Robin

Batman gegen Liberace

Liberace alias Chandell

Titel: The Devil’s Fingers/The Dead Ringers (dt. Tödliches Fingerspiel)

Drehbuch: Lorenzo Semple Jr.

Erschienen: 1966 (Batman S02E15-16)


Tante Harriet hat Besuch vom großen Pianisten Chandell (gespielt von Liberace). Sie proben gerade ein Stück, das sie gemeinsam bei einem Wohltätigkeitskonzert der Wayne Foundation spielen sollen. Als Chandell ein schottisches Stück spielt, kommen drei schöne Frauen in Schottenröcken durchs Fenster gestiegen, bedrohen die beiden mit einem Dudelsack und rauben sie aus. Die Polizei ist sofort zur Stelle, um Batman und Robin zu rufen, aber da bekommt Gordon am Telefon von Alfred mitgeteilt, dass das Dynamische Duo Urlaub mache. Gordon ist fassungslos: „Catastrophic! … The moment we’ve dreaded for years has arrived!“ Das bedeutet, dass die Polizei von Gotham zum ersten Mal einen Fall selbst lösen muss.

Schon bei der Spurensicherung sind die Ordnungshüter überfordert und geben schnell auf. Gordon und O’Hara sehnen sich nach den inspirierendsten Worten der englischen Sprache: „To the Batmobile, Robin! Let’s go!“ Um keine unnötigen Risiken einzugehen, fährt Gordon schwere Geschütze auf – buchstäblich. Um Chandell bei  einem Konzert zu schützen, lässt er Zugänge mit Sandsäcken, Stacheldraht und Maschinengewehren bewachen. Beim ersten Anzeichen von kriminellen Machenschaften soll scharf geschossen werden.

Batman und Robin mit Chandell

Es nützt alles nichts. Das Publikum ist schlauer: Wir erfahren schnell, dass Chandell selbst der Schurke ist, der Böses im Schilde führt. Bei einem Konzert spielt er Piano und muss sich einmal verspielen, damit bei der Burma Import Company  eine Bombe hochgeht. Seine drei Komplizinnen führen davor einen burmesischen Tanz auf und versetzen einen Polizisten in Staunen.

Bruce Wayne, der im Wald bei der Jagd hockt, hört sich das Konzert im Radio an, bemerkt den Fehler und wird sofort skeptisch: Dass der große Chandell sich verspielt, ist eine Unerhörtheit, für die er sofort den Urlaub unterbricht und Dick Grayson, der sich gerade an eine Mitschülerin ranschmeißt, folgt ihm. Verbrechensbekämpfung geht eben vor. In der Zwischenzeit ist Gordon in der Krise. Aus lauter Verzweiflung hat er sich ein Pillenarsenal zugelegt. Seine Freude könnte nicht größer sein, als er endlich Batman am Telefon hört.

Chandell ist ein Verbrecher aus Not: Sein böser Bruder Harry (ebenfalls gespielt von Liberace) erpresst ihn, zu verraten, dass Chandell seine Berühmtheit einem Betrug zu verdanken hat, weil er einst bei einem Konzert im Weißen Haus auf einem automatischen Klavier spielte. Chandell will Bruce und Dick töten, Aunt Harriet heiraten und von der Erbschaft seinen Bruder auszahlen.

Batman und Robin, Harry und die Stanzmaschine

Batman und Robin landen in einer ganz besonderen Todesfalle: Einer Stanzmaschine für Pianola-Noten. Als sie langsam auf einem Fließband hineingezogen werden, fordert Batman Robin auf, ihm nachzusingen. Beide singen quer durcheinander, als wären sie verrückt geworden und kommen heil auf der anderen Seite wieder raus. Die Erklärung: Die Maschine reagiert auf Töne, die sie hört, und Batman hat sich einfach Töne vorgestellt, mit denen die Maschine an ihnen vorbeistanzt. Einfachste Lösung wäre demnach gewesen, still zu sein. Aber dann gäbe es eine alberne Szene weniger …

Zum Einsatz kommen sonst der Bat-Shield, eine Rauchbombe und zum ersten Mal bewährt sich der Batarang, um jemanden auszuknocken. Und erstmals nimmt auch Tante Harriet eine Waffe in die Hand, um einen Gauner in Schach zu halten, aber nur mit mäßigem Erfolgt. Die Polizei nutzt ihre „Subtle Interrogation Lamp“, eine Vorrichtung, mit der man Verdächtige wie Harry beim Verhör zum Schwitzen bringen kann. Aber leider hat der gewiefte Anwalt von Harry Tropenhelm und Sonnenbrille dabei.

Am Ende landet die Bande zwar im Knast, aber Chandell darf zu seiner getreiften Sträflingskleidung trotzdem Glitzer tragen und ein gestreiftes Piano spielen. So geht die Zeit schneller rum. Aber ein Wiedersehen mit ihm wird es in der Serie nicht mehr geben.

Chandell in Streifen

Zum Schluss ein Wort Bat-Philosophie:

Robin: „Self-control is sure tough sometimes, Batman.“
Batman: „All virtues are, old chum. Indeed, that’s why they’re virtues.“

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Batman in Ritterrüstung

DC Comics

Titel: The Armored Batman

Autor/Zeichner: Edmond Hamilton/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1957 (Batman #111)


Batman galt bereits seit 1940 als „Dark Knight“, später sogar als „Caped Crusader“, 1946 erlebte er ein Abenteuer am Hofe von King Arthur (Batman #36) und wurde zu Sir Hardi Le Noir, dem „Bold Black Knight“ geschlagen, allerdings noch ohne eine Rüstung zu tragen. 1950 tauchte dann „Knight“, ein gepanzerter Batman of England, auf. Aber erst 1957 stiegen Batman und Robin in Ritterrüstungen. Die Geschichte macht den Umstand nicht weniger kurioser.

Als in der Gotham City Hall of Fame eine Batman-Büste vorgestellt werden soll, droht ein Gauner namens Blair Graeme vor der Presse, es auf Batman abgesehen haben. Nachdem Batman davon erfährt, steigt er mit Robin in Ritterrüstungen. Reporterin Vicky Vale macht sich Sorgen, die Lage muss ernst sein, also versucht sie, Graeme zu finden, bevor er Batman erwischt.

So eine Rüstung hat natürlich ihre Vorteile. Wenn Löwen aus dem Zoo ausbrechen, können sie Batman nichts anhaben. Aber es gibt auch Nachteile. Weil der Panzer so schwer ist, muss Batman einen Bauarbeiter retten, indem er sich an einer Kette zu ihm schwingt – ein normales Seil reicht nicht mehr aus. Und als ihr Boot von den Bösen versenkt wird, sinken sie auf den Grund des Flusses.

Batman und Robin haben aber andere Sorgen als ein Attentat: Gangster haben einen atomaren Treibstoff gestohlen. Als sie im Geheimversteck eintreffen, schlüpfen sie aus ihren Ritterrüstungen und es zeigt sich, dass sie darunter Strahlenschutzanzüge tragen. Darin können sie unbeschadet gegen die Gauner vorgehen. Der ganze Aufwand mit den Rüstungen diente nur der Ablenkung. Graeme gibt es nicht – das war nur Batman.

>> Batman in den 50ern

Minnesänger grillt Batman

Minstrel mit Klampfe

Titel: The Minstrel’s Shakedown/Barbecued Batman? (dt. Minnesänger – Börsensprenger)

Drehbuch: Francis M. & Marian B. Cockrell

Erschienen: 1966 (Batman S02E05-06)


Ein neuer Gegner für Batman: Der Minstrel, ein Minnesänger, mischt die Börse von Gotham auf und erpresst sie, es wieder zu tun. Wie hat er das geschafft? Heute würde man ihn einen Hacker nennen. Aber wie kann ein mittelalterlicher Minnesänger zugleich ein elektronisches Genie sein? Eine seltsame Kombination, findet auch Gordon. Da wird er von Robin eines Besseren belehrt: Musik und Elektrizität werden beide durch Wellen übertragen. Und zwar durch fast identische Naturgesetze, ergänzt Batman. Es sei also logisch, dass ein krimineller Musiker sich so betätigt. Demnach könnte also jeder Pianist ohne Probleme zum Elektrotechniker umschulen oder andersrum – gut zu wissen.

Minstrel sprüht Funken

Die Polizei will helfen, sie macht sich Sorgen um das Dynamische Duo. Aber Batman winkt ab: Nach Pinguin, Archer, Clock King, King Tut und Catwoman, werden sie wohl auch mit diesem Minstrel fertig. Leichter gesagt als getan. Denn kaum stehen sie ihm zum ersten Mal gegenüber, kann er sie mit ein bisschen Funkensprühen von sich fernhalten. Auch wenn Batman seine Bat-Drone einsetzt, kann er nicht verhindern, in eine fiese Falle gelockt und auf einen rotierenden Radarwellen-Grill gebunden zu werden.

Batman und Robin werden gegrillt

Während die Helden langsam vor sich hinbrutzeln, singt Minstrel ein nettes kleines Lied:

Batman and Robin rotate and revolve
As the heat grows your bodies dissolve
When it’s still hotter, then you will melt
Nothing left but your utility belt.

Doch natürlich entkommen sie auch dieser Todesfalle ohne dass selbst ihre Capes Schaden nehmen. Minstrels Handlanger lassen sie ebenso laufen wie die hübsche Komplizin Octave, obwohl sie sich ihm freiwillig ergibt. Batman flirtet hart mit ihr: Allein vom Aussehen her sei er von ihrer Unschuld überzeugt. Er gibt ihr ihre Handtasche zurück – aber natürlich mit einer Wanze.

Kleiner Flirt, Batman-Style

Im Finale geht es um nichts Geringeres als das Ende der Welt. Der Minnesänger kann nämlich mit Ultraschallwellen Gebäude zum Schwanken bringen. Aber das klingt spektakulärer, als es ist.

Auch wenn die Episode sonst nicht viel zu bieten hat, gibt es zwei interessante Szenen, die den postmodernen Batman vorwegnehmen: In einer Szene hat Alfred ein Abendessen vorbereitet, aber Batman und Robin sind zu sehr mit Basteln beschäftigt. Ein Erdnussbutter- und Wasserkresse-Sandwich und ein Glas Milch hätten es auch getan, sagt Batman. Alfred macht sich Sorgen um ihre Gesundheit: die langen Arbeitszeiten und die ausgelassenen Mahlzeiten könnten zum Problem werden. Aber Batman ist sich sicher: Wir haben noch einige gute Jahre vor uns.

Essen ist fertig

In der zweiten Szene wagt es Chief O’Hara, das Dynamische Duo anzuzweifeln. Eigentlich wisse man nichts über die beiden, sagt er. Es seien nur zwei Maskierte, zwei Stimmen am Telefon – wo kommen sie her, wo gehen sie hin? Woher die Sicherheit, dass sie nicht selbst einmal zu Übeltätern werden? Gordon wird sauer, schreit ihn zusammen. Selbst als er sich entschuldigt, kennt der Commissioner keine Gnade: Batman und Robin auch nur infrage zu stellen, duldet er nicht. „They are the guardian angels of the city.“

Batman und die Bat-Drohne

Als der Minstrel endlich gefasst ist, will es Tante Harriet nicht wahrhaben. Kann ein Mann, der so schön singt, wirklich ein böser Mensch sein?, fragt sie sich. Selbst als der Minstrel am Ende droht, aus dem Knast auszubrechen und Batman zu töten, bittet sie Bruce, für den armen Mann ein gutes Wort beim Commissioner einzulegen. Kein Wunder, dass die Frau nie kapieren wird, dass sie mit Batman und Robin unter einem Dach wohnt.

Eine verkehrte Welt, in der die Besten angezweifelt und die Bösesten verklärt werden …

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Batman und Superman: Wie alles begann

Titel: The Origin of the Superman-Batman-Team

Autor/Zeichner: Edmond Hamilton/Dick Sprang

Erschienen: 1958 (World’s Finest #94)


Wie Batman und Superman das erste Mal aufeinandertrafen, ist eigentlich seit 1952 (Superman #76) bekannt: Sie begegneten sich auf einer Kreuzfahrt. Das war lustig. Doch sechs Jahre später will Batman uns weismachen, dass alles ganz anders war, bzw. dass es ein Treffen vor dem ersten Treffen gegeben hat.

Anlass für die Rückblende ist, dass Luthors wieder mal aus dem Gefägngnis ausbricht und damit prahlt, sich eines Tages an Superman und Metropolis zu rächen. Kaum hören Bruce und Dick die Nachricht, ziehen sie sich um und eilen nach Metropolis, weil sie glauben, sie könnten Superman helfen, falls Luthor Kryptonit benutzt. Schon das ist seltsam, denn dann müssten sie jedes Mal nach Metropolis fahren, aber sei’s drum.

Doch Superman lehnt ihre Hilfe ab. Bei ihrem Treffen hat er einen neuen Helfer dabei: Powerman, einen maskierten Helden, der nicht fliegen kann. Trotzdem folgt ihnen das Dynamische Duo und Batman erinnert sich an ihr erstes Treffen: Als die beiden einst beinen Schmuggler-Ring ausgehoben haben, hörten sie die Ganoven von Kryptonit sprechen. Daraufhin flogen sie nach Metropolis, um Superman zu warnen. Und das war auch gut so: Denn als Superman von Gangstern mit flüssigem Kryptonit bespritzt wurde und vom Himmel fiel, konnten sie ihm mit dem Bat-Plane das Leben retten.

Als sie es dann mit den Gangstern aufnahmen, verkleidete sich Batman als Superman, weil er immun gegen Kryptonit war. Dabei riskierte er aber trotzdem sein Leben, denn die Schurken wollten es daraufhin mit Blei versuchen, aber da war Superman schon zur Stelle. Der Beginn einer langen Freundschaft. Der Rollentausch erinnert an ihren zweiten gemeinsamen Auftritt in World’s Finest Comics #71 (1954) – seitdem eine Tradition.

Und ähnlich läuft es auch in der Gegenwart: Batman findet heraus, wie er Luthors Todesstrahlen von sich fernhalten kann, dann nimmt er ihm sein Kryptonit weg und rettet Superman das Leben. Und wer ist dieser Powerman? Es ist ein Roboter, den Superman gegen das Kryptonit einsetzen wollte, um nicht das Dynamische Duo zu gefährden. Na dann ist ja alles wieder gut …

>> Liste der World’s Finest-Comics

Batman am Ende des Regenbogens

DC Comics

Titel: The Rainbow Creature

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1960 (Batman #134), Paperback 2009 (The Black Casebook)


Drei Jahre nachdem Batman in sein Regenbogen-Kostüm gestiegen ist, muss er es mit einem Regenbogen-Monster aufnehmen, und das kommt so: Batman und Robin sind in einem unbenannten südamerikanischen Land eingeladen, wo sie geholfen haben, die Armee um den Rebellen Diaz in die Flucht zu schlagen. Batman nennt ihn einen Gangster und einen Möchtegern-Diktator. Ohne Erklärung ist der Held plötzlich politisch im Ausland aktiv.

Kurz darauf verwüstet ein vierfarbiges Monster die Gegend. Leuchtet seine rote Farbe, brennt es sich durch Häuser, leuchtet die blaue, lässt es Kugeln und Brücken vor Kälte zerspringen, bei Gelb verwandelt es Objekte in Nebel, bei Grün werden Batman und Robin vorübergehend zu zweidimensionalen Wesen gepresst. Anschließend muss das Monster seine Farben (= Kräfte) wieder neu aufladen.

Dann greift auch noch Rebell Diaz wieder an. Seltsamerweise trägt er einen Konquistadoren-Helm, während seine Leute Sombreros auf ihren Köpfen haben. Er behauptet, selbst für das Monster verantwortlich zu sein. Batman bezweifelt das und verjagt sie, indem er mit einem Prisma einen Angriff der Regenbogen-Kreatur vortäuscht. Doch wie hält er das Monster selbst auf, das nur ein „freak of nature“ ist? Ganz einfach: Er lässt es alle seine Kräfte auf einmal verbrauchen, dann kann er es zerschlagen.

Die Geschichte hat eine interessante Meta-Ebene: Farben sind die Kräfte der Comicfigur, farblos ist sie also machtlos, die größte Bedrohung für die Helden ist, dass sie zweidimensional werden und sich vom Wind wegtreiben lassen. Während das Monster an Farben verliert, verlieren Batman und Robin ihre Form. Im Wesentlichen wird hier also die Funktion des Mediums Comic selbst bedroht.

Man kann das auch als verschlüsselte Anspielung darauf sehen, wie sehr sich Batman von seinen Ursprüngen entfernt und in Sachen Science Fiction seinen Höhepunkt überschritten hat. Dazu würde auch dieser befremdliche politische Einsatz in Südamerika passen.

Der Regenbogen ist gleichzeitig Symbol der Bedrohung. War Batman vor drei Jahen noch selbst in ein buntes Kostüm gestiegen, so sind die Farben nun Warnsignale, dass es zu bunt getrieben wird und sich der Effekt der ständigen Selbstüberbietung verbraucht – bis hin zur platten Formlosigkeit ohne Gewicht. Mit anderen Worten: Batman kommt am Ende des Regenbogens an.

>> Batman in den 60ern

Regenbogen schützt vor Outing

DC Comics

Titel: The Rainbow Batman

Autor/Zeichner: Edmond Hamilton/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1957 (Detective Comics #241), Paperback 2009 (The Black Casebook)


„They’ll find no pot of gold at the end of this rainbow … only prison!“ (Batman)

Batman war im Silver Age keine düstere Figur, keine Gestalt der Nacht. Im Silver Age ging es eskapistisch und bunt zu. Diese Geschichte ist ein Paradebeispiel dafür: Batman wird zu einem Paradiesvogel. Manche mögen ihn sogar als Schwulen-Ikone deuten.

Als Dick Grayson ein Mädchen vor einem Fluchtwagen rettet, verletzt er sich den Arm. Im Wagen saßen Diebe, die eine wertvolle Fernsehkamera gestohlen haben. Batman stürzt sich in den Fall – mit vollem Einsatz. Weil er nicht weiß, wo sie als nächstes zuschlagen werden, besucht er mit Robin Veranstaltungen, die im Fernsehen übertragen werden. Doch Batman trägt einmal ein rotes Kostüm, dann ein blaues, ein gelbes, ein grünes, dann sogar ein weißes mit einer Zielscheibe auf der Brust und am Ende läuft er rum wie ein Regenbogen.

Was soll das Theater? Ihm sei sein altes Kostüm langweilig geworden, sagt er. Naja, seien wir ehrlich: Da er meist nur bei Tag herumläuft, ist die Farbe seines Fledermauskostüms auch egal. Batman trägt längst kein Schwarz mehr, sondern ein freundliches Blau. Aber der wahre Grund ist dieser: Batman wollte bloß die Aufmerksamkeit auf sich lenken, damit niemand bemerkt, dass Robin einen verletzten Arm hat und damit als Dick Grayson auffliegt. (Robin zu Hause zu lassen war keine Option, weil er ihn als Zeugen brauchte.) Fredric Wertham, der Batman und Robin als Schwulen-WG deutete, würde vielleicht sagen: Der Regenbogen-Batman will nicht, dass sich sein Gefährte in der Öffentlichkeit outet. Aber das ist vielleicht etwas überinterpretiert …

Die Geschichte wurde adaptiert in Batman: The Brave and The Bold (S02E19 „Emperor Joker“, 2010). Da kämpfen Batman und Robin gegen Firefly, der verschiedenfarbige Strahlen abfeuert – Batmans Kostüm soll ihn davor schützen. Außerdem kommt darin die Rainbow Creature aus Batman #134 (1960) vor, die die Helden in zweidimensionale Wesen verwandelt.

>> Batman in den 50ern

Batmen aller Länder, vereinigt euch!

Titel: The Batman of England/The Batmen of All Nations/The Club of Heroes

Autor/Zeichner: Bill Finger, Edmond Hamilton/Dick Sprang, Sheldon Moldoff

Erschienen: 1950, 1955, 1957 (Batman #62, Detective Comics #215, World’s Finest #89)


Batman macht Schule. Bereits 1950 lernen die Leser, dass es auch in England einen Batman gibt – oder zumindest zwei andere kostümierte Helden, der sich Batman und Robin zum Vorbild genommen haben. The Knight & the Squire kleiden sich wie Ritter aus dem Mittelalter: In Rüstung und mit Umhängen, fahren sie auf Motorrädern, die aussehen wie Pferde, und dabei tragen sie Lanzen. Offenbar entsprach das dem Bild von Europa, das man damals in den USA hatte …

Dahinter stecken Lord Wordenshire und sein Sohn Cyril, die zusammen in einer alten Burg in der Nähe eines Dorfes wohnen. In London hätten die beiden zwar mehr zu tun, aber aufregend genug wird es trotzdem noch.  Zwei Pub-Räuber überwältigen sie, indem sie den Tank im Fluchtauto durchstechen.

Als dann Batman und Robin einer Gang folgen, die einen alten Nazi-Schatz in England ausbuddeln will, treffen sie zufällig auf Knight & Squire, aber die beiden stellen sich mit ihren Lanzen so unbeholfen an, dass sie die Gauner entkommen lassen. Die beiden müssen noch viel lernen, sagt Batman, also teilt man sich zur Nachhilfestunde in Zweiergruppen auf: Batman und Squire ziehen nach Stonehenge, Robin und Knight folgen der Spur in ein historisches Museum. Aber auch später verpatzen die beiden Stümper ihre Einsätze. Zwar machen die Engländer beim Finale auf der Burg alles wieder gut, aber dann muss ihnen das Dynamische Duo mit einer Maskerade dabei helfen, ihre Geheimidentitäten nicht preiszugeben.

Am Ende versichert der Earl, es gebe nur einen wahren Batman und Robin. Fünf Jahre später tauchen vier andere Nachahmer auf: der Musketeer aus Frankreich, der Legionary aus Italien, der Gaucho in Argentinien und der Ranger aus Australien. Batman lädt sie alle nach Gotham ein, um ihnen Nachhilfe zu geben. Dabei sehen wir auch Knight & Squire wieder, die sich mittlerweile praktischere Kostüme zugelegt haben, verschwunden sind die klobigen Rüstungen, die Gesichter liegen frei, leider aber hantieren sie immer noch mit Lanzen und fahren auf motorisierten Pferden, während Gaucho und Ranger tatsächlich reiten.

Wie dem auch sei: Während alle neue Tricks vom Original lernen, nutzt die Bande um den Gangster Cardine die Chance, um Verbrechen zu begehen. Diesmal ist es Batman, der sich nicht sehr geschickt anstellt. Während des Einsatzes stirbt er sogar bei einer Explosion. Als aber die restlichen „Batmen“ Cardine hinterherjagen, erweist sich der Legionary als Schurke – und Batman springt im rechten Augenblick quicklebendig hervor, um den Fall aufzuklären. Und wieder herrscht die Einsicht: Es gibt nur einen echten Batman.

In World’s Finest treffen die Batmen aller Länder wieder auf ihr Vorbild – und auf Superman. John Mayhew lässt sie alle nach Metropolis rufen. Der reiche Philanthrop hat den Helden zu Ehren für viel Geld einen Club of Heroes errichtet, samt aufwendiger Innendekoration. Jetzt muss nur noch ein Vorsitzender gewählt werden – der, der die größte Heldentat vollbringt. Aber keiner hat so richtig Lust auf den Job: Superman schlägt Batman vor, Batman schlägt Superman vor, die anderen sind für einen der beiden (und sie spielen hier auch kaum eine Rolle).

Doch Superman kommt nicht zum Zuge. Er bekommt unerklärte Schwächeanfälle, die ihn ohnmächtig werden lassen. Dann taucht ein neuer Held namens Lightning-Man auf, um das Schlimmste zu verhindern. Am Ende stellt sich heraus: Ein Brocken Kryptonit in der Erdumlaufbahn hat Superman ausgeknockt und ihn in Momenten geistiger Umnachtung die Identität von Lightning Man annehmen lassen. In ebendiesem Zustand war Superman in der Lage, sich aus einer Gardine ein neues Kostüm zu schneidern – und so wird Superman dank seiner Taten zum Vorsitzenden des Clubs.

Was dieser Club eigentlich soll, um den niemand gebeten hat, und wer dieser Mayhew ist und was er will, danach fragt niemand. Außer Grant Morrison. 50 Jahre später hat sich der Autor von diesen Geschichten zu seinen Storylines The Black Glove und Batman Incorporated inspirieren lassen. Die neuen Versionen von Knight and Squire bekamen 2010 ihre eigene sechsteilige Mini-Serie.

DC Comics

>> Batman in den 50ern

Egghead übernimmt Gotham City

Vincent Price als Egghead

Titel: An Egg Grows in Gotham/The Yegg Foes in Gotham (dt. Ein dickes Ei für Gotham City)

Story/Drehbuch: Edwin Self/Stanley Ralph Ross

Erschienen: 1966 (Batman S02E13-14)


„I know it seems we call the Caped Crusaders pretty often, but there’s no other way to handle it.“ (Gordon)

Vor vielen Jahren wurde Gotham City von drei Familien gegründet: den Savages, den Tylers und den Waynes. Das ursprüngliche Land wurde von den Mohikanern gepachtet, zum Spottpreis von neun Waschbärfellen. Seitdem muss die Pacht alle fünf Jahre erneuert werden, zum gleichen Preis und von den Vertretern der vier Parteien – so will es Gothams Verfassung. Bruce Wayne und die Millionäre Pete Savage und Tim Tyler sollen die Felle dem letzten Mohikaner, Chief Screaming Chicken übergeben. Doch vor der Nacht der Zeremonie stiehlt ein Schurke die Urkunde.

Egghead mit Hauptquartier mit Handlangern

Der Schurke ist ein neuer für Batman: Egghead (gespielt von Vincent Price), ein glatzköpfiger Erfinder mit einer Vorliebe für Eier, Eiförmiges und Wortspiele. Er ernährt sich nur von weißen Eiern der Güteklasse A, seine kahlen Helfer heißen Benedict und Foo Yung (nach den Eierspeisen), seine Sekretärin Bacon.  „The smartest villain we ever faced“, gibt Batman zu. Und tatsächlich ist er der einzige Mensch in der Serie, dessen Gehirn schlau genug war, zu schließen, dass nur Bruce Wayne Batman sein könne. (Auch wenn diese Vermutung so schnell zerschlägt wie ein Ei.)

Doch was will Egghead mit der Urkunde? Robin hat eine Vermutung: Vielleicht will er einen Krieg zwischen den Bürgern von Gotham und den Indianern anzetteln! Batman bezweifelt das. Es ist nur noch ein Mohikaner übrig. Nein, Egghead will die Übergabe verhindern, selbst einen Deal mit dem Indianer aushandeln und Gotham City übernehmen.

Und so passiert es auch: Egghead nimmt alle drei Millionäre gefangen, sie verpassen den Termin und Egghead kriegt den Zuschlag für Gotham. Kurz darauf entlässt er den Bürgermeister und den Commissioner, er selbst wird Polizeichef und es bricht eine bizarre Anarchie aus: Während Kriminelle rauben dürfen, wie sie wollen, und Schießereien auf offener Straße zur Tagesordnung werden, kümmert sich die Polizei nur noch um Verkehrssünder und Ordnungswidrigkeiten. Egghead bedient sich bei den  Steuereinnahmen der Stadt.

Aber vom Alltag unterscheidet sich das erst, als Batman und Robin aus der Stadt geworfen werden. Nun kann (und will) sich niemand mehr gegen den Schurken wehren. Die Lösung steht im Kleingedruckten der Verfassung: Kriminelle dürfen nicht die Stadt regieren. Bruce und Dick müssen erst die Urkunde stehlen, um dahinterzukommen. Auf die Idee, dass die US-Verfassung die Eigentumsrechte schützt, kommt natürlich niemand. Aber so ergibt sich das schöne Finale, bei dem sehr viele Eier zu Bruch gehen.

Batman und Robin auf Lachgas

Egghead wirft vor allem gerne Bomben- und Rauch-Eier, eines sogar mit Lachgas, das Batman und Robin nur mit einer Traurigkeitspille bekämpfen können. Ansonsten wird wirklich keine Gelegenheit ausgelassen für Kalauer mit Ei-Bezügen: Von „eggcelent“ bis „eggcuisite“. Auch sonst ist es eine philologische Folge: Einmal gibt Batman sogar Robin Nachhilfe in englischer Sprachgeschichte, indem er anhand von Eggheads Tarnfirma „The Gothi Oeufs Caviar Company“ erklärt, dass Gothi Fisch bedeutet.

Kleine englische Sprachkunde

Die Autoren beweisen auch Traditionsbewusstsein in Sachen Pulp-Kultur: Batman sagt einmal den Satz „Who knows where evil lurks“, der von der berühmten Radio-Ansage seines Vorläufers The Shadow stammt, der Indianer benutzt einmal das Wort „Kemosabe“, ohne zu wissen, was es bedeutet. Er habe es einmal im Radio aufgeschnappt, sagt er, und tatsächlich stammt es aus dem Radio-Hörspiel The Lone Ranger (1949-1957).

Begrüßung des letzten Mohikaners: Batman und Screaming Chicken

Was die Darstellung des armen Indianers angeht, die ist leider genauso klischeebehaftet wie alles andere, nur dass es leider zu Lasten der unterdrückten Minderheit geht: Der Häuptling wird als armer Tropf gezeigt, der albernen Kopfschmuck trägt und in einem Tipi am Straßenrand Souvenirs, Decken und Pizza verkauft. Als wäre das nicht traurig genug, erscheint er als naiver Idiot, der schlechtes Englisch spricht, eine kurzes Gedächtnis hat und sich ständig übers Ohr hauen lässt.

Zwar denkt Screaming Chicken, der Preis für Gotham sei mit neun Pelzen zu gering angesetzt, aber er verlangt stattdessen nur zwölf. Batman ist unnachgiebig: So steht es im Vertrag. Der Philanthrop Bruce Wayne kennt plötzlich keine Almosen mehr. Und der Häuptling gibt sich geschlagen. Der Indianer (im Allgemeinen) sei eben kein guter Geschäftsmann, sagt er. Selbst Egghead bietet ihm später nur 100 Dollar im Monat an (plus so viele Eier er will) und er lässt sich auf den Ganoven ein, ohne seine Motive zu hinterfragen.

Der absolute Tiefpunkt: Am Ende sagt Screaming Chicken in einem Moment von Peinlichkeit: „My face is so red.“ Seltsam, dass man diese Stereotype bisher nicht zensiert hat … Allerdings gibt es eine wunderbar schräge Szene, in der Batman den Häuptling mit einem bizarren Ritual begrüßt. Die allein ist sehr witzig – hätte diese ganze Indianer-Sache nicht einen so bitteren Beigeschmack.

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Batman als Aushilfs-Indianer

DC Comics

Titel: Batman – Indian Chief!

Autor/Zeichner: Ed Herron/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1954 (Batman #86), Paperback 2009 (The Black Casebook)


Batman und Robin fliegen gerade von einem Außeneinsatz zurück, da sehen sie ein Bat-Signal aus Rauch aufsteigen. Und durch ein Fernglas erspäht Robin einen Doppelgänger von sich – nur eben mit Feder am Kopf. Nachdem sie gelandet sind, stellen sie fest, wer dahintersteckt: ein Sioux-Indianer namens Great Eagle spielt Batman als Chief Man-of-the-Bats, zusammen mit seinem Sohn Little Raven. Sie haben eine Bathöhle, ein Batkanu und eine Bat-Trommel. Sie kämpfen gegen den bösen Indianer Black Elk.

Weil Great Eagle aber befürchtet, wegen einer Schulterverletzung als Man-of-the-Bats aufzufliegen, bittet er Batman und Robin, die Rollen zu übernehmen. Sie kriegen Federkopfschmuck verpasst und rote Farbe ins Gesicht geschmiert und schon ziehen sie gegen die Schurken los.

Das Setting wirkt seltsam anachronistisch. Im Jahr 1954 ist die Zeit des Wilden Westens längst vorbei und trotzdem reiten halbnackte Klischee-Indianer auf Pferden durch die Gegend, nur dass sie diesmal gepanzerte Wagen mit brennenden Pfeilen überfallen. Batman und Robin beweisen sich als gute Fährtenleser und tricksen Black Elk mit ihrer Maskerade aus, als Great Eagle zur Hilfe eilt. Fragt sich am Ende, warum Great Eagle nicht gleich als er selbst gegen seinen Feind angetreten ist. Und wozu überhaupt diese ganze Maskerade als Pseudo-Batman? Welchen Sinn hat das bei so kleinen Stämmen? Warum beschwert sich Batman nicht über das Plagiat? Und wie kam der Indianer darauf, dass Batman sein Rauchzeichen sehen würde? Und wie formt man überhaupt eine Fledermaus aus Rauch?

Fragen über Fragen, auf die es wohl nur eine Antwort gibt: „The great mystery has sent you!“

>> Batman in den 50ern

Wie Tim Drake zu Robin wurde

DC Comics

Titel: Robin Vol. 1: Reborn

Autor/Zeichner: Chuck Dixon, Alan Grant/Norm Breyfogle, Tom Lyle

Erschienen: 1990 (Detective Comics #618-621, Batman #455-457, Robin #1-5), Paperback 2015


„I’m not sure I have what it takes. I’m not street tough.“ (Tim Drake)

Tim Drake hat bereits in A Lonely Place of Dying (genauer: Batman #442, 1989) das Robin-Kostüm getragen. Allerdings noch ohne Batmans Segen. Bis es offiziell wird, muss er noch ein Jahr warten. Wie es dazu kommt, davon erzählt die erste Hälfte des ersten Robin-Paperbacks Reborn.

Damit Robin komplett ist, braucht er aber nicht nur Training und ein Kostüm, sondern auch Drama, um nicht zu sagen: eine Tragödie. Die tritt ein, als der Voodoo-Priester Obeah Man seine Eltern nach Haiti entführen lässt. Obwohl Batman die Mühe nicht scheut, der Spur in die Karibik zu folgen, kann er nicht verhindern, dass [ACHTUNG: SPOILER!!!] ein Elternteil stirbt und der andere im Rollstuhl landet. Allerdings passiert diese Tragödie völlig unnötig und beiläufig, als das Schlimmste schon vorbei zu sein scheint …

Parallel dazu beweist sich Tim Drake erneut als Computer-Crack, indem er Anarky ausfindig macht und im Zweikampf besiegt. Doch zu Robin wird er erst, als kurz vor Weihnachten beliebige Menschen in Gotham Totenkopfmasken anziehen und Amok laufen. Dahinter steckt Scarecrow. Batman begibt sich in eine Todesfalle und Robin muss sich über Batmans Befehl hinwegsetzen, ihm nicht zu folgen. Das ist das eigentliche Initiationsritual. Batman erteilt Robin Hausarrest und Robin rettet ihm den Hintern, weil er ungehorsam ist. Eine alte Tradition.

Es sind typische Batman-Geschichten im Stil der Zeit. Solide erzählt und gezeichnet, mit ausreichend Platz (bzw. Zeit) für den Ausbau der Figurenkonflikte. Sie erfüllen ihren Zweck, aber sind nichts Besonderes, was im Gedächtnis bleibt. Das Beste ist daran, dass sie Robins Erscheinung bis zuletzt aufspart, das hält die Spannung aufrecht. Tim verdient sich seine Sporen ohne das Kostüm – und das macht ihn erst würdig, das Erbe als Robin III anzutreten.

Im zweiten Teil des Paperbacks ist die erste Robin-Mini-Serie enthalten. Tim Drake fliegt nach Paris, um sich von einem alten Meister in Kampfkunst ausbilden zu lassen. Doch schon nach drei Wochen wird er abgelenkt durch einen Vorfall: Über eine junge Frau gerät er an eine Straßengang, er wird zu Robin und entdeckt, dass dahinter ein Schurke namens Sir Edmund Dorrance steckt, der Hong Kong mit der Pest verseuchen will. Robins Ausbildung geht von Training direkt zum Praxistest des Ernstfalls über.

Robin verbündet sich mit Shiva und einem ehemaligen DEA-Agenten, die beide Rache an Dorrance nehmen wollen. Es beginnt eine Verfolgungsjagd um die halbe Welt, zwischendurch bekommt Robin in kleinen Trainingseinheiten von seinen Kollegen den Hintern versohlt. Robin wählt im Laufe der Reise Steinschleuder und Stab als seine Waffen und schwört explizit dem Töten ab.

Immer wieder beweist Tim jedoch, dass er vor allem genug Grips hat, um den Job zu erfüllen. Mit pfiffigen Tricks schafft er es, seine Gegner zu besiegen, während andere scheitern. Seine Ausbildung dauert zwar nur kurz, aber dafür sehen wir Tim beim Reifen zu. Er will sich beweisen, sich für würdig erweisen, aber immer wieder plagen ihn Selbstzweifel. Nur mit der Trauer scheint er es nicht so zu haben. Der Tod seiner Mutter scheint relativ schnell verkraftet zu sein. Vielleicht liegt es ja an der Robin-Therapie – die war schon immer gut dafür, über tragische Ereignisse hinwegzukommen.

Auch dieser zweite Teil macht den Band nicht wirklich zu einem Muss, vieles läuft nach Schema F, aber das immerhin kurzweilig. Wer sich für die Figur interessiert, macht hier nichts verkehrt, denn auch die durchgehend klaren Zeichnungen von Tom Lyle dürften niemanden verschrecken.

>> Liste der Robin-Comics