The Brave and the Bold

Batman und Etrigan in The Brave and the Bold

DC Comics

Der Dämon Etrigan (Jason Blood) wurde 1972 von Jack Kirby geschaffen. Sein Design hat sich der „King of Comics“ jedoch bei Hal Fosters Prince Valiant abgeschaut. Da verkleidet sich der Held, indem er sich eine Maske aufsetzt, die er aus einer toten Gans macht – daher die Ohren mit den Schwimmhäuten. Auch ein Originalgenie lässt sich hin und wieder gern mal inspirieren. Von der Serie The Demon erschienen 16 Ausgaben, dafür musste Kirby sein Fourth World-Epos aufgeben – aber das ist eine andere Geschichte.

Nur ein Jahr nach dem ersten Erscheinen trifft der Dämon erstmals auf Batman, in der Team-up-Serie The Brave and The Bold. Hier hat er allerdings noch nicht die Neigung zum Reimen. (Diese Kunst bringt ihm erst Alan Moore in Swamp Thing bei.) Also sind hier auch Leser eingeladen, die traditioneller Lyrik eher skeptisch gegenüberstehen.

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Batman und der gute Vampir

DC Comics

Titel: Batman & ‚I … Vampire!‘: Night of Blood

Autor/Zeichner: Mike W. Barr/Jim Aparo

Erschienen: 1983 (The Brave and the Bold #195), Hardcover 2021 (Batman: The Brave and the Bold – The Bronze Age Omnibus Vol. 3)


Andrew Bennett ist ein Vampir, der seit 400 Jahren gegen andere Vampire kämpft, allen voran seine ehemalige Geliebte Mary Seward, die sich Queen of Blood nennt und eine böse Vampirarmee namens Blood-Red Moon befehligt (nachzulesen in: The House of Mystery #290, 1981). Andrew kommt nach Gotham, das von einer angeblichen Vampir-Mordserie heimgesucht wird. Er verwandelt sich in Fledermaus und Wolf und im Park findet er auch gleich die Schuldigen, ein mörderisches Pärchen. Zwei Stöcke in die Brust und sie sind erledigt. Der Mann hat ein Streichholzbriefchen (was sonst?) des Clubs Dracula (wo sollten sich Vampire sonst verstecken?) bei sich – und diese allzu plumpe Spur führt in die Höhle des Löwen …

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Batman und Phantom Stranger in The Brave and the Bold

DC Comics

Wer ist eigentlich der Phantom Stranger? Die Figur ist ein Rätsel genau so wie ihr Ursprung, es gibt mehrere Versionen. Eine davon ist eine Variation des Ewigen Juden, eine andere macht ihn zu einem gefallenen Engel usw. Doch als der Stranger zum ersten Mal erschien (im Jahr 1952 in der gleichnamigen Anthologie-Serie), hatte er noch keine übernatürlichen Kräfte, sondern überführte andere, die behaupteten, welche zu haben, als Betrüger. Erst 1969, in seiner zweiten Serie, wird aus ihm eine Art Zauberer.

Batman trifft ihn bald darauf zum ersten Mal in der Team-up-Serie The Brave and the Bold – und darin insgesamt dreimal.

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Batman und Deadman in The Brave and the Bold

The Brave and the Bold #79/86

DC Comics

Deadman hatte seinen ersten Auftritt in Strange Adventures #205 (1967). Der Trapezkünstler Boston Brand wird ermordet und bekommt vom Hindu-Gott Rama Kushna als Geist die Chance, sich zu rächen. Die Story von Arnold Drake und Carmine Infantino schrieb auch deswegen Geschichte, weil es darin um Drogen ging und das Thema erstmals von der Comics Code Authority (einer Selbstzensurbehörde der Verlage) autorisiert wurde.

Nach dieser Story übernahmen Jack Miller und Neal Adams die Figur Deadman, mit großem Erfolg. Bald darauf erschien das erste Team-Up mit Batman, in The Brave and the Bold #79 (1968), ebenfalls gezeichnet von Adams. Es ist ein ungewöhnliches Team, wenn Batman seinen Partner weder sehen noch direkt mit ihm sprechen kann. Es geht nur über Umwege und Deadmans einzige Fähigkeit ist es, sich fremder Körper zu bemächtigen – wobei ihm niemals einfällt, direkt in den Körper der Hauptschurken zu steigen. Das wär ja zu einfach …

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Batman trifft Swamp Thing (Teil 1)

Swamp Thing ist ein seltsamer DC-Charakter, der selten (falls überhaupt) Mainstream war, aber als Horrorfigur Kultstatus hatte und immer wieder neu belebt wurde, sodass er es geschafft hat, mittlerweile über 50 Jahre zu bestehen. Das Ding aus dem Sumpf war immer wieder Spielwiese für viele große Autoren und Zeichner, wie etwa Alan Moore, Grant Morrison, Mark Millar, Brian K. Vaughan, Scott Snyder, Ram V und auch Jeff Lemire.

Geschaffen wurde Swamp Thing von Len Wein und Bernie Wrightson, zunächst erschien die Figur in einer Kurzgeschichte in House of Secrets #92 (1971). Erzählt wird, wie sich der Wissenschaftler Alex Olsen im frühen 20. Jahrhundert nach einem Sabotageakt in ein Sumpfmonster verwandelt. Die Story war dann so erfolgreich, dass man bald darauf das Konzept in die Moderne verlegte und eine eigene Serie davon brachte. Nun hieß der Held Alec Holland. Dieser entwickelt mit seiner Frau Linda eine Formel, die Leben quasi aus dem Nichts herstellen kann. Dann tauchen Leute von der kriminellen Organisation Conclave auf, die ihm anbieten, die Formel zu kaufen. Alex lehnt ab. Daraufhin nehmen sie sich einfach, was sie wollen und lassen im Labor eine Bombe hochgehen. Alec stürzt sich brennend in den Sumpf und mutiert zum Sumpfmonster. Nachdem die Gauner auch noch Linda umbringen, nimmt er Rache.

Wrightson, ein Meister des Horrors, schuf eine ikonische Figur, jedoch fiel es ihm immer wieder schwer, fristgerecht zu liefern, weshalb er nach zehn Ausgaben die Serie verließ. Zum Glück war darunter auch eine mit Batman – eine seiner wenigen Arbeiten an der Fledermaus.

Swamp Thing in Gotham

In Swamp Thing #7 (1973) kommt der Titelheld nach Gotham City und trifft auf Batman. Beide suchen nach Nathan Ellery alias Mr. E. Um nicht aufzufallen verkleidet sich Swampy mehr schlecht als recht mit einem Trenchcoat, doch schon das Einkaufen ohne zu bezahlen erregt die Aufmerksamkeit der Ordnungshüter. Commissioner Gordon bittet Batman um Hilfe, denn Freaks sind bekanntlich dessen Spezialgebiet. Batman bedankt sich mit einem plötzlichen Abgang – sein erster Verschwindetrick vor dem Kollegen.

Batmans Abgang in Swamp Thing #7 (1973)

Abgesehen davon ist die Story nicht gerade bemerkenswert. Es dauert lange, bis die beiden Helden aufeinandertreffen, erst auf Seite 15 ist es soweit, und dann auch noch sehr undramatisch in kleinen, engen Panels. Noch kleiner sind dann auch die ersten Bilder, die den obligatorischen Kampf zeigen. Man kann allerdings nicht einwenden, dass er mit einem klärenden Gespräch zu vermeiden gewesen wäre, denn das Monster kann sich leider nicht verständlich machen. Nach zwei Seiten ist Schluss, Swampy knockt Batman mit einem Schlag um, der kehrt aber schnell zum Bewusstsein zurück.

Erstes Treffen: Batman und Swamp Thing. (DC Comics)

Die Helden treffen sich beim Showdown in einem Hochhaus wieder. Swamp Thing will Mr. E umbringen, um sich für den Mord an seiner Frau (und einem Hund) zu rächen, doch dann will er sich nicht auf dessen Niveau herablassen. Mr. E wird von seinem Hausaffen gebissen und stürzt vom Balkon. Da kann nicht mal Batman rechtzeitig eingreifen, obwohl solche Stürze eigentlich seine Spezialität sind. Nach knappen 21 Seiten ist Schluss, ohne irgendwas zwischen den Helden zu klären. Schade, man hätte sich mehr von dieser Begegnung gewünscht.

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Batman trifft den ersten Flash

Titel: Batman & The Flash: American Samuroids

Autor/Zeichner: Mark Waid/Jerry Ordway

Erschienen: 2008 (The Brave and the Bold #13)


Batman und Barry Allen (Flash II) – das haben wir jetzt rauf und runter gehabt. Aber mit dem ersten Flash, Jay Garrick, hatte Batman bisher kaum was zu tun gehabt. Zwar sind beide Golden-Age-Veteranen, aber anfangs noch in verschiedenen Verlagen (Detectice Comics und All American Publications) und Jays Abenteuer wurden 1951 eingestellt, bevor er 1956 von Barry Allen ersetzt wurde. Außerdem waren Crossover im Golden Age (zumindest bei DC) nicht üblich. Erst 2008 wurde das nachgeholt, in einer Neuauflage der Team-up-Serie The Brave and the Bold.

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Batman und Flash tauschen Schurken

Titel: Batman & the Flash: Trade Heroes and Win

Autor/Zeichner: Mike W. Barr/Carmine Infantino

Erschienen: 1983 (The Brave and the Bold #194), Hardcover 2021 (Batman in The Brave and the Bold Omnibus Vol. 2)


Zwei drittklassige Versagerschurken werden auf eine karibische Insel eingeladen: Doctor Double X und Rainbow Raider. Ersterer hat zweimal gegen Batman verloren (1958 und 1963), letzterer gegen Flash (1980 und 1981). Nun will ihnen eine junge Frau namens Andrea Wye (angeblich Professorin) weismachen, das habe alles mit einem falschen Mindset zu tun gehabt. Erst das negative Denken, das bereits vom Scheitern ausging, habe zum Scheitern geführt. Professorin Wye hat eine Methode entwickelt, wie man diese Einstellung überwindet und sein wahres Potenzial freisetzt: „Be all the person you can be!“, lautet der Titel ihres Buches. Und so trichtert sie den beiden Losern ein, dass sie endlich an sich glauben sollen.

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Batman und Flash tanzen in der Disco des Todes

Titel: Batman & The Flash: Disco of Death

Autor/Zeichner: Bob Haney/Jim Aparo

Erschienen: 1979 (The Brave and the Bold #151), erschienen in Batman: The Brave and the Bold: The Bronze Age Omnibus Vol. 2


Zwei junge Frauen sind auf unerklärte Weise gestorben, nachdem sie die Disco verlassen haben. Batman bestellt Barry Allen und seine Frau Iris West nach Gotham ein. Sie schmeißen sich in Schale und mischen sich unters Tanzvolk im Stardust. Bruce Wayne trägt nicht nur einen stilechten weißen Anzug mit Schlaghose, sondern macht auch auf dem Dancefloor einen auf John Travolta, während so passender- wie makabererweise „Stayin‘ Alive“ von den Bee Gees aus den Lautsprechern plärrt.

Im Volk tummeln sich auch einige kurios kostümierte Gestalten, darunter einer, der wie das Phantom der Oper aussieht und dann stellt sich heraus, dass die Frau, mit der er getanzt hat, kurz darauf ins Koma fällt. Und tatsächlich verfolgt die schaurige Gestalt das Ziel, Frauen in den Tod zu tanzen.

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Batman und Flash gegen Drogen

Titel: Batman & The Flash: Streets of Poison

Autor/Zeichner:  Bob Haney/Jim Aparo

Erschienen: 1976 (The Brave and the Bold #125), erschienen in Batman in The Brave and the Bold Omnibus Vol. 2


Batman und Barry Allen werden nach Burma (bzw. Birma oder offiziell „Myanmar“) geschickt, um für die US-Regierung einen Deal mit einem Drogenhersteller zu machen: Die Staaten wollen tonnenweise Heroin kaufen, um es zu zerstören, bevor das Gift Menschenleben zerstören kann. Niemand spricht über Sinn und Unsinn so eines Unternehmens, dass man damit am Ende ebenfalls einen Verbrecher finanziert, aber der Zweck heiligt hier die Mittel.

Batman fliegt in zivil, als Bruce Wayne, was seltsam ist, denn anscheinend macht er sich keine Gedanken über seine Geheimidentität. Kaum ist er da und fragt sich nach seinem Kontaktmann durch, da wird auch schon der erste Anschlagsversuch auf ihn verübt. Kurz darauf wird Barry von einem Tiger angegriffen – und der schnellste Mann der Welt kann nicht schnell genug reagieren und wird bewusstlos geschlagen. Aber was ist ein „Monarch of Motion“ schon gegen eine Großkatze?

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Flash hilft bei Batmans Trauerbewältigung

Titel: Batman & The Flash: The Man Who Murdered the Past

Autor/Zeichner: Bob Haney/Bob Brown

Erschienen: 1971 (The Brave and the Bold #99), Hardcover 2017 (The Brave and the Bold: The Bronze Age Omnibus Vol. 1)


Batman besucht das ehemalige Sommerhaus seiner Eltern, auf einer Insel von New England. Ganz spontan, er hat sich nicht mal umgezogen, es scheint ihm egal zu sein, dass jetzt so ziemlich jeder merken müsste, dass er Bruce Wayne ist – aber er hat Glück, keinen juckts. Batman schwelgt also in alten Erinnerungen, holt die Urne mit der Asche seiner Eltern hervor und fängt an zu weinen, als wären sie erst gestern gestorben.

Doch dann verhält er sich noch seltsamer. Mit steifen Bewegungen sucht er eine Kneipe auf, verlangt mit einer fremden Stimme und Akzent nach Rum. Die Einwohner erinnert der Auftritt an den alten portugiesischen Harpunierer Manuel. Später wirft er dann tatsächlich mit einer Harpune, dringt in einen gesperrten Leuchtturm ein und schlägt einen Polizisten, wofür ihn ein Richter zu Knast verurteilt.

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