Batman

Gotham War: Zoff in der Familie

Titel: Batman/Catwoman: The Gotham War

Autor/Zeichner: Chip Zdarsky, Tini Howard/Jorge Jimenez u.a.

Erschienen: 2023 (Batman #137-138, Catwoman #57-58 u.a.), Hardcover 2024


„… how do I stop loving?“ (Batman)

Da macht man mal längeres ein Nickerchen, für etwa acht Wochen, und wenn man aufwacht, erkennt man die Welt nicht wieder. So ergeht es Batman. Der musste in letzter Zeit viel durchmachen. Ich meine: Wann muss er das nicht? Aber diesmal kam es besonders dicke: Zuerst wollte ihn eine künstliche Intelligenz Failsafe umbringen, dann bekam er es mit Red Mask zu tun und verlor eine Hand, beim Event Knight Terrors wurde er (mal wieder) mit seinen schlimmsten Albträumen konfrontiert. Danach lag er acht Wochen im Koma.

Derweil hat ihn Catwoman vertreten und das sogar sehr effektiv. Gewaltverbrechen sind in Gotham zurückgegangen. Dafür wird umso fleißiger gestohlen. Catwoman hat allen Ganoven, die einst für Superschurken gearbeitet haben, eine zweite Chance gegeben und bildet sie zu effektiven Dieben aus, die nur noch die Reichen ausrauben, ohne jemanden zu verletzen oder gar zu töten. 15 Prozent des Erlöses gehen an wohltätige Zwecke. Super Idee? Findet Batman gar nicht. Denn Verbrechen bleibt Verbrechen – außerdem waren seine Eltern mal reich (und auch er selbst), wie er empört feststellt.

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Legends of the Dark Knight: The Darkness

DC Comics

Autor/Zeichner: Darren Vincenzo/Luke McDonnell

Erschienen: 1999 (Legends of the Dark Knight #115)


Es beginnt mit einer Explosion. Ein Junge ist mit seinen Eltern auf einem Boot im Gotham River unterwegs, ein Unfall lässt das Boot in die Luft fliegen, die Eltern sterben, der Junge wird schwer verletzt und an Land gespült, er verkriecht sich in einer Höhle. Zehn Jahre später ist zufällig Familie Wayne in der Nähe, Martha verliert ihren Anhänger mit den Bildern von ihr, Thomas und Bruce. Der Junge von damals, der immer noch in der Höhle lebt, findet den Anhänger.

Fünfzehn Jahre später wird ein verletzter Caver aus der Höhle geholt, bei sich trägt er den Anhänger. Batman erkennt ihn sofort. Später hört er seltsame Geräusche in der Batcave. Er steigt hinab und wird von dem Unbekannten, der schwer entstellt und heruntergekommen ist, verprügelt. Später werden drei Menschen getötet und eine junge Frau entführt. Batman erkennt, dass der Unbekannte auf der Suche nach einer Doppelgängerin der Frau aus dem Anhänger ist – Martha Wayne! Also zieht er los, um sie zu retten und den Entführer aufzuhalten.

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Legends of the Dark Knight: Playground

DC Comics

Autor/Zeichner: James Robinson/Dan Brereton

Erschienen: 1999 (Legends of the Dark Knight #114)


Auf der Suche nach dem Profikiller Rhodes, der für die Mafia tötet, kommt Batman nach Chicago – in eine fremde Stadt, in der er sich nicht auskennt. Ein großer Nachteil. Batman ist gerade mal anderthalb Jahre im Geschäft und fängt sich auch gleich eine Kugel in den Bauch ein.

Er sucht Hilfe, kommt zu einem alten weisen Mann, der sich Voltaire nennt, und nichts als kluge Sprüche klopft. Der schickt ihn zu der Königin der Flöhe. Dann schlitzt ihn der Mörder noch mehr auf. Ein ehemaliger Polizist, der nun obdachlos ist, hilft ihm auch nicht weiter. Mit Mühe schleppt Batman sich zu der Frau, die ihn verarztet und ihm das Leben rettet.

Kaum ist er da raus, wird er wieder von Rhodes beschossen. In einem Obdachlosenlager kommt es zum Showdown. Batman ist alles andere als auf der Höhe. Rhodes nimmt ein Kind als Geisel, da gehen die Obdachlosen auf ihn los, sodass Batman nur noch einen Schlag zu landen braucht.

Von da an beschließt er, etwas für die zu tun, die von der Gesellschaft vernachlässigt und vergessen wurden. Denn auch Gleichtgültigkeit ist ein Verbrechen.

Mehr von James Robinson:

Der Robin der Zukunft: Eine Frau!

DC Comics

Titel: The Iron Sky (Legends of the Dead Earth)

Autor/Zeichner: Chuck Dixon/Staz Johnson

Erschienen: 1996 (Robin Annual #5)


In der fernen Zukunft ist die Erde zerstört, die letzten Überlebenden treiben auf riesigen Raumschiffen durchs All – doch sie wissen es nicht. An Bord der Gotham herrscht ein totalitäres System, in dem Menschen gezüchtet werden, um zu arbeiten und dann nach 30 Zyklen wieder recycelt zu werden. Dagegen wehrt sich Batman, ein Unbekannter in einer fliegenden Rüstung. Er kämpft gegen die hochgerüstete Polizei (Proctors) mit ihren Joker-Drohnen.

Bewundert wird er von der jungen Frau Tris Plover. Die Proctors dulden nicht einmal, dass sie auf der Straße stehenbleibt, um Batman zuzusehen. Als sie zum zweiten Mal von den Proctors aufgegriffen wird, rettet Batman sie und erklärt sie zur Robin. Tris trägt ein Kostüm in Rot, Grün und Gelb sowie Raketenstiefeln, aber (traditionsgemäß) ohne Knie- und Ellenbogenschutz. Gemeinsam wollen sie das sinnlos im All herumtreibende Schiff wieder auf Kurs bringen, damit es in ferner Zukunft einen bewohnbaren Planeten erreicht.

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Legends of the Dark Knight #101

Cover von Kevin Nowlan (DC Comics)

Titel: The Incredible Adventures of Batman 19th Edition Revised April 2098

Autor/Zeichner: John Wagner/Carlos Ezquerra

Erschienen: 1997 (Legends of the Dark Knight #101)


Bevor wir uns auf den Comic stürzen, halten wir kurz inne und bewundern dieses tolle Cover von Kevin Nowlan. Es spoilert zwar die Story, aber es entschädigt dafür, dass es so viel mehr ausdrückt als diese. Was sehen wir da? Einen Batman in einer Metallrüstung? Einen Roboter? Aber warum blutet er aus dem Inneren? Sind es blutige Tränen? Warum weint er? Ganz zu schweigen vom Look – grandios!

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Legends of the Dark Knight #100: Robin

DC Comics

Die Serie Legends of the Dark Knight kam acht Jahre lang (fast) ohne Robin aus. Doch manche Fans wünschten sich den Wunderknaben auch da, also hat Redakteur Archie Goodwin sich den für die extradicke Jubiläumsausgabe Nummer 100 (1997) aufgehoben. Zunächst erzählt uns Dennis O’Neil Dick Graysons Werdegang (aus Detective Comics #38) noch einmal neu. Doch neu ist hier eigentlich nur der Look: Dave Taylor zeichnet mit Bleistift, der bloß digital überarbeitet wurde, statt die Seiten zu tuschen. Das verleiht den Zeichnungen einen organischen Touch. Man sollte so etwas öfter machen. (Taylor macht es wieder in Death by Design.)

Batman von Dave Taylor (DC Comics)

Ansonsten sehen wir bloß eine Erklärung, warum ausgerechnet Bruce Wayne im Zirkus ist, als das Unglück an den Flying Graysons geschieht. Dafür wird überhaupt nicht erklärt, wie Batman auf die Rolle des Robin und das grelle Kostüm kommt. Er bietet es Dick einfach an, stellt klar, dass er kein Vater sein und es gefährlich sein werde. Vor allem aber gibt es keine Rechtfertigung dafür oder auch nur ein Hadern, warum er als Vormund das Kind gefährdet, das er eigentlich beschützen soll. Es ist schwierig, diese damals schon fast 60 Jahre alte Story frisch zu interpretieren, aber das hier ist allzu routiniert und uninspiriert.

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Batman gegen Nazis (Teil 6): Nemesis

DC Comics

Titel: Batman & Nemesis: If Justice Be Blind

Autor/Zeichner: Cary Burkett/Jim Aparo

Erschienen: 1981 (The Brave and the Bold #170)


Auf den Stufen des Polizeipräsidiums wird ein Mann erschossen. Schon der vierte mit einer 38er-Kugel im Gehirn. Hauptverdächtiger ist ein Auftragsmörder namens Danny Krebs. Die Unterwelt ist in Aufruhr, um einen Undercoveragenten namens Nemesis zu beseitigen. Batman folgt Krebs in ein Haus, doch er kommt zu spät, da liegt schon eine Leiche und zunächst sieht es so aus, als ob Nemesis ihn getötet hätte. Nach einem kurzen Handgemenge klärt sich die Sache jedoch auf. Nemesis jagt einen Schurken namens „The Head“, der den Bruder des Agenten umgebracht hat. Man arbeitet zusammen.

Bald darauf wird auf Krebs geschossen. Nemesis schießt zurück. Batman missbilligt das. Dann folgt ein Haufen Erklärungen, mit denen wir uns nicht lange aufhalten müssen. Es geht um Gehirnwäsche von Agenten, durchgeführt von einem Dr. von Riebling, der einst für die Gestapo gearbeitet hat.

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Erster Trailer zu „Batman: Caped Crusader“

Die Zeichentrickserie Batman: Caped Crusader startet am 1. August auf Prime Video. Sie handelt von Batman in seinem ersten Jahr und ist auch in der Epoche des Golden Age angesiedelt, sodass es nicht nur weniger Technik gibt, sondern auch Batman und Schurken wie Catwoman und Clayface in ihrer alten Form auftauchen. Mit dabei sind auch Harley Quinn, Two-Face und Firefly.

Die erste Staffel mit zehn Episoden soll auf einmal herauskommen. Produziert wird die Serie von J.J. Abrams, Matt Reeves und Bruce Timm (Batman: The Animated Series). Zu den Autoren gehört Ed Brubaker (Gotham NoirThe Man Who Laughs).

>> Batman-Filme und -Serien

Die schlechteste Batman-TAS-Folge?

Titel: The Underdwellers (dt. Kinder der Finsternis)

Story/Drehbuch: Tom Ruegger/Jules Dennis, Richard Mueller

Erschienen: 1992 (Batman: The Animated Series S01E06)


Batman: The Animated Series gilt als Meilenstein – für Batman, für die Animationsgeschichte, fürs Fernsehen. Die Serie wurde mit Lob und Preisen überschüttet, ihre Wirkung kann man bis heute noch bis in die Comics und Filme hinein sehen. Doch es war nicht alles Gold. Von 109 Episoden können nicht alle gut sein, es gab auch schwache. Und während man darüber diskutieren kann, welche denn jetzt die beste Folge war, herrscht weitgehend Einigkeit über die schlechteste: The Underdwellers. Zu Recht?

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Heilige Fledermaus! Zehn Jahre Batman-Projekt!

Ist man eigentlich jemals zu alt für Batman? (Foto: leg)

Wenn man mir 2014 gesagt hätte, dass ich die nächsten zehn Jahre jede Woche Batman-Comics lesen und darüber schreiben würde, hätte ich wohl gar nicht erst mit diesem Blog angefangen. Aber wenn man so liest, Panel für Panel, Seite für Seite, Ausgabe für Ausgabe, vergehen zehn Jahre geradezu wie im Flug. Wow.

Dieses Blog trägt nicht ohne Grund den Namen eines Projekts. In der ganzen Zeit habe ich viel über Batman und Superhelden, über Comics und ihre Geschichte gelernt, wie sie funktionieren und wie man sie richtig liest, sehe Details, die mir früher entgangen sind und ich lerne ständig Neues dazu.

Rund 2000 Artikel und Listen habe ich in dieser Zeit geschrieben, damit habe ich fast alle Batman-Storys besprochen – es fehlen nur noch etwa 2000 weitere, das müsste in den nächsten zehn Jahren zu schaffen sein. Wären da nicht die 100 Neuerscheinungen pro Jahr …

Ich danke allen, die mir ihre Aufmerksamkeit schenken und das Projekt unterstützen. Ich freue mich, wenn ich anderen Fans damit einen kleinen Dienst erweisen kann. Leider hat sich eine Hoffnung nicht erfüllt, nämlich mit dieser Seite ein Forum für einen Meinungsaustausch zu schaffen. Die finden anscheinend anderswo statt oder ihr seid einfach alle meiner Meinung oder es ist euch egal – auch ok. Manchmal ist es auch mal ganz schön, im Netz kaum Widerspruch zu bekommen.

Wie geht es weiter?

In diesem Sommer widme ich mich – zum Erscheinen der Omnibusse – dem Thema DC-Marvel-Crossover. Ich lese die beiden Access-Miniserien, die Amalgam-Comics sowie die Begegnungen zwischen Superman und dem Silver Surfer, den Fantastic Four und Hulk. Außerdem widme ich mich noch einigen anderen Superman-Crossovern (Aliens, Terminator, Tarzan, Gen13) sowie Elseworlds-Comics. Bei Batman bin ich gespannt auf Neuerscheinungen wie City of Madness und Joker: The World.

Nach zehn Jahren kann man auch mal die Klassiker wiederlesen. Daher werde ich mir erneut War on Crime, The Dark Knight Returns, The Cult sowie The Long Halloween genauer ansehen.

In diesem Sinne: Hoch die Tassen! Ich trinke ein Ginger Ale drauf.


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