Autor: Lukas

Beruflich Online-Redakteur, privat Comic-Blogger.

Dr. Phosphorus kehrt zurück

DC Comics

Titel: Dr. Phosphorus Is Back

Autor/Zeichner: Steve Englehart/Irv Novick

Erschienen: 1979 (Batman #311), Hardcover 2020 (Tales of the Batman: Steve Englehart)


Steve Englehart hatte seinen Detective-Comics-Run nach acht Ausgaben im Jahr 1978 beendet, doch ein Jahr später kehrte er für eine Batman-Ausgabe als Gastautor zurück und bescherte dann auch seiner Schöpfung Dr. Phosphorus ein Comeback. (Allerdings diesmal leider nicht mit Marshall Rogers.)

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Strange Apparitions: Joker

DC Comics

Titel: The Laughing Fish/Sign of the Joker

Autor/Zeichner: Steve Englehart/Marshall Rogers

Erschienen: 1978 (Detective Comics #475-476), Paperback 1999 (Strange Apparitions), Hardcover 2020 (Tales of the Batman: Steve Englehart); dt. Egmont Ehapa 1978 (Batman Taschenbuch #2), Eaglemoss 2015 (Im Zeichen des Jokers)


Batman steigt bei Silver St. Cloud durchs Fenster und fragt erst dann, ob er eintreten darf. Dass sie nur mit einem Handtuch bekleidet ist, stört ihn nicht. Silver wirkt so perplex, dass sie gar nicht erst antwortet. Batman fragt, ob sie ihm was zu sagen habe, doch das Gespräch führt zu nichts. Silver tut so, als ob sie nicht wüsste, dass er Bruce ist (Detective Comics #474). Dabei weiß er, dass sie es weiß, nur sie weiß nicht, dass er es weiß – was für ein Melodrama! Nach dieser creepy Stalker-Aktion ruft er sie als Bruce Wayne an und tut so, als wäre nichts gewesen. Silver sagt ihr Date unter einem Vorwand ab. Noch mehr Melodrama!

Hausfriedensbruch: Batman bei Silver St. Cloud. (DC Comics)

Da wir hier nicht weiterkommen, wenden wir uns daher lieber dem Kerngeschäft zu: Die Fische im Hafen von Gotham tragen alle ein böses Grinsen im Gesicht. Dahinter kann nur einer stecken – und tatsächlich taucht kurz darauf der Joker im Patentamt auf und verlangt, sich seine Jokerfische patentieren zu lassen, er wittert das große Geschäft. Das gehe nicht, sagt der Beamte. Fische seien Gemeingut. Der Joker droht ihm, er habe Zeit bis Mitternacht, seine Meinung zu ändern.

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Strange Apparitions: Deadshot

DC Comics

Titel: The Deadshot Ricochet

Autor/Zeichner: Steve Englehart/Marshall Rogers

Erschienen: 1977 (Detective Comics #474), Paperback 1999 (Strange Apparitions), Hardcover 2020 (Tales of the Batman: Steve Englehart); dt. Egmont Ehapa 1978 (Batman Taschenbuch #2), Eaglemoss 2015 (Im Zeichen des Jokers)


Batman und Robin erwischen zwei Gauner, die gerade Hugo Stranges Leiche im Wasser entsorgen – sie arbeiten für Rupert Thorne. Der Chef des Stadtrats, der die Gerichte kontrolliert, hat gegen Batman eine Unterlassungserklärung erwirkt. Der Held ist jetzt wieder ein Outlaw, ganz wie in seinen Anfangstagen. Batman stattet Thorne einen Besuch ab, um ihn einzuschüchtern. Der gibt sich aber unbeeindruckt. Größere Wirkung hat ein anderer Besuch: Thorne wird von Hugo Stranges Geist heimgesucht. Er warnt ihn vor dem bevorstehenden Tod.

Nachdem Batman und Robin den Pinguin wieder eingebuchtet haben, plant der schon seinen Ausbruch. Sein Monokel kann nämlich mit einem Laser Löcher in die Wand bohren. (Wäre früher sicher auch als Waffe nützlich gewesen.) Kaum hat er einem Mitinsassen davon erzählt, schnappt der ihm das Ding weg und haut selber damit ab. Dieser ist kein geringerer als Floyd Lawton, der einst als Deadshot beinahe Batman ersetzt hätte (Batman #59, 1950).

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Strange Apparitions: Hugo Strange

DC Comics

Titel: The Dead Yet Live/I Am the Batman

Autor/Zeichner: Steve Englehart/Marshall Rogers

Erschienen: 1977 (Detective Comics #471-472), Paperback 1999 (Strange Apparitions), Hardcover 2020 (Tales of the Batman: Steve Englehart); dt. Egmont Ehapa 1978 (Batman Taschenbuch #2), Eaglemoss 2015 (Im Zeichen des Jokers)


„The Batman is also a genius at his art!“ (Hugo Strange)

Batman muss weg! So beschließt es jedenfalls Gothams Stadtrat, geführt von „Boss“ Rupert Thorne. Obwohl Doctor Phosphorus der Stadt nicht mehr mit Rache droht, wenn Batman nicht verschwindet, bleibt der Plan bestehen. Gotham muss mit harter Hand regiert werden, da passt ein Vigilant nicht rein. Zwar kommen seinetwegen Touristen nach Gotham und man befürchtet, alles nur noch schlimmer zu machen, aber der korrupte Boss lässt die Bedenkenträger einknicken.

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Strange Apparitions: Doctor Phosphorus

Cover von Jim Aparo (DC Comics)

Titel: …By Death’s Eerie Light/The Master Plan of Doctor Phosphorus

Autor/Zeichner: Steve Englehart/Walt Simonson

Erschienen: 1977 (Detective Comics #469-470), Paperback 1999 (Strange Apparitions), Hardcover 2020 (Tales of the Batman: Steve Englehart); dt. Eaglemoss 2015 (Im Zeichen des Jokers)


Der Detective-Comics-Run von Steve Englehart und (später Marshall Rogers) gilt als einer der besten und prägendsten für den Batman der 70er, nach dem von Dennis O’Neil und Neal Adams. Dabei hatte Englehart vor, danach mit Comics abzuschließen, um nach Europa zu gehen und einen Roman zu schreiben. Und Marshall Rogers galt als Neuling, der bloß durch Zufall zu Batman gekommen war und für seine erste Arbeit bei DC viel Kritik einstecken musste. Trotzdem machte ihr gemeinsames Werk damals Furore, was sich an einem Haufen enthusiastischer Leserbriefe zeigte.

Englehart schrieb eine oft zitierte Joker-Story, er holte fast vergessene Schurken wie Hugo Strange und Deadshot aus dem Golden Age in die Moderne und erschuf neue Figuren wie Doctor Phosphorus, Rupert Thorne und Silver St. Cloud. Erzählt werden zwar für sich stehende, abgeschlossene Geschichten, diese sind aber verknüpft durch zwei Rahmenhandlungen: eine handelt von dem korrupten Stadtrat Thorne, der Batman loswerden will, die andere ist eine Liebesgeschichte mit Silver St. Cloud, einer emanzipierten Frau, die auf Augenhöhe mit Bruce Wayne steht. Beides bringt Batman zurück in sein erstes Jahr, als er noch als Outlaw von der Polizei gejagt wurde und ein Liebesleben hatte. Hier werden beide Aspekte in die Gegenwart übersetzt.

Beim ersten Lesen dieser Storyline war ich wenig begeistert, aber nach zehn Jahren habe ich mir den Klassiker noch einmal genauer angesehen.

Die Storyline hatte ursprünglich keinen Titel. Bei ihrer ersten Neuauflage, einer fünfteiligen Miniserie, hieß sie Shadow of the Batman (1985-1986, zusammen mit der Clayface-Story von Len Wein und Marshall Rogers), dann kam sie 1999 im Paperback heraus unter dem Titel Strange Apparitions (ohne die Cover!), wovon Englehart nicht überzeugt war, aber der hat sich eingebürgert. 2011 erschien der Run in einer Marshall-Rogers-Anthologie (ohne Detective #469-470, da gezeichnet von Simonson), schließlich 2020 komplett in einer Steve-Englehart-Anthologie (dann aber ohne Clayface, da von Len Wein). Außerdem wurden einzelne Teile (wie etwa die Joker-Story mehrfach) in anderen Anthologien abgedruckt.

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„The Bat-Man: First Knight“: Zurück nach 1939

DC Comics

Titel: The Bat-Man: First Knight

Autor/Zeichner: Dan Jurgens/Mike Perkins

Erschienen: 2024 (Miniserie #1-3), Hardcover 2024; dt. Panini 2024-2025 (#1-3)


Das Jahr 1939 in Gotham City. Eine Serie brutaler Morde hält die Stadt in Atem, die Opfer sind Politiker. Einer der Verdächtigen ist der neue Vigilant Bat-Man, den Commissioner Gordon noch nicht einschätzen kann. Da wird der Bürgermeister zu Hause von zwei missgestalteten Männern angegriffen, Batman kann sie nur mit Mühe vo Mord abhalten und geht fast selbst dabei drauf. Hinter all dem steckt ein Unbekannter, der nur als „The Voice“ per Radio seine Befehle kundtut. Er verfolgt einen Masterplan, der mit dem drohenden nächsten Krieg zu tun hat …

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Batman und Arsenal gegen KGBeast

DC Comics

Titel: Batman plus Arsenal

Autorin/Zeichner: Devin Grayson/Rodolfo Damaggio

Erschienen: 1997 (One-shot)


Armbrustschütze Roy Harper alias Arsenal (Green Arrows ehemaliger Sidekick Speedie) ersucht seinen ehemaligen Teen-Titans-Kollegen Dick Grayson (Nightwing) um Hilfe: Roys Freundin (und Attentäterin) Jade wurde von KGBeast entführt. Der Schurke will sie an Qurac-Nationalisten verkaufen, die sie umbringen wollen, weil sie ihr Land vernichtet hat. Doch Dick hat keine Zeit, also verweist er ihn an Batman weiter. Roy hat Angst vor der Fledermaus, doch für die Mutter seiner Tochter überwindet er sie – und Batman hilft gern, ohne große Überzeugungsarbeit.

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Victor Zsasz jagt Alfred Pennyworth

Cover von Cliff Chiang (DC Comics)

Titel: Victims

Autor/Zeichner: Shane McCarthy/Cliff Chiang

Erschienen: 2006 (Detective Comics #815-816), Paperback 2020 (Batman Arkham: Victor Zsasz)


Victor Zsasz, der Mordsüchtige, der gerne Narben als Trophäen sammelt, bricht aus Arkham aus und hinterlässt eine Reihe von Leichen. Zu allem Überfluss wird Batmans Ermittlung von der Polizei gestört, da Commissioner Akins die Fledermaus zur Strecke bringen will. Trotz all des Ärgers findet Batman noch die Zeit, als Bruce Wayne zu einer Wohltätigkeitsveranstaltung zu gehen, die er selbst organisiert. Doch einer der ungeladenen Gäste ist der Killer – und der steckt Alfred Pennyworth ein Messer in den Bauch.

Während der Arzt den Butler schnell aufgibt, rettet Bruce ihm das Leben, indem er ihn schnell ins Krankenhaus bringt. Obwohl er Alfred damit das Leben rettet, gibt er zunächst den Tod bekannt, um ihn vor Zsasz zu schützen. Doch schließlich überlegt er es sich anders und macht Alfred zum Köder für die Bestie …

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Batman und Robin gegen Tierwesen

DC Comics

Titel: Batman & Robin Vol. 1: Father and Son (dt. Vater und Sohn)

Autor/Zeichner: Joshua Williamson/Simone Di Meo, Howard Porter

Erschienen: 2023 (#1-6), Paperback 2024; dt. Panini 2024


„This is unnecessary.“ (Damian Wayne)

Batman und Robin (Damian Wayne) halten die Schurkin White Rabbit bei einer Geiselnahme auf. Kurz darauf wird eine der befreiten Geiseln, ein DNA-Forscher, wieder entführt, diesmal von lauter Tierschurken wie Killer Croc, Orca, Man-Bat und dem Terrible Trio. Doch mit das Trio trägt diesmal keine Tiermasken, sondern es handelt sich um Menschen mit echten Tierköpfen. Dann wird Batman von einem Schwarm Fledermäuse angegriffen. Dahinter steckt eine neue Schurkin mit Mumiengesicht: Shush

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Scarecrow verbreitet Angst ohne Gas

DC Comics

Titel: Absolute Terror

Autor/Zeichner: John Rozum/Tom Mandrake

Erschienen: 2007 (Detective Comics #835-836)


„Nothing is safe anymore!“

Jonathan Crane ist ein sehr ängstlicher Mensch. Schon als Kind hatte er vor allem und jedem Angst, Kindern, Eltern, Lehrern, Angst vor Fehlern, Veränderung und Blamage. Im Grunde ist es so geblieben. Seine Rolle als Scarecrow erlaubte ihm, mit seiner Furcht umzugehen und sie sich zu eigen zu machen, indem er andere das Fürchten lehrte. Doch dann kam Batman, der ebenfalls auf seine Art ein Meister der Angst ist … Nun steckt Jonathan Crane in Arkham und muss wieder Angst haben – bis er beschließt, es erneut allen zu zeigen.

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