Die psychedelische Poison Ivy

DC Comics

Titel: Hot House

Autor/Zeichner: John Francis Moore/P. Craig Russell

Erschienen: 1993 (Legends of the Dark Knight #42-43), Paperback 1994 (Collected Legends of the Dark Knight), 2016 (Batman Arkham: Poison Ivy)


„Her touch is like a virus — she literally gets under your skin.“ (Bruce Wayne)

Auf einer High Society-Veranstaltung stürzt sich ein verwirrter Mann vom Dach. Zufällig ist Bruce Wayne da, doch auch wenn er sich schnell zu Batman umzieht, kann er den Tod nicht aufhalten. In der Menschenmenge sieht er ein vertrautes Gesicht: Pamela Isley alias Poison Ivy. Vor allem aber kann er sie riechen – und ihr Duft erinnert ihn an den Bann, in den sie ihn einst gezogen hat.

Pamela aber hat ihre Tage als Poison Ivy hinter sich gelassen. Sie gilt als geheilt, ihr Hormonhaushalt soll wieder im Gleichgewicht sein, sie kann angeblich nicht mal mehr andere kontrollieren, selbst wenn sie es wollte. Nun genießt sie ihre Freiheit und arbeitet als Botanikerin an der Universität. Die Schurkin scheint eine gewisse Dominique zu sein. Sie zwingt Pamela dazu, eine halluzinogene Droge herzustellen: Edenspring.

Batman hat es schwer, sich bei seiner Ermittlung zu konzentrieren: Pamela beherrscht seine Gedanken. Er lässt sich blenden, er halluziniert und stellt schließlich fest, wer die wahre Schurkin ist. Auch sie ist besessen von ihm und bildet sich ein, Batman zu lieben. Am Ende erscheint sie ihm als halbnackte Titania und Maikönigin und versucht ihn zu entkleiden, indem sie seine Maske lüften will, doch dann kommt der rettende, reinigende Regen …

Dieser kleine Zweiteiler kommt zwar auf den ersten Blick routiniert daher, aber er zeigt Poison Ivy von einer anderen Seite, als dreidimensionalen Charakter. Außerdem schafft es Zeichner P. Craig Russell, mit starken Hell-Dunkel-Kontrasten und surrealen Panels eine psychedelische Noir-Stimmung zwischen Year One und The Long Halloween zu erzeugen.

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Ein Kommentar

  1. Wow danke Lukas, cooler Artikel!
    Ich besitze zwar vieles aus der LotDK Reihe im Original, aber diese zwei Exemplare sind an mir vorbei gegangen (ich war damals ja auch erst zwölf und hatte mit U.S Comics noch net viel am Hut), aber man kann eben nicht alles haben, schätze ich. Andererseits…vielleicht ist es ja an der Zeit, die eine oder andere Lücke in meiner Sammlung zu schließen. Damn. Das Batman Projekt kostet mich echt Geld. Immer, wenn ich deine Artikel gelesen habe, gehe ich anschließend auf Comic-Jagd im Internet 😀

    Gefällt 1 Person

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