Jean-Paul Valley

Knightfall #9: KnightsEnd

Bruce Wayne ist wieder da: geheilt von seinem Rückenleiden, aber noch nicht ganz fit, um wieder Batman zu sein und sich die Rolle von Jean-Paul Valley zurückzuholen. Denn der Stellvertreter ist zu brachial in seinem Vorgehen und hat Visionen – und damit sollte man bekanntlich lieber zum Arzt gehen. Aber JP denkt daran genauso wenig wie ans Aufgeben.

Bruce mit Tengu-Maske (Batman #509)

Um wieder in Form zu kommen, sucht Bruce Lady Shiva auf, eine Meisterin des Kampfes. Sie denkt sich als Fitnessprogramm etwas Besonderes für ihn aus: Shiva setzt sich eine Tengu-(Fledermaus)-Maske auf, tötet einen alten (armlosen) Meister im Kampf und hetzt damit sieben seiner Schüler auf Bruce, um sich an ihm zu rächen. Bruce muss also im Training um sein Leben kämpfen. Aber dankenswerterweise beginnen die Attentäter mit dem schwächsten und steigern sich.

Am heftigsten sind aber die verbalen Angriffe von Nightwing, denn Bruce muss sich die unangenehme Frage gefallen lassen, warum er die Rolle von Batman einem Psycho überlassen hat. Bruce sieht den Fehler ein. Aber dann wird er dazu gebracht, seine Grundregel zu brechen …

Während der alte Held sich wieder hochkämpft, um wieder seiner Rolle würdig zu werden, dreht JP völlig durch, während ihn immer noch St. Dumas und sein Vater heimsuchen. Zur Ablenkung mischt er ein paar Waffenschieber auf. Dabei findet er die alte Medaille seines St. Dumas-Ordens und meint, darin einen Beleg gefunden zu haben, dass sein alter Feind LeHah noch lebt. Auch deshalb, weil nach seiner letzten Konfrontation keine Leiche gefunden wurde. Er macht sich also auf die Suche nach ihm, aber auch wenn er einen Gangster nach dem anderen hochnimmt, bringt die Suche nicht viel.

Nachdem Bruce seinen siebten Gegner besiegt hat, zieht er sich wieder das Batman-Kostüm an, schwingt sich wieder an Wasserspeiern entlang und konfrontiert Jean-Paul Valley. Es kommt zu einem ausgedehnten Kampf, der von einem Hochhaus über einen Hubschrauber auf eine Brücke führt. Robin und Nightwing mischen mit, es kommt zum Duell zwischen Dick Grayson und einem plötzlich roten JP-Batman. Das Finale spielt sich aber wieder zwischen Bruce und JP in Wayne Manor und der Bathöhle ab …

Batman vs. Batman: Das Finale (Legends of the Dark Knight #63)

Dieser letzte Part ist wunderbar. Ohne zu viel zu verraten: Am Ende hat man das Gefühl, einen richtig gut durchdachten, runden Abschluss für dieses lange Epos gefunden zu haben. Der Kampf endet nicht durch körperliche Überlegenheit, sondern auf einer geistigen Ebene. Ohne Prügel, Rüstungen und Gimmicks. KnightsEnd ist auch sonst ein durchgehend spannender letzter Akt, der sich genug Zeit lässt, um Bruce wieder zu Batman zu machen, aber genug Action aufbietet, so dass es nie langweilig wird. Immer wieder steht der Held auf einem Hochhaus und hadert mit sich, ob er den Sprung ins Ungewisse riskieren kann. Batman zu sein muss er sich wieder verdienen. Damit ist der dritte Teil der Saga mindestens so gut wie der erste.

Allein die letzten drei Kapitel, die den Epilog (Aftermath) bilden, sind entbehrlich: Wir sehen noch einmal Robin und Catwoman in Aktion und einen hilflos brütenden Jean Paul Valley. Man braucht es nicht für den Fortgang der Geschichte, das Nachspiel mit Catwoman ist sogar überflüssig, aber nach einem so aufregenden Pageturner tut etwas Ruhe vielleicht auch gut.

Hinweis: KnightsEnd ist vollständig in dem US-Paperback Knightfall Vol. 3: KnightsEnd enthalten, auf Deutsch bei Panini als Batman: Knightfall – Der Sturz des Dunklen Ritters Bd. 3 (beide 2012), allerdings ohne die beiden letzten Kapitel von Aftermath.

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Knightfall #7: Knightquest – The Crusade

Bruce Wayne ist gebrochen und im Rollstuhl auf Reisen, Bane ist besiegt, jetzt macht Jean-Paul Valley als Batman die Stadt sicher. Oder vielmehr unsicher. Denn der einst zum Killer indoktrinierte junge Mann weiß noch immer nicht, wer er eigentlich ist und hat sich und seine Programmierung nicht im Griff. Aber da niemand da ist, um ihm auf die Finger zu schauen, kann er machen, was er will. Gotham dient ihm dabei als Spielwiese seiner Selbsterkenntnis.

Das verlassene Wayne Manor verkommt, nicht einmal die Bathöhle macht der Neue sauber. Nach Batmans Kampf gegen Bane liegen immer noch die Scherben der Robin-Vitrine herum, aber vorsichtshalber hat er schon mal den Durchgang zu Tim Drakes Haus zugemauert. Reine Sicherheitsmaßnahme, versteht sich. Heißt aber auch ganz klar: Robin ist unerwünscht. JP macht lieber sein eigenes Ding. Zum Beispiel ein neues Batmobil testen, das auf den Schienen der U-Bahn fährt. 300 Meilen pro Stunde im Tunnel? Das kann nur schiefgehen … Aber zum Glück tauchen zwei Bösewichte auf, die einen Zug voller Geld entführen wollen, da kann JP nach Herzenslust Wildwestheld spielen.

Ach ja, und dann ist da noch die Selbsterkenntnis. Dazu steigt JP nackt in einen Tank voller Wasser, wo er halluziniert. Netter Nebeneffekt: der Leser erfährt noch einmal in Kürze, was bisher geschah. JP bekommt von seinem eingebildeten St. Dumas gesagt, er müsse seinen Kreuzzug als Batman weiterführen. Und da JP macht, was man ihm sagt, legt er los. Gegen Gangsterbosse, gegen neue Schurken wie den Tally Man und einen Profikiller namens Mekros, der genauso wie er konditioniert ist zum Töten und eine Rüstung trägt. Lauter Routine-Aufgaben, im Vergleich zu Bane alles Leichtgewichte, aber der neue Batman tut sich dennoch schwer damit. Aber auch nicht zu schwer, die meisten sind nach zwei Ausgaben erledigt.

Catwoman und Joker

Der neue Batman lässt sich von Catwoman betören, es kommt zu einem körperbetonten Duell, das auf einem Missverständnis beruht. JP hält Selina Kyle für eine Terroristin, die Menschen mit einem Nervengas ermorden will, aber ihre Absichten sind ganz andere. Eine belanglose und zu lang erzählte Episode. Ganz ähnlich die mit dem Joker. Der dreht nämlich einen Film, in dem Batman sterben soll. Aber das Unternehmen ist so halbherzig umgesetzt, dass es nie wirklich um Leben und Tod geht (außer für ein paar unwichtige Nebenfiguren). Joker ist hier bloß wieder Clown, der seine nervigen Späße treibt. Batman bricht ihm am Ende beide Arme – aber dem Joker reichen auch seine Beine, um gefesselt aus einem Krankenwagen zu entkommen …

JP offenbart sich ein paarmal mehr als Fanatiker, der sich selbst nicht im Griff hat. Immer wieder erscheint ihm sein Vorbild St. Dumas und schärft ihm die Wichtigkeit seines Kreuzzugs ein. Später auch sein Vater, der einst als Racheengel Azrael unterwegs war. JP ist hin- und hergerissen. Der Sohn geht äußerst brutal vor, er prügelt besinnungslos auf seine Gegner ein, zerfetzt ihnen das Gesicht mit seinen Klauen und muss sich zusammenreißen, sie nicht zu töten. Andere lässt er laufen, weil sie ihm nicht der Mühe wert erscheinen. Ein Sozialleben hat er nicht. Statt zu schlafen, bastelt er immer wieder an seiner Rüstung rum. Im Laufe der Storyline verändert er ihr mehrmals ihr Design und macht sie zu einer Waffe.

Der Fall Abattoir

Den größten Teil nimmt die Jagd nach Abattoir ein, einem Serienkiller, der es auf seine Familienmitglieder abgesehen hat. Dieser Plot, der mit Batman #505 beginnt, erstreckt sich fast über die zweite Hälfte von The Crusade, involviert neben einigen nervigen Nebenfiguren auch Clayface 3 und Lady Clayface – und ermüdet auch sehr bald. Allerdings kommt es in Batman #508 zu einem entscheidenden Wendepunkt: JP lässt Abattoir sterben. Und dadurch stirbt auch ein weiteres Opfer des Serienkillers. In der Folge hat Commissioner Gordon genug von diesem neuen Batman. JP ist das egal, er rüstet erneut auf – zum letzten Kampf mit dem Profikiller Gunhawk (noch so einer!). Und am Ende taucht Bruce Wayne wieder auf, eigentlich will er sich zur Ruhe setzen. Aber als er sieht, was JP angerichtet hat, stellt er ihn zur Rede und beschließt, seinen Stellvertreter zu entmachten …

The Crusade ist weniger eine Storyline mit einer zusammenhängenden Handlung, sondern eine Reihe von kurzen Geschichten, die nur zum Teil aufeinander Bezug nehmen. Der Spannungsbogen liegt vielmehr in der Entwicklung des Charakters Jean-Paul Valley zum Psycho, der sich nur wenig von seinen Gegnern unterscheidet. Allerdings: So dramatisch ist die Veränderung nun auch wieder nicht. JP tötet Abattoir nicht, er hadert einfach zu lange mit sich, sodass der Killer irgendwann selbst in den Tod stürzt. Dass Batman nicht selbst zum Killer wird, zeigt sich darin, dass er kurz darauf Gunhawk verschont.

Er geht drastischer mit seinen Gegnern um, lässt Wayne Manor verlottern und schottet sich von der Batman-Familie ab. Dennoch bleibt er ein empathischer Held, der einige Male sogar Kinder rettet. So ganz leuchtet die Dringlichkeit also nicht ein, ihn abzusetzen. Außer, dass er nicht freiwillig gehen will. Bruce Wayne hat viel zu leichtsinnig sein Erbe einem unberechenbaren und labilen Mann anvertraut. Der zweite große Fehler nach Bane.

Muss man The Crusade lesen, das immerhin über 600 Seiten lang ist? Nicht unbedingt ganz. Es gibt viele Ausgaben, die man überspringen kann, wenn man ungeduldig ist. Wichtig wird es erst ab Batman #505. Aber auch schon vorher gibt es einige interessante Momente: Batmans Raserei durch die U-Bahn-Schächte, seine Konfrontation mit Robin. Und die klaren Zeichnungen von Graham Nolan und auch die abseitigen von Vincent Giarrano (Shadow of the Bat) sind wahre Hingucker. Die Gunhawk-Episode lässt sich sogar als sozialkritischer Kommentar auf den Waffen-Irrsinn der USA lesen: Wozu braucht Gotham, die Mord-Hauptstadt, eine Waffenmesse? Ein Seitenhieb, der leider immer noch aktuell ist …

The Crusade ist im Paperback Knightfall Vol. 2: Knightquest (2012) sowie im Knightfall Omnibus Vol. 2 (2017) erschienen. Eine deutsche Ausgabe fehlt bislang.

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Knightfall #6: Who Rules the Night

Nachdem Bane Batman besiegt hat, wirft er ihn in Gotham von einem Hochhaus auf die Straße und verkündet, über die Stadt zu herrschen. Bruce Wayne überlebt auch diesen Sturz, wird von Alfred, Tim und Jean Paul Valley mit einem falschen Krankenwagen abgeholt und in der Bathöhle medizinisch versorgt. Ihn ins Krankenhaus zu bringen, ist keine Option, weil dann – so Alfred – der Mensch Bruce Wayne sterben würde. Robin besorgt ein wichtiges Medikament, die Polizei hilft dabei. Und um Bruce Wayne glaubwürdig verunglücken zu lassen, verschrotten Robin und Alfred einen Porsche.

Bruce begeht einen fatalen Fehler: Mit seinem Segen wird Jean Paul Valley von Azrael zu Batman – und der übertreibt es gleich vom ersten Einsatz an mit der Gewalt. Parallel dazu sehen wir, wie Banes Schergen Gothams Unterwelt zusammenschießen und ihre Herrschaft ausbauen. Obwohl er sich von Bane fernhalten soll, nimmt der neue Batman die Herausforderung an. Er findet Bane, wird zunächst furchtbar verdroschen und geht dabei fast dabei drauf. Dann gibt er das alte Kostüm auf, legt sich eine Rüstung mit Klauen zu und bei der Revanche findet Bane seinen Meister …

Bruce Wayne ist innerhalb kürzester Zeit wieder fit genug, vom Rollstuhl aus böse Buben zusammenzuschlagen, auch wenn er dabei wieder fast draufgeht und nur mit Glück davonkommt. Die Bösen entführen nämlich Dr. Kinsolving und Jack Drake, Tim Drakes Vater. Der Grund liegt im Dunklen. Bruce folgt der Spur nach Santa Prisca, nur Alfred kommt mit. Bruce, du lernst es nie …

Zwei Tie-Ins behandeln Nebenschauplätze, die für die Handlung nicht wichtig sind: In einer Rückblende erfahren wir, dass Batman vor kurzem noch eine Begegnung mit Two-Face hatte, der ihn gefangen nahm und ihn vor ein selbst inszeniertes Gericht stellte. Ein Tie-in handelt davon, wie Scarecrow versucht, mittels Gedankenkontrolle sich die Stadt untertan zu machen und zum Gott der Angst aufzusteigen. Während Batman ihm nachjagt, entkommt Anarky aus dem Knast und versucht, nicht nur Scarecrow, sondern auch Batman auszuschalten, weil er ihn für den Ursprung des Bösen in Gotham hält. In beiden Geschichten werden die Entstehungsgeschichten der Schurken rekapituliert, wobei Autor Alan Grant sich dabei zu sehr bei der ersten Scarecrow-Story bedient.

Interessant ist, dass beide Nebenstorys das gleiche Thema haben: Batman ist der Böse. Und tatsächlich erbringt Jean Paul Valley auch den Beweis dafür. Allerdings bringt erst dessen Rücksichtslosigkeit Bane zu Fall. Das erste Drittel des Knightfall-Epos endet mit einem großen Finale, dessen Endkampf sich zwar von der Symbolträchtigkeit her nicht mit Bruce Waynes Niederlage messen lassen kann, dafür aber genauso spannend ist.

Knightfall: Who Rules the Night (Detective Comics #664-666, Batman #498-500, Showcase ’93 #7-8, Shadow of the Bat #16-18) ist vollständig im Paperback Knightfall Vol. 1 (2012) enthalten sowie in Knightfall Bd. 2 von Panini.

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Knightfall #0: Einführung

Knightfall – das sind drei dicke Bände, fast 2000 Seiten (als Omibus sogar fast 2800) über den Fall von Batman, die Zeit ohne ihn und seine Rückkehr: Knightfall, Knightquest, Knightsend.

Die Story ist so dramatisch wie ereignisreich: Batman wird von Bane das Rückgrat gebrochen, er wird von Jean-Paul Valley (ehemals Azrael) ersetzt, wird geheilt und kehrt zurück, vorübergehend wird Dick Grayson Batman, bis Bruce Wayne wieder übernimmt.

Lange war Knightfall nicht vollständig verfügbar. Die ersten US-Paperbacks (1993-1995) waren lückenhaft, 1998 wurde noch das Nachspiel Prodigal gesammelt veröffentlicht. Seit 2012 gibt es drei Paperbacks von DC, die den größten Teil der Story erzählen, allerdings auch einiges weglassen. Im ersten Band fehlen die Ausgaben zur Vorgeschichte, im zweiten fehlt der Erzählstrang The Search, der von Bruce Waynes Heilung erzählt, im dritten die Nachspiele Troika, Nightwing: Alfred’s Return und Vengeance of Bane II: The Redemption (alle 1995).

Seit vergangenem Jahr gibt es zwei Omnibus-Editions, die wirklich ALLES versammeln, was bisher gefehlt hat (außer die Mini-Serie Sword of Azrael), der dritte Band erscheint im Mai 2018, er wird auch Troika, Nightwing: Alfred’s Return und Vengeance of Bane II: The Redemption enthalten. DC hat für September 2018 – zum 25-jährigen Jubiläum – neue Paperback-Editionen angekündigt, in denen das gesamte Omnibus-Material erscheinen soll, zuerst das Prelude to Knightfall (enthält Vengeance of Bane, Batman #484-491, Detective Comics #654-658).

Wer sich das Geld und den Platz im Regal sparen will, kann sich auch alle dazugehörigen Comics auch digital bei Comixology kaufen, dabei empfiehlt es sich, die 2012er-Ausgaben zu besorgen und mit den fehlenden Einzelausgaben aufzustocken. (Orientierung gibt die Comicliste bei Wikipedia.)

Die erste deutsche Ausgabe vom Carlsen-Verlag (ab 1995) brachte es auf zehn Bände, aber auch hier fehlten einige Kapitel. Zuletzt hat der Panini-Verlag die Saga in vier Bänden herausgebracht (2012-2015), wobei der gesamte Mittelteil (Knightquest: The Crusade/The Search) ausgespart wurde. Ergänzend dazu erschien 2013 Batman gegen Bane, in dem auch die Vorgeschichte des Schurken, Vengeance of Bane, enthalten war (diese hatte bereits der Dino-Verlag 1998 in einem Sonderband herausgebracht).

Lange habe ich mich davor gedrückt, mir dieses Riesen-Epos vorzunehmen – andere Storys drängten sich auf und zu groß schien mir das Vorhaben. Aber dem Batman-Projekt würde etwas Wichtiges fehlen, wenn ich diese wichtige Storyline auslassen würde. Jetzt aber ist es soweit. Ich werde ALLES besprechen. Aber anders als zuvor werde ich nicht über das Gesamtwerk schreiben, auch nicht über jeden der drei Bände einzeln, sondern in kleineren Etappen über meine Lektüre berichten, dabei werde ich mich an den einzelnen Storylines orientieren:

  1. Vengeance of Bane
  2. Sword of Azrael
  3. Prelude I
  4. Prelude II
  5. Knightfall: Broken Bat
  6. Knightfall: Who Rules the Night
  7. Knightquest: The Crusade
  8. Knightquest: The Search
  9. KnightsEnd
  10. Prodigal
  11. Troika
  12. Nightwing: Alfred’s Return
  13. Vengeance of Bane II – The Redemption

Außerdem werde ich mir die BTAS-Folge Bane (dt. Kampf der Giganten) ansehen.

Los geht es morgen, von da an gibt es wöchentlich einen Teil.

(Der Artikel wurde zuletzt am 14.5.2018 aktualisiert.)

Strafe muss sein

Titel: Batman/Punisher: Lake of Fire; Punisher/Batman: Deadly Knights

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Barry Kitson; Chuck Dixon/John Romita Jr.

Erschienen: 1994 (One-shots)


„As exercise, it isn’t bad. But, it’s getting us nowhere.“ (Punisher)

Wenn man ein paar dieser DC/Marvel-Crossover liest, kapiert man schnell, wie die Sache läuft. Da mich sowohl das Treffen von Batman mit Daredevil als auch mit Spider-Man ziemlich kalt gelassen hat, habe ich auch von den zwei Begegnungen mit dem Punisher nicht viel erwartet. In der Hinrunde verbünden sich Aushilfsbatman Jean-Paul Valley (Knightfall) und Frank Castle gegen den entstellten Schurken Jigsaw. Batman ist verrückt, ihn plagen die üblichen Wahnvorstellungen, der Punisher macht sich schnell selbständig, am Ende gibt’s eine kleine Keilerei, bei der Batman zwar überlegen ist, aber der Punisher doch triumphiert, weil er mogelt. Naja.

In der Rückrunde darf auch mal Bruce Wayne gegen den Mann mit dem Totenkopf auf der Brust antreten – sogar zweimal. Der eigentliche Kampf wird wieder gegen Jigsaw geführt, allerdings bekommt er Verstärkung vom Joker. Am Ende will der Punisher den Clown einfach abknallen, Batman hat was dagegen … Das Ganze ist so banal und auch so sperrig gezeichnet, dass es nicht der Rede wert ist. Einzig die Tatsache, dass man das Heft zweimal um 90 Grad kippen muss, weil die Doppelseiten vertikal ausgerichtet sind, ist ungewöhnlich daran.

Ich denke, die restlichen Crossover dieser Machart kann man sich sparen.