Batman

Wiedersehen mit dem Werwolf

Titel: Moon of the Wolf (dt. Wolfsmond)

Drehbuch: Len Wein

Erschienen: 1992 (Batman: The Animated Series S01E43)


Ein Werwolf macht Gotham unsicher, greift einen Zoowärter an, Batman geht dazwischen, der Werwolf entkommt. Der Mann dahinter: Anthony Romulus, ein Millionär und Zehnkämpfer, der sich von einem gewissen Professor Milo dopen lässt. Das neue Wunder-Mittel kann man nicht aufspüren, doch es da es aus Wolfs-Östrogenen gemacht ist, hat es den Nachteil, dass man selbst zu einem wird. Milo hat das Gegenmittel, aber er behält es für sich. Zuerst soll Romulus Batman töten.

Warner Bros.

Er lockt den Helden also in eine Falle (er soll einen Spendencheck abholen) und knockt ihn mit Gas aus. Doch statt ihn einfach zu erledigen, besteht Milo auf einer Show: Romulus soll Batman als Werwolf in einer Arena abschlachten. Der Nachteil daran ist, dass es Augenzeugen gibt, die die Polizei rufen …

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Batman und der Gargoyle

DC Comics

Titel: A Gotham Tale: Gargoyles/Venging Spirits

Autor/Zeichner: John Wagner/Cam Kennedy

Erschienen: 1992 (Batman #477-478), Paperback 2022 (Batman: The Caped Crusader Vol. 6)


In Gotham werden die Schätze von Canterbury ausgestellt, einem Wallfahrtsort aus England. Christina Creighton hat die Ausstellung kuratiert, ihr Vater ist vor drei Wochen gestorben, ein Freund von ihm, der Biochemiker Morris Eagleton, begleitet sie. Dann platzen ein paar maskierte Räuber ein, Batman eilt zur Stelle, doch sie nehmen Christina als Geisel und sperren dann alle drei in einen Safe.

Das Problem: Der Safe ist luftdicht und hat ein Zeitschloss – für alle drei wird der Sauerstoff nicht reichen. Einer muss sterben. Batman hat drei Betäubungspfeile, zusammen sind sie tödlich. Also erzählen sie sich – ganz in der Tradition von Chaucers Canterbury Tales – ihre Geschichten, um zu entscheiden, wer am ehesten das Leben verdient.

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Batman Beyond: Comic-Adaption eines Zeichentricks

Titel: Batman Beyond (Vol. 1)

Autor/Zeichner: Hilary S. Bader/Rick Burchett, Joe Staton

Erschienen: 1999 (Miniserie #1-6), Paperback 2024 (Compendium, zusammen mit Batman Beyond Vol. 2 #1-24)


Was unterscheidet einen Zeichentrick vom Comic? Klar: Der Zeichentrick „lebt“ durch Animation, der Comic ist statisch. Im Film sehen wir eine schnelle Abfolge vieler (gleich großer) Einzelbiler. Beim Comic sehen wir vergleichsweise wenige Bilder, die nebeneinander stehen, aber unterschiedlich groß sind – die Bewegung ist Illusion bzw. wir müssen sie beim Lesen selbst herbeiführen.

Immer wieder gibt es Comics, die Zeichentrickfilme oder Serien fast eins zu eins adaptieren – und dabei zeigt sich das Gefälle zwischen den beiden scheinbar ähnlichen, aber dann doch sehr unterschiedlichen Medien. Zu Beginn der Comicserie Batman Beyond hat man einfach in den ersten zwei Ausgaben die ersten zwei Episoden der Zeichentrickserie adaptiert („Rebirth„). Jeweils 22 Seiten pro 22 Minuten Sendezeit – das müsste in etwa hinhauen, doch tatsächlich klappt das nicht.

Das liegt zum einen daran, dass der Prolog mit dem gealterten Batman um drei Seiten erweitert wird. Zunächst wird erzählt, wie Batman seinen neuen schwarzen Kampfanzug entwickelt, bzw. auf die Idee kommt. Bei der Gelegenheit muss Batman erneut erklären, dass er keine Feuerwaffen mag – für alle Leser, die es noch nicht wissen. Erst dann setzt die Handlung ein, in der Batman einen Einsatz verpatzt und dann aus Verzweiflung zur Waffe greift und sich daraufhin zur Ruhe setzt: „Never again.“

Bruce Waynes letzter Einsatz als Batman. (DC Comics)

Doch auch wenn Batman im Comic die Waffe hinterher dramatisch wegwirft und „No!“ schreit, auch wenn das letzte Panel der Seite in Scherben zerbricht, wirkt die Sequenz abgehetzt und weniger dramatisch als die drei Minuten im Film. Wir bekommen weit weniger zu sehen, aufs Wesentliche reduziert, aber dann doch zu sehr beeilt. Die Höhepunkte bekommen nicht den nötigen Raum, sondern wirken in die Seiten gequetscht. So auch am Ende, wenn aus Derek Powers der Superschurke Blight wird.

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Batmans Geheimnis wird gelüftet

DC Comics

Titel: The Secret

Autor/Zeichner: Joshua Hale Fialkov/Adriana Melo, Tomás Giorello

Erschienen: 2011 (Superman/Batman #85-87), Hardcover 2022 (Superman/Batman Omnibus Vol. 2)


„There is no truth. Only the fight.“ (Batman)

Ein Reporter von der Gotham Gazette (Garrett Remington) wird tot am Strand von Metropolis gefunden, eine zusammengerollte Zeitung steckt im Mund der Leiche. Er war ein Freund von Perry White. Der Chefredakteur des Daily Planet weiß: Remington hat Batmans Geheimidentität gelüftet. Clark Kent soll in Gotham Näheres herausfinden. Kaum ist er da, taucht Batman vor ihm auf. Clark biete seine Hilfe an, aber Batman verweigert sie und schickt ihn wieder heim … Ihr kennt das alte Spiel: Er lernt es nie.

Batman findet daraufhin selbst heraus, dass Remington Bruce Wayne auf den Fersen war. In dem Moment platzt die Polizei in die Wohnung, Batman lässt alles schnell in Flammen aufgehen und verletzt die Beamten, wird wieder zum Gejagten. Auch Superman ist nicht erfreut …

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Legends of the Dark Knight: Terminus

DC Comics

Autor/Zeichner: Jaimie Delano/Chris Bachalo

Erschienen: 1994 (Legends of the Dark Knight #64)


Ein Junkie sticht seinen Dealer ab und flüchtet vor Batman ins Hotel Terminus, eine miese Absteige, ein Drecksloch, in dem sich auch andere düstere Gestalten tummeln. Während der Junkie sich das Heroin drückt und um ihn herum die Flammen lodern und ihn Batmans Schatten zu verfolgen scheint, lernen wir die anderen Hotelgäste kennen: Einer hat im Suff einer Frau den Kinderwagen umgefahren und Fahrerflucht begangen, ein anderer ist Geldeintreibern viel Geld schuldig, hat seinen Arbeitgeber bestohlen und ihn totgeschlagen, einer ist ein grausamer Mörder, eine Frau versteckt sich vor ihrem gewalttätigen Ex.

Am Ende taucht Batman auf und findet eine Leiche auf – es ist die des Junkies, der überdosiert hat. So bleibt kein Verbrechen ungesühnt, davon ist unser Held überzeugt. „Wherever they run and hide, their guilty, wasted lives will drag them down … and justice will embrace them. I promise you.“

Auch wenn Batman hier kaum eine Rolle spielt, entschädigt die intensive Erzählweise und der Noir-Zeichenstil dafür. Grenzen zwischen Realität und Einbildung verschwimmen, die Paranoia und das Elend wird auf jeder Seite spürbar. Eine unheimlich dichte Kurzgeschichte auf 25 Seiten über Gothams menschliche Abgründe, die zeigt, dass es keine verrückten Superschurken braucht.

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Batman deutet die Zeichen

DC Comics

Titel: Stone Killer/A Clash of Symbols

Autor/Zeichner: Alan Grant/Norm Breyfogle

Erschienen: 1990 (Detective Comics #616-617), Paperback 2021 (Batman: The Dark Knight Detective Vol. 5)


„I am the dweller in darkness — I am the demon — I am the bat!“

Im Leben wie in der der Kunst hat entweder alles oder nichts eine Bedeutung. Wir Menschen neigen eher dazu, überall Muster und Sinn zu erkennen, auch wenn es sie nicht gibt. Manche nennen es Religion, andere Aberglaube. Vor allem die Kunst lädt dazu ein, erst recht Geschichten wollen scheinbar stets gedeutet werden.

Auch in Superheldencomics hat alles stets eine Bedeutung. Was im echten Leben sich als Unsinn erweist, stellt sich in diesen Storys stets als wahr heraus: Egal ob Gott oder Teufel, ob Götter oder Dämonen, ob Mythen oder Legenden, ob Magie oder (Pseudo)Wissenschaft, Wahrsagerei, Verschwörungstheorien oder auch nur Gerüchte – es ist stets etwas dran. Nichts ist ohne Bedeutung, alles hat in der Welt der Superhelden seinen Platz, auch wenn es eigentlich als Weltbild überhaupt nicht zusammenpassen kann. Aber hier zeigt sich das Integrative dieser Geschichten: Egal, aus welcher Kultur ihr kommt oder woran ihr euer Herz hängt – es gibt sicherlich eine Batman-Story, in der ihr etwa davon repräsentiert findet. (Wenn auch nicht unbedingt in jeweils angemessener Weise.)

Warum erzähle ich euch das? Weil es hier um solche Mythen und Symbole geht. Alan Grant war zwar ein skeptischer, gesellschaftskritischer Autor, aber er hatte leider auch ein Faible für Hokuspokus, wie man an diesen beiden Storys sieht, die eigentlich jeweils für sich stehen, aber doch zusammenhängen, weil sie auf die Rückkehr des Jokers vorbereiten (nach A Death in the Family).

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Gotham, Stadt des Mülls

DC Comics

Titel: Trash (dt. Müll/Menschen im Müll)

Autor/Zeichner: Alan Grant/Norm Breyfogle

Erschienen: 1990 (Detective Comics #613), Paperback 2021 (Batman: The Dark Knight Detective Vol. 5); dt. Hethke 1992 (Batman Sonderband 27)


Gotham City versinkt im Müll. 25.000 Tonnen kommen pro Tag auf. Die Müllhalde ist bald voll. So kann es nicht weiter gehen, sonst wird die Welt zur Müllhalde. Der Achtklässler Mike Dell begleitet für ein Schulprojekt seinen Vater, einen Müllmann, zur Arbeit. Dieser wird daran gehindert, als ein zwei Typen von einem Konkurrenzunternehmen Krudco auftauchen und behaupten, sie übernähmen jetzt den Bezirk. Der Vater wird eingeschüchtert und geschlagen. Die Halde wird für tabu erklärt.

Doch der Vater lädt dort seinen Müll später trotzdem ab, der Sohn darf ihn aber nicht begleiten – er kommt aber trotzdem heimlich mit. Drei Gauner von Krudco bedrohen ihn mit Waffen und wollen ihn in die Müllpresse stecken, der Sohn will das verhindern und bekommt selbst eine Kugel ab. Batman schreitet ein und am Ende landen im Kampf zufällig zwei Gauner in der Presse. Höchst unwahrscheinlich, aber wer will allzu kritisch sein, wenn den Bösen „poetic justice“ widerfährt?

Und trotzdem: Tragischerweise stirbt auch der Sohn. Batman fehlen die Worte. Er denkt sich nur: „What a tragic, bloody waste.“

Eine krasse Story mit einem klaren Appell, besonders schön illustriert am Cover und mit der Spirit-Hommage auf Seite eins. 34 Jahre später scheint er immer noch ungehört zu verhallen: Die Welt versinkt weiter im Müll.

>> Batman 1990-1999


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Der Schmied des Verbrechens

DC Comics

Titel: The Coming of Crimesmith/Crimesmith and Punishment

Autor/Zeichner: Marv Wolfman/Jim Aparo

Erschienen: 1990 (Batman #443-444), Paperback 2019 (Batman: The Caped Crusader Vol. 2); dt. Hethke 1991 (Batman Album 13-14)


In Gotham taucht eine Leiche auf, die von innen heraus verbrannt ist. In der Nähe versuchen drei Einbrecher, Pelze zu stehlen. Batman hält sie auf. Später stellt sich heraus: Sie haben nach dem Plan eines gewissen Crimesmith gehandelt, einem Dienstleister, der Pläne für Verbrechen schmiedet und dabei 60 Prozent kassiert. Doch seine Pläne sind nicht gerade erfolgreich, denn auch beim zweiten – einem Autodiebstahl im großen Stil – kommt Batman dazwischen. Und dann stellt er fest: Wenn man ein Wort über den Crimesmith verliert, auch nur seinen Namen erwähnt, geht man spontan in Flammen auf.

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Superman gegen Batman: Wer würde gewinnen?

Titel: Superman/Batman: Sorcerer Kings

Autor/Zeichner: Culen Bunn, Chris Roberson, Joe & Jack Kelly/Jesus Merino, Ed Benes u.a.

Erschienen: 2011 (Superman/Batman #78-84), Paperback 2011; Omnibus 2022 (Vol. 2)


Wenn Superman gegen Batman kämpfte, wie würde dieser Kampf aussehen? Während DC-Leser das schon oft gesehen haben, erörtern zwei junge Fanboys die Frage zum ersten Mal. Sie stellen Regeln auf. Sollte Batman Kryptonit haben, an einer Lanze oder in Form von Kugeln? Sollten sie einander töten dürfen? Zumindest darauf können sie sich einigen: keine Magie.

Aber was wäre der Grund für einen Kampf? Eine Frau? Ein moralisches Dilemma? Die Mitgliedschaft in der Justice League? Aber: Spielt das eigentlich eine Rolle? Man ist sich halt uneins und dann wird geprügelt, das ist doch die Hauptsache. Und so sehen wir, wie die Phantasie mit zwei Teenagern durchgeht, wie sich Batman auch gegen die größte Übermacht behauptet, weil ihm immer etwas einfällt, das man dagegenhalten kann – und sei es auch das absurdeste Gadget als Deus ex machina.

Wir sehen eine Reihe epischer Splash Pages, während die beiden Helden aus der Rolle fallen, wenn sie in der Sprache von Kindern sprechen, und wenn sie auf der letzten Seite tatsächlich erscheinen, dann stehen sie seltsam nah beieinander, mit vorgestrecktem Becken, während zwischen ihnen im Hintergrund ein Hochhaus aufragt – ob Absicht oder Versehen: jedenfalls ein passendes Bild für einen „Schwanzvergleich“.

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Legends of the Dark Knight: Storm

DC Comics

Autor/Zeichner: Andrew Donkin, Graham Brand/John Higgins

Erschienen: 1994 (Legends of the Dark Knight #58)


Ein Diplomat kommt nach Gotham. Sein Land hat es nicht so mit Menschenrechten, daher ist die Liste der Feinde lang und auch derer, die ihn umbringen wollen. Batman hindert einen Scharfschützen am Mord, dann wird dieser von einem zweiten erschossen. Das CIA macht Druck auf James Gordon, für die Sicherheit des Diplomaten zu sorgen. Als dieser mit seinen Leuten ein Krankenhaus besucht, veranstalten Terroristen ein Massaker und nehmen den VIP als Geisel, um Forderungen in ihrem Land durchzusetzen. Und dann stellt sich noch heraus, dass das Ganze eine CIA-Aktion ist …

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