Batman

Legends of the Dark Knight: Lost Cargo

DC Comics

Autorin/Zeichner: Devin Grayson/Jean-Jacques Dzialowski

Erschienen: 2004 (Batman: Legends of the Dark Knight #177-178)


Catwoman geht gegen Menschenhändler vor. Die Triaden verkaufen eine Lastwagenladung voller philippinischer Frauen an das Escabedo Cartel. Doch weil Catwoman auftaucht und die Triaden aufmischt, bekommt der Fahrer des Lastwagens den Befehl, den Lastwagen stehen zu lassen und abzuhauen – obwohl die Frauen darin eingesperrt sind und bald ersticken werden. Als der Escabedo-Boss das erfährt, beauftragt er seinen Sohn, den Lkw zu finden.

Catwoman bleibt beharrlich an den Gangstern dran, doch dann taucht im Stripclub auch Batmans anderes Alter Ego, Matches Malone auf. Doch die Katze kennt ihn noch nicht und arbeitet lieber allein. Da geht Malone zum Boss selbst, um die Frauen zu finden. Catwoman platzt herein und versucht es auf die unsanfte Art.

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Neues aus den 80ern: „DC Finest: Batman: Red Skies“ und „Year Three“

DC Comics

DC setzt seine „DC Finest„-Reihe fort. Nach „Year One & Year Two“ und „The Killing Joke & Other Stories“ soll am 2. September der dritte Batman-Band erscheinen. „DC Finest: Batman: Red Skies“ enthält jedoch keine Comics der späten 80er, wie es chronologisch sinnvoll wäre, sondern aus den Jahren 1985 bis 1986, also alles kurz vor der Crisis. Der Inhalt:

Zu den Storylines zählt der erste Auftritt von Black Mask, ein Dreiteiler mit Two-Face und ein Annual mit Hugo Strange:

Autor der meisten Storys ist Doug Moench, zu den Zeichnern gehören Gene Colan und Tom Mandrake. Das Meiste davon ist noch nie in einem Sammelband erschienen, daher dürfte der Band eine Bereicherung für die Sammler und Nostalgiker sein.

Während man auf die Comics der späten 80er in der Reihe noch warten muss, bringt DC im Sommer schon mal eine Deluxe Edition von Batman: Year Three (Batman #436-439) heraus. Die Story von Marv Wolfman und Pat Broderick vertieft die Vorgeschichte vom ersten Robin, Dick Grayson. Der Band soll am 12. August 2025 erscheinen. Panini hat die Storyline zusammen mit Year One und Year Two im Band Batman: Die ersten drei Jahre neu herausgebracht.

Mehr zum Thema: 

Batgirl gegen Catwoman

DC Comics

Titel: The Bat and the Cat (dt. Catwoman vs. Batgirl)

Autor/Zeichner: Fabian Nicieza/Kevin Maguire

Erschienen: 2008 (Batman Confidential #17-21), Paperback 2009; dt. Panini 2009 (Batman Sonderband 18)


Catwoman klaut Barbara Gordon das Notizbuch ihres Vaters (Commissioner James Gordon), Barbara zieht sich schnell ihr Batgirl-Kostüm an und jagt hinterher. Es geht über Dächer, es wird gekämpft mit allen schmutzigen Tricks und es geht sogar durch einen FKK-Club, wo beide Frauen blank ziehen müssen … Aber wer nur deshalb hier ist, wird enttäuscht: die Szene bleibt so prüde zensiert, wie es bei DC nur möglich ist.

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Batgirl und Superman gegen Mad Hatter

DC Comics

Titel: (Almost) The World’s Finest Team

Autor/Zeichner: Mark Millar/Mike Manley, Terry Austin

Erschienen: 1998 (Superman Adventures #25), Paperback (Superman Adventures Vol. 3), Compendium 2025


„I can do Batman.“ (Superman)

Das Team-Up zwischen Superman und Batgirl von 1980 (DC Comics Presents #19) verlief ziemlich enttäuschend, aber im Animated-Universe gab es ein weiteres – flott geschrieben von Mark Millar, flott gezeichnet von Mike Manley und Terry Austin, die Seiten und Panels gerahmt in Schwarz. Was kann da schon schiefgehen?

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Legends of the Dark Knight: The Secret City

DC Comics

Deutscher Titel: Die geheime Stadt

Autor/Zeichner: Dylan Horrocks/Ramón F. Bachs

Erschienen: 2004 (Batman: Legends of the Dark Knight #180-181), dt. Panini 2007 (Batman 24)


Ein junger Hacker wird per Briefbombe ermordet, Batman ermittelt und wendet sich an seine Computerexpertin Oracle (Barbara Gordon). Die entdeckt, dass der Hacker in einer ausgefeilten Virtual Reality, einer geheimen Stadt namens Nirvana, eine zweite Heimat hatte, ein nichtkommerzielles Refugium für Gleichgesinnte. Während weitere Hacker Attentate zum Opfer fallen, sterben auch die Avatare – und dann taucht auch noch ein digitaler Joker auf. Ist es der echte? Für Barbara kommt ein altes Trauma hoch (The Killing Joke). Sie rüstet sich, indem sie als Avatar wieder zu Batgirl wird.

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Batgirl und Supergirl gegen Batman und Superman

DC Comics

Titel: The Supergirl-Batgirl Plot – Clash of the Super-Teams

Autor/Zeichner: Cary Bates/Curt Swan

Erschienen: 1967 (World’s Finest #169)


Supergirl fliegt durch die Gegend, da erscheint vor ihr aus dem Nichts eine riesige gasförmige Hand und nimmt sie gefangen. Zufällig kommt Batgirl vorbei, wird ebenfalls gefangen, doch gemeinsam können sich die Heldinnen befreien (dank einer Kombination aus Säure und Röntgenstrahlen – fragt nicht). Die beiden bilden ein gutes Team, finden sie. Doch dann geht man erstmal wieder getrennter Wege.

Die beiden Frauen haben noch eine Gemeinsamkeit: Sie stehen im Schatten ihrer Vorbilder und sind eifersüchtig, dass immer nur Superman und Batman den ganzen Ruhm einheimsen, also beschließen sie – unabhängig voneinander – das zu ändern. Als Superman gerade einen Eckstein in ein neugebautes Hochhaus einsetzt, stürzt es ein und Superman kann nicht helfen, weil er in diesem Moment plötzlich vorübergehend seine Kräfte verliert. Supergirl greift ein und rettet die Menschen. Eine wahnsinnig fahrlässige Aktion, nur um das eigene Ego zu befriedigen!

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Matt Fraction macht Batman wieder blau

DC Comics

Im September startet DC seine Traditionsserie Batman neu. Zum vierten Mal seit 1940. Keine Sorge, es wird kein Reboot, sondern bekommt in alter verkaufsfördernder Tradition bloß eine Nummer 1, weil ein neuer Autor die Serie übernimmt. Diesmal ist es Matt Fraction. Der hat bisher bloß eine Kurzgeschichte für das Jubiläumsheft Detective Comics #1027 (2020) geschrieben, ist aber nach eigenen Angaben ein großer Fan der Fledermaus: “I wouldn’t be here if it wasn’t for Batman. It was the first comic I ever read“, sagt er. Angeblich soll es Batman #316 (1979) gewesen sein, in dem eine Crazy-Quilt-Story erzählt wird.

Fraction hat bereits viel für Marvel geschrieben, zum Beispiel Iron Man, Iron Fist, Spider-Man, Thor, Fantastic Four und die gefeierte und wirklich lesenswerte Hawkeye-Serie (mit David Aja) sowie für Image Sex Criminals mit seinem Batman-Vorgänger Chip Zdarsky. Als Zeichner wird wieder Jorge Jiménez dienen.

Storys in Heftlänge

Über den Inhalt ist so gut wie nichts bekannt, nur über die Form: Erzählt werden sollen für sich stehende Storys, eine pro Ausgabe, die aber miteinander verbunden sind. Ähnlich war es zunächst lange bei Detective Comics, während in Batman eher die langen Storylines erzählt wurden. Mit Mariko Tamaki und später Ram V aus Autoren für Detective Comics gab es zwei große Epen, die in den Serien nebeneinander herliefen. Nun scheint sich das zu ändern. Batman wird zur Serie für Neueinsteiger und spontane Leser mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne.

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Wie Barbara Gordon zu Oracle wurde

Cover von Kelley Jones und Howard Chaykin, Tommy Lee Edwards (DC Comics)

Titel: A Little Knowledge/Oracle: Year One – Born of Hope

Autor/Zeichner: Scott Peterson, John Ostrander, Kim Yale/Brian Stelfreeze

Erschienen: 1994/1996 (Showcase ’94 #12, The Batman Chronicles #5), Hardcover 2013 (Batgirl: A Celebration of 50 Years) [nur Oracle: Year One]


Nach dem Anschlag des Jokers (The Killing Joke) begann Barbara Gordons zweite Karriere als Hackerin im Rollstuhl, Oracle. Ihren ersten Auftritt in der Funktion hatte sie bereits im Jahr darauf (Suicide Squad #23, 1989), wurde aber erst in Suicide Squad #38 (1990) als Barbara Gordon offenbart. In Sword of Azrael wurde sie in Batmans Welt eingeführt, wo sie seitdem als Informations- und Schaltzentrale für die Bat-Family diente.

In „A Little Knowledge“ (Showcase ’94 #12,  1994) wird Oracle von einem Unbekannten bedroht. Er nagelt eine tote Ratte an ihre Tür, ruft sie an und teilt ihr mit, sie zu beobachten, er schickt ihr eine blutige Nachricht, ruft wieder an – doch sie lässt sich nicht einschüchtern. Batman (Dick Grayson) bietet ihr Hilfe an, doch sie will allein mit dem Stalker fertig werden. Sie kann sich jedoch gut gegen die beiden Angreifer wehren, zunächst mit Fäusten, dann mit Eskrima-Stäben. Zum Schluss stellt sich heraus, dass Batman rechtzeitig da war, um ihr zu helfen, aber nicht eingegriffen hat, weil sie offenbar selbst zurechtkam. Für Barbara bleibt das Erfolgserlebnis, dass sie auch im Rollstuhl auf sich selbst aufpassen kann.

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Ein Blackhawk als Kriegstreiber

DC Comics

Titel: Blackhawk Down (dt. Himmelsdramen)

Autor/Zeichner: Royal McGraw/Marcos Marz

Erschienen: 2010 (Batman Confidential #36-39), dt. Panini 2011 (Batman Sonderband #29)


Blackhawk (Janos Prohaska) war einst ein Pilot und Kriegsheld sowie Anführer des Teams Blackhawks. Heute werden unter diesem Namen Kampfflugzeuge hergestellt. Doch dann greift ein ehemaliges Blackhawk-Mitglied, Theodore Gaynor, die Firma an und stiehlt Pläne. Zufällig ist auch Bruce Wayne da, doch er kann den Schurken nicht aufhalten. Die Spur führt nach Warschau, ans Grab von Janos. Dort wird Batman von einem mechanischen Riesenoktopus mit einem (linksdrehenden) Hakenkreuz angegriffen (warum auch immer), bevor er auf Lady Blackhawk trifft.

Später stellt sich heraus: Janos lebt als alter Mann weiter. Gemeinsam will man Gaynor aufhalten, bevor er Gotham vernichtet und damit einen Krieg zwischen den USA und China anzettelt. Denn für ihn steht fest: Amerika braucht den Krieg! Als ob das Land seit 1945 nicht schon etliche geführt hätte, seit 2001 sogar zwei im Nahen Osten …

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Batmans Fliegergeschichten

DC Comics

Titel: Ghost of the Killer Skies/Death Flies the Haunted Sky

Autoren/Zeichner: Dennis O’Neil, Archie Goodwin/Neal Adams, Alex Toth

Erschienen: 1970/1974 (Detective Comics #404/442), Paperback 1988 (The Greatest Batman Stories Ever Told Vol. 1)


In den Batman-Anthologien finden sich zwei Kurzgeschichten, die zu den besten aller Zeiten zählen und mit Flugzeugen aus dem Ersten Weltkrieg zu tun haben.

In „Ghost of the Killer Skies“ finanziert Bruce Wayne einen Spielfilm über das einstige Fliegerass Baron Hans von Hammer. Doch beim Dreh in Spanien geht alles schief: Requisiten werden gestohlen, Filmmaterial verbrennt, Tonspuren gehen verloren und dann stürzt auch noch ein Stuntman mit einem Doppeldeckerflugzeug ab. Batman ist zufällig im Kostüm zur Stelle und sieht sofort, dass der Mann im Flug erwürgt wurde.

Hauptverdächtiger: Heinrich Franz, ein technischer Berater und angeblicher Nachkomme des Barons, der diesem wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Er sieht die Unglücke als Winke des Schicksals, den Film nicht zu beenden.

Was heißt Batman auf Spanisch? „El Hombre Murcielago“! (DC Comics)

Batman vereitelt einen weiteren Sabotageakt, diesmal versuchen Einheimische, ein Flugzeug in die Luft zu jagen. Er erwischt den Kameramann Gavon. Doch der will mit dem Flugzeug nichts zu tun gehabt haben. Da wird Regisseur Anson erschossen – angeblich vom Geist von Hans von Hammer, tatsächlich aber von Heinrich Franz. Der findet es nämlich gar nicht gut, wie der geplante Film seinen Vorfahren darstellt. Eine Beleidigung sei das für den skrupellosen „Gott“, findet er. Batman verteidigt eine differenziertere Sicht auf die historische Gestalt.

DC Comics

Statt Batman zu erschießen, trägt der Schurke den Kampf mit ihm in der Luft aus. So viel Fairness muss selbst für einen kalten Killer sein. Zum Glück hat Batman mal bei einem Stuntpiloten gelernt, wie man die alten Maschinen aus dem Ersten Weltkrieg fliegt. Außerdem greift dann doch noch der Geist von Hans von Hammer ein, um ihm zu helfen, während Batman beschossen wird. Sein Flugzeug wird getroffen, da hilft nur noch ein waghalsiger Sprung zum Gegner. Im Nahkampf verfängt sich Heinrichs Schal im Propeller, was ihn in den Tod stürzen lässt.

Neal Adams zeichnet hier mal wieder einige beeindruckende Panels mit dramatischen Perspektiven.

(Die Story wurde u.a. nachgedruckt in Batman by Neal Adams Vol. 2 (2019) und auf Deutsch in Batman Collection – Neal Adams 2 (Panini 2009).)

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