aber wir wissen natürlich, wer das wirklich ist: Santa Claus, der Weihnachtsmann. Der weiß, wie jeder unserer Helden heißt, wo er wohnt und was er ihm mal als Kind geschrieben hat. (Also wie im echten Leben Amazon, Google und Meta.)

Kurzer Rückblick: Kris ist ein ehemaliger Förster aus Wikingerzeiten, der früher Monster aus Asgard auf Erden gejagt hat. Eines davon war der Krampus, eine furchterregende, teufelsgleiche Gestalt, die aber bloß gern Kinder erschreckt hat, sonst aber harmlos war. Aus irgendeinem Grund blieben die beiden aber auf Erden zurück und seitdem erschreckte der Krampus Kinder, während der Förster sie mit selbstgebastelten Geschenken für ihr Trauma zu entschädigen versuchte.

Nun kehrt Krampus zurück, um sich für seine Verbannung zu rächen und Weihnachten zu zerstören, indem er alle Monster wieder entfesselt.

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Batman und der falsche Prophet

Titel: Prophecy of Doom (dt. Die Prophezeiung)

Story/Drehbuch: Dennis Marks/Sean Catherine Derek

Erschienen: 1992 (Batman: The Animated Series S01E19)


Auf einer Kreuzfahrt geht eine Bombe hoch, das Schiff sinkt. Genauso hat es Nostromos vorhergesagt, ein selbsternannter Prophet, der in der High Society nach Jüngern fischt. Seltsamerweise werden die nicht skeptisch, ob der Kerl nicht selbst den Anschlag verübt hat.

Falscher Prophet: Nostromos.

Auch Bruce Wayne wird vom Banker Ethan Clark angeworben. Ihm sagt Nostromos ebenfalls baldiges Unglück voraus, was dann eintrifft: Er lässt einen Aufzug sabotieren. Aber Bruce hat zufällig sein Batman-Kostüm samt Greifhaken dabei, daher kann er sich in Sekundenschnelle umziehen und sich retten. Dann findet er heraus, dass Nostromos ein verurteilter Gauner namens Carl Fowler ist, der gemeinsame Sache mit einem anderen Ex-Knacki macht.

Jetzt könnte Batman natürlich einfach seinen reichen Kumpels Bescheid sagen und die Folge wäre zu Ende. Aber das geht nicht, denn es braucht ja noch ein bisschen mehr Drama und ein ordentliches Finale. Also tut Bruce Wayne erstmal so, als wollte er der Bruderschaft beitreten und spendet zehn Millionen Dollar. Der Sinn erschließt sich nicht.

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Batman gegen FOMO

DC Comics/Panini

Titel: Batman: Gotham Knights – Gilded City

Autor/Zeichner: Evan Narcisse/Abel

Erschienen: 2023 (Miniserie #1-6), Hardcover 2023; dt. Panini 2023


In Gotham drehen mal wieder die Leute durch. Massenhysterie überall. Hier stürzen sie sich auf Gourmet-Essen (nur um Fotos davon zu machen und ins Netz zu laden), da auf Schuhe und Handtaschen, oder sie wollen unbedingt Fahrgeschäfte in einem heruntergekommenen Vergnügungspark benutzen, bevor er abgerissen wird – auch wenn es den Tod bedeuten kann.

Es ist eine ganz besondere Angst: FOMO – „fear of missing out“ – die Angst, etwas zu verpassen. Damit dürften sich viele Leser identifizieren, immerhin ist es im Zeitalter des Überangebots ein weitverbreitetes Phänomen. Hier wird es in bester Selbstironie auf die Spitze getrieben, denn manche der Infizierten gieren auch auf die neuesten Games – und dieser Comic erzählt die Vorgeschichte zum Game Gotham Knights.

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Weihnachtsfeier im DC-Universum

Vor Superman gab es „Captain Adventure“. Jedenfalls als Spielzeug. Dieser Superheld in Rot trug ein gelbes A auf der Brust und lag beim kleinen Clark Kent mal unterm Weihnachtsbaum. Später hat er ihn wohl dazu inspiriert, selbst einen blauen Strampelanzug mit einem roten S-Symbol anzuziehen.

Clark Kent mit Captain Adventure (DC Comics)

Jahre später verwüstet Captain Adventure eine Vorstadt. Jedenfalls ein Roboter, der wie das Vorbild aussieht, aber sich gar nicht heldenhaft verhält, sondern den Spielzeugmacher Sam Lattem umbringen will. Dahinter steckt natürlich – wenig überraschend, daher kein Spoiler – der Toyman! Superman hält ihn auf, zusammen mit Batman. So weit, so routiniert. „World’s Finest Christmas“ gilt nur dem Titel nach.

Superman und Batman gegen Captain Adventure. (DC Comics)

Kaum ist die Gefahr gebannt, verzieht sich Batman wieder. Superman aber fühlt sich genötigt zum Aufräumen. Er baut sogar das Haus der Familie Lattem wieder auf, verlegt sogar alle Leitungen – Superman ist nämlich auch ein Naturtalent als Handwerker. Er kann einfach alles. Daneben sieht Batman ziemlich alt aus – auch weil er sich ums menschliche Wohl nicht zu scheren scheint. Doch dann kommt Alfred vorbei, bietet Sam Lattem einen Job an und schenkt dem Sohn eine neue Action-Figur: „Night Scout“.

Einsam in Wayne Manor zu Weihnachten: Bruce Wayne. (DC Comics)

Batman mag ein kalter, grimmiger Rächer sein, aber Bruce Wayne hat zum Glück immer noch ein Herz. Und, ach ja: Auch er wurde mal von einer Actionfigur inspiriert. Nicht etwa allein von einer durchs Fenster fliegenden Fledermaus. Wollten wir das wissen? Zu spät, jetzt ist auch diese letzte Lücke im Origin erzählt.

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