Batman

Poison Ivys Ursprung, Tod und Auferstehung

DC Comics

Titel: Poison Ivy Vol. 4: Origin of Species (dt. Erblühendes Verderben)

Autorin/Zeichner: G. Willow Wilson/Marcio Takara, Haining

Erschienen: 2024 (Poison Ivy #19-24), Paperback/Hardcover 2024; dt. Panini 2024


Der totgeglaubte Jason Woodrue alias Floronic Man ist als Pilzmonster aus Pamela Isleys Bauch ausgebrochen und will nun die Welt vernichten (siehe Vol. 3: Mourning Sickness). Pamela stirbt – schon wieder. Doch zuvor lässt sie in der Tradition von Nahtoderlebnissen ihr Leben noch einmal Revue passieren, auch als Service für die Leser, die gerade erst dazugekommen sind.

Also sehen wir noch einmal, wie Pamela zu Poison Ivy wurde, als vielversprechende Studentin der Botanik begann, von ihrem charismatischen Lehrer Woodrue eingenommen, verführt und schließlich für Experimente missbraucht wurde. Neu ist das alles im Wesentlichen nicht, die Geschichte konnte man ähnlich schon 1988 und 1997 lesen. Hier kommt aber noch – neben Alec Holland (Swamp Thing) und seiner Frau – die Figur Bella Garten dazu, die später zur Schurkin The Gardener wird (siehe Fear State).

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Batman, Ragman und Chanukka

DC Comics

Titel: Small Miracles

Autor/Zeichner: Sholly Fish/Rick Burchett

Erschienen: 2012 (All-New Batman: The Brave and the Bold #14), Paperback 2014 (Small Miracles)


Schluss mit White Christmas! Die drei Schurken der Farben – Crazy Quilt, Doctor Spectro und Rainbow Raider – haben sich zusammengeschlossen, um – den Schnee zu färben! Aber keine Sorge: Batman wirft einfach einen Batarang und schaltet alle drei auf einen Schlag aus. Blue Beetle steht nur daneben und hat nichts zu tun.

Doch nicht alle feiern Weihnachten. Pfandleiher Rory Regan feiert nicht mal Chanukka, wie es seine Familientradition wäre, er ist nicht religiös. Ein Rabbi in Geldnöten versucht, ihn vom Gegenteil zu überzeugen, da werden sie unterbrochen von einem Gauner, der einer armen Frau den Einkaufswagen mit Pfandflaschen klaut. (Warum auch immer jemand so was tun sollte.) Rory verwandelt sich zum Rächer Ragman und hält ihn auf. Es hätte nicht unbedingt Superkräfte dafür gebraucht.

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Legends of the Dark Knight: Grimm

Cover von John Cassaday (DC Comics)

Autor/Zeichner: J.M. DeMatteis/Trevor von Eeden, José Luis García López

Erschienen: 2002 (Legends of the Dark Knight #149-153)


Es ist zwei Monate her, seit Dick Graysons Eltern gestorben ist, und erst einen Monat, seit er zu Robin wurde. Auf der Gotham Toy Fair erscheint eine dicke Frau in einem altmodischen Rüschenkleid, die sich Mother Grimm nennt. Begleitet wird sie von  Mr. Sweep (einem Schornsteinfeger wie bei Mary Poppins), Mr. Winkie (eine Art Schlafmütze) und Mr. Bear (einem Winne-the-Pooh-Verschnitt). Gemeinsam rauben sie Spielzeuge, um sie den bedürftigen Kindern der Stadt angedeihen zu lassen. Außerdem versprüht sie Halluzinogene, während ihre Helfer mit Stromschlägen, Blendgranaten und Honigblasen arbeiten.

Robin jagt eine junge Diebin durch die Stadt, die ihm das Herz stiehlt. Sie lockt ihn in eine Falle, wo er von anderen Minderjährigen bewusstlos geschlagen wird. Dann verschleppen sie ihn in das Untergrund-Rummelplatz „Dreamland“, einem scheinbaren Paradies für Kinder – der von Mother Grimm betrieben wird. (Fragt sich nur, warum sie Spielzeuge stiehlt, wenn sie reich genug ist, um Dreamland zu betreiben.) Die ist nur zu Erwachsenen gemein, etwa zum Chef eines Privatfernsehsenders, der für sein kinderunfreundliches Programm den Hintern versohlt bekommt.

Während Waisenkind Robin in Dreamland eine neue Heimat und Freunde findet, untersucht Batman den Mord an einem Milliardär, dessen Frau zuvor ermordet worden ist, daraufhin wird auch noch dessen Sohn entführt. Als er Mother Grimm konfrontiert, versucht sie, ihn umzubringen, und als das nicht klappt, lässt sie ihn einen Horrortrip auf Drogen machen. Robin muss ihn befreien …

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Batman und Shazam retten Weihnachten

DC Comics

Titel: That Holiday Feeling

Autor/Zeichner: Sholly Fish/Rick Burchett

Erschienen: 2011 (All-New Batman: The Brave and the Bold #2)


Billy Batson kommt mit Mr. Tawny nach Gotham, um Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Doch sie finden dort alles andere als Menschen in Feiertagsstimmung vor. Sie sind wütend, aggressiv, ängstlich. Sogar Tawny weckt den Tiger in sich und rückt Billy zuleibe. Der Junge kriegt vor lauter Angst kaum „Shazam!“ über die Lippen – aber dann verwandelt er sich doch in den Helden, nimmt Tawny gefangen und kümmert sich um Schadensbegrenzung, damit die Bürger von Gotham sich nicht gegenseitig umbringen.

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Crime Doctor Matthew Thorne

Detective Comics #77/Batman #18 (1943)

DC Comics

Es ist mal wieder Grippesaison! Ich hoffe, ihr seid bisher gesund geblieben. Falls euch aber das Fieber packt, solltet ihr einen Arzt aufsuchen. Doch geht lieber nicht zu Doctor Matthew Thorne, denn der hat Dreck am Stecken.

Thorne (geschaffen von Bob Kane und Bill Finger) ist zwar ein Arzt aus Leidenschaft, aber was ihm den richtigen Kick gibt, sind Verbrechen. Deshalb berät er in seiner „Crime Clinic “ nebenbei Gauner, wie sie ihre „Operationen“ drehen können (Detective Comics #77, 1943). Für 25 Prozent des Erlöses. Er führt auch Hintergrundchecks durch, ob neue Anwerber keine Polizeispitzel sind. Dann gibt er den Gaunern Tipps, wie etwa das Kabel für den Alarm durchzuschneiden. Etwas seltsam, dass die da nicht selbst drauf kommen …

Wenn etwas schief geht, macht der Doktor auch Hausbesuche, dann verlangt er allerdings 50 Prozent. Dank seiner OP-Verkleidung ist er nicht nur maskiert, sondern hinterlässt auch keine Fingerabdrücke, sein Stethoskop hilft ihm dabei, Safes zu knacken, sein Krankenwagen ist das perfekte Fluchtauto, weil niemand Verdacht schöpft. Außerdem setzt er gern Betäubungsmittel ein, um Wachleute bewusstlos zu machen.

Doch dann kommen ihm Batman und Robin in die Quere und verfolgen ihn in seine Praxis. Thorne droht ihnen mit der Waffe. Zwar will er niemanden umbringen, aber er tut es, wenn er muss. Da platzt ein Patient mit einem Blinddarmdurchbruch rein und Batman muss ihm bei der OP assistieren. Dann aber nimmt er Batman und Robin gefangen und stiehlt eine Formel, wie man Gold herstellen kann. Beim Kampf auf einem Teilchenbeschleuniger kann Batman ihn besiegen.

Tödliche Gier nach Gold

Im zweiten Teil der Geschichte (The Crime Surgeon, Batman #18, 1943) bricht Dr. Thorne aus dem Knast aus, nachdem er bei einer OP geholfen hat, und eröffnet wieder seine Praxis, diesmal aber mobil, indem er einmal quer durch die Staaten reist. Das führt zu einer Epidemie des Verbrechens, die Batman und Robin auf den Plan ruft.

Robin geht undercover als Schuhputzer, kommt Thorne auf die Spur, man prügelt sich auf einer Baustelle. Dann geht Batman undercover, wird mit einer Augenbinde zu Thornes Praxis gebracht und entlarvt. Ein Handlanger schießt auf Robin – und wieder muss Batman dem Doktor bei einer OP assistieren.

Später kommt es wieder zum Showdown mit Gold, diesmal auf einem Bagger. Als Thorn mit einem Skalpell auf Batman losgeht, wird er von einem Mann erschossen, dessen Frau gestorben ist, weil Thorne sie nicht rechtzeitig operiert hat, sondern dem Gold nachlief. Die Moral versteht sich hier von selbst. Thorne hat sie verstanden. Er meint, er verdient es zu sterben. Aber das bedeutet noch längst nicht das Ende.

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Batman und Adam Strange erschaffen Weihnachten

DC Comics

Titel: Final Christmas

Autor/Zeichner: Landry Q. Walker/Eric Jones

Erschienen: 2010 (Batman: The Brave and the Bold #12)


Kein Tag Ruhe für Batman – nicht mal an Weihnachten. Denn da schlägt der Calendar Man wieder zu – und diesmal kennt er keine Gnade. Er droht, mit einem Knopfdruck alle Weihnachtsgrußkarten zu leeren. Ja, ihr habt richtig gelesen. Ist denn heute nichts mehr heilig? Doch noch bevor Batman dazu kommt, dem Schurken das Handwerk zu legen, beamt ihn ein Zeta-Strahl ins All – und dann explodiert die Erde. Einfach so.

Wow, was für ein Auftakt! Das war’s dann wohl mit Weihnachten für alle Zeit. Und mit der Menschheit und so auch. Batman hat aber gar keine Zeit, seine Heimatwelt zu betrauern, denn er wird auf den Planeten Rann transportiert, wo er dem Helden Adam Strange dabei helfen muss, Schattendämonen zu besiegen. Antimaterie bedroht nämlich das Weltall, davon wurde die Erde zerstört, Rann ist heil davongekommen, aber zur Eiswüste mit Schattendämonen geworden. Zusammen mit Adams Frau Alana versuchen sie, das Schlimmste zu verhindern.

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Dr. Phosphorus kehrt wieder zurück

DC Comics

Titel: The Return of Doctor Phosphorus

Autor/Zeichner: Royal McGraw/Marcos Marz

Erschienen: 2007 (Detective Comics #825), Paperback 2007 (Batman: Detective)


Doctor Phosphorus ist tot. Gestorben ist er in Starman #71 (2000). Aber das ist ja nicht das erste Mal, dass man uns das weismachen will. Jetzt, sieben Jahre später, ist er einfach wieder da. Wegen seiner Superkräfte. Radioaktivität und so, ihr wisst schon, das Mysterium der Physik – oder einfach „science“ … Nun forschen Wissenschaftler an ihm, wollen ihn ausbeuten als saubere Energiequelle, was ihm aber nicht gefällt. Er bricht aus und hinterlässt eine Spur der Verwüstung, auch an einem der Forscher. Dr. Phosphorus ist aus irgendeinem Grund mächtiger denn je.

Wieder hat er es auf Rache abgesehen, diesmal an Rupert Thorne, den er für seinen Zustand verantwortlich macht. Bei seinem letzten Besuch, als Thorne noch in Arkham saß (Batman #311, 1979), scheint er sich noch nicht an ihm gestört zu haben. Da hat er ihm nur einen Schrecken eingejagt, bevor er durch die Wand verschwunden ist. Nun aber besucht er ihn im Gefängnis von Blackgate und will dem von Hugo Stranges Geist Traumatisierten an den Kragen.

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Dr. Phosphorus kehrt zurück

DC Comics

Titel: Dr. Phosphorus Is Back

Autor/Zeichner: Steve Englehart/Irv Novick

Erschienen: 1979 (Batman #311), Hardcover 2020 (Tales of the Batman: Steve Englehart)


Steve Englehart hatte seinen Detective-Comics-Run nach acht Ausgaben im Jahr 1978 beendet, doch ein Jahr später kehrte er für eine Batman-Ausgabe als Gastautor zurück und bescherte dann auch seiner Schöpfung Dr. Phosphorus ein Comeback. (Allerdings diesmal leider nicht mit Marshall Rogers.)

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Strange Apparitions: Joker

DC Comics

Titel: The Laughing Fish/Sign of the Joker

Autor/Zeichner: Steve Englehart/Marshall Rogers

Erschienen: 1978 (Detective Comics #475-476), Paperback 1999 (Strange Apparitions), Hardcover 2020 (Tales of the Batman: Steve Englehart); dt. Egmont Ehapa 1978 (Batman Taschenbuch #2), Eaglemoss 2015 (Im Zeichen des Jokers)


Batman steigt bei Silver St. Cloud durchs Fenster und fragt erst dann, ob er eintreten darf. Dass sie nur mit einem Handtuch bekleidet ist, stört ihn nicht. Silver wirkt so perplex, dass sie gar nicht erst antwortet. Batman fragt, ob sie ihm was zu sagen habe, doch das Gespräch führt zu nichts. Silver tut so, als ob sie nicht wüsste, dass er Bruce ist (Detective Comics #474). Dabei weiß er, dass sie es weiß, nur sie weiß nicht, dass er es weiß – was für ein Melodrama! Nach dieser creepy Stalker-Aktion ruft er sie als Bruce Wayne an und tut so, als wäre nichts gewesen. Silver sagt ihr Date unter einem Vorwand ab. Noch mehr Melodrama!

Hausfriedensbruch: Batman bei Silver St. Cloud. (DC Comics)

Da wir hier nicht weiterkommen, wenden wir uns daher lieber dem Kerngeschäft zu: Die Fische im Hafen von Gotham tragen alle ein böses Grinsen im Gesicht. Dahinter kann nur einer stecken – und tatsächlich taucht kurz darauf der Joker im Patentamt auf und verlangt, sich seine Jokerfische patentieren zu lassen, er wittert das große Geschäft. Das gehe nicht, sagt der Beamte. Fische seien Gemeingut. Der Joker droht ihm, er habe Zeit bis Mitternacht, seine Meinung zu ändern.

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Strange Apparitions: Deadshot

DC Comics

Titel: The Deadshot Ricochet

Autor/Zeichner: Steve Englehart/Marshall Rogers

Erschienen: 1977 (Detective Comics #474), Paperback 1999 (Strange Apparitions), Hardcover 2020 (Tales of the Batman: Steve Englehart); dt. Egmont Ehapa 1978 (Batman Taschenbuch #2), Eaglemoss 2015 (Im Zeichen des Jokers)


Batman und Robin erwischen zwei Gauner, die gerade Hugo Stranges Leiche im Wasser entsorgen – sie arbeiten für Rupert Thorne. Der Chef des Stadtrats, der die Gerichte kontrolliert, hat gegen Batman eine Unterlassungserklärung erwirkt. Der Held ist jetzt wieder ein Outlaw, ganz wie in seinen Anfangstagen. Batman stattet Thorne einen Besuch ab, um ihn einzuschüchtern. Der gibt sich aber unbeeindruckt. Größere Wirkung hat ein anderer Besuch: Thorne wird von Hugo Stranges Geist heimgesucht. Er warnt ihn vor dem bevorstehenden Tod.

Nachdem Batman und Robin den Pinguin wieder eingebuchtet haben, plant der schon seinen Ausbruch. Sein Monokel kann nämlich mit einem Laser Löcher in die Wand bohren. (Wäre früher sicher auch als Waffe nützlich gewesen.) Kaum hat er einem Mitinsassen davon erzählt, schnappt der ihm das Ding weg und haut selber damit ab. Dieser ist kein geringerer als Floyd Lawton, der einst als Deadshot beinahe Batman ersetzt hätte (Batman #59, 1950).

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