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Coverwahn #12

Da sich Dark Knight III – Book 3 um einen Monat verspäten wird, vertröstet DC seine Fans mit fünf neuen Motiven, also fünf weiteren Variant Covern. Die Zeichner wiederholen sich wie die Motive. Passend zum Kinofilm Batman v Superman wird auf zwei Titelblättern weiter der Kampf der Helden aus The Dark Knight Returns ausgeschlachtet, Scott McDaniel setzt bei seiner Batman und Robin-Darstellung auf harte Schwarz-weiß-Kontraste, was das Auge aber nur bedingt erfreut, weil so ein zu unruhiger Eindruck entsteht. Allein Jim Lee reißt es raus: Er zeigt Batman beim Schießen mit einem Gewehr. Diese Szene gibt es ähnlich auch im ersten Teil und es ist eine ambige Sequenz, in der nicht klar wird, ob Batman einen Gegner nur anschießt oder erschießt – in jedem Fall benutzt er eine Handfeuerwaffe und bricht damit ein eisernes Prinzip … In jedem Fall ein starkes Motiv.

Frank Miller hat sich für Wonder Woman entschieden, die wie auch in DK III noch brachialer als Kriegerin erscheint. Das letzte Motiv zeigt das reguläre Cover zum Mini-Comic, das Green Lantern gewidmet ist. John Romita Jr. zeigt ihn bei einer anstrengend wirkenden Pose, fast als verschwendete Hal Jordan die ganze grüne Energie seines Rings, um einen Spagat hinzukriegen. Naja, begnügen wir uns damit. Am 24. Februar kommt hoffentlich der nächste Teil der Story – und darauf kommt es an.

P.S.: Wie die regulären Cover zu DK III #3-4 aussehen, habe ich bereits hier gezeigt.

Veränderungen bei DC und Batman

Batman #50 (Greg Capullo) (DC Comics)

Batman #50 (Greg Capullo) (DC Comics)

Bei DC Comics stehen offenbar große Veränderungen an. Wie Nerdist.com berichtet, könnten die Serien im Sommer (nach den Nummern 52) neu nummeriert werden. Offen ist, ob damit auch das Comic-Universum rebootet werden soll. Das wäre ein drastischer Einschnitt, wenn man bedenkt, dass das DC Universum erst 2011 mit der „The New 52“-Initiative einen Neustart bekam und die Continuity in weiten Teilen annulliert oder wenigstens überarbeitet wurde. Angeblich soll die Comic-Continuity zum Teil an die der TV-Serien (Arrow, Flash, Supergirl) angepasst werden. Doch bis auf eine mysteriöse Ankündigung der Herausgeber Jim Lee und Dan DiDio auf Twitter, auf dem bloß der Schriftzug „Rebirth“ auf einem blauen Vorhang zu sehen ist, gibt es nicht – der Rest ist noch Gerücht bzw. Spekulation.

DC Comics

DC Comics

Konkreter hingegen sind die Pläne für Batman: Autor Scott Snyder soll die Hauptserie verlassen, dafür aber Detective Comics übernehmen. Damit soll er mehr Freiheiten bekommen, Charaktere zu entwickeln, statt wie bisher dem Druck ausgesetzt zu sein, am Fließband Events wie Court of Owls, Death of a Family oder Zero Year  schreiben zu müssen. Die Serie „Batman“ soll fortan zweimal statt einmal im Monat erscheinen. Snyder hat bereits 2011 bei Detective Comics angefangen, damals mit der Storyline The Black Mirror (dt. Der schwarze Spiegel). Wann der Wechsel vollzogen werden soll, ist noch unklar, vielleicht hängt er auch mit DCs „Rebirth“-Projekt zusammen.

Bereits im Oktober wurde berichtet, dass Batman-Zeichner Greg Capullo nach Ausgabe 51 eine kurze Pause machen wird, um an einem kleinen Projekt mit Mark Millar (Wanted, Kick Ass, Chrononauts) zu arbeiten. Snyder und Capullo arbeiten seit dem Reboot im Jahr 2011 zusammen und schaffen seitdem wegweisende Werke, die bei Kritik und Publikum gefeiert werden. Nebenher war Snyder auch als Co-Plotter neben James Tynion IV für die wöchentliche Serie Batman Eternal verantwortlich. Außerdem – weil er offenbar nebenher noch Kapazitäten frei hat – schrieb er für DC die Mini-Serie Superman Unchained und Swamp Thing sowie für andere Verlage American Vampire, The Wake und Wytches.

Die Traditionsserie Detective Comics, in der Batman 1939 seinen ersten Auftritt hatte, war seit dem Reboot eine glücklose Angelegenheit: Mehrere Autoren und Zeichner versuchten ihr Glück, doch schafften sie bestenfalls Durchschnittsware. Allein die Jubiläums-Story Gothtopia und die Jubiläumsausgabe von Detective Comics #27 (beide enthalten in Volume 5) waren lesenswerte Comics.

Warten auf den Dunklen Ritter

DC Comics

DC Comics

An Lesestoff mangelt es einem Batman-Fan wirklich nicht. Aber es ist schon sehr willkommen, wenn man jeden Monat auch noch ein Kapitel aus Dark Knight III – The Master Race (DK III, DK 3) bekommt. Das verkürzt auch die Wartezeit bis zum Film Batman v Superman. Es ist schon schwer genug, sich daran zu gewöhnen, einen Monat auf die Einzelhefte warten zu müssen, statt die gesamte Story am Stück zu lesen. Umso gieriger stürzt man sich auf sie, kaum dass sie erschienen sind. Doch dieses Mal stand der Fan enttäuscht im Comicladen: Ausgabe 3 war nicht da, obwohl sie am 20. Januar herauskommen sollte. DC hat den Erscheinungstermin auf den 24. Februar verlegt! Eigentlich sollte am 17. Februar das Prequel The Dark Knight Returns: Last Crusade erscheinen, aber der One-shot wurde sogar auf den 20. April verschoben. Für den gleichen Tag ist übrigens auch DK III #5 angekündigt, Ausgabe #4 soll am 16. März erscheinen.

Fraglich, ob sich die Termine halten lassen. Offenbar kommen die Autoren Frank Miller und Brian Azzarello oder die Zeichner nicht mit der Arbeit hinterher. Eine alte Angst kommt auf, dass die auf acht Teile angelegte Mini-Serie das gleiche Schicksal wie das unselige All-Star Batman ereilen könnte, einen Zehnteiler von Frank Miller und Jim Lee, der lange hinausgezögert und bis heute nicht fertiggestellt wurde. Bleibt nur eins: warten und hoffen. Und vielleicht noch einmal in die ersten beiden Hefte schauen. Oder sich damit trösten, dass es immerhin schon das Cover zu Ausgabe 5 gibt und es verspricht, wonach wir uns sehen: den ultimativen Kampf zwischen Batman und Superman.

DC Comics

DK III #5 (DC Comics)

Nothing really matters to me

„Is this the real life? Is this just fantasy?“ (Queen)

Wirkte der erste Suicide Squad-Trailer wie ein düsterer Psychothriller, wirkt der zweite wie eine Action-Komödie: laut, schnell, schrill. Mit Queens „Bohemian Rhapsody“, der von Realitätsverzerrung und Mord handelt, haben die Macher einen perfekten Song für die Untermalung ausgewählt. „Nothing really matters to me“, heißt es darin am Ende, und tatsächlich haben wir es mit einem Haufen Nihilisten zu tun. Die Task Force der gefährlichsten Kriminellen der Welt wird lakonisch eingeführt: Der eine erschießt Leute (Deadshot), der andere isst sie auf (Killer Croc), der andere verbrennt sie (El Diablo) – und Harley Quinn ist einfach nur verrückt. Und dann gibt es da noch unter anderen den sadistischen Joker (Jared Leto), der hier nur einen Satz zu bieten hat: „I can’t wait to show you my toys.“ Man sieht ihn in einen Chemietank springen, wahrscheinlich Harley hinterher, die er anschließend aus der Brühe fischt, wahrscheinlich rührt daher auch ihr blasser Teint.

In dem an Filmschnipseln völlig überladenen und schnell geschnittenen Video ist nur einer nicht zu sehen: Batman. Aber auch der Feind, gegen den die Suicide Squad eingesetzt wird, kommt darin nicht vor. Das ist auch ganz okay so, es soll ja nicht alles verraten werden (im Gegensatz zum Batman v Superman-Trailer, indem die ganze Geschichte erzählt wird). Was bleibt am Ende? Die Hoffnung, dass Regisseur David Ayer (nicht gerade für seine Subtilität bekannt) es nicht zu gut meint, dass es nicht allzu überdreht und anstregend wird, dass auch mit diesem Film das Fundament für ein stimmiges und aufregendes Filmuniversum gelegt wird. Wenn die Mischung stimmt, könnte Suicide Squad ein großer Spaß werden. Viel Sinn und Tiefgang darf man bei einem Haufen Verrückter ohnehin nicht erwarten.

Am 18. August 2016 wissen wir mehr.

Coverwahn #11

Lange Zeit war Ruhe, jetzt gibt es mal wieder eine Reihe neuer Cover zu Dark Knight III: The Master Race. Zwei neue Variants zu Book 2, das am 23. Dezember erscheint, von Klaus Janson und Jim Lee, das Variant von Eduardo Risso ist nun auch in Farbe zu sehen – und wirkt mit der knallroten Ecke umso stärker. Zudem hat DC mittlerweile auch die regulären Cover von Andy Kubert zu Book 3 und 4 veröffentlicht: Eines zeigt Batman und Robin im Schnee, wahrscheinlich in der Nähe von Supermans Festung der Einsamkeit, ein anderes zeigt eine Reihe von Supertypen, die aus den Wolken kommen – keine Ahnung, was das bedeutet. Eins ist klar: Bruce Wayne mag tot sein, Batman (der gute alte) ist es selbstverständlich noch lange nicht.

Abgesehen von der Tatsache, dass die Variants mal wieder die typischen Motive verwenden, sind sie sehr ausdrucksstark geworden. Janson und Lee zeichnen Batman in Rüstung, kurz vor dem Kampf mit Superman: klobig, martialisch, larger than life. In dieser Tradition steht auch der kommende Kinofilm Batman v Superman, wie man auch an dem neuen Werbeplakat sehen kann:

Warner Bros.

Warner Bros.

Anderswelten neu aufgelegt

Am 20. April 2016 bringt DC Comics ein Paperback mit gesammelten Elseworlds-Batman-Storys heraus. Nun ist bekannt, was drin sein wird:

  • Holy Terror (Batman gegen einen fiktiven Kirchenstaat)
  • Dark Allegiances (Batman kämpft in den 30ern gegen eine faschistische Verschwörung, von Howard Chaykin)
  • Dark Joker – The Wild (von Doug Moench und Kelley Jones)
  • In Darkest Knight (Batman als Green Lantern)
  • Robin 3000 #1-2 (Robin in der Zukunft)
  • „and more“

Leider teilt DC nicht mit, was dieses Mehr sein soll. Eins ist klar: Es wird noch viel mehr, denn der Band soll 536 Seiten umfassen. Es ist lange überfällig, dass die meist vergriffenen Comics neu aufgelegt werden. Mittlerweile gibt es auch schon einige davon in digitaler Form – und das sehr preisgünstig. Die hier vorgestellte Auswahl ist durchwachsen: Holy Terror ist jedenfalls ein solides Werk, In Darkest Knight klingt verlockender als es ist, Dark Allegiances ist auch kein großer Spaß (es sei denn für Chaykin-Fans). Die anderen beiden Werke kenne ich nicht, daher hoffe ich, dass der Rest des Bandes mehr Qualität bringen wird. Aber da es sich um ein „Volume one“ handelt, wird DC wohl ohnehin in naher Zukunft alles neu auflegen, was ein Elseworlds-Label trägt.

Für Juli ist auch ein Superman-Elseworlds-Band angekündigt. Darin soll auch Speeding Bullets enthalten sein, eine Story, die davon ausgeht, dass Superman von den Waynes in Gotham City aufgezogen und dann zu Batman wird. Eine Besprechung folgt in Kürze. Am 11. Mai wird zudem eine Deluxe Edition von Kingdom Come (1996) erscheinen, eine der besten Elseworlds-Geschichten, geschrieben von Mark Waid und gemalt von Alex Ross.

Batman bei Panini: Vorschau auf 2016

DC One Million (DC Comics)

DC One Million (DC Comics)

Nach unserer Vorschau auf die Batman-US-Comics 2016 stellt sich die Frage: Welche Batman-Comics erscheinen 2016 auf deutsch?

Der Panini-Verlag bringt im nächsten Jahr nicht bloß die obligatorischen Sammelbände der Batman– und Batman Eternal-Serien heraus, auch legt er zwei Klassiker aus den 90ern auf: Das Beben (im Dino-Verlag einst Inferno genannt) und das geniale JLA-Crossover von 1998, One Million von Grant Morrison. Darin tauscht die Justice League aus einer fernen Zukunft die Plätze mit der JLA der Gegenwart, damit die „alten“ Helden an Festspielen zu ihren Ehren teilnehmen können. Sabotiert wird das Spektakel von Vandal Savage und dem neuen Feind Solaris. Dieses besonders gelungene Event schlug sich damals in allen Serien nieder: zu jeder erschien eine Ausgabe #1.000.000 (mittlerweile gesammelt in einer Omnibus-Ausgabe).

Außerdem gibt es einen neuen Batman Beyond (dt. Batman of the Future), der nach den Ereignissen in Futures End in die DC-Continuity aufgenommen wurde. Vor dem Kinostart von Batman v Superman wird Superman/Batman: Freunde und Feinde von Jeph Loeb herausgebracht.

Noch im Dezember dieses Jahres erscheinen noch das Crossover Forever Evil als Paperback sowie Gotham Central 2 (in der US-Ausgabe in Band 1 enthalten).

Januar

  • Batman & Robin Sonderband 8
  • Batman Sonderband 46
  • Futures End 8
  • Convergence Megaband

Februar

  • Superman/Batman: Freunde und Feinde
  • Batgirl: Die neuen Abenteuer 1
  • Justice League: One Million 1

März

  • Batman Eternal 1
  • Gotham Central 3

April

Mai

  • Batman Eternal 2
  • Batman Beyond (von Dan Jurgens)
  • Robin – Der Sohn des Dunklen Ritters 1

Juni

Batman Elseworlds: Digitaler Nachschub

Alternative Historien, dystopische Zukunftsentwürfe, Literaturadaptionen – in den 90er und frühen 2000er Jahren führte DC Comics für seine nicht-kanonischen Parallelwelten das Label Elseworlds. Darunter waren auch einige bemerkenswerte Werke. Doch nur die wenigsten werden noch neu aufgelegt, die meisten Hefte sind vergriffen. Nächstes Jahr will DC das nachholen mit einem Paperback; was drin sein wird, ist noch unklar. Bis dahin können Fans die Lektüre digital nachholen, denn DC setzt die Digitalisierung seiner Elseworlds-Storys fort: Nach langem Stillstand wurden in den vergangenen Wochen bei Comixology mehrere Comics neu veröffentlicht – und zwar sehr preiswert. Derzeit gibt es diese Batman-Comics und ein Justice-League-Comic (in englischer Sprache):

Welche davon lesenswert sind, kann man unter den jeweiligen Links nachlesen. Die fehlenden Besprechungen werden hier noch nachgeholt werden.

Geschenke für den Batman-Fan

Was schenkt man einem wahren Batman-Fan zu Weihnachten?

In diesem Jahr ist es ganz einfach. Wer sich für die Frühzeit des Helden interessiert, wird ganz bestimmt mit einem dicken Wälzer glücklich: dem Golden Age Omnibus. Auf über 800 Seiten werden die ersten Storys aus Detective Comics #27-56 und Batman #1-7 geboten (auf englisch). Kosten: 75 US-Dollar. Gut angelegtes Geld. (Ein Pendant gibt es auch zu Superman.) Deutlich billiger davon kommt man mit dem Geschichtsbildband The Golden Age of DC Comics vom Taschen-Verlag (40 Euro). Davon sind mittlerweile auch Bände zum Silver Age und Bronze Age (bis 1985) erschienen. Es handelt sich dabei um 400 Seiten starke, reichlich illustrierte und höchst informative Bücher voller Comic-Cover, Fotos und Nostalgie. Absolute Standardwerke für Superhelden-Fans.

Eine Sparausgabe nur für Batman-Fans ist The Little Book of Batman (8 Euro). Darin versammelt der Taschen-Verlag auf rund 200 kleinen Seiten eine Art Best-of aus den oben genannten Großwerken bzw. aus dem Riesenband 75 Jahre DC Comics, der 2010 erschienen ist. Auch wenn das Format des Batman-Büchleins dagegen mickrig wirkt, sind doch sehr viele Infos und viel unnützes Wissen zusammengetragen, sodass selbst ein alter Fan noch einiges Neues und Kurioses aus der langen Batman-Geschichte entdecken kann. Einziger Nachteil: während das Vorwort von Paul Levitz (Warum lieben wir Batman?) in deutsch, englisch und französisch geliefert wird, sind die Bildtexte (die den größten Teil des Buches ausmachen) nur auf englisch. (Die Little Books gibt es auch zu Superman und Wonder Woman.)

Für 60’s-Nostalgiker bietet sich die DVD-/Blu-ray-Box Batman – Die komplette Serie an (etwa 50/65 Euro). Auf 18 Discs kann man sich die absurden, knallbunten und überdrehten Folgen mit Adam West und Burt Ward ansehen – falls man diesen LSD-Trip so lange aushält. Als Kostprobe empfiehlt sich der Kinofilm zur Serie Batman hält die Welt in Atem (ebenfalls auf Blu-ray erhältlich). Damit ist alles gesagt.

Zum 75-jährigen Jubiläum des Jokers hat der Panini-Verlag eine 372-Seiten-Anthologie mit 18 der besten Geschichten herausgebracht (30 Euro). Bereits im Vorjahr ist eine umfassende Batman-Anthologie erschienen. Das US-Pendant von DC Comics ist der Band Joker: A Celebration of 75 Years. In der Reihe wurden auch Bände zu Batman, Robin und zuletzt Catwoman herausgebracht.

Ansonsten gibt es Batman-USB-Sticks (von Emtec, 7 Euro für 8GB), Batman-Ausstechformen für Kekse, Batman-Backformen für Kuchen, Batman-Eierbecher, Batman-Unterhosen, Batman-Gummi-Enten, Batman-Lego und Batman-Düfte. An Ideen mangelt es der Merchandise-Industrie nicht. Alles Blödsinn, versteht sich. Denn das einzige, was ein wahrer Batman-Fan abseits von Büchern, Comics und Filmen wirklich braucht, ist ein T-Shirt: grau und mit schwarzem Batman-Symbol auf der Brust. Ganz einfach und klassisch, ohne peinlich zu sein. Kostet etwa 20 Euro. Man sollte beachten, dass es sich um lizensiertes Produkt mit hochwertigem Aufdruck handelt. Mit so einem T-Shirt fühlt sich jeder schon gleich viel heroischer.

The Greatest Gladiator Match in the History of the World

Superman versus Batman, mit Wonder Woman versus Doomsday! Der neue Trailer zu Batman v Superman: Dawn of Justice ist mal wieder ein Fest für Fans und lässt die Erwartungen an das Gipfeltreffen noch steigen. Nicht genug, dass die größten Helden von DC Comics gegeneinander antreten, nicht nur, dass Wonder Woman (und auch Aquaman, nicht im Trailer) hinzukommen, Lex Luthor erschafft mit Doomsday auch einen Widersacher, den die Helden vereint bekämpfen müssen. Die Zerstörungsorgie von Man of Steel geht damit in Runde 2 … Hoffentlich nicht ganz so ermüdend.

Doch der neue Trailer verspricht auch harte Wortgefechte zwischen Clark Kent und Bruce Wayne: Während Kent nicht viel von Batman aus Gotham hält, hat Wayne etwas gegen den Übermenschen, der Metropolis zerlegt hat. Warum? Schlechte Erfahrungen mit „freaks dressed like clowns“ … Batman zeigt nicht nur rhetorische Stärke, sondern geht auch ziemlich rabiat gegen seine menschlichen Gegner vor, auf der Haut eines Schurken hinterlässt er offenbar ein Brandmal in Form einer Fledermaus. Und damit wirkt er ebenso zweifelhaft wie der Halbgott, den er bekämpft.

Eine interessante Figur verspricht Lex Luthor zu werden: Jesse Eisenberg verkörpert einen quirligen, geschwätzigen Gesellschafter, der es nach eigenen Angaben liebt, Menschen zusammenzubringen – wie etwa Clark Kent und Bruce Wayne. Beim Händedruck mit Kent warnt er Wayne: „you should not pick a fight with this person“ und als es dann doch zum Kampf kommt, bringt er es auf den Punkt: „the greatest gladiator match in the history of the world“. Alfred ist mal wieder die Stimme der Vernunft, der Batman sagt, er könne den Kampf gegen Superman nicht gewinnen. Und Superman bekräftigt, dass er noch einmal, dass er Batman töten könnte – wenn er wollte.

Rätsel geben noch immer die dystopischen Szenen auf, die Superman als faschistoiden Anführer einer eigenen Armee und Batman als Widerstandskämpfer im Ledermantel zeigen. Eine Vorschau auf die Zukunft? Eine Vision? Ein Traum? Man weiß es nicht. Lassen wir die Spekulationen, lassen wir uns lieber überraschen. Falls die ganzen Teaser und Trailer überhaupt noch eine Überraschung übrig lassen. Langsam stellt sich das Gefühl ein, man hätte den halben Film bereits gesehen.