John Layman

Clayface wird zu Killer Karlo

DC Comics

Titel: Not Just Another Pretty Face

Autor/Zeichner: John Layman/Cliff Richards

Erschienen: 2013 (Batman: The Dark Knight #23.3), Paperback 2017 (Batman Arkham: Clayface)


Während das Crime Syndicate die Justice League scheinbar auslöscht und die Welt erobert (siehe Forever Evil), übernehmen auch andere Schurken die Macht. Clayface will sich dieser Secret Society anschließen. Weil sich keiner um ihn bemüht, startet er ein Bewerbungsverfahren, indem er eine geheime Basis von Widerstandskämpfern aushebt. Doch der Plan geht nach hinten los.

Clayface ist nach seinen acht Varianten mit dem Reboot von The New 52 wieder der Schauspieler Basil Karlo und der braune Formwandler, wie man ihn von Matt Hagen her kennt. Die kanonische Form ist also die aus Batman: The Animated Series (Feat of Clay). Seiner Ursprungsgeschichte erfährt man hier noch nicht (die wurde später in Batman: The Dark Knight – Clay nachgereicht). Doch dieser Basil Karlo ist ein Choleriker, der gerne mal zuschlägt, wenn er wütend wird. Schon damals am Set kriegte das ein Regisseur zu spüren, später müssen viele Ganoven dran glauben. Clayface erscheint hier bloß als stumpfer Killer, der ausrastet, wenn man ihn dumm nennt. Zweimal tötet er jeden um sich herum und randaliert. Mehrschichtiger wird er später in Fall of the Batmen. Aber hier ist er als Charakter unterentwickelt.

Mit dieser schwachen Kurzgeschichte endet ein auch sonst schwacher Band Batman Arkham: Clayface, der leider nur aus Origins und verstümmelten Geschichten besteht.

>> Liste der Clayface-Comics

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Zum Geburtstag viel Glück

DC Comics

DC Comics

Titel: Detective Comics Vol. 5 – Gothtopia (dt. Gothtopia/Chaos-Theorie)

Autor/Zeichner: John Layman/Jason Fabok, Aaron Lopresti

Erschienen: 2014 (Detective Comics #25-29), Hardcover 2015; dt. Panini 2014 (Gothtopia #1-2), Paperbacks 2015 (Gothtopia), Batman Sonderband #45 (Chaos-Theorie, enthält Detective #27 u. Annual #3)


„Something is very wrong here.“ (Bruce Wayne)

„I’m always ready.“ (Batman)

Es hat sich gut gefügt, dass ausgerechnet im 75. Jahr von Batman die 27. Ausgabe von Detective Comics (der zweiten Reihe) herauskam. Eine magische Zahl, da im Jahr 1939 der Dunkle Ritter seinen ersten Auftritt in ebendieser Nummer hatte. Und so wurde zum Geburtstag eine dicke Jubiläumsausgabe gemacht, bei der eine Reihe namhafter Autoren und Zeichner ein paar Kurzgeschichten beisteuern durfte. Und es sind tolle Geschichten geworden.

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Der Zorn des Lesers

DC Comics

DC Comics

Titel: The Wrath (Detective Comics Vol. 4), (dt. Der Anti-Batman)

Autor/Zeichner: John Layman/Jason Fabok, Andy Clarke u.a.

Erschienen: 2014 (Detective Comics #19-24, Detective Comics Annual #2), dt. Panini 2014 (Batman #21-22, #24-25), Paperback 2015 (enthält Detective Comics #21-24)


 „What is it about this town and cutting off faces anyway?“ (Bullock)

Ernsthaft? Da müssen wir sechs Hefte lang mitansehen, wie ein gewisser Ogilvy, irgendein dahergelaufener Niemand, ein Handlanger den Pinguin ausbootet und dessen Imperium übernimmt (und sich schwachsinnigerweise „Emperor Penguin“ nennt) und dann ist nach einer kurzen Prügelei mit Batman – zwei Hefte später – wieder Schluss mit der Geschichte? Der Pinguin kommt frei, weil er mal eben einen Richter bedroht und rettet zufälligerweise Batman das Leben. Der gute alte deus ex machina darf mal wieder aushelfen, wenn dem Autor keine originelle Lösung eines Problems aushelfen. Blöd nur, dass Batman durch den Glücksfall als unfähig dargestellt wird.

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Feindliche Übernahme

Detective Comics: Emperor Penguin

Titel: Emperor Penguin (Detective Comics Vol. 3 (The New 52)), (dt. Der Herrscher von Gotham)

Autor/Zeichner: John Layman/Jason Fabok (u.a.)

Erschienen: 2012-2013 (Detective Comics #13-18), Hardcover 2013; dt. Panini 2014 (Paperback, enthält Detective Comics #13-17)


Seit dem Reboot bei DC hat es einige Personalwechsel gegeben: Nach dem ersten Detective Comics Annual hat Autor und Zeichner Tony Daniel die Serie verlassen, um bei Action Comics auszuhelfen. Ab Ausgabe 13 hat John Layman die Autorschaft übernommen, Jason Fabok die Zeichnungen. Um einen Führungswechsel geht es auch in der ersten Storyline des neuen Teams: Der Pinguin wird von einem seiner Handlanger ausgebootet. Nun nennt sich irgendein dahergelaufener B-Gauner „Emperor Penguin“, obwohl er überhaupt nichts von einem flugunfähigen Wasservogel hat.

Aber eins nach dem anderen: Gleich zu Beginn beweist Layman Humor, indem er Batman darüber sinnieren lässt, dass er sich nicht schlecht fühlen müsse, wenn er nachts Menschen die Zähne ausschlage und die Beine breche. Immerhin hat er als Bruce Wayne beachtliche Summen für Chirurgen gespendet. Leider macht die Story den schönen Einstand mit fehlender Logik zunichte. Der Pinguin gibt einen Mord an Bruce Wayne in Auftrag, weil er die Kinderabteilung eines Krankenhauses nach seiner eigenen Mutter statt nach Martha Wayne benennen möchte. Das ist doch arg übertrieben angesichts eines Problems, das der Pinguin mit einem Koffer voll Geld löst. Dieser Gedanke kommt ihm dann auch, nur ist es dann für einen Rückruf zu spät und Bruce Wayne muss selbst gegen die Attentäter kämpfen. Einem klugen Kopf wie dem Pinguin wäre so ein Humbug sonst nicht zuzutrauen.

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