Batman

Batman und Phantom Stranger in The Brave and the Bold

DC Comics

Wer ist eigentlich der Phantom Stranger? Die Figur ist ein Rätsel genau so wie ihr Ursprung, es gibt mehrere Versionen. Eine davon ist eine Variation des Ewigen Juden, eine andere macht ihn zu einem gefallenen Engel usw. Doch als der Stranger zum ersten Mal erschien (im Jahr 1952 in der gleichnamigen Anthologie-Serie), hatte er noch keine übernatürlichen Kräfte, sondern überführte andere, die behaupteten, welche zu haben, als Betrüger. Erst 1969, in seiner zweiten Serie, wird aus ihm eine Art Zauberer.

Batman trifft ihn bald darauf zum ersten Mal in der Team-up-Serie The Brave and the Bold – und darin insgesamt dreimal.

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Batman trifft Phantom Stranger

DC Comics

Titel: Batman/Phantom Stranger

Autor/Zeichner: Alan Grant/Arthur Ranson

Erschienen: 1997 (One-shot)


„Greed is the curse of the human race.“ (Phantom Stranger)

Grabräuber brechen in eine Gruft in Gotham ein und stehlen den Schmuck einer Leiche, angeblich stammt dieser aus der untergegangenen Zivilisation von Lemuria und verheißt Macht, die Welt zu erschaffen oder zu vernichten. Der Gauner Vidor interessiert sich vor allem für Ringe mit grünen Steinen. Ein Wissenschaftler soll dabei helfen, ihr Geheimnis zu lösen, doch er weigert sich, flieht und wird ermordet.

Auf die Leiche stößt zufällig ein Junge namens Jon Konik, der sich dort herumtreibt. Er findet nicht nur die Mordwaffe, sondern auch einen Anhänger, der anscheinend der Schlüssel zu der von Vidor gesuchten Macht ist. Dann taucht Batman auf und verdächtigt den Jungen des Mordes, da dieser bereits Mitglied einer Straßengang war. Konik beteuert seine Unschuld, Batman glaubt ihm nicht und lässt ihn von der Polizei einsperren.

Der Phantom Stranger sucht Batman auf und erklärt ihm, dass Konik nur ein Bauernopfer in einem größeren Spiel sei. Er bittet ihn um Hilfe, ein großes Geheimnis zu bewahren, bleibt aber gewohnt rätselhaft, wie solche Typen halt immer sind – Klartext ist bei Geistern selten. Das nervt auch Batman, er haut ab und sagt: Wenn’s so wichtig ist, mach’s doch selbst. Doch der Phantom Stranger kann nur Reden schwingen und darf selbst nichts tun.

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Batman und Deadman in Machu Picchu

DC Comics

Titel: The Deadman Connection (Sweat of the Sun, Tears of the Moon/Cult of the Mummy/The Spirit Thieves)

Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones

Erschienen: 1996 (Batman #530-532), Hardcover 2014 (Batman by Doug Moench & Kelley Jones Vol. 1)


Deadman war bisher nur ein Geist, der die Gestalt eines Zirkusartisten hatte, sein weißes Totengesicht war bloß Schminke. Doch Kelley Jones, der Meister des Horrors, hat ihn zu einem wahren Gerippe gemacht, bei dem die Knochen herausragen und der trotzdem muskulös erscheint. Allein diese ins Extrem getriebene Darstellung macht diese Begegnung zu einem Highlight.

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Batman und Deadman in The Brave and the Bold

The Brave and the Bold #79/86

DC Comics

Deadman hatte seinen ersten Auftritt in Strange Adventures #205 (1967). Der Trapezkünstler Boston Brand wird ermordet und bekommt vom Hindu-Gott Rama Kushna als Geist die Chance, sich zu rächen. Die Story von Arnold Drake und Carmine Infantino schrieb auch deswegen Geschichte, weil es darin um Drogen ging und das Thema erstmals von der Comics Code Authority (einer Selbstzensurbehörde der Verlage) autorisiert wurde.

Nach dieser Story übernahmen Jack Miller und Neal Adams die Figur Deadman, mit großem Erfolg. Bald darauf erschien das erste Team-Up mit Batman, in The Brave and the Bold #79 (1968), ebenfalls gezeichnet von Adams. Es ist ein ungewöhnliches Team, wenn Batman seinen Partner weder sehen noch direkt mit ihm sprechen kann. Es geht nur über Umwege und Deadmans einzige Fähigkeit ist es, sich fremder Körper zu bemächtigen – wobei ihm niemals einfällt, direkt in den Körper der Hauptschurken zu steigen. Das wär ja zu einfach …

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Besessen von bösen Geistern

Titel: Batman/Deadman: Death and Glory (dt. Tod und Ehre)

Autor/Zeichner: James Robinson/John Estes

Erschienen: 1996 (One-shot), dt. Panini 2002 (DC Premium #13)


Batman jagt den Joker. Showdown auf einer Turmuhr. Der Joker stürzt in die Tiefe, Batman fängt ihn mit seinem Seil auf, doch der Joker spritzt Säure auf das Seil – da steht Batman plötzlich in einem Restaurant und hält einer Frau ein Messer an den Hals, um ihn herum liegen Leichen in Blutlachen, ein SWAT-Kommando umstellt ihn mit Waffen. Batman ein Massenmörder? Was ist denn hier los? Das fragt sich Batman auch. Er flieht in die Batcave, dann beschwört er (mit Hilfe von Felix Faust) einen Geist herauf, der ihm alles erklären soll: Boston Brand alias Deadman.

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Was von Elseworlds übrig blieb

Fast alle Batman-Elseworlds-Storys habe ich mittlerweile gelesen und hier besprochen – aber eben nicht alle. Ein paar kleine gibt es noch, die mir bisher entgangen sind. Gleich drei Kurzgeschichten werden in The Batman Chronicles #21 (2000) erzählt:

In „Apocalypse Girl“ (geschrieben und gezeichnet von The Pander Bros.) geht es um Zia, eine junge Frau auf einer alternativen Erde. Ihr Vater arbeitet an einem Portal, um in Parallelwelten reisen zu können. Auf einer Party bekommt Zia von einer Freundin ein Halluzinogen in den Drink geworfen und auf dem Trip fällt ihr nichts Besseres ein, als in das Labor ihres Vaters zu gehen und durch ein zufällig geöffnetes Portal zu treten.

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Neu 2024: „David Mazzucchelli’s Batman Year One Artist’s Edition“

Batman: Year One (erschienen in Batman #404–407) gehört nicht nur zu den Meilensteinen, die den modernen Batman begründet haben, sondern gilt nach wie vor zu Recht zu den zeitlosen Klassikern. Zum einen wegen Frank Millers dichtem Skript, zum anderen auch wegen David Mazzucchellis reduzierten, geerdeten Zeichnungen. Sein Gotham ist nicht nur düster, sondern auch schmutzig, sein Batman erscheint nicht als Bodybuilder, bei dem jeder Muskel idealtypisch definiert ist, dennoch fehlt es weder an Dramatik noch an Dynamik. Im Jahr 1987 gefiel das nicht allen, doch der reduzierte Stil setzte sich ab vom Mainstream und machte Schule. Auch die Farben von Richmond Lewis tragen zu dem Gesamteindruck bei, springen einen nicht an wie in anderen Comics dieser Zeit, sondern bleiben gedeckt, um den Realismus zu verstärken. Für die Paperback-Ausgabe wurde Year One später neu koloriert. Beide Farbversionen kann man seit 2016 in der Absolute Edition miteinander vergleichen. 

DC Comics

Im Juli 2024 soll eine Schwarz-Weiß-Fassung bei IDW erscheinen, und zwar mit den Scans der gezeichneten Originalseiten: David Mazzucchelli’s Batman Year One Artist’s Edition. Kaffeeflecken inklusive. In dem 144-Seiten-Buch wird man auch den Schaffensprozess in Form von Layouts nachvollziehen können. Mazzucchelli verfasst dazu ein neues Vorwort, Chip Kidd (Batman: Death by Design) wird die übrigen Texte schreiben. Bei Amazon ist der Preis derzeit mit rund 150 Euro angegeben.

Year One ist Mazzucchellis einzige größere Batman-Arbeit. (Sonst hat er bloß eine Kurzgeschichte in World’s Finest #302, 1984 gezeichnet.) Ohnehin hat er nicht viele Comics gemacht, aber dafür sehr bedeutende, unter anderem das legendäre Daredevil: Born Again (ebenfalls mit Frank Miller), davon gibt es ebenfalls eine Artist- bzw. Artisan-Edition. Außerdem hat er eine beeindruckende Adaption von Paul Austers City of Glass (dt. Stadt aus Glas) sowie die eigene (sensationelle) Graphic Novel Asterios Polyp geschrieben und gezeichnet.

Als Gallery Edition ist auch Frank Millers anderer Batman-Klassiker, The Dark Knight Returns, erschienen. Darin kann man die meisten von Millers Originalseiten als Reproduktionen im Großformat bewundern.

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>> Batman 1980-1989

„Robin Lives“: Batman #428 als „Faux-simile Edition“

Tod oder Leben? Zwei Alternativen von Batman #428 (DC Comics)

Im Jahr 1988 durften die Fans entscheiden, ob Robin II (Jason Todd) einen Angriff des Jokers überlebt oder nicht. Das Votum per Telefon fiel knapp aus, 5,343 gegen 5,271 Stimmen entschied sich für Tod, was dann auch in Batman #428 wahr wurde. Die Storyline A Death in the Family (dt. Ein Tod in der Familie) schrieb Comicgeschichte, auch weil Batman den ersten Tod eines Robins nur schwer verkraftete und er sich lange selbst die Schuld dafür gab.

DC Comics

Doch für alle Fälle gab es auch eine alternative Version, die Jim Starlin schrieb und Jim Aparo zeichnete, auch wenn der Titel der Geschichte dann nicht mehr viel Sinn ergeben hätte. Eine Seite daraus wurde bereits in Batman Annual #25 (2006) publiziert, als Jason Todd von den Toten zurückkehrte und man erklärte, was zuvor geschah (siehe Under the Red Hood). Einige weitere alternative Seiten (bzw. Entwürfe) in Schwarzweiß wurden in der „New Edition“ von A Death in the Family (2011) veröffentlicht.

DC Comics

Nun hat DC angekündigt, die gesamte alternative Geschichte herauszubringen. Am 12. Dezember 2023 soll eine „Faux-simile Edition“ von Batman #428 erscheinen, abweichend von den „Facsimile Editions“ anderer historischer Ausgaben.

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Ein einfacher Plan zur Weltrettung

DC Comics

Titel: Do the Wrong Thing

Autor/Zeichner: Scott Peterson/Tim Levins

Erschienen: 2000 (Batman Gotham Adventures #23)


„Sometimes we have to stop someone from doing the wrong thing for the right reasons.“ (Batman)

Vier Geschäftspartner von Waynecorp verschwinden spurlos. Einer von ihnen hat plötzlich alles verkauft, was er besaß, und sich nach Südfrankreich zurückgezogen. Nach einigen fruchtlosen Befragungen fliegt Batman also da hin, bricht in eine Villa ein, überwältigt die Bodyguards und lässt sich bestätigen, was er ohnehin schon ahnt: Dahinter steckt Ra’s al Ghul. Dieser besitzt damit nicht nur Holdings in Immobilien und IT, sondern auch ein Viertel des weltweiten Ölvorkommens.

Also ab nach Wales, wo sich Ra’s auf einer Insel in einer Burg verschanzt hat. Nach dem obligatorischen Ausschalten der Wachen (insgesamt dreimal in dieser Story!), gibt es den obligatorischen Schwertkampf mit dem Oberguru, bei dem der große Plan erklärt wird, denn man kann sich ja nicht einfach zivilisiert unterhalten. Jedenfalls wäre das im Comic ziemlich langweilig.

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Gotham City: Wie alles begann

DC Comics

Titel: Gotham City: Year One

Autor/Zeichner: Tom King/Phil Hester

Erschienen: 2022-2023 (Miniserie #1-6), Hardcover 2023


Das Jahr: 1961. Gotham City ist eine blühende und sichere Stadt, kaum Morde, sogar weniger als in Metropolis. Privatdetektiv Slam Bradley bekommt Besuch von einer jungen schwarzen Frau namens Sue, die einen Brief für Richard und Constance Wayne hat (die Großeltern von Bruce Wayne). Kaum haben sie den Inhalt des Briefs gelesen, lassen sie Slam (eigentlich Sam) im Keller foltern, denn ihre Tochter wurde entführt und er gilt als Hauptverdächtiger. 100.000 Dollar Lösegeld verlangt der Kidnapper, der mit einem Fledermaus-Symbol unterzeichnet und fortan „Bat-Man“ genannt wird. Kurz darauf wird auch noch Slams Partner erschossen aufgefunden – und dann traktiert ihn die Polizei mit Prügeln …

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