Batman (Comic-Serie)

Die erste Comic-Serie, die allein Batman gewidmet ist, erscheint seit 1940.

Catwomans Kampf der Geschlechter

Catwoman im Silver Age: Teil 3

DC Comics

Titel: The Case of the Purr-Loined Pearl

Autor/Zeichner: Frank Robbins/Irv Novick

Erschienen: 1969 (Batman #210)


„If I were Catman instead of Batman, I’d smell a rat!“

Catwoman ist aus dem Knast raus, diesmal ganz ordnungsgemäß. Sie eröffnet einen Schlankheitssalon. Batman und Robin drehen trotzdem ihre Runden in der Nähe, weil sie befürchten, sie könnte bald wieder zuschlagen. Und tatsächlich: Kurz darauf trägt sie ein Katzenkostüm, diesmal eine Art schwarzen Badeanzug mit Stehkragen, grauen Leggins und rot-schwarzen Piratenstiefeln und einer roten Augenmaske, jedenfalls deutlich katzenhafter als der grüne Schuppenanzug aus dem letzten Abenteuer.

Doch Catwoman hat acht weitere dieser Kostüme angefertigt, denn sie rekrutiert acht ehemalige Knastschwestern, um als Legion of Feline Furies eine Perle zu rauben. Dahinter steckt nicht nur pure Habgier, Unlust zu arbeiten oder alte Gewohnheit, nein, es geht (zumindest auch) darum, den Männern eins auszuwischen. Catwoman eröffnet den Geschlechterkampf!

Dazu bemächtigt sich die Schurkin allerdings fragwürdiger Mittel: Als die acht Frauen gar nicht von ihrer Idee begeistert sind, hilft sie ihnen ein wenig mit Gewalt nach. Dann landen sie auf Trainingsgeräten, um abzunehmen und in ihre Kostüme zu passen. Neun Tage später sehen wir neun identische Catwomen in einem „Catillac“ mit neun Sitzen durch die Gegend brausen und den Coup ausführen.

Doch Batman lässt die ganze Aktion nach Wayne Manor verlegen, wo er Heimvorteil hat und Catwoman mit einfachen Tricks hochgehen lässt. Am Ende verheddert sie sich in einem Wollknäuel. Als feministische Schurkin ist Catwoman gescheitert. War ja auch von Anfang an eine nicht ganz überzeugende Idee …

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Selina Kyle wird Schönheitskönigin

Catwoman im Golden Age (Teil 17)

DC Comics

Titel: The Sleeping Beauties of Gotham City

Autor/Zeichner: David Vern Reed/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1954 (Batman #84)


„And don’t underestimate her, just because she’s a woman!“ (Robin)

Ein Nachtrag: In 16 Folgen habe ich bisher die Abenteuer von Catwoman im Golden Age vorgestellt, eine Folge habe ich mir für Weihnachten aufgespart, aber eine habe ich übersehen. Sorry, das möchte ich hier nachholen. (Falls einem noch eine einfällt, bitte schreibt mir!)

Nach ihrer Rückkehr zum Verbrechen ist Catwoman wieder da. Diesmal kündigt sie sich doppelt an: Als Catwoman lässt sie Katzen-Scherenschnitte vom Himmel fallen, als Selina Kyle kandidiert sie als Schönheitskönigin von Gotham. Und sie hat auch ihre Tierhandlung wieder eröffnet. Warum nehmen Batman und Robin sie nicht fest? Angeblich, weil sie ihr nicht beweisen können, dass sie Catwoman ist. Die Erklärung überzeugt nicht ganz, aber sei’s drum …

Es geht das übliche Katz- und Fledermaus-Spiel los. Diesmal führt es zunächst ins Musik-Museum, wo (wie immer) riesige Musikinstrumente aufgebaut sind, die natürlich voll funktionstüchtig sind, obwohl niemand auf ihnen spielen kann – außer man ist ein Superheld auf Verfolgungsjagd. Man läuft ein bisschen über die Tasten eines Klaviers (wie Katzen es gerne tun), man tritt auf ein Pedal, um Catwoman in der Hi-Hat eines Schlagzeugs einzuklemmen (ohne Schäden) und sie lässt eine Riesenharfe auf Batman fallen.

Später fällt Selina Kyle einer mysteriösen Schlafkrankheit zum Opfer und präsentiert sich wie Schneewittchen in einer Glasvitrine in ihrer Tierhandlung. Kurz darauf fallen auch die anderen Kandidatinnen des Wettbewerbs in Tiefschlaf. Als Batman der Schurkin auf die Schliche kommt, denkt sie sich eine besonders kreative Todesfalle für ihn aus: eine Riesensaftpresse.

Batman mit Saftpresse und Panthern. (DC Comics)

Kein Witz. In einer Messe für Haushaltswaren stellt sie Batman auf eine Riesensaftpresse und setzt drei Panther darunter. Sie können nicht rauf, er kann nicht runter. Was tun? Batman tritt die Presse aus Glas mit seinem Stiefel ein und flieht durch das Loch.

Am Ende wacht Selina auf, wird als einzige Kandidatin zur Schönheitskönigin gekürt – und warum? Der ganze Aufwand nur, um Diamanten zu schmuggeln. Und wie konnte sie zeitgleich in der Vitrine liegen und Catwoman sein? Ganz klar: Mittels 3-D-Projektion. Diese Idee würde man den Autoren selbst heute nicht abkaufen.

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Catwoman will Batman heiraten

Catwoman im Silver Age: Teil 2

Batman #197

DC Comics

Titel: The Catwoman Sets Her Claws For Batman

Autor/Zeichner: Gardner Fox/Frank Springer

Erschienen: 1967 (Batman #197)


Als Catwoman nach 13 Jahren wieder in einer Batman-Comic-Serie auftaucht, hat sie nicht nur ein neues Kostüm, ganz grün und schuppig, sondern auch neue Ambitionen. Sie versucht sich erneut auf der guten Seite des Gesetzes und bekämpft Ganoven mit ihrer Peitsche. Batman und Robin wissen nicht, wie ihnen geschieht, ganz besonders dann nicht, als Catwoman ihnen aus der Klemme hilft. Sie hat es schon einmal ehrlich versucht (The Secret Life of the Catwoman) und ist gescheitert (The Crimes of the Catwoman). Ist ihr diesmal zu trauen?

Nein. Denn Catwoman hat keine edlen Absichten, sondern will nur Batman beeindrucken, damit er sie heiratet. Vielleicht liegt es an dieser etwas eigenwilligen Logik, dass Batman es selbst dann nicht versteht, als Catwoman alle Diskretion in den Wind schlägt und ihn fragt, wann er sich ihr anschließt und ihr einen Antrag macht. Batman sagt, er sei ganz zufrieden mit der Situation und sagt später zu Robin: „I don’t want to sound egoistical, Robin–but I’ve come to the conclusion that Catwoman is in love with me!“ Robin daraufhin: „Of course she is! Everybody knows that–but you!“ So viel zum besten Detektiv der Welt …

Catwoman hat aber noch ein anderes Problem: Batgirl. Selina ist eifersüchtig auf Barbara, dass sie Batman bei der Verbrechensbekämpfung hilft, und Catwoman versucht, sie in Misskredit zu bringen. Am Ende aber beweist Batgirl ihre Kompetenz, indem sie sich, Batman und Robin aus Catwomans Falle befreit und die Schurkin überwältigt.

Batgirl stellt zum Schluss unmissverständlich fest, dass sie kein romantisches Interesse an Batman habe. Catwoman bezweifelt das. Aber hätte sie das von Anfang an gewusst, meint Batman, dann wäre ihr die Mühe erspart geblieben. Das mit der Liebe hat er immer noch nicht verstanden …

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Catwomans Nachfolger

Catwoman im Golden Age (Teil 14)

DC Comics

Titel: The King of the Cats

Autor/Zeichner: Bill Finger/Bob Kane

Erschienen: 1952 (Batman #69), Hardcover 2015 (Catwoman: A Celebration of 75 Years)


Selina Kyle kommt einfach nicht zur Ruhe. Sie hat dem Verbrechen abgeschworen, doch schon wieder imitiert ein anderer ihre Methode, indem er Katzen Juwelen rauben lässt. Batman und Robin befürchten schon, dass Selina rückfällig geworden sein könnte, doch dann offenbart sich ihnen eine Überraschung: ein neuer Schurke, der sich King of the Cats nennt.

Der Mann trägt ein hautenges violettes Kostüm mit Katzenschwanz und fährt mit einem eigenen Kitty-Car davon. Bald darauf schlägt er immer wieder zu. Als das Dynamische Duo Selina Kyle dazu befragt, scheint sie darin involviert zu sein. Der King of Cats schickt ihr Blumen … Später stellen sie fest, dass sie tatsächlich von ihm weiß. Der Schurke will sie dazu überreden, seine Königin des Verbrechens zu werden. Batman geht dazwischen, doch Selina verhindert, dass er den King festnimmt. Sie versucht ihn lieber zu überreden, wieder ehrlich zu werden.

Spätestens hier könnte Batman Selina der Polizei übergeben. Doch es ist alles anders als man denkt. Als der King of Cats versucht, einen schwarzen Löwen zu kidnappen und er im Kampf mit Batman in ein Tigergehege fällt, rettet Catwoman den King und riskiert ihr Leben, um Batman zu schützen. Am Ende stellt sich heraus: der King of Cats ist Karl, Selina Kyles Bruder! Und er sieht ein, dass er sich bessern muss. Merkwürdig erscheint nur, dass in einem Panel zwischen den beiden viele Herzchen erscheinen. Aber Geschwisterliebe ist bekanntlich ein zweideutiger Begriff …

Diese Catwoman-Story erinnert (wie die vergangene) an das Prinzip von Two-Face im Golden Age. Nach einem Auftakt als Verbrecher wurde Two-Face ebenfalls resozialisiert und danach kamen drei Nachahmer, bis er selbst wieder rückfällig wurde. Catwoman wird das nächste Mal zur alten Gewohnheit zurückkehren …

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Catwomans Rückkehr?

Catwoman im Golden Age (Teil 13)

DC Comics

Titel: Catwoman – Empress of the Underworld

Autor/Zeichner: Bill Finger/Bob Kane, Lew Sayre Schwartz

Erschienen: 1951 (Batman #65), Hardcover 2015 (Catwoman: A Celebration of 75 Years)


Selina Kyle ist geläutert. Nachdem sie ihre Erinnerung an ihr früheres Leben wiedererlangt hat, betreibt sie nun (wie ihr Vater) eine Zoohandlung, spezialisiert auf Katzen. Eines Tages kommt ein Gangster vorbei, Whale Morton, der ihr ein Angebot macht. Bruce und Dick sehen das und fragen sich, ob das etwas zu bedeuten hat.

Kurz darauf sind die Katzen los: Zuerst jagen Katzen Mäuse in einem Krankenhaus, dabei werden Medikamente gestohlen, dann dienen Löwen und Tiger als Ablenkungsmanöver, um an Pelze heranzukommen. Natürlich verdächtigen alle Catwoman, sie zweifelt an sich selbst. Dann kommt Whale Morton wieder und schlägt ihr erneut vor, sie zu einer Verbündeten machen. Sie sieht eine Chance, reich und mächtig zu werden – und sagt zu.

Doch obwohl sie in ihr Catwoman-Kostüm steigt und bei den nächsten Coups mithilft, erscheint auch zweimal ein Cat-Signal an den Tatorten. Batman ist sich nicht sicher, ob Catwoman wirklich gemeinsame Sache mit den Gangstern macht, bis sie ihn mit Robin mit ihrer Peitsche überwältigt und in eine Todesfalle bringt.

ACHTUNG SPOILER!

Nein, Catwoman ist nicht wieder kriminell geworden, sie hat es nur sehr geschickt angestellt, alle zu täuschen, um Whale Morton vor laufender Kamera dranzukriegen. Ende gut, alles gut. Vorläufig.

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Catwoman wird zu Selina Kyle

Catwoman im Golden Age (Teil 12)

DC Comics

Titel: The Secret Life of the Catwoman!

Autor/Zeichner: Bill Finger/Bob Kane, Lew Sayre Schwartz

Erschienen: 1950 (Batman #62)


„The Catwoman has retired!“ (Selina Kyle)

Zehn Jahre lang gab es Catwoman, ohne dass man etwas über sie wusste. Weder ihre Vergangenheit, noch den Ursprung ihrer Katzenmanie noch ihren wahren Namen. Erst 1950 war es so weit: Catwoman bekam den Namen Selina Kyle. Sie war Stewardess bei Speed Airlines, bis ihr Flugzeug abstürzte und sie ihr Gedächtnis verlor. Zu Catwoman wurde sie durch eine unbewusste Erinnerung an die Zoohandlung ihres Vaters, alles, was sie über Katzen wusste, hatte sie von ihm.

Wie aber kommt es zu der Auflösung? Ein maskierter Ganove namens Mister X verbündet sich mit Catwoman, weil sie bei ihren Raubzügen niemanden tötet und er keine Mordanklage riskieren will. Wie gewissenhaft sie ist, stellt sie auch bei einer Konfrontation mit Batman unter Beweis. Als sie eine Mauer auf ihn einstürzen sieht, rettet sie ihm das Leben, bekommt aber einen Schlag auf den Kopf, der sie sich an ihr vergangenes Leben erinnern lässt.

Batman zeigt ihr, welche Verbrechen sie begangen hat und sie ist bestürzt. Selina will es wieder gut machen, indem sie Batman und der Polizei hilft, Mister X zu fassen. Sie tut nur so, als machte sie bei den Raubzügen mit, dann fliegt ihre Masche auf. Schließlich rettet Batman ihr das Leben, bevor sie an einen Traktor gefesselt in den Abgrund geschickt wird. Catwoman gibt ihr Leben als Verbrecherin auf.

Der Traktor erinnert an das Abenteuer „Nine Lives Has The Catwoman“ (Batman #35, 1946), da stürzt Catwoman nämlich auf einem in einen Abgrund. Batman nimmt selbst Bezug darauf, indem er ihr ein Bild daraus zeigt, wie sie eine Neunschwänzige Katze nach ihm schwingt. Genannt werden auch „The Duped Domestics„, „The Claws of the Catwoman“ und „The Lady Rogues„, man sieht Batman und Catwoman auf einer Riesenkatze mit einer Kontrabass. In der Geschichte war es allerdings eine Violine.

Das Beispiel zeigt, wie dynamisch das Batman-Universum ist. Zwar wird einerseits der Eindruck erweckt, dass alles eine übergreifende Geschichte bildet, aber diese Geschichte ist kein konsistentes Ganzes, sondern eine, die sich mit jeder Erinnerung an sie ändert. Daher passt es auch, dass Catwoman erst jetzt, nämlich rückwirkend, eine Vergangenheit und einen Namen bekommt. Die Geschichte ändert sich, wie es gerade passt. Und das ist das eigentlich Aufregende an Batman- und Superhelden-Comics überhaupt: Auf nichts ist Verlass.

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Der Dämon, der Gotham ist

DC Comics

Titel: Dark Knight, Dark City

Autor/Zeichner: Peter Milligan/Kieron Dwyer, Jim Aparo, Tom Mandrake

Erschienen: 1990-1991 (Batman 452-454, Detective Comics #629-633), Paperback 2015


„I’m not mad … The world is…“ (Bruce Wayne)

Der Riddler hetzt Batman durch die Stadt, dabei sterben jedes Mal Menschen: Eine Frau in einem Löwenkostüm stürzt sich, nachdem sie ein Rätsel aufgesagt hat, von einem Hochhaus, ein Polizist wird erhängt, dann entführt der Riddler auch noch drei Babys. Batman hat nicht nur alle Hände voll zu tun, er wird regelrecht zur Verzweiflung getrieben. Was hat der Riddler vor?

Der Fall hängt zusammen mit einem omninösen Dämonskult. Im 18. Jahrhundert haben ein paar Männer den Dämon Barbatos heraufbeschworen, seitdem ist er nicht nur ein Teil von Gotham, er ist Gotham. Mit der Story wird der Grundstein für den Barbatos gelegt, den wir später von Grant Morrison (The Return of Bruce Wayne) und aus Scott Snyders Dark Nights: Metal kennen. Die dreiteilige Riddler-Story hat es in sich: düster, furchtbar, spannend und auch furchtbar spannend. Eigentlich keine Riddler-Story, sondern etwas viel Drastischeres. Ein Highlight.

Auch zwei andere Storys des Paperbacks handeln von übernatürlichen Phänomenen wie tödlichem Gras (etwas lahm) und dem Golem. Bei letzterem treiben Rassisten in Gotham ihr Unwesen, sie greifen Menschen mit Migrationshintergrund an und schänden jüdische Gräber. Ein alter Jude, der das schon einmal in Deutschland erdulden musste, wehrt sich, indem er einen Golem erschafft. Mit dem muss sich dann Batman herumschlagen. Der Zweiteiler wäre okay, wenn man sich nicht über die Fehler ärgern müsste. Wörter wie „Kristallnacht“ sind falsch geschrieben und das Ereignis wurde falsch datiert (1937 statt 1938). Leider ein häufiges Phänomen in US-Comics …

In einer anderen Geschichte steht Batman vor dem Dilemma, ob er einen gesuchten Auftragskiller den Behörden ausliefern soll, dem die Todesstrafe droht. Der Killer sagt, er hätte nur Leute umgebracht, die es verdient hätten, wahrscheinlich hätte er sogar dadurch Leben gerettet. Batman gibt zu, dass bei seinem Kampf gegen das Verbrechen Menschen gestorben seien, allerdings hätte er es nie bereitwillig getan habe.

Die letzte Story ist wieder ein richtiges Schmankerl: In „Identity Crisis“ taucht ein Bruce Wayne aus dem Meer auf, der sich nicht mehr an die vergangene Nacht erinnern kann. Zuhause in Wayne Manor stellt er fest, dass es nicht nur keine Bathöhle gibt, auch wissen weder Alfred noch Tim Drake, dass er Batman ist. Die Geschichte diente als Vorlage der legendären Batman: The Animated Series-Episode „Perchance to Dream„, die den an sich guten Stoff noch viel dramatischer umgesetzt und ein überzeugenderes Ende findet.

Insgesamt ein lesenswerter Band für alle Fans eines Batman in der Rolle des düsteren Einzelkämpfers.

>> Batman 1990-1999

Catwoman wird literarisch

Catwoman im Golden Age (Teil 9)

DC Comics

Titel: Claws of the Catwoman

Autor/Zeichner: Bill Finger/Charles Paris

Erschienen: 1947 (Batman #42)


„Quick as a cat, that Catwoman!“ (Batman)

Superschurken brauchen eine Masche, ein Markenzeichen, ein Thema. Und jedes Mal, wenn sie einen neue Serie von Coups starten, müssen sie beim Modus operandi diesem Thema treubleiben. Es scheint sich um eine Art Zwang zu halten. Nachdem Catwoman zuerst sich beim Aberglauben bediente (zuerst tat sie so, als hätte sie neun Leben und dann, als könnte sie Pech bringen), bedient sie sich jetzt in der Literatur.

Dank eines explosiven Buchs bricht sie (wieder) aus dem Knast aus, dann leitet sie jeden Raub mit einer Referenz auf berühmte Katzen ein: Zehn kleine Kätzchen hängen am Baum und lenken einen Polizisten ab, während sie Juwelen raubt, beim zweiten Mal gibt es gestiefelte Katze beim Rodeo – Batman und Robin legen eine Show hin, die die Menge jubeln lässt.

Beim dritten Coup, in einem Kohlewerk, nimmt Catwoman Batman und Robin gefangen und mauert sie ein. Warum? Damit sie wie die Grinsekatze aus Alice im Wunderland nach und nach verschwinden kann, bis nur noch ihr Gesicht und schließlich ihr Lächeln übrig bleiben. Das Dynamische Duo kann sich dank einer Kerze von den Fesseln befreien und dann dient ihnen Catwomans Haustier Hecate als Bote, um die Polizei um Hilfe zu rufen.

Batman tanzt mit einer Katzenfrau (DC Comics)

Das Finale findet im Tanzclub „The Cat and the Fiddle“ statt (benannt nach einem Volkslied). Batman gerät in eine Menge von Tänzern in Katzenkostümen – und muss sogar mittanzen. Überfordert ruft er Robin um Hilfe, der sich köstlich amüsiert. Danach ist es für Batman ein Leichtes, Catwoman zu fassen. Beim Showdown auf einer Riesengeige stolpert Catwoman, landet mit dem Hintern im Mittelbügel und bleibt dort stecken.

Catwoman bleibt mit ihrem Hintern stecken. (DC Comics)

Ein erotischer Moment ist das nicht gerade, aber Erotik ist zwischen den beiden in letzter Zeit ohnehin rar gesät. Batman gibt Catwoman keine zweite Chance mehr und an Intimitäten denkt offenbar keiner von beiden …

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Catwomans neuer Look

Catwoman im Golden Age (Teil 7)

Catwoman im neuen Look – und mit neun Leben.

Titel: Nine Lives Has The Catwoman

Autor/Zeichner: Bill Finger/Bob Kane

Erschienen: 1946 (Batman #35)


Catwoman bricht aus dem Knast aus. Sie will neu durchstarten. Sie legt sich ein neues Kostüm zu. Weg mit der alten Katzen-Maske, jetzt sieht man endlich ihr Gesicht. Es ist der klassische lila Look mit grünem Cape, der sich im Golden Age weitgehend so halten wird. Allerdings ist Catwoman hier plötzlich blond … (Aber sie ändert ihre Haarfarbe wie ihren Namen.)

DC Comics

Ihre alte Gang ist weniger begeistert. Sie glauben nicht mehr an ihre Chefin. Also lässt sie ihre Leute glauben, sie hätte neun Leben. Bei einem Diamantenraub in einem Zeppelin kommt es zum Kampf mit Batman, sie stürzt in die Tiefe – und überlebt. Schließlich führt die Spur in Catwomans neues Geheimversteck: ein Labyrinth. Batman und Robin spielen Theseus mit ihrem Batseil. Und als das nicht mehr reicht, zerreißen sie ihre Capes (wobei danach noch viel davon übrig ist).

Batman schlägt Catwoman mit ihrer eigenen Waffe, einer Neunschwänzigen Katze (Peitsche), dann versucht sie mit einem Traktor abzuhauen, aber stürzt in die Tiefe. Wie sich herausstellen wird, hat sie tatsächlich noch ein paar Leben übrig.

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Alfred wird Batman, liebt Catwoman – und verhaut sie

Catwoman im Golden Age (Teil 6)

DC Comics

Titel: The Duped Domestics

Autor/Zeichner: Alvin Schwartz/Bob Kane

Erschienen: 1944 (Batman #22)


„A little spanking will do the trick. And, believe me, it will hurt you more than it will me!“ (Alfred)

Alfred ist nicht mehr ganz bei sich. Zuerst muss Bruce Wayne seinen rechten Schlappen suchen, dann verschüttet sein Butler auch noch den Kaffee – was ist da los? Ganz einfach: Alfred ist verliebt. Er trifft sich mit der jungen und schönen Belinda. Um sie zu beeindrucken, prahlt er damit, Batman zu kennen. Sie glaubt ihm nicht. Also steigt er selbst ins Kostüm. Doch dann wird er von ihr entführt. Denn pretty Belinda ist in Wirklichkeit Catwoman, die sich mit Butlern einlässt, um die Häuser der Reichen auszuräumen.

Alfred als Batman mit Catwoman.

Als Bruce und Dick nach ihm suchen, geraten sie ebenfalls in ihre Fänge und werden zu Alfred in eine Kühlkammer gesperrt. Dabei kommt es zu einer herrlichen Szene: Um sich von ihren Fesseln zu befreien, versucht das Trio, einen Haken an der Wand zu erreichen. Weil er zu hoch ist, stapeln sie sich aufeinander, wobei Alfred unten sich am meisten verrenkt und die größte Last tragen muss.

Das Dynamische Trio: Alfred, Bruce und Dick.

Zum Schluss fängt der Aushilfs-Batman Catwoman bei der Flucht ab. Und es kommt zu einem bedenklichen Höhepunkt: Alfred rächt sich an der Frau, indem er ihr den Hintern versohlt. Gezeigt wird es nicht, der Erzähler bleibt „diskret“, aber selbst Bruce findet sein Vorgehen zu drastisch. Alfred rechtfertigt sich: Catwoman habe seine Gefühle verletzt. Im Übrigen wäre er ein guter Batman. Zu gut, findet Bruce Wayne, der Catwoman schon bei ihrer ersten Begegnung Prügel angedroht hat …

Alfred-Batman und Catwoman: Strafe muss sein.