Comic

Batman und sein Wingman

Batman 65 1951

DC Comics

Titel: A Partner For Batman!

Autor/Zeichner: Bill Finger/Bob Kane, Lew Sayre Schwartz

Erschienen: 1951 (Batman #65), Paperback 2009 (The Black Casebook)


Bei einem Einsatz bricht sich Robin das Bein. Für sechs Wochen kann er nicht mehr das Verbrechen bekämpfen. Doch Commissioner Gordon weiß Rat: Zusammen mit Batman castet er einen Stellvertreter aus Europa: Wingman heißt die rot-gelb kostümierte Gestalt. Ein Typ mit Flügeln und ohne Eigenschaften.

Robin sorgt sich, dass dieser Wingman ihn dauerhaft ersetzen könnte. Danach sieht es zunächst nicht aus, denn während seiner Ausbildung mit Batman erweist er sich Robin gegenüber als unterlegen. Doch als es dann gegen das Verbrechen geht, zeigt Wingman sein Talent – und schon ist die Rede davon, dass Robin überflüssig sein könnte.

Am Ende stellt sich alles nur als großes Missverständnis heraus. Eines, das Batman sogar selbst befördert hat, indem er mit Wingman die Kostüme getauscht hat. Davon hat sich selbst Robin täuschen lassen. Moral: Hätte er mal lieber Batman vertraut! Wer Wingman wirklich ist, bleibt allerdings offen. Ist auch egal. Am Ende diente das ganze Abenteuer nur dazu, dass sich Robin seiner Freundschaft zu Batman versichert.

>> Batman 1950-1959

Wenn der Jäger zum Gejagten wird

DC/Dark Horse Comics

Titel: DC Comics/Dark Horse: Batman vs. Predator

Autor/Zeichner: David Gibbons, Doug Moench/Andy Kubert, Adam Kubert u.a.

Erschienen: 1991-1992, 1993-1994, 1997-1998 (Batman vs. Predator #1-3, Batman vs. Predator II: Bloodmatch #1-4, Batman vs. Predator: Blood Ties #1-4), dt. Carlsen 1993 (Die Nacht des Jägers), Dino 1998 (DC Crossover #26-28)


Die 90er waren eine wilde Zeit: Helden starben, wurden in Elseworlds-Szenarien versetzt und in zahllosen Crossovern mit anderen Helden zusammengesteckt, mit denen sie nichts zu tun hatten. Neben DC-Marvel-Crossovern gab es auch welche mit Sci-Fi-Horror-Schurken aus Filmen wie Ridley Scotts Alien und auch Predator. Ein Band versammelt alle drei Begegnungen mit den Jägern.

Batman im Finale gegen Predator. (DC Comics)

Batman im Finale gegen Predator. (DC Comics)

Im ersten Teil geht es um zwei konkurrierende Boxer, hinter denen zwei konkurrierende Gangster stehen. Ein Predator tötet scheinbar wahllos einen Boxer, dann einen Gangster, der ihn untertstützt hat. Dann sind die anderen dran. Der Predator will sich im Kampf beweisen – und entfernt dabei die Schädel, Wirbelsäule und Hände seiner Opfer. Als Batman ihm auf die Spur kommt, wird er schwer verwundet. Nach viel zu kurzer Zeit tritt der Held zur Revanche an – natürlich in einer schnieken Superrüstung in der Tradition von The Dark Knight Returns.

Batman in Rüstung

Batman: Gut gerüstet gegen den Predator.

Es kommt beim ersten Crossover weniger auf die Story an, sondern auf die Inszenierung. Andy Kuberts Zeichnungen erinnern sehr an den frühen Frank Miller und David Mazzuchelli, auch die zurückhaltende Farbgebung erinnert an The Dark Knight Returns und Year One. Es entsteht eine raue Atmosphäre, in der Dave Gibbons (Watchmen) geradezu meisterhaft eine simple Story mit einiger Eleganz erzählt. Besonders ausdrucksstark und spannend gerät das Finale, in dem Batman den Predator bekämpft.

Der zweite Teil ist konventioneller erzählt und folgt dem Prinzip, in der Forstetzung noch einen draufzusetzen, daher ist die Story auch ziemlich vollgepackt mit Nebenhandlung und Figuren. Aus naheliegenden Gründen bekommt Batman Hilfe von Huntress, als ein Predator wieder zum „Bloodmatch“ auftaucht. Huntress hat eigentlich eine andere Agenda: Sie will einen Drogenboss hochnehmen. Zugleich heuert dieser Drogenboss eine Reihe von Auftragskillern an, die Batman erledigen sollen.

DC Comics

Der Predator tötet ein paar Polizisten, verletzt Gordon schwer, stiehlt das Bat-Signal und lockt damit Batman an. Es kommt zum Duell und Batman wird besiegt. Doch diesmal ist der Predator nicht allein, es wird schwieriger, aber der sture Batman weist Huntress zunächst ab. Es rollen viele Köpfe und es wird viel gekämpft, aber es bleibt eher was fürs Auge als fürs Hirn.

So bleibt es auch bis zum Schluss. Der dritte Teil, „Blood Ties“, ist der schwächste von allen. Wieder sind es zwei Predators, die sich Gotham als Spielwiese ausgesucht haben. Nur diesmal erfahren wir, dass sie schon seit Jahrhunderten Menschen töten, um sich beweisen. Zweifelhaft ist, warum sie es ausgerechnet auf Menschen abgesehen haben, die meist keine Herausforderung für sie darstellen, sondern sich sehr leicht Schädel und Rückgrat herausreißen lassen. Das ganze Predator-Konzept bekommt Risse. Außerdem bleiben die Feinde auch hier flache Persönlichkeiten, da wir immer noch ihre Sprache nicht verstehen, und Batman ihre Motivation spekulativ erklären muss.

Predator in der Bathöhle.

Aber auch Batman benimmt sich ärgerlich unlogisch. Hier ist es Robin, dessen Hilfe er ablehnt – und ihm auch nicht erklärt, warum die Predators eine zu große Gefahr für ihn darstellen. Und ausnahmsweise folgt Robin dem Befehl blind, was ihm allerdings nichts nützt, denn ein Predator ist trotzdem hinter ihm her. Batman steigt wieder in seine Rüstung und es kommt zum Kampf in der Bathöhle …

Chuck Dixon scheint seine Geschichte selbst nicht ernst zu nehmen. Angesteckt von der Men-in-Black-Mode erscheinen zwei US-Geheimagenten, die sich sehr geheimnisvoll und kompetent geben, aber dann einen schnellen Tod sterben. Dass hier mit Mister Freeze der einzige klassische Schurke in diesen Storys auftaucht, hat keinen tieferen Zweck, als Anlass für ein paar dumme Eis-Kalauer zu geben.

Am Ende, wenn man Seite um Seite den Endkampf ohne Worte überblättert, wird klar: Man darf von diesen Crossovern nicht zu viel erwarten. Im Grunde kommt es nur darauf an, zwei Superkämpfern beim Duell zuzusehen. Wer eine leichte Lektüre für heiße Sommertage sucht, ist mit diesen 400 Seiten bestens bedient.

>> Liste der Batman-Crossover

Batman trifft Fatman

Batman meets Fatman

Batman meets Fatman (Batman #113, DC Comics)

Titel: Batman Meets Fatman

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1958 (Batman #113)


Er ist übergewichtig, tollpatschig, er schwingt einen übergroßen Batarang und trägt einen übergroßen Gürtel, in dem er allerlei überflüssiges Zeug aufbewahrt. Das ist Fatman. Keine billige Kopie von Batman, sondern ein Zirkusclown, der mit seinem Auftritt ein großes Publikum zum Lachen bringt.

Aber Fatman will mehr sein als ein Clown. Er will mehr sein wie sein Vorbild, er will Verbrechen bekämpfen und im Batmobil mitfahren. Na gut, Batman lässt ihn. Sie passen sogar mit Robin ins Auto. Doch kaum fahren sie los, treiben schon wieder Verbrecher ihr Unwesen. Batman und Robin legen sich mit ihnen an, sie werden überwältigt und festgenommen. (Wo ist eigentlich die Polizei, wenn man sie braucht?)

Da kommt Fatman ins Spiel. Er versucht, sie zu befreien, aber er stolpert, verheddert sich – und schließlich wirft er einen Hammer, mit dem er Batman und Robin befreit. Es war alles nur Show. Am Ende macht sich sogar sein dicker Bauch nützlich, um den letzten Gauner von der Flucht abzuhalten. Fatman hat, was er wollte: Einmal ein Held wie Batman …

Notiz am Rande: Regisseur und (Batman-)Autor Kevin Smith (Cacophony, The Widening Gyre) nennt seinen Podcast „Fatman on Batman“

>> Batman 1950-1959

Dämonen der Vergangenheit

DC Comics

Titel: Batman Adventures Vol. 4

Autor/Zeichner: Paul Dini, Kelley Puckett/Bruce Timm, Mike Parobeck

Erschienen: 1995 (Batman Adventures #28-36, Annual #2, The Batman Adventures Holiday Special #1), Paperback 2016


Batman verliert sein Gedächtnis, fällt geistig zurück auf den Stand eines Kindes, Catwoman macht ihn als Catman zu ihrem Verbündeten – und Robin muss nicht nur den Aufpasser spielen, sondern auch Batman dabei helfen, wieder normal zu werden.

Diese dreiteilige Story bildet das Finale der Batman Adventures (bevor sie als Batman & Robin Adventures weitergeht). Verantwortlich für die Amnesie ist Hugo Strange, der hier zur tragischen Figur wird. Denn Stranges Sohn wurde von Gangstern ermordet, nachdem Strange sich geweigert hat, für sie zu arbeiten. Mit seiner Amnesie-Maschine wollte er bloß vergessen.

Es macht viel Spaß, Batman als Kind im Körper eines Mannes zu sehen: Er macht Verbrecherverprügeln zum Spiel, hat einen flotten Umgangston und hält mit seinen Gefühlen nicht zurück. Catwoman gegenüber wird er einmal ungewöhnlich deutlich: „I promise no matter what, I will never be your friend and I will never forgive you and I will hate you for the rest of my life.“

Das ist nicht das einzige Highlight des vierten Bandes: In der Story davor erlebt Bruce Wayne sein Kindheitstrauma erneut, als er mit seiner neuen Liebschaft und ihrem Sohn das Kino verlässt und wieder ausgeraubt wird. Danach verschwindet Bruce, um als Batman den Täter zu fassen. Doch obwohl er erfolgreich ist, will die Frau später nichts mehr mit Bruce zu tun haben. Bitter fällt Batmans Bilanz am Ende aus: „… nobody got hurt“.

Die Comic-Serie gibt auch Figuren Auftritte, die in der Zeichentrickserie nicht vorkommen. Wie etwa Anarky. Der entführt Unternehmer, die seiner Meinung nach schmutzige Geschäfte machen und lässt sie im Fernsehen exekutieren, wenn nicht genug Zuschauer zu ihren Gunsten anrufen. Unter den Geiseln ist auch Bruce Wayne und wieder muss Robin den Tag retten.

Es gibt auch einiges zu lachen: Nicht nur mit dem Trio Mastermind, Perfesser und Mr. Nice, auch als Harley Quinn versucht, als falscher Psychiater verkleidet den Joker kurz vor Weihnachten aus Arkham freizukriegen. Und zum Schluss trifft Dämon Ra’s al Ghul auf den Dämon Etrigan – was wunderbar gezeichnet ist von Bruce Timm. Von ihm stammt auch ein Teil der Weihnachts-Sonderausgabe (Holiday Special), der später unter dem Titel Holiday Knights als Serien-Episode adaptiert wurde.

Batman Adventures Vol. 4 ist damit der stärkste Band der Reihe.

Mehr zum Thema:

Batman zweifelt an seinem Verstand

Titel: Am I Really Batman?

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1957 (Batman #112), Paperback 2009 (The Black Casebook)


Batman wacht in einer Gummizelle auf. Er kann sich nicht erinnern, wie er reingekommen ist. Als er dem Pfleger sagt, er sei Batman, lacht der ihn nur aus – er sei einer von vielen Verrückten, die sich für jemand anderes halten. Aber Batman ist sich seiner sicher. Da zeigt ihm ein Arzt den echten Batman im Fernsehen. Batman hält das für Schwindel, er haut ab, flieht vor der Polizei.

Als er in Wayne Manor ankommt, begrüßt ihn ein verwirrter Alfred. Dick Grayson erkennt ihn nicht mehr, die Bathöhle ist verschwunden. Niemand scheint zu verstehen, wovon er redet. Da taucht auch noch ein Bruce Wayne auf, der sich ebenfalls für das Original, aber nicht für Batman hält.

Batman haut ab, versteckt sich, er ist voller Selbstzweifel: Verliert er wirklich den Verstand? Um sich seiner selbst zu versichern, nimmt er ein paar Einbrecher fest. Dann sieht er Batman und Robin, versteckt sich im Kofferraum des Batmobils und lässt sich in die Bathöhle bringen. Da stellt er fest, dass in Wayne Manor alles nur Show war.

Bruce Wayne war in Wahrheit nur Alfred in Maske und Verkleidung, Dick hat nur so getan, als ob er Batman nicht erkenne – aber alles nur zu Batmans Bestem. Der Schurke Professor Milo hat Batman einem Gas ausgesetzt, das einem den Lebenstrieb nimmt, bis man stirbt. Um dem zu entgehen, haben sich Robin, Alfred und Gordon eine Strategie überlegt, wie sie Batmans Lebenstrieb erhalten können. Daher die ganze Inszenierung …

Die Geschichte hat einige spätere Autoren beeinflusst: In ähnlicher Form wird die Idee 1991 in der Story „Identity Crisis“ aufgegriffen und ein Jahr später in der Batman: The Animated Series-Episode „Perchance to Dream“ adaptiert. Batman in der Nervenheilanstalt ist auch ein Motiv in „The Last Arkham“ und der BTAS-Episode „Dreams in Darkness„.

>> Batman 1950-1959

Batman gegen Hulk

Titel: Batman vs. the Incredible Hulk (The Monster and the Madman)

Autor/Zeichner: Len Wein/José Luis García López

Erschienen: 1981 (DC Special Series #27), Paperback 1997 (Crossover Classics: The Marvel/DC Collection Vol. 1); dt. Dino Verlag 1999


Nachdem Superman auf Spider-Man traf, zwei Mal sogar, durfte sich auch Batman einmal mit einem Marvel-Helden messen. Kurioserweise haben sich die Verlage auf den Hulk verständigt. Eigentlich hätte man den eher als Gegner für Superman vermutet, während der Hochhaus-Schwinger Spider-Man eher was für Batman gewesen wäre (was später auch zweimal der Fall war), aber offenbar wollte man eine Story wagen, die allein schon wegen des Kraftunterschieds Spannung aufkommen lässt, wie Batman da rauskommt.

Die Story geht so: Der Joker stiehlt einen Gammastrahler aus einem Labor, in dem Bruce Banner arbeitet und sich Heilung davon verspricht. Der Joker will damit aber den Shaper of Worlds heilen, eine Art spitzohrigen Riesen(roboter?) aus dem Weltall, der Träume wahr werden lassen kann, aber selbst nicht träumen kann. Im Gegenzug will der Joker von ihm allmächtig gemacht werden.

Banner wird zum Hulk. Als Batman den Raub verhindern will, hetzt der Joker den Hulk auf Batman und es kommt zum Kampf. Der Hulk spielt Bane avant la lettre (siehe Knightfall), indem er Batman das Rückgrat brechen will, aber Batman kann ihn mit Gas ausknocken. Wie es das Superheldengesetz will, folgt auf den Zweikampf die Kooperation. Daraufhin arbeiten zunächst die beiden Bruces, Banner und Wayne, zusammen, schließlich – nach noch einer Konfrontation – auch Batman und Hulk. Wie üblich muss der Hulk versuchen, sich zu beherrschen und schafft es erst, wenn man dem Biest Verständnis entgegenbringt. Dabei müssen sie gemeinsam gegen ihre größten Alpträume kämpfen, bis schließlich der Joker den allergrößten Alptraum wahr werden lässt …

Hulk und Batman als Clowns

Hulk und Batman als Clowns. (DC Comics)

So formelhaft die Story streckenweise verläuft, so bietet sie auf 64 Seiten doch einige Überraschungen. Vor allem aber ist sie meisterhaft inszeniert. Jose Luis Garcia-Lopez ist ein Meister des geschwungenen Strichs, der sowohl Mimik als auch Bewegungen wundervoll einzufangen weiß. Es ist eine Augenweide, Batman und Hulk gegeneinander kämpfen zu sehen, so viel Dynamik ist selten. Aber auch das Gesicht des Jokers ist sehr ausdrucksstark.

Batman und Hulk im Wunderland

Batman und Hulk im Wunderland. (DC Comics)

Außerdem baut Garcia-Lopez großartige Layouts. Besonders deutlich wird das am Ende der Geschichte, wenn der Joker zum Herrscher der Welt wird: Da erscheinen Batman und Hulk plötzlich als Clowns in einem surrealen Traumwelt-Szenario, das stark an Little Nemo in Slumberland erinnert, dann lässt er die beiden zu Tweedledum und Tweedledee in Alice im Wunderland werden, schließlich tobt er sich richtig aus, wenn er sie durch Gemälde von Dali und Picasso schickt.

Joker macht Kunstträume wahr

Joker macht Kunstträume wahr. (DC Comics)

Nach einem Actionspektakel mit so vielen Kunstreferenzen zu spielen, machen den Comic besonders am Ende zu einem echten Erlebnis. Allerdings ist es schade, dass man diese Story nur noch antiquarisch bekommt. Es ist höchste Zeit für eine Neuauflage.

Joker übt sich in Abstraktion. (DC Comics)

>> Batman-Crossover


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Ein Update zu Batman-Paperbacks 2019

detective comics 999

DC Comics

Die zweite Jahreshälfte wird für Batman-Leser viele neue Paperbacks bringen, aber einige davon hat DC entweder verändert, verschoben oder abgesagt. Eine Übersicht:

  • Die Sammelbände Detective Comics erscheinen ab September mit neuer Nummerierung als Hardcover. Der erste Band wird, wie ursprünglich geplant, „Mythology“ heißen und erst der zweite „Arkham Knight“. Letzterer wird im Dezember erscheinen. Die Bände sollen den üblichen Umfang haben, Band 1 enthält die Ausgaben #994-999.
  • Die Serie Batman erscheint – anders als zuerst angekündigt – als Paperback: Band 10 („Knightmares“) wird im September erscheinen, Band 11 („The Fall of the Fallen“) erst im Januar 2020.
  • Das Watchmen-Crossover Doomsday Clock soll in zwei Bänden erscheinen, von denen der erste im Oktober herauskommt. Ebenfalls im Oktober wird es den Heroes in Crisis-Band geben, dazu den Begleitband Heroes in Crisis – The Price and Other Tales.
  • Im November erscheint auch Tom Taylors Miniserie DCeased als Hardcover.
  • Gotham Knights: Transference wurde auf Januar 2020 verschoben, Creature of the Night auf Februar 2020, Batman: Universe von Brian Michael Bendis auf März 2020.
  • Gestrichen wurden die Paperbacks zu Batman: Family, Shaman, Superman/Batman Vol. 7, The Hush Saga Omnibus, The Dark Knight Detective Vol. 3, Gotham After Midnight – 10th Anniversary Edition, Gotham Adventures Vol. 1, Batman in Brave & the Bold: The Bronze Age Omnibus Vol. 3.

Offenbar hat sich DC Comics mit seinen sehr großzügig geplanten Veröffentlichungen überhoben und musste zurückrudern. Es bleibt nur zu hoffen, dass die gestrichenen Paperbacks irgendwann doch wieder erscheinen, sei es um Sammlungen zu vervollständigen oder längst vergriffene Geschichten wieder zugänglich zu machen.

Batman wird Starman

Titel: The Man Who Ended Batman’s Career

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1957 (Detective Comics #247), Paperback 2009 (The Black Casebook)


Über dem Polizeihauptquartier leuchtet ein neues Zeichen am Nachthimmel: ein Stern statt einer Fledermaus! Kurz darauf kommt ein sternförmiges Flugzeug hergeflogen und es springen Robin und Starman heraus, um ein paar Gauner dingfest zu machen. Starman trägt ein gelb-rotes Kostüm und wirft Star-Darts. Aber wer ist das? Jedenfalls nicht der Starman aus dem Golden Age (Ted Knight). Und was ist mit Batman?

Der hat seine Karriere aufgegeben. Der böse Wissenschaftler Professor Milo hat Batman mit einer künstlichen Angst vor Fledermäusen infiziert, um ihn auszuschalten. Seitdem fürchtet sich Bruce Wayne vor allem, was die Form von Fledermäusen hat. Er traut sich nicht mal, ins Batmobil zu steigen und kann keine Batarangs mehr werfen. Einmal erschreckt ihn ein Gauner mit einer echten Fledermaus so sehr, dass er vom Dach fällt und von Robin gerettet werden muss.

Also wird Batman kurzerhand zu Starman. Offenbar ist es weniger ein Problem, in kürzester Zeit einen fliegenden Stern zu bauen, als sich von der Krankheit heilen zu lassen. Doch da früher oder später auffliegen wird, dass Starman bloß Batman ist, fesselt Robin Bruce an einem Stuhl und zeigt ihm anhand seiner Taten als Batman, dass er nichts zu befürchten habe – die Fledermaus hilft ihm sogar.

So geheilt täuscht Bruce als Starman die Gauner, die einen fliegenden Bat-Ballon auf ihn losschicken und auch Professor Milo kann mit dem Fledermaus-Symbol nichts mehr gegen ihn ausrichten. Als er es ihm hinhält, schlägt der Held die Faust hindurch und ihm ins Gesicht. Batman hat die Fledermaus wieder. Bemerkenswert ist, dass die Fledermaus ursprünglich die Schurken das Fürchten lehren sollte, hier aber gegen Batman gewendet wird.

>> Batman 1950-1959

Batman trifft Hellboy und Starman

Titel: Batman/Hellboy/Starman

Autor/Zeichner: James Robinson/Mike Mignola

Erschienen: 1999 (Zweiteiler); dt. Cross Kult 2011 (Hardcover)


Während der Joker sein Unwesen in Gotham treibt, wird Ted Knight, der erste Starman von Nazis entführt. Bruce Wayne ist Zeuge. Als Batman sich auf die Suche nach ihm machen will, steht plötzlich Hellboy auf dem Dach der Polizei von Gotham und bietet seine Hilfe an. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Informanten und die Spur führt nach Südamerika. Doch als der Joker wieder zuschlägt, muss Batman in Gotham bleiben – da kommt Jack Knight, der neue Starman, um Hellboy zu begleiten.

Wie die drei Helden zusammenkommen und wie Batman von Starman abgelöst wird, wirkt etwas bemüht. Es ist vor allem schade, dass die drei nicht am Ende zusammen kämpfen. Wie sie mit ihrem Problem fertig werden, geht all zu leicht und auch zu schnell. Aber das ist ein typisches Problem dieser Crossover, denen nur zwei Hefte gegeben werden: Da kann sich keine Story entfalten.

Es mag wohl an den sperrig-kantigen Zeichnungen von Mike Mignola liegen, der seine Panels in viele harte Schatten taucht, dass sich die Geschichte trotzdem nicht ganz so banal liest, wie sie zunächst klingt. Ja, das Ganze macht sogar Spaß, auch wenn das Gefühl zurückbleibt: Man hätte mehr draus machen können …

>> Liste der Batman-Crossover

Noch mehr Harley Quinn beim Black Label: „Harleen“

DC Comics

Die Harley Quinn-Mode geht weiter. Nachdem DC für sein Black Label bereits die Miniserie Joker/Harley: Criminal Sanity angekündigt hat, soll bereits im September eine andere beginnen: In „Harleen“ erzählt Stjepan Šejić (Aquaman) Harley Quinns Vorgeschichte in drei Ausgaben neu. Die Geschichte wurde schon in Mad Love und in mehreren Varianten davon erzählt, aber eben noch nicht so: Harleen Quinzel glaubt, ein Heilmittel gegen Wahnsinn gefunden zu haben und probiert es in Arkham Asylum aus. Aber als sie auf den Joker trifft, verfällt sie selbst dem Wahnsinn und wird zu Harley Quinn …

Wer das langweilig findet, weil es immer noch wie ein müder Aufguss von Altbekanntem ist, dem sei ein Blick auf die ersten Seiten empfohlen, den Šejić ist ein wahrer Künstler.

Die erste Ausgabe von „Harleen“ erscheint am 25. September 2019, die beiden weiteren sollen monatlich folgen.