Legends of the Dark Knight

Legends of the Dark Knight: Mercy

DC Comics

Autor/Zeichner: Dan Abnett, Andy Lanning/Colin MacNeil

Erschienen: 1992 (Legends of the Dark Knight #37)


Batman jagt einen Schmuggler namens Cossack, der auch illegale Ringkämpfe durchführt. Bei einem Einsatz kommt ihm die Polizei in die Quere, ein Beamter wird getötet, eine andere, Mercedes Stone, genannt Mercy, wird verletzt. Batman baut eine Beziehung zu ihr auf, bringt ihr Blumen ins Krankenhaus, dann trainiert er sie im Kampf.

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Legends of the Dark Knight: Family

DC Comics

Autor/Zeichner: James Hudnall/Brent Anderson

Erschienen: 1992 (Legends of the Dark Knight #31)


„I want to kill them.“ (Batman)

Bruce Wayne gibt seinem treuen Butler Alfred Urlaub. Oder besser gesagt: Er verordnet ihm Zwangsurlaub. Denn natürlich will Alfred nicht verreisen. Doch Bruce besteht darauf und hat ihm sogar schon Tickets besorgt, wodurch er auch das Reiseziel bestimmt hat: Corto Maltese (benannt nach der gleichnamigen italienischen Comicfigur von Hugo Pratt). Doch kaum ist Alfred da, wird er auch schon entführt und Batman muss ihn wieder rausholen.

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Hommage an Gothams Architekten

Batman #474, Legends of the Dark Knight #27, Detective Comics #641

DC Comics

Titel: Destroyer

Autor/Zeichner: Alan Grant, Dennis O’Neil/Norm Breyfogle, Chris Sprouse, Jim Aparo

Erschienen: 1992 (Batman #474, Legends of the Dark Knight #27, Detective Comics #641), Paperback 2023 (Batman: The Dark Knight Detective Vol. 7)


Im Gotham wird ein leerstehendes Gebäude in die Luft gejagt – illegal. Kurz darauf ein weiteres, diesmal werden aber zwei Menschen getötet, die sich in der Nähe aufhalten. Als Batman im Archiv der Wayne Foundation recherchiert, legt der Zerstörer auch dort eine Bombe …

Verantwortlich ist Andre Sinclair, ein ehemaliger Architekturstudent und Navy-SEAL, der sich für die extravagante Architektur von Cyrus Pinkney begeistert und sehr an Bausünden stört, die die Sicht auf die Gebäude seines Idols versperren und das Stadtbild verschandeln.

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Legends of the Dark Knight: Flyer

Autor/Zeichner: Howard Chaykin/Gil Kane

Erschienen: 1991-1992 (Legends of the Dark Knight #24-26); dt. Carlsen 1994 (Der Fledermaus-Killer)


Batman ist seit anderthalb Jahren im Amt und muss zugeben, dass er nicht nur ein grimmiger Rächer ist, der nach einem selbstauferlegtem Schwur Verbrechen bekämpft – er hat auch eine Menge Spaß dabei. Da taucht ein neuer Gegner auf: „Marauder“ steckt in einem fliegenden Kampfanzug und durchbohrt gern Fledermäuse mit Pfeilen. Denn früher war er mal Hubschrauberpilot bei der Polizei, bis er beim Einsatz gegen Batman (siehe Year One) von einem gesteuerten Fledermausschwarm zu Fall gebracht wurde. Dabei wurde er verstümmelt und von seiner Mutter als Cyborg wiederhergestellt. (Aus irgendeinem Grund bekommt er nicht nur einen eisernen Unterkiefer sondern auch Fangzähne.) Doch die Mutter, Birgit Eisenmann, ist eine ehemalige Nazi-Wissenschaftlerin, die immer noch an die Überlegenheit der „weißen Rasse“ glaubt und Übermenschen schaffen will.

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Legends of the Dark Knight: Faith

DC Comics

Titel: Faith (dt. Tödliche Allianz)

Autor/Zeichner: Mike W. Barr/Bart Sears, Randy Elliott

Erschienen: 1991 (Legends of the Dark Knight #21-23), dt. Carlsen 1994


Gotham wird von Drogen überschwemmt. Der Junkie John Ackers rennt dem Dealer Costas vors Auto und wird daraufhin von dessen Schergen verprügelt. Batman greift ein und bringt John ins Krankenhaus. Daraufhin bekommt dieser Visionen von Batman, der ihn beauftragt, in seinem Namen die Stadt vom Verbrechen zu befreien. Kaum wird er aus dem Krankenhaus entlassen, gründet er die Bat-Men, eine Truppe mit Baseballschlägern, die in der Stadt aufräumt und dabei brutal vorgeht. Oberstes Ziel: Costas töten …

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Legends of the Dark Knight: Vows

DC Comics

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Michael Netzer

Erschienen: 1992 (Batman: Legends of the Dark Knight Annual #2)


„I can’t afford love.“ (James Gordon)

Commissioner James Gordon will seine Kollegin Sarah Essen heiraten. Die erste Ehe mit Barbara ist gescheitert, jetzt versucht er noch mal sein Glück. Doch gerade als die beiden ein Brautkleid aussuchen, bringt das Unglück: Der korrupte Ex-Cop Arnold Flass taucht mit einem Komplizen auf, bedroht die beiden mit Waffen, schlägt Sarah, verprügelt Gordon und enthüllt ihm: Flass hält Gordons Sohn James gefangen. Wenn der Commissioner nicht aufhört, gegen den korrupten Richter Liptic zu ermitteln, der für das Amt des Bürgermeisters kandidiert, bringt Flass das Kind um.

Flass (der für einen maskierten Schurken namens Mr. Gleam arbeitet) steckt den kleinen James in einen Sack, hängt den Sack über eine stillgelegte Brücke und baut einen Bewegungsmelder ein. Wenn sich jemand der Brücke nähert, stürzt der Junge ins Wasser und ertrinkt. Während Sarah im Brautkleid ermittelt, will Gordon die Hochzeit absagen, seinen Job kündigen und endlich beenden, was er vor Jahren begonnen hat: Flass umbringen. Doch dann kommt Batman ins Spiel …

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Legends of the Dark Knight: Duel

DC Comics

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Jim Aparo u.a.

Erschienen: 1991 (Legends of the Dark Knight Annual #1)


Batman schleppt sich durch die verschneiten Berge, irgendwo in Korea, er trägt einen Sack mit sich herum. Mit Mühe kommt er in ein Kloster, in dem er bereits als 20-Jähriger gelernt hat. Batman weiß selbst nicht, weshalb er da ist. Ein Mönch erklärt ihm, er habe die Wahl: Entweder er verlässt seinen Pfad und findet Frieden oder er nimmt sein Schicksal an und geht weiter als je zuvor.

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Legends of the Dark Knight: Legendär ist anders

DC Comics

Titel: Legends of the Dark Knight

Autor/Zeichner: Darick Robertson, Stephanie Phillips/Max Dunbar u.a.

Erschienen: 2021-2022 (Legends of the Dark Knight #1-8), Paperback 2022


Legends of the Dark Knight war einst eine langlebige Comic-Serie, die anfangs in Year-One-Manier Batmans Anfänge beleuchtete, zwischendurch wurde sie auch für Kapitel der großen Storylines wie Knightfall und No Man’s Land genutzt. Nach ihrer Absetzung 2007 gab es zwischendurch ein Revival als Anthologieserie, 2021 sind erneut acht (Print-)Ausgaben (bzw. 16 digitale) erschienen. Ja, nur acht – was schon nichts Gutes verheißt, aber lassen wir uns von Verkaufszahlen nicht blenden.

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Legends of the Dark Knight: Hothouse

DC Comics

Titel: Hot House

Autor/Zeichner: John Francis Moore/P. Craig Russell

Erschienen: 1993 (Legends of the Dark Knight #42-43), Paperback 1994 (Collected Legends of the Dark Knight), 2016 (Batman Arkham: Poison Ivy)


„Her touch is like a virus — she literally gets under your skin.“ (Bruce Wayne)

Auf einer High Society-Veranstaltung stürzt sich ein verwirrter Mann vom Dach. Zufällig ist Bruce Wayne da, doch auch wenn er sich schnell zu Batman umzieht, kann er den Tod nicht aufhalten. In der Menschenmenge sieht er ein vertrautes Gesicht: Pamela Isley alias Poison Ivy. Vor allem aber kann er sie riechen – und ihr Duft erinnert ihn an den Bann, in den sie ihn einst gezogen hat.

Pamela aber hat ihre Tage als Poison Ivy hinter sich gelassen. Sie gilt als geheilt, ihr Hormonhaushalt soll wieder im Gleichgewicht sein, sie kann angeblich nicht mal mehr andere kontrollieren, selbst wenn sie es wollte. Nun genießt sie ihre Freiheit und arbeitet als Botanikerin an der Universität. Die Schurkin scheint eine gewisse Dominique zu sein. Sie zwingt Pamela dazu, eine halluzinogene Droge herzustellen: Edenspring.

Batman hat es schwer, sich bei seiner Ermittlung zu konzentrieren: Pamela beherrscht seine Gedanken. Er lässt sich blenden, er halluziniert und stellt schließlich fest, wer die wahre Schurkin ist. Auch sie ist besessen von ihm und bildet sich ein, Batman zu lieben. Am Ende erscheint sie ihm als halbnackte Titania und Maikönigin und versucht ihn zu entkleiden, indem sie seine Maske lüften will, doch dann kommt der rettende, reinigende Regen …

Dieser kleine Zweiteiler kommt zwar auf den ersten Blick routiniert daher, aber er zeigt Poison Ivy von einer anderen Seite, als dreidimensionalen Charakter. Außerdem schafft es Zeichner P. Craig Russell, mit starken Hell-Dunkel-Kontrasten und surrealen Panels eine psychedelische Noir-Stimmung zwischen Year One und The Long Halloween zu erzeugen.

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Der rätselhafte Edward Nigma

DC Comics

Seien wir ehrlich: Warum eigentlich halten wir den Riddler für einen coolen Schurken? Wenn man sich die Figur bis zum Jahr 1990 ansieht, ist daran gar nichts cool. Potenzial hat er ja, mit seinen Rätseln, aber meistens ist die Figur lächerlich, die Rätsel sind belanglos und die Auflösungen lachhaft weit hergeholt. Zwar gab es mit Dark Night, Dark City den Versuch, das zu ändern, aber dann fiel man doch wieder ins alte Schema zurück. (Ganz zu schweigen von Jim Carrey in Batman Forever …)

Erst in den 2010er-Jahren wird der Riddler wieder dauerhaft zu einem ernstzunehmenden Schurken umgeschrieben. Das alte Spandex-Kostüm ist vergessen. Man trägt den grünen Anzug samt passendem Bowler. Nach dem Reboot von The New 52 wird er in Zero Year (Jahr Null) zu Batmans erstem großen Gegner (nach dem Anführer der Red Hood Gang), in Earth One Vol. 2 wird er zum Terroristen, der sogar ohne Kostüm auskommt. Der Riddler schöpft in beiden Geschichten sein Potenzial aus und tritt endlich als das Mastermind auf, für das er sich bisher nur gehalten hat. (Später führt er sogar einen Krieg gegen den Joker.)

Der verliebte Riddler

Doch auch in drei Kurzgeschichten aus diesem Jahrzehnt schafft er es, immer wieder zu überraschen: Zum einen, weil er mehr Menschlichkeit bekommt. In „The House the Cards Built“ (Joker’s Asylum: The Riddler #1, 2010) verliebt sich Edward Nigma erstmals. Bei einem Raub lernt er eine Kunststudentin kennen. Er entkommt einer Begegnung mit Batman und schickt ihr daraufhin Blumen und Geschenke – doch sie schickt alles wieder zurück. Dann zahlt er ihren Studienkredit ab – doch sie kann man nicht kaufen. Schließlich bietet ihm ein Schurke Hilfe an und Edward setzt alles an, um das größte Rätsel seiner Laufbahn zu lösen. Ich will nicht zu viel verraten, aber die Sache geht natürlich nicht gut aus. Für den Leser aber endet es überraschend und mit einer offenen Frage …

In „Solitaire“ (Batman #23.2: The Riddler, 2013) bricht der Riddler in das Wayne Enterprises Tower ein. Mühelos dringt er durch die Sicherheitsvorkehrungen, überwältigt das Personal – und wozu? Alles nur, um eine Kleinigkeit zu rächen, die lange her ist. Edward Nigma ist ein Mann, dem neben seinem Ego auch Details wichtig sind.

Der Riddler bleibt sich treu

Rätselhaft verhält sich der Schurke ebenfalls lange in „Riddler in the Dark“ (Legends of the Dark Knight 100-Page Super Spectacular #2, 2014). Gleich zu Beginn lässt er sich von der Polizei festnehmen, bevor er sie auf ein Rätsel aufmerksam macht. Batman zieht los und findet einen geheimen Server in einem Zug – und stößt auf Black Mask … Wieder mal stellt sich die Frage: Hätte man das, was der Riddler will, nicht einfacher haben können?

„You know, Riddler, there are easier ways“, sagt Batman. „It doesn’t always have to be a riddle.“ Und der Riddler antwortet knapp: „For you, perhabps. Not me.“ Also finden wir uns damit ab: Ein Detektiv braucht Rätsel, die er löst. Und er braucht jemanden, der sie aufgibt. Der Riddler ist die Verkörperung dieses Prinzips. Mal albern und harmlos, mal tödlich ernst. Aber Hauptsache er bringt mit seinem erfrischenden Grün Farbe in das allzu schwarze Gotham. Grün wie die Hoffnung, dass sich jedes noch so knifflige Rätsel auch lösen lässt.

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