Superman gegen Batman: Wer würde gewinnen?

Titel: Superman/Batman: Sorcerer Kings

Autor/Zeichner: Culen Bunn, Chris Roberson, Joe & Jack Kelly/Jesus Merino, Ed Benes u.a.

Erschienen: 2011 (Superman/Batman #78-84), Paperback 2011; Omnibus 2022 (Vol. 2)


Wenn Superman gegen Batman kämpfte, wie würde dieser Kampf aussehen? Während DC-Leser das schon oft gesehen haben, erörtern zwei junge Fanboys die Frage zum ersten Mal. Sie stellen Regeln auf. Sollte Batman Kryptonit haben, an einer Lanze oder in Form von Kugeln? Sollten sie einander töten dürfen? Zumindest darauf können sie sich einigen: keine Magie.

Aber was wäre der Grund für einen Kampf? Eine Frau? Ein moralisches Dilemma? Die Mitgliedschaft in der Justice League? Aber: Spielt das eigentlich eine Rolle? Man ist sich halt uneins und dann wird geprügelt, das ist doch die Hauptsache. Und so sehen wir, wie die Phantasie mit zwei Teenagern durchgeht, wie sich Batman auch gegen die größte Übermacht behauptet, weil ihm immer etwas einfällt, das man dagegenhalten kann – und sei es auch das absurdeste Gadget als Deus ex machina.

Wir sehen eine Reihe epischer Splash Pages, während die beiden Helden aus der Rolle fallen, wenn sie in der Sprache von Kindern sprechen, und wenn sie auf der letzten Seite tatsächlich erscheinen, dann stehen sie seltsam nah beieinander, mit vorgestrecktem Becken, während zwischen ihnen im Hintergrund ein Hochhaus aufragt – ob Absicht oder Versehen: jedenfalls ein passendes Bild für einen „Schwanzvergleich“.

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Legends of the Dark Knight: Storm

DC Comics

Autor/Zeichner: Andrew Donkin, Graham Brand/John Higgins

Erschienen: 1994 (Legends of the Dark Knight #58)


Ein Diplomat kommt nach Gotham. Sein Land hat es nicht so mit Menschenrechten, daher ist die Liste der Feinde lang und auch derer, die ihn umbringen wollen. Batman hindert einen Scharfschützen am Mord, dann wird dieser von einem zweiten erschossen. Das CIA macht Druck auf James Gordon, für die Sicherheit des Diplomaten zu sorgen. Als dieser mit seinen Leuten ein Krankenhaus besucht, veranstalten Terroristen ein Massaker und nehmen den VIP als Geisel, um Forderungen in ihrem Land durchzusetzen. Und dann stellt sich noch heraus, dass das Ganze eine CIA-Aktion ist …

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Catwoman heiratet eine Mumie (fast)

DC Comics

Titel: I Married a Mummy

Autor/Zeichner: Devin Grayson/Javier Saltares

Erschienen: 1997 (Catwoman Annual #4)


Im Jahr 1997 wurden alle DC-Superhelden mit Annuals zu „Pulp Heroes“ erklärt, eine Hommage an die Groschenromane, die noch vor den ersten Comicheften Konjunktur hatten. Auf die Batman-Ausgaben bin ich schon eingegangen, nun schauen wir uns mal Catwoman an. Die verschlägt es nach Ägypten und kriegt es mit einer Mumie zu tun.

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Catwoman und Batman als Bonnie und Clyde

DC Comics

Titel: Legends of the Dead Earth

Autor/Zeichner: Joan Weis/Michal Dutkiewicz

Erschienen: 1996 (Catwoman Annual #3)


Batman und Catwoman schießen auf einen Joker mit Polizeimarke? Was ist denn hier los? Wir befinden uns in einer der Legends of the Dead Earth, einer Art Elseworlds-Story, die 1996 alle Annuals bestimmte. Diese aber bricht mit dem Genre der Post-Apokalypsen, dafür auf interessante Weise.

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Catwomans erstes Jahr

DC Comics

Titel: Catwoman Year One

Autor/Zeichner: Jordan B. Gorfinkel/Jim Balent, James A. Hodgkins

Erschienen: 1995 (Catwoman Annual #2), Paperback 2019 (Catwoman by Jim Balent Vol. 2)


Wie die neue Catwoman nach der Crisis begann, wurde nicht nur in Batman: Year One angedeutet, sondern auch noch einmal ausführlich in der Miniserie von 1989 (Her Sister’s Keeper). Doch weil man sechs Jahre später alle Annuals unter das Motto „Year One“ stellte, wurde die Story auch für Catwoman neu aufgerollt bzw. umgeschrieben. Nun ist es nicht Ted Grant (Wildcat), der Selina Kyle das Kämpfen beibringt, sondern ein armloser Sensei aus dem Fernen Osten.

Die Story baut auf Batman: Year One auf, bzw. pfercht sie irgendwo dazwischen ein. Selina ist nun nicht mehr zuerst eine Prostituierte, die zur Diebin wird, sondern andersherum. Nach einem verpatzten Einbruch wird sie angeschossen und von der Polizei gesucht, dann taucht sie unter im Rotlichtmilieu, von wo aus sie nach ein paar Monaten wieder auf Beutezug geht.

Dabei kommt sie zufällig einem Ninja namens Kai in die Quere, der sich über ihre Weiblichkeit empört („A girl!“) und ihr dann zum Vorwurf macht, sein Initiationsritual gestört zu haben. Er bedroht sie mit dem Tod. Später folgt sie ihm, wird dann in die Schule des Armless Master aufgenommen und entwickelt sich in kürzester Zeit zur Meisterin, weil sie ein Naturtalent ist (und wir nur wenige Seiten haben). Doch Kai ist eifersüchtig, entwickelt einen Hass auf Selina und verkleidet sich schließlich als „Hellhound“, um sie zu töten – es kommt zum Duell Hund gegen Katze …

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Talia als Catwoman

DC Comics

Titel: The Last Man

Autor/Zeichner: Christopher Priest/Federico Cueva

Erschienen: 1994 (Catwoman Annual #1)


Im Jahr 1994 standen alle Annuals unter dem Motto Elseworlds – auch Catwoman wurde nicht geschont. Erzählt wird eine Fantasy-Story im Mittelalterszenario. Im Land Augustonia führt Kaiser Maddox vom House of Lords Krieg gegen seine Erzfeinde, das House of Selene und ihren Anführer Rä’s al Ghül (kein Tippfehler), auch genannt Cat-Man, weil er sich in einen solchen verwandeln kann und angeblich neun Leben hat. Acht sind schon verbraucht, nun zieht Timon Vicar als schwarzer Ritter mit Fledermausrüstung in den Krieg, um auch das letzte Leben zu beenden.

Rä’s fühlt sich und sein Volk ungerecht behandelt, aber an einem Austausch von Argumenten ist unser Recke nicht interessiert, er tötet den Feind im Kampf. Daraufhin wird seine Truppe angefallen von Banditen und eine Catwoman rettet Timon vor dem Tod. Dabei ist sie Talia, die Tochter von Rä’s, und will sich an Timon rächen, weiß aber nicht, wer von den Rittern der richtige ist. Timon belügt sie, sie habe ihn bereits getötet und dann ziehen sie gemeinsam los zum Kaiser, um ihn vom Unrecht zu überzeugen.

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Legends of the Dark Knight: Watchtower

DC Comics

Titel: Watchtower

Autor/Zeichner: Chuck Dixon/Mike McMahon

Erschienen: 1993-1994 (Legends of the Dark Knight #55-57)


Die nicht weit entfernte Zukunft. Bruce Wayne hat graue Schläfen, Gotham einen neuen Bürgermeister: Augustine Fowler. Der setzt auf Privatisierung. Schon dieses Wort verspricht Ärger (schaut euch mal Bahn und Post an). Fowler hat unter anderem die Feuerwehr und die Müllabfuhr privatisiert, um Kosten zu sparen, nun ist die Polizei dran – man kann sich denken, dass das keine gute Idee ist.

Doch die Firma Vigil Inc. scheint zunächst Resultate zu liefern. Die Kriminalitätsrate sinkt. Allerdings ist solchen Statistiken selten zu trauen, und auch hier geht es nicht mit rechten Dingen zu. Denn während das Verbrechen von den Straßen eines Stadteils scheinbar verschwindet, floriert es im Hintergrund weiter. Der Chef von Vigil, Allen Spalding, mischt kräftig mit und mordet sogar selbst. Die Beschützer knüppeln Leute auf der Straße tot. Gotham zum Überwachungsstaat, ein imposanter Wachturm erinnert alle daran. Batman macht sich ziemlich unbeliebt und wird übel zugerichtet – er ist halt nicht mehr der Jüngste …

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Batman und Superman gegen böse Roboter

DC Comics

Titel: Batman/Superman – World’s Finest Vol. 3: Elementary (dt. Der erste Fall)

Autor/Zeichner: Mark Waid/Dan Mora; Travis Moore

Erschienen: 2023 (Batman/Superman: World’s Finest #12-17), Hardcover 2024; dt. Panini 2024 (enthält #13-19)


Metamorphos Nemesis, Simon Stagg, ist tot, ermordet mit Gift. Einst hat er Rex Mason umbringen wollen und ihm dann aus Versehen Superkräfte verpasst, nun steht Rex selbst unter Mordverdacht. Batman und Superman gehen dem Fall nach, Rex beteuert seine Unschuld. Und dann recherchiert auch Jimmy Olsen und kommt zum Schluss: Bruce Wayne ist der Mörder!

Doch schnell wird klar: Stagg ist gar nicht tot, es handelt sich nur um einen Androiden. Und dann drehen einige andere Roboter durch. Die World’s Finest nehmen es auf mit einem neuen Gegner: „Ultramorpho“, einer bösen und ultratödlichen Variation von Metamorpho, und dahinter steckt noch ein weiterer „Newmazo“, eine Art Amazo 2.0 …

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Batwoman gegen Urban Legends

DC Comics

Titel: Batwoman Vol. 2: To Drown the World (dt. Ertrinkende Welt)

Autor/Zeichner: J.H. Williams III, W. Haden Blackman/Amy Reeder, Trevor McCarthy, Rob Hunter

Erschienen: 2012 (Batwoman #6–11), Hardcover 2013, Omnibus 2021; dt. Panini 2013


Nach den Ereignissen in Band 1 (Hydrology) arbeitet Batwoman (Kate Kane) nun für die US-Regierung, genauer gesagt das Department of Extranormal Operations (D.E.O.), für das sie die kriminelle Organisation Medusa ausschalten soll. Diese entführt Kinder und steckt hinter dem Bandenkrieg, der in wahres Monstergemetzel ausgeartet ist, sie befiehlt eine Gruppe von Urban Legends, den Wassergeist Weeping Woman, Bloody Mary, einem stark mutierten Killer Croc und Hook, dem Mann mit Hakenhand, der Kates Cousine Bette (Flamebird) ins Krankenhaus gebracht hat.

Während Bette im Koma liegt und mit dem Tod kämpft (begleitet von ihrem Onkel/Kates Vater Jacob), muss Batwoman nicht nur Schurken besiegen, sondern auch als Kate ihre Beziehung mit Detective Maggie Sawyer regeln, denn die weiß nicht, wer sich hinter der Maske verbirgt.

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Batman von Frauen

Batman ist Männersache. Ein ganzer Kerl, der sich von einem Jungen begleiten lässt, zu Hause wartet ein alter Mann. Frauen kamen erst spät in die Batcave, aber auch da blieben sie selten: Weibliche Robins gab es nur kurz, Batmans Beziehungen mit Frauen waren zum Scheitern verurteilt, Bruce Wayne blieb der ewige Junggeselle und selbst seine Ehe mit Catwoman wirkte selten wie eine.

Auch auf der Ebene seiner Schöpfer dominieren – wie generell im (Superhelden-)Comic-Business – die Männer. Geschaffen wurde er von zwei Männern, auch später geschrieben und gezeichnet von Namen wie Dennis O’Neil, Neal Adams, Frank Miller und so weiter – so ist es auch bis heute. Aber war in über 80 Jahren nicht mal eine Frau dabei? Doch, da waren sogar einige!

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