Batman (Comic-Serie)

Der Killer mit der Patchworkmaske

DC Comics

Titel: Grotesk

Autor/Zeichner: John Ostrander/Tom Mandrake

Erschienen: 2007 (Batman #659-662), kein Paperback


Winter in Gotham. Ein neuer Serienmörder geht umher. Schneidet seinen Opfern die Gesichter weg und vebrennt sie bei lebendigem Leib. Er stückelt sich aus den Gesichtern eine Maske zusammen und trägt eine Armprothese, die Feuer schießen und schneiden kann. Schnell ist ein Name für ihn gefunden: Grotesk. Seine Opfer sind keine Unschuldigen, sondern Mitglieder des organisierten Verbrechens. Doch da trifft es auch eine Wissenschaftlerin.

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Batmobil als Oldtimer

DC Comics

Titel: Gotham City’s Strangest Race

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1955 (Detective Comics #219), Hardcover 2023 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 10)


Ihr glaubt, ihr wisst schon alles über das Batmobil? Darüber wurde alles schon gesagt? Dachte ich auch – und dann fand ich diese Story, in der das Batmobil zu einem Oldtimer wurde. Seltsam, das über ein Auto zu sagen, das aus den 30ern oder – in der neueren Version – aus den 50ern stammt, aber Batman ging 1955 noch weiter zurück, nämlich ins Jahr 1905.

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Batman trifft Magpie

DC Comics

Titel: A Bird in the Hand … (dt. Tödliche Juwelen)

Autorin/Zeichner: Barbara Randall/Trevor von Eeden

Erschienen: 1987 (Batman #401); dt. Egmont Ehapa 1988 (Batman Taschenbuch 40)


„I am what I have to be.“ (Batman)

Die Diebin Magpie stiehlt Schmuck, der nach Vögeln benannt ist – wohl um ihren Namen (Elster) gerecht zu werden. Das Problem dabei: Sie tauscht die Originale aus gegen tödliche Fälschungen. Daraufhin hat Batman eine Idee: Er lässt von Bruce Wayne eine Ausstellung seiner Juwelen-Sammlung zeigen, eine Undercover-Polizistin namens Roberta dient als Köder.

Gothams High Society kommt, darunter auch ein evangelikaler Hassprediger gegen Superhelden: Gordon Godfrey (der von Darkseid geschickt wird, siehe Event Legends). Doch während Bruce, Commissioner Gordon und die Polizistin mit dem Party-Pooper diskutieren, schnappt sich eine verkleidete Magpie den Schmuck und lässt die Polizistin ein tödliches Gas verbreiten.

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Batman-Logo Detective Comics #31

Das Batman-Logo im Wandel der Zeit

Nach dem großen Erfolg der ersten Batman-Auftritte in Detective Comics folgte 1940 eine Serie, die allein Batman (und Robin) gewidmet war. Anders als die Anthologieserie trug sie den Hauptcharakter im Titel. Das Logo zeigte einen Batman-Kopf und einem Campe, das ausgebreiteten Flügeln gleicht, darauf ist der Schriftzug „BAT MAN“ zu sehen. Zum ersten Mal tauchte dieses Logo schon in Detective Comics #31 auf, entworfen wurde es von Jerry Robinson, dem Co-Schöpfer des Jokers. Für die erste Batman-Ausgabe wurde die Schrift vergrößert und wechselte von gelb-rot zu rot. Später wurden auch die langen Ohren gestutzt und das Logo wechselte öfter die Farbe: mal blau, mal rot, mal gelb etc.

DC Comics

Das Logo prägt zum einen Batman als Marke, zum anderen wirkte es sehr kindgerecht und auch verspielt. Die seltsame Worttrennung war anfangs noch mit einem Bindestrich üblich („The Bat-Man“), war damals aber schon aufgegeben worden, im Logo lebte sie lange fort.

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Joker beschwört den Dämon Etrigan

DC Comics

Titel: Jokin‘ with Mister D./Night of the Dying Jokers/Hell to Pay

Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones

Erschienen: 1997 (Batman #544-546), Hardcover 2018 (Batman by Doug Moench & Kelley Jones Vol. 2)


Der Joker hat nun, ach, Alchimie und Dämonologie durchaus studiert mit heißem Bemühn, nun will er den Teufel höchst selbst heraufbeschwören und ihn sich dienstbar machen. Dabei geht allerdings etwas schief und vor ihm steht bloß der gelbe Dämon Etrigan. Der ist gar nicht erfreut, doch nach einigen Diskussionen läss er sich auf einen Handel mit dem Narren ein: Etrigan hilft dem Joker, Batman zum Teufel zu schicken und in Gotham die Hölle zu entfesseln, dann will der Joker Etrigan von seinem menschlichen Wirt, Jason Blood, befreien. Dazu will er mal eben den Stein der Weisen (in der deutschen Übersetzung „Stein der Philosophen“ erschaffen).

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Batman und Deadman in Machu Picchu

DC Comics

Titel: The Deadman Connection (Sweat of the Sun, Tears of the Moon/Cult of the Mummy/The Spirit Thieves)

Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones

Erschienen: 1996 (Batman #530-532), Hardcover 2014 (Batman by Doug Moench & Kelley Jones Vol. 1)


Deadman war bisher nur ein Geist, der die Gestalt eines Zirkusartisten hatte, sein weißes Totengesicht war bloß Schminke. Doch Kelley Jones, der Meister des Horrors, hat ihn zu einem wahren Gerippe gemacht, bei dem die Knochen herausragen und der trotzdem muskulös erscheint. Allein diese ins Extrem getriebene Darstellung macht diese Begegnung zu einem Highlight.

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Batman und Robin als Roboter

DC Comics

Der Fortschritt schreitet unaufhaltsam voran – mit all seinen Vor- und Nachteilen. Die Technik soll uns das Leben erleichtern, heißt es, und in einigen Fällen erleichtert sie uns sogar vom Leben. Schon immer war die Angst da, dass Maschinen uns Jobs kosten – und bisher hat sich das zwar bestätigt, es wurden aber auch immer neue, andere Jobs geschaffen. Aber was ist mit der sich rasant entwickelnden künstlichen Intelligenz? Macht sich der Mensch mit ihr überflüssig?

Auch Batman beschäftigt diese Frage, und das bereits im Jahr 1952. Der Dunkle Ritter war schon immer angewiesen auf Technik. Um nicht zu sagen: ein Technik-Freak. Ohne Gadgets kein Batman. Sein Batmobil ist stets auf dem neuesten Stand, wenn nicht gar der Zeit voraus, ganz zu schweigen vom Batplane und anderen fantastischen Erfindungen. Doch 1952 (Batman #70) führt die Polizei einen „Robot Cop“ ein, der äußerlich kaum von einem Menschen zu unterscheiden ist, aber dafür fast alles besser kann, vor allem ist er unverwundbar.

Erfunden hat ihn ein gewisser Mr. Weir, der ihn aus der Ferne steuert. Er bietet den Androiden Commissioner Gordon an und der lässt ihn daraufhin im Wettkampf mit Batman testen. Batman ist zwar schneller, auch mit dem Batmobil, aber der Roboter bewährt sich beim Kampf gegen Ganoven und wird bald zum Polizisten erklärt. Gemeinsam mit Batman zieht er los und bildet mit ihm ein gutes Team. (Robin ist verletzt.) Seine einzige Schwäche: Magnetismus.

Doch schon bald hat er Batman den Rang abgelaufen. Die Zeitungen titeln: „Is Batman’s usefulness at an end?“ Und tatsächlich muss unser Held feststellen, dass Commissioner Gordon bereits das Batsignal einmotten lässt. Batman soll sich künftig nur noch im Archiv nützlich machen. Trostpreis: eigene Sekretärin. Aber Batman als Bürohengst? Abgelöst von einer Maschine? Die Demütigung könnte kaum größer sein!

Doch dann stellt sich bei einem Einsatz heraus, dass der Roboter noch eine Schwachstelle hat: In der Nähe von Röntgenstrahlen setzt er aus. Eine Bleiverkleidung würde ihn zu schwerfällig machen, also ist das Experiment beendet. „It will take more than a machine to replace Batman — I found that out!“, sagt Gordon, der alte Heuchler. Ein Reporter bekräftigt: „Tonight Batman proved in another way that metal can’t replace flesh and blood.“

Doch das ist erst der Anfang …

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Batman gegen Red Mask

Titel: Batman Vol. 2: The Bat-Man of Gotham

Autor/Zeichner: Chip Zdarsky/Mike Hawthorne

Erschienen: 2023 (Batman #131-136), Hardcover 2023


Nachdem Batman scheinbar den Pinguin getötet hat, nachdem der selbstgebaute Killerroboter Failsafe scheinbar Batman getötet hat, ist dieser lebendig in einer Parallelwelt gelandet – eine Welt, in der es nie einen Batman gegeben hat. In diesem Gotham herrscht – wie könnte es anders sein – ein Polizeistaat, in der Superschurken wie Harvey Dent aufgepumpt mit Venom Unschuldige terrorisieren und verhaften. Entweder man gilt als gesund oder als verrückt, oder man wird für verrückt erklärt.

So wird Arkham mit Versuchskaninchen für menschenverachtende Experimente versorgt, wo der Oberschurke Red Mask herrscht. Dieser hat die Ankunft von Bruce Wayne bereits erwartet, weil er ihn für einen Geheimplan braucht. Wer mag Red Mask wohl sein? Na, ratet mal! Wer kann sich schon hinter einer ROTEN MASKE verbergen? Einer roten Maske, die wie ein Helm geformt ist? Einer haubenartigen roten Maske?

ACHTUNG: SPOILER!

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Killer Croc trifft Swamp Thing

Titel: Killer Croc: Fast Train to the Wet Dark/Swamp Things

Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones

Erschienen: 1995 (Batman #521-522), Hardcover 2014 (Batman by Doug Moench & Kelley Jones Vol. 1); dt. Dino 1997 (Batman Special #1)


Waylon Jones von Kelley Jones – was kann schöner sein, als der Meister des Horrors, der ein Monster zeichnet? Und tatsächlich wird Killer Croc hier ein Stück weit mehr zum Monster. Nicht bloß ein Mann mit einem Hautproblem, sondern ein halbes Reptil. Wie ein Tier stürzt er sich in Arkham auf sein Essen.

Da wächst ein sonderbares Kraut aus dem Boden, spuckt einen Pilz aus, Waylon verschlingt ihn und hört plötzlich eine Stimme, die ihn nach Hause ruft – ins „dunkle Nass“. Daraufhin bricht er aus Arkham aus, um es zu suchen. Weder Gitterstäbe noch Elektroschocks halten ihn auf, dieses Monster hat Hulk-Qualitäten. Auf seiner Flucht zerlegt er ein Auto.

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Failsafe: Batman muss sterben!

Titel: Failsafe

Autor/Zeichner: Chip Zdarsky/Jorge Jimenez

Erschienen: 2022 (Batman #125-130), Hardcover 2023 (Batman Vol. 1)


Der Pinguin macht Jagd auf die Reichen. Also eigentlich nur die, die nichts für ihre Millionen getan haben als zu erben. (Er hält sich selbst für einen Selfmademan.) Bruce Wayne ist kein Ziel, denn er ist ja seit einer Weile mittellos, aber als Batman fühlt er sich dann doch verpflichtet, dem Geldadel zu helfen, denn Reich oder nicht: Mord wird nicht geduldet. Schließlich landet der Pinguin im Krankenhaus, vergiftet sich selbst und lässt es so aussehen, als ob Batman ihn ermordet hätte.

Kurz darauf taucht ein Roboter mit spitzen Ohren auf, um Batman umzubringen. Sein Name: Failsafe, eine Erfindung, die Batman Einhalt gebieten soll, für den Fall, er schlägt über die Stränge. (In dem Fall: Er tötet scheinbar.) Gebaut hat ihn der Batman von Zur-En-Arrh, Batmans mentales Notfallprogramm aus dem Unterbewusstsein. Das Notfallprogramm hat also ein eigenes Notfallprogramm – ein Paranoiker wie Batman geht also stets auf Nummer extrasicher. Allerdings hat er dem Killer-Roboter, der alle Tricks beherrscht, weder kritisches Bewusstsein noch Detektivgespür noch höhere Moral eingebaut, denn Failsafe urteilt nur auf Verdacht hin und errrichtet in Gotham eine Schreckensherrschaft.

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