Autor: Lukas

Beruflich Online-Redakteur, privat Comic-Blogger.

Die größte Schurkin aller Zeiten

Catwoman im Golden Age (Teil 10)

DC Comics

Titel: The Lady Rogues

Autor/Zeichner: William Woolfolk/Charles Paris

Erschienen: 1948 (Batman #45)


„I’ll prove that the Catwoman is the greatest woman criminal of all time!“

Als Catwoman (nach einem weiteren Gefängnisausbruch) ein Buch über Schurkinnen liest, stellt sie fest, dass sie darin nicht erwähnt wird. Daraufhin will sie der Welt beweisen, dass sie die Größte ist, indem sie Adaptionen des Buches sabotiert.

Bei einer Theateraufführung über Circe lässt sie Wildschweine los und klaut die Perlen der Hauptdarstellerin, bei einer Verfilmung von Schneewittchen kommt sie mit ihren eigenen sieben Zwergen. Der Wachmann hätte bei der blonden Perücke misstrauisch werden müssen, denn eigentlich hat Schneewittchen schwarze Haare, aber gutes Personal ist bekanntlich schwer zu kriegen.

Batman als Samson

Zum Schluss ist Delilah dran. Batman verkleidet sich als Samson. Doch Catwoman kommt ihm zuvor, indem sie Robin als Geisel nimmt. (Bemühtes Wortspiel: cut off Samson’s hair, cut off Batmans heir.) Batman reißt die Säulen der Kulissen ein und überwältigt Catwoman und ihre Schurken.

Am Ende gibt sich Batman nicht mehr so große Mühe, seine Gegnerin zu bekehren: „Why don’t you reform, Catwoman?“ Daraufhin ist sie nur genervt: „Oh, stop crowing! You Men are all alike! Take me to jail and shut up!“ Doch im Knast erwartet sie eine Überraschung der Autor der Lady Rogues erzählt ihr, er plane ein Buch nur über sie …

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Catwoman wird literarisch

Catwoman im Golden Age (Teil 9)

DC Comics

Titel: Claws of the Catwoman

Autor/Zeichner: Bill Finger/Charles Paris

Erschienen: 1947 (Batman #42)


„Quick as a cat, that Catwoman!“ (Batman)

Superschurken brauchen eine Masche, ein Markenzeichen, ein Thema. Und jedes Mal, wenn sie einen neue Serie von Coups starten, müssen sie beim Modus operandi diesem Thema treubleiben. Es scheint sich um eine Art Zwang zu halten. Nachdem Catwoman zuerst sich beim Aberglauben bediente (zuerst tat sie so, als hätte sie neun Leben und dann, als könnte sie Pech bringen), bedient sie sich jetzt in der Literatur.

Dank eines explosiven Buchs bricht sie (wieder) aus dem Knast aus, dann leitet sie jeden Raub mit einer Referenz auf berühmte Katzen ein: Zehn kleine Kätzchen hängen am Baum und lenken einen Polizisten ab, während sie Juwelen raubt, beim zweiten Mal gibt es gestiefelte Katze beim Rodeo – Batman und Robin legen eine Show hin, die die Menge jubeln lässt.

Beim dritten Coup, in einem Kohlewerk, nimmt Catwoman Batman und Robin gefangen und mauert sie ein. Warum? Damit sie wie die Grinsekatze aus Alice im Wunderland nach und nach verschwinden kann, bis nur noch ihr Gesicht und schließlich ihr Lächeln übrig bleiben. Das Dynamische Duo kann sich dank einer Kerze von den Fesseln befreien und dann dient ihnen Catwomans Haustier Hecate als Bote, um die Polizei um Hilfe zu rufen.

Batman tanzt mit einer Katzenfrau (DC Comics)

Das Finale findet im Tanzclub „The Cat and the Fiddle“ statt (benannt nach einem Volkslied). Batman gerät in eine Menge von Tänzern in Katzenkostümen – und muss sogar mittanzen. Überfordert ruft er Robin um Hilfe, der sich köstlich amüsiert. Danach ist es für Batman ein Leichtes, Catwoman zu fassen. Beim Showdown auf einer Riesengeige stolpert Catwoman, landet mit dem Hintern im Mittelbügel und bleibt dort stecken.

Catwoman bleibt mit ihrem Hintern stecken. (DC Comics)

Ein erotischer Moment ist das nicht gerade, aber Erotik ist zwischen den beiden in letzter Zeit ohnehin rar gesät. Batman gibt Catwoman keine zweite Chance mehr und an Intimitäten denkt offenbar keiner von beiden …

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Batmobil jagt Catmobil

Catwoman im Golden Age (Teil 8)

DC Comics

Titel: The Black Cat Crimes

Autor/Zeichner: Bill Finger/Bob Kane

Erschienen: 1947 (Detective Comics #122)


„I bragged too soon!“ (Batman)

Catwoman bricht mal wieder aus dem Knast aus (obwohl sie zuletzt dort nicht gelandet ist). Da hat sie auch schon eine Idee für einen neuen Coup: Sie erpresst drei Unternehmer, ihr 50.000 Dollar zu zahlen, sonst lasse sie eine schwarze Katze ihren Weg kreuzen. Als die sich nicht davon beeindrucken lassen, lässt Catwoman selbst Unglücke geschehen.

Catwoman in ihrem Versteck

Dem Pelzmagnaten lässt sie ein Frachtflugzeug in einen Zeppelin krachen, dem Zirkusbesitzer lässt sie einen Panther frei, zum Schluss kapert sie mit ihrer Bande ein Schiff. Batman und Robin sind jedes Mal zur Stelle, sie vollführen sogar einen Zirkustrick (Dick ist in seinem Element), aber Catwoman haut zwei Mal in ihrem Catmobil, dem Kitty Car ab.

Batmobile und Kittycar

Das Auto ist bemerkenswert: Es sieht einer Katze sehr ähnlich. Neben dem Katzenkopf hat es vier ausgestreckte Pfoten und einen Schwaz. Dank Raketenantrieb kann sie damit richtige Katzensprünge vollführen. Das ist ein echtes Spektakel. Am Ende wird ihr das Auto leider zum Verhängnis.

Catwoman und Robin auf der Freiheitsstatue

Das zweite Highlight ist der Schauplatz des Finales: Catwoman flieht – sehr symbolträchtig – auf die Freiheitsstatue, Robin verfolgt sie bis in die Fackel, bis er gekidnappt wird. Ja, Gotham hat eine Freiheitsstatue. Es ist DIE Freiheitsstatue. Ein weiterer Beleg dafür, dass mit „Gotham“ keine andere Stadt als New York City gemeint ist.

Und was ist mit der Beziehung zwischen Batman und Catwoman? Da geht gerade nicht viel. Als Robin ihr gegenüber andeutet, dass sie ihn irgendwie möge, streitet Catwoman ab: „Of course not! We’re sworn enemies!“

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Der Wrestler mit der Fledermausmaske

Just Imagine Stan Lee's Batman

DC Comics

Titel: Just Imagine Stan Lee’s Batman

Autor/Zeichner: Stan Lee, Michael J. Uslan/Joe Kubert

Erschienen: 2001 (One-shot), Paperback 2002 (Just Imagine Stan Lee Creating the DC Universe Vol. 1), Omnibus 2013


In den 60er Jahren hat Stan Lee so ziemlich jeden großen Marvel-Charakter miterfunden. Mit der Konkurrenz hatte er nix am Hut. Jedoch Anfang des 21. Jahrhunderts hat er doch einmal die Seiten gewechselt und für DC mit einem Team 13 One-shots geschrieben, in denen er die größten Helden einmal ganz anders dachte: Just Imagine.

Bei Batman wird Bruce Wayne zu Wayne Williams, einem jungen schwarzen Mann, der soeben seinen Vater verloren hat – einen Polizisten, im Dienst umgekommen. Jetzt, da er allein mit seiner Mutter ist, muss er sich auch noch gegen Gangster zur Wehr setzen. Als Wayne die Freundin eines Verbrechers vor dem Kugelhagel endet, dankt dieser es ihm, indem er ihm einen Raubüberfall und Mord anhängt. Wayne landet im Knast, schließt Freundschaft mit einer Fledermaus und pumpt seine Muskeln auf.

Nachdem er draußen ist, wird er zum Wrestler, um Geld zu verdienen. Zu diesem Zweck näht er sich ein Fledermauskostüm. Nein, kein stilisiertes Batman-Kostüm, sondern so wie eine Fledermaus wirklich aussieht. Trotz fehlender Erfahrung im Ring macht er als Batman alle Gegner platt und wird reich und berühmt. Inklusive Haus in Hollywood Hills. Dann lässt er von einem Wissenschaftler sein Kostüm aufmöbeln und zieht seinen Racheplan durch …

So reizvoll das neue Setting für Batman auch erscheinen mag, leider macht Stan Lee nichts Interessantes draus. Auf 43 Seiten rast er im Eilverfahren durch den Plot, um alles zu erzählen, und gerade da, wo man denkt, jetzt geht es endlich los, ist es schon vorbei. Die Charaktere sind oberflächlich, der Schurke ein eindimensionaler Haudrauf und Tyrann, der seine Angebetete umbringen lassen will, wenn sie ihn nicht heiratet. Die Tatsache, dass der Held schwarz ist, spielt kaum eine Rolle. Hier geht es nicht um Rassenfragen oder Milieustudien. Hier geht es nur darum, dass Batman mal etwas anders ist. Was das angeht, wird das Heft seinem Anspruch gerecht. Wayne weist hier auffallend viele Parallelen zu Peter Parker alias Spider-Man auf. Aber leider bleibt die Fantasie sonst auf der Strecke.

Immerhin überzeugen hier die starken Zeichnungen von Altmeister Joe Kubert. Hier sieht man eine der seltenen Gelegenheiten, bei denen er Batman gezeichnet hat – auch wenn es hier nicht der „wahre“ Batman ist.


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Umsonst ist nur der Tod

Batman und Robin auf elektrischen Stühlen.

Titel: The Joker Goes to School/He Meets His Match, the Grisly Ghoul

Drehbuch: Lorenzo Semple Jr.

Erschienen: 1966 (S01E15-16)


Ein Milchautomat spuckt Dollarmünzen statt Milch, ein Süßigkeitenautomat Wertpapiere. Für Commissioner Gordon kann das nur eins bedeuten: der Joker hat wieder zugeschlagen. Denn der Joker ist nicht nur gerade erst aus dem Knast entlassen worden (wahrscheinlich wieder so eine missglückte Blitz-Rehabilitation), sondern er hat auch einen Automaten-Hersteller übernommen. Aber was ist das Problem, wenn der Joker ein Unternehmen führt, das mehr Geld ausgibt als es einnimmt? Es untergräbt die Moral der Schüler. Die Jungs und Mädels fragen sich: Wozu lernen, wenn man aus Automaten mehr rauskriegt, als man reingesteckt hat? Und so rekrutiert der Clown Prince of Crime seine Komplizen …

Jokers Milchmaschine spuckt Geld.

Dick Grayson wird direkt involviert, als der Joker an seiner Schule auftaucht. Batman versucht zwar per Bat-Megafon den Schülern klarzumachen, dass sie nicht ihr Leben wegschmeißen sollen („Believe me, nothing in life is free!“), aber kurz darauf bringt er Dick dazu, die Schule zu schwänzen, um Robin sein zu können. Für einen höheren Zweck ist es also in Ordnung, die Regeln zu brechen – und vor allem, wenn man einen Millionär zum Ziehvater hat.

Unüberzeugend: Dick in Lederjacke

Bruce Wayne hat aber auch andere Hobbys: Alle zwei Jahre bietet man ihn an, als Bürgermeister zu kandidieren. Er soll einer Stadt helfen, die mit Verkehrschaos, Wasserknappheit und Stromausfällen zu kämpfen hat. Aber Bruce will wegen seiner Stiftung lieber politisch unabhängig bleiben. Und nachdem ihn ein Stromausfall zum rechten Zeitpunkt aus einer Todesfalle befreit, dürfte er wohl kaum Interesse haben, an den Missständen etwas zu ändern.

Jokers Jukebox

Weitere Highlights: Dick Grayson ermittelt undercover in Lederjacke, wobei er schon daran scheitert, einen Raucher zu simulieren. Weil Dick anderweitig beschäftigt ist, muss Alfred den Schalter in der Shakespeare-Büste betätigen und Bruce rutscht erstmals allein die Stange in die Batcave hinab. Der Joker lässt mit einer Jukebox, in der ein Gewehr steckt, eine Bar überfallen. Zweimal. Denn niemand kommt nach dem ersten Mal auf die Idee, der Maschine den Stecker zu ziehen. Aber zum Glück haben Batman und Robin einen ausklappbaren Bat-Schild dabei …

Gut gerüstet in den Kampf

Selbst ist die Frau

Barbara wird Batgirl.

Titel: Shadow of the Bat I-II (dt. In Batmans Schatten)

Drehbuch: Brynne Stephens

Erschienen: 1993 (Batman: The Animated Series S01E57-58)


„Für einen mehr ist immer noch Platz.“ (Bruce Wayne)

Commissioner Gordon wird wegen Verdachts auf Bestechlichkeit verhaftet. Seine Tochter Barbara will Batman dafür gewinnen, sich für ihn öffentlich einzusetzen. Als der nicht bei einer Kundgebung auftauchen will, steigt sie ins Kostüm und gibt sich (mit Schulterpolstern) als Batman aus. Sie verhindert einen Anschlag. Nachdem Batman in Gefangenschaft gerät, wird Barbara zu Batgirl.

Batgirl und Robin.

Der Schurke, der hinter allem steckt, ist Two-Face. Er arbeitet mit Gil Mason zusammen, dem stellvertretenden Commissioner – er will Gordon aus dem Weg schaffen, um Karriere zu machen. Mit vereinten Kräften kann das Dynamische Trio alles wieder richten.

Batgirls erster Auftritt.

Barbara Gordon bekommt einen starken Auftritt. Nachdem sie bereits in Heart of Steel in der Serie eingeführt wurde, darf sie hier richtig aufblühen. Sie ist eine Frau, die sich nicht unterkriegen lässt, selbst mitanpackt und Courage zeigt. Dass ihr anfangs nicht alles gelingt, dass sie sich noch ziemlich ungeschickt anstellt, macht sie nur noch sympathischer. Denn schließlich hat sie da Erfolg, wo Batman scheitert.

Matches Malone und Two-Face.

Weitere Höhepunkte: Batman tritt als Matches Malone auf und am Ende wird Two-Face von einer riesigen Silberdollar erdrückt. Und dann ist da noch die fantastische Batgirl-Theme, die diesen Charakter perfekt einfängt – und im Ohr bleibt. Das alles macht Shadow of the Bat zu einer der besten Episoden.

Barbara als Batman.

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Superman ist einer von uns

DC Comics

Titel: A Hero’s Journey

Autor/Zeichner: Joe Kelly/Pascual Ferry, Duncan Rouleau u.a.

Erschienen: 2003 (Action Comics #800), Hardcover 2018 (Action Comics: 80 Years of Superman)


Als Superman 65 wurde, erschien Action Comics #800. Wieder ein Anlass, um in die Geschichte zu schauen, wieder ein Anlass, um dessen Vorgeschichte zu erzählen, wieder ein Anlass, um nostalgisch und sentimental zu werden.

Wir sehen erneut das Altbekannte: Vom Kind aus der Rakete bis zum ersten Auftritt im Cape. Wie die Kents diskutieren, ob sie das Kind adoptieren sollen, wie Jonathan Kent seinem Sohn mit bestem Beispiel vorangeht, wie Clark fliegen lernt und sich in Metropolis zunächst verloren fühlt und es dann in Paris und Venedig versucht, wo er sich erstmals als Held beweisen kann. Später lernt er das Journalisten-Handwerk von Ed Wilson, rettet das Flugzeug Constitution (Superman rettet als guter Amerikaner sozusagen die Verfassung) und wird zu Superman im bekannten Kostüm.

Es sind Momente der Introspektion und Selbstreflexion, es sind Momente des großen Zweifels eines Heranwachsenden, der seinen Platz in der Welt sucht – vor allem vor dem Hintergrund, dass er besondere Fähigkeiten hat. Und wir kennen es bereits zum Erbrechen. Hier nochmal dargestellt in bonbonbunten Farben.

Was diese Jubiläumsausgabe interessant macht, sind die Zwischenspiele: Mehrere Zeichner, darunter Tim Sale, Jim Lee, Lee Bermejo und Klaus Janson, schildern entweder eine sehr persönliche Sicht auf Superman oder aber erzählen kurze Geschichten, wie Superman „einfache Menschen“ inspiriert. Das kranke Kind will wieder gesund werden, die gelähmte Frau lernt wieder gehen, ein Polizist zieht zur Arbeit ein Superman-T-Shirt als Glücksbringer an, wird von seinen Kollegen verspottet und nach einer Heldentat respektiert. Doch da sind auch nostalgische Momente: Alex Ross reinszeniert das Cover von Action Comics #1, wir sehen den Superman aus den Fleischer-Cartoons der 40er und Jerry Siegel mit Joe Shuster, wie sie Superman erfinden.

Wir sehen also Supermans Geschichte zum einen durch seine und zum anderen durch unsere Augen, aus der Sicht des Helden und aus der Sicht der Leser. Zwischen den Panels steht also Supermans Rechtfertigung im 21. Jahrhundert. Nein, er ist nicht nur eine kindische Fantasie, er ist einer von uns – und deshalb kann er auch Menschen in der realen Welt dazu bringen, über sich selbst hinauszuwachsen. Pathetisch? Ja, natürlich. Aber wenn ich nach all der Superman-Lektüre eines verstanden habe, dann dass Superman ohne Pathos nicht geht. Das ist die Garantie von Superman-Comics: dass sie eine optimistische, menschenfreundliche Haltung haben. Man kann sich darauf verlassen, dass sie Trost spenden, motivieren und ein gutes Ende finden. Ob das einem gefällt, ist eine andere Frage.

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Catwomans neuer Look

Catwoman im Golden Age (Teil 7)

Catwoman im neuen Look – und mit neun Leben.

Titel: Nine Lives Has The Catwoman

Autor/Zeichner: Bill Finger/Bob Kane

Erschienen: 1946 (Batman #35)


Catwoman bricht aus dem Knast aus. Sie will neu durchstarten. Sie legt sich ein neues Kostüm zu. Weg mit der alten Katzen-Maske, jetzt sieht man endlich ihr Gesicht. Es ist der klassische lila Look mit grünem Cape, der sich im Golden Age weitgehend so halten wird. Allerdings ist Catwoman hier plötzlich blond … (Aber sie ändert ihre Haarfarbe wie ihren Namen.)

DC Comics

Ihre alte Gang ist weniger begeistert. Sie glauben nicht mehr an ihre Chefin. Also lässt sie ihre Leute glauben, sie hätte neun Leben. Bei einem Diamantenraub in einem Zeppelin kommt es zum Kampf mit Batman, sie stürzt in die Tiefe – und überlebt. Schließlich führt die Spur in Catwomans neues Geheimversteck: ein Labyrinth. Batman und Robin spielen Theseus mit ihrem Batseil. Und als das nicht mehr reicht, zerreißen sie ihre Capes (wobei danach noch viel davon übrig ist).

Batman schlägt Catwoman mit ihrer eigenen Waffe, einer Neunschwänzigen Katze (Peitsche), dann versucht sie mit einem Traktor abzuhauen, aber stürzt in die Tiefe. Wie sich herausstellen wird, hat sie tatsächlich noch ein paar Leben übrig.

>> Liste der Catwoman Comics

Alfred wird Batman, liebt Catwoman – und verhaut sie

Catwoman im Golden Age (Teil 6)

DC Comics

Titel: The Duped Domestics

Autor/Zeichner: Alvin Schwartz/Bob Kane

Erschienen: 1944 (Batman #22)


„A little spanking will do the trick. And, believe me, it will hurt you more than it will me!“ (Alfred)

Alfred ist nicht mehr ganz bei sich. Zuerst muss Bruce Wayne seinen rechten Schlappen suchen, dann verschüttet sein Butler auch noch den Kaffee – was ist da los? Ganz einfach: Alfred ist verliebt. Er trifft sich mit der jungen und schönen Belinda. Um sie zu beeindrucken, prahlt er damit, Batman zu kennen. Sie glaubt ihm nicht. Also steigt er selbst ins Kostüm. Doch dann wird er von ihr entführt. Denn pretty Belinda ist in Wirklichkeit Catwoman, die sich mit Butlern einlässt, um die Häuser der Reichen auszuräumen.

Alfred als Batman mit Catwoman.

Als Bruce und Dick nach ihm suchen, geraten sie ebenfalls in ihre Fänge und werden zu Alfred in eine Kühlkammer gesperrt. Dabei kommt es zu einer herrlichen Szene: Um sich von ihren Fesseln zu befreien, versucht das Trio, einen Haken an der Wand zu erreichen. Weil er zu hoch ist, stapeln sie sich aufeinander, wobei Alfred unten sich am meisten verrenkt und die größte Last tragen muss.

Das Dynamische Trio: Alfred, Bruce und Dick.

Zum Schluss fängt der Aushilfs-Batman Catwoman bei der Flucht ab. Und es kommt zu einem bedenklichen Höhepunkt: Alfred rächt sich an der Frau, indem er ihr den Hintern versohlt. Gezeigt wird es nicht, der Erzähler bleibt „diskret“, aber selbst Bruce findet sein Vorgehen zu drastisch. Alfred rechtfertigt sich: Catwoman habe seine Gefühle verletzt. Im Übrigen wäre er ein guter Batman. Zu gut, findet Bruce Wayne, der Catwoman schon bei ihrer ersten Begegnung Prügel angedroht hat …

Alfred-Batman und Catwoman: Strafe muss sein.

Catwoman verliebt sich in Bruce Wayne

Catwoman im Golden Age (Teil 5)

DC Comics

Titel: Your Face Is Your Fortune

Autor/Zeichner: Jack Schiff/Bob Kane

Erschienen: 1943 (Batman #15)


Nein, Catwoman reitet hier nicht wirklich auf einer Riesenkatze. Sie stolpert nur über eine kleine. Aber der Reihe nach. Catwoman, so erfahren wir zum ersten Mal, heißt oder nennt sich Elva Barr. Sie steht jeden Morgen früh auf, um in einem Schönheitssalon zu arbeiten. Am Ende des Tages ist sie völlig fertig. Eines Tages macht sie bei einem Schönheitswettbewerb mit, gewinnt und verliebt sich in einen der Juroren: Bruce Wayne.

Doch Bruce erkennt, dass es sich um Catwoman handelt. Batman und Robin verfolgen sie. Elva schleicht sich unter falschem Namen und Gesicht bei einer Hochzeit ein, um dort Beute zu machen, Batman nimmt sie hoch. Doch dann kommt eine unerwartete Wendung: Catwoman gesteht ihm, in Bruce Wayne verliebt zu sein und darüber nachzudenken, das Verbrechen sein zu lassen. Batman gibt ihr eine Chance, lässt sie davonkommen.

Als Bruce Wayne nimmt er sich ihrer an: Trinkt mit ihr, tanzt mit ihr, reitet mit ihr aus. Aber alle wissen, dass Bruce mit Linda Page ausgeht. Linda verzweifelt, als sie in den Klatschspalten liest, dass er mit Elva verlobt ist. Aber Elva zweifelt, ob Bruce es ernst meint. Sie verkleidet sich als Linda und erfährt von Bruce, dass das alles nur ein Trick ist. Jetzt hat er zwei Herzen gebrochen.

Catwoman wird wieder rückfällig, schlägt immer wieder zu, am Ende bei einer Ausstellung von Haustieren. Auf der Flucht stolpert sie über eine Katze. Batman schnappt sie sich diesmal – und Catwoman geht in den Knast.

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