Autor: Lukas

Beruflich Online-Redakteur, privat Comic-Blogger.

Stan Lees Robin will kein Sidekick sein

DC Comics

Titel: Just Imagine: Stan Lee’s Robin

Autor/Zeichner: Stan Lee, Michael J. Uslan/John Byrne

Erschienen: 2002 (One-shot), Paperback 2021 (Just Imagine Stan Lee Creating the DC Universe Vol. 2)


„Seems like I’m always seein‘ Robins.“

Man kann über Robin sagen, was man will: Die einen hassen ihn, die anderen lieben ihn, doch aus dem Batman-Mythos wegzudenken ist er nicht mehr; so kann sich jeder zumindest damit trösten, seinen Lieblingsrobin zu haben. In guten Batman-Storys ohne Robin vermisst man den Wunderknaben nicht, doch was man an ihm hat, findet man erst heraus, wenn er zwar da ist, aber nichts mit Robin gemein hat.

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Gotham War: Zoff in der Familie

Titel: Batman/Catwoman: The Gotham War

Autor/Zeichner: Chip Zdarsky, Tini Howard/Jorge Jimenez u.a.

Erschienen: 2023 (Batman #137-138, Catwoman #57-58 u.a.), Hardcover 2024


„… how do I stop loving?“ (Batman)

Da macht man mal längeres ein Nickerchen, für etwa acht Wochen, und wenn man aufwacht, erkennt man die Welt nicht wieder. So ergeht es Batman. Der musste in letzter Zeit viel durchmachen. Ich meine: Wann muss er das nicht? Aber diesmal kam es besonders dicke: Zuerst wollte ihn eine künstliche Intelligenz Failsafe umbringen, dann bekam er es mit Red Mask zu tun und verlor eine Hand, beim Event Knight Terrors wurde er (mal wieder) mit seinen schlimmsten Albträumen konfrontiert. Danach lag er acht Wochen im Koma.

Derweil hat ihn Catwoman vertreten und das sogar sehr effektiv. Gewaltverbrechen sind in Gotham zurückgegangen. Dafür wird umso fleißiger gestohlen. Catwoman hat allen Ganoven, die einst für Superschurken gearbeitet haben, eine zweite Chance gegeben und bildet sie zu effektiven Dieben aus, die nur noch die Reichen ausrauben, ohne jemanden zu verletzen oder gar zu töten. 15 Prozent des Erlöses gehen an wohltätige Zwecke. Super Idee? Findet Batman gar nicht. Denn Verbrechen bleibt Verbrechen – außerdem waren seine Eltern mal reich (und auch er selbst), wie er empört feststellt.

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Legends of the Dark Knight: The Darkness

DC Comics

Autor/Zeichner: Darren Vincenzo/Luke McDonnell

Erschienen: 1999 (Legends of the Dark Knight #115)


Es beginnt mit einer Explosion. Ein Junge ist mit seinen Eltern auf einem Boot im Gotham River unterwegs, ein Unfall lässt das Boot in die Luft fliegen, die Eltern sterben, der Junge wird schwer verletzt und an Land gespült, er verkriecht sich in einer Höhle. Zehn Jahre später ist zufällig Familie Wayne in der Nähe, Martha verliert ihren Anhänger mit den Bildern von ihr, Thomas und Bruce. Der Junge von damals, der immer noch in der Höhle lebt, findet den Anhänger.

Fünfzehn Jahre später wird ein verletzter Caver aus der Höhle geholt, bei sich trägt er den Anhänger. Batman erkennt ihn sofort. Später hört er seltsame Geräusche in der Batcave. Er steigt hinab und wird von dem Unbekannten, der schwer entstellt und heruntergekommen ist, verprügelt. Später werden drei Menschen getötet und eine junge Frau entführt. Batman erkennt, dass der Unbekannte auf der Suche nach einer Doppelgängerin der Frau aus dem Anhänger ist – Martha Wayne! Also zieht er los, um sie zu retten und den Entführer aufzuhalten.

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Legends of the Dark Knight: Playground

DC Comics

Autor/Zeichner: James Robinson/Dan Brereton

Erschienen: 1999 (Legends of the Dark Knight #114)


Auf der Suche nach dem Profikiller Rhodes, der für die Mafia tötet, kommt Batman nach Chicago – in eine fremde Stadt, in der er sich nicht auskennt. Ein großer Nachteil. Batman ist gerade mal anderthalb Jahre im Geschäft und fängt sich auch gleich eine Kugel in den Bauch ein.

Er sucht Hilfe, kommt zu einem alten weisen Mann, der sich Voltaire nennt, und nichts als kluge Sprüche klopft. Der schickt ihn zu der Königin der Flöhe. Dann schlitzt ihn der Mörder noch mehr auf. Ein ehemaliger Polizist, der nun obdachlos ist, hilft ihm auch nicht weiter. Mit Mühe schleppt Batman sich zu der Frau, die ihn verarztet und ihm das Leben rettet.

Kaum ist er da raus, wird er wieder von Rhodes beschossen. In einem Obdachlosenlager kommt es zum Showdown. Batman ist alles andere als auf der Höhe. Rhodes nimmt ein Kind als Geisel, da gehen die Obdachlosen auf ihn los, sodass Batman nur noch einen Schlag zu landen braucht.

Von da an beschließt er, etwas für die zu tun, die von der Gesellschaft vernachlässigt und vergessen wurden. Denn auch Gleichtgültigkeit ist ein Verbrechen.

Mehr von James Robinson:

Der Mann mit dem Superman-Tattoo

Cover von José Luis García-López (DC Comics)

Titel: Realworlds: Superman (The Mark of Superman)

Autor/Zeichner: Steve Vance/José Luis García-López

Erschienen: 2000 (One-shot)


Eddie Dial ist ein einfacher Gehilfe in einem Gemischtwarenladen, doch er hat es schwer: Er wird von seinem Boss herumgescheucht und von dem Aufschneider Pete herumgeschubst. Die Mädchen lachen ihn aus. Eines Tages beschädigt er aus Versehen einen Rückspiegel von Petes Auto. Der füllt Eddie daraufhin ab und lässt ihm, während dieser schläft, ein großes Superman-Symbol auf die Brust tätowieren. So nimmt ihn niemand mehr ernst. Als er es Pete zurückzahlen will, verliert er auch noch seinen Job und findet keinen anderen mehr. Er bricht bei Pete ein, um wenigstens so an Geld zu kommen, doch dann wird er von der Polizei gefasst und kommt ins Gefängnis.

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Der Robin der Zukunft: Eine Frau!

DC Comics

Titel: The Iron Sky (Legends of the Dead Earth)

Autor/Zeichner: Chuck Dixon/Staz Johnson

Erschienen: 1996 (Robin Annual #5)


In der fernen Zukunft ist die Erde zerstört, die letzten Überlebenden treiben auf riesigen Raumschiffen durchs All – doch sie wissen es nicht. An Bord der Gotham herrscht ein totalitäres System, in dem Menschen gezüchtet werden, um zu arbeiten und dann nach 30 Zyklen wieder recycelt zu werden. Dagegen wehrt sich Batman, ein Unbekannter in einer fliegenden Rüstung. Er kämpft gegen die hochgerüstete Polizei (Proctors) mit ihren Joker-Drohnen.

Bewundert wird er von der jungen Frau Tris Plover. Die Proctors dulden nicht einmal, dass sie auf der Straße stehenbleibt, um Batman zuzusehen. Als sie zum zweiten Mal von den Proctors aufgegriffen wird, rettet Batman sie und erklärt sie zur Robin. Tris trägt ein Kostüm in Rot, Grün und Gelb sowie Raketenstiefeln, aber (traditionsgemäß) ohne Knie- und Ellenbogenschutz. Gemeinsam wollen sie das sinnlos im All herumtreibende Schiff wieder auf Kurs bringen, damit es in ferner Zukunft einen bewohnbaren Planeten erreicht.

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Legends of the Dark Knight #101

Cover von Kevin Nowlan (DC Comics)

Titel: The Incredible Adventures of Batman 19th Edition Revised April 2098

Autor/Zeichner: John Wagner/Carlos Ezquerra

Erschienen: 1997 (Legends of the Dark Knight #101)


Bevor wir uns auf den Comic stürzen, halten wir kurz inne und bewundern dieses tolle Cover von Kevin Nowlan. Es spoilert zwar die Story, aber es entschädigt dafür, dass es so viel mehr ausdrückt als diese. Was sehen wir da? Einen Batman in einer Metallrüstung? Einen Roboter? Aber warum blutet er aus dem Inneren? Sind es blutige Tränen? Warum weint er? Ganz zu schweigen vom Look – grandios!

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Legends of the Dark Knight #100: Robin

DC Comics

Die Serie Legends of the Dark Knight kam acht Jahre lang (fast) ohne Robin aus. Doch manche Fans wünschten sich den Wunderknaben auch da, also hat Redakteur Archie Goodwin sich den für die extradicke Jubiläumsausgabe Nummer 100 (1997) aufgehoben. Zunächst erzählt uns Dennis O’Neil Dick Graysons Werdegang (aus Detective Comics #38) noch einmal neu. Doch neu ist hier eigentlich nur der Look: Dave Taylor zeichnet mit Bleistift, der bloß digital überarbeitet wurde, statt die Seiten zu tuschen. Das verleiht den Zeichnungen einen organischen Touch. Man sollte so etwas öfter machen. (Taylor macht es wieder in Death by Design.)

Batman von Dave Taylor (DC Comics)

Ansonsten sehen wir bloß eine Erklärung, warum ausgerechnet Bruce Wayne im Zirkus ist, als das Unglück an den Flying Graysons geschieht. Dafür wird überhaupt nicht erklärt, wie Batman auf die Rolle des Robin und das grelle Kostüm kommt. Er bietet es Dick einfach an, stellt klar, dass er kein Vater sein und es gefährlich sein werde. Vor allem aber gibt es keine Rechtfertigung dafür oder auch nur ein Hadern, warum er als Vormund das Kind gefährdet, das er eigentlich beschützen soll. Es ist schwierig, diese damals schon fast 60 Jahre alte Story frisch zu interpretieren, aber das hier ist allzu routiniert und uninspiriert.

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Batman gegen Nazis (Teil 6): Nemesis

DC Comics

Titel: Batman & Nemesis: If Justice Be Blind

Autor/Zeichner: Cary Burkett/Jim Aparo

Erschienen: 1981 (The Brave and the Bold #170)


Auf den Stufen des Polizeipräsidiums wird ein Mann erschossen. Schon der vierte mit einer 38er-Kugel im Gehirn. Hauptverdächtiger ist ein Auftragsmörder namens Danny Krebs. Die Unterwelt ist in Aufruhr, um einen Undercoveragenten namens Nemesis zu beseitigen. Batman folgt Krebs in ein Haus, doch er kommt zu spät, da liegt schon eine Leiche und zunächst sieht es so aus, als ob Nemesis ihn getötet hätte. Nach einem kurzen Handgemenge klärt sich die Sache jedoch auf. Nemesis jagt einen Schurken namens „The Head“, der den Bruder des Agenten umgebracht hat. Man arbeitet zusammen.

Bald darauf wird auf Krebs geschossen. Nemesis schießt zurück. Batman missbilligt das. Dann folgt ein Haufen Erklärungen, mit denen wir uns nicht lange aufhalten müssen. Es geht um Gehirnwäsche von Agenten, durchgeführt von einem Dr. von Riebling, der einst für die Gestapo gearbeitet hat.

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Erster Trailer zu „Batman: Caped Crusader“

Die Zeichentrickserie Batman: Caped Crusader startet am 1. August auf Prime Video. Sie handelt von Batman in seinem ersten Jahr und ist auch in der Epoche des Golden Age angesiedelt, sodass es nicht nur weniger Technik gibt, sondern auch Batman und Schurken wie Catwoman und Clayface in ihrer alten Form auftauchen. Mit dabei sind auch Harley Quinn, Two-Face und Firefly.

Die erste Staffel mit zehn Episoden soll auf einmal herauskommen. Produziert wird die Serie von J.J. Abrams, Matt Reeves und Bruce Timm (Batman: The Animated Series). Zu den Autoren gehört Ed Brubaker (Gotham NoirThe Man Who Laughs).

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