Detective Comics

Die Comicserie „Detective Comics“ erscheint seit 1937. In Ausgabe 27 hatte Batman 1939 seinen ersten Auftritt. Anfangs handelte es sich noch um eine Anthologieserie, die sich Batman mit anderen Helden teilte.

Batman und der böse Richter

Cover von Jim Aparo (DC Comics)

Titel: Judgment Day

Autor/Zeichner: Archie Goodwin/Howard Chaykin

Erschienen: 1974 (Detective Comics #441), Hardcover 2013 (Tales of the Batman: Archie Goodwin)


Auch wenn er hier noch nicht Harvey hieß, aber schon den Rang eines Lieutenants hatte, gilt diese Ausgabe als der erste Auftritt des späteren Detectives Bullock. Aber schon hier ist er nicht gut auf Batman zu sprechen, als dieser einen Geiselnehmer auf der Straße überführt (indem er ihm einen Kanaldeckel in den Bauch wirft) und die Polizei überflüssig dastehen lässt.

Dann erfährt Batman, dass Robin entführt worden ist und er wird in ein verlassenes Haus gelockt. Batman erinnert sich, dort den Heroindealer Snow gestellt zu haben. Dieser wurde aber von einem Unbekannten erschossen. Der Entführer ist ein selbsternannter Richter, der sich bloß The Judge nennt. Er will sich an Batman dafür rächen will, dass seine Tochter Melissa einst bei einem seiner Einsätze durch einen Unfall erblindet ist, als Batman Snows Killer angegriffen hat. Dabei hat Batman Melissa, nachdem ein Schuss sie verletzt, das Leben gerettet.

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Batman gegen Hillbillies

DC Comics

Titel: Ghost Mountain Midnight (dt. Geisterberg um Mitternacht)

Autor/Zeichner: Archie Goodwin/Sal Amendola

Erschienen: 1974 (Detective Comics #440), Hardcover 2013 (Tales of the Batman: Archie Goodwin); dt. Ehapa 1974/1980 (Superman #21/Batman Superband #11)


Zwei Rednecks entführen die Kellnerin Sarah Beth aus dem Playhour Club. Da zufällig Bruce Wayne dort diniert (er scheint das Verbrechen regelrecht anzuziehen), kann er sich Sekunden später als Batman auf den Fluchtwagen stürzen. Einfach mal mitten in der Fahrt reinschwingen, dann prallen Täter samt Opfer in einen Schneehaufen rein. Zum Glück wurde Sarah nicht verletzt, obwohl sie nicht angeschnallt war – ein wahres Wunder! Sie erklärt, die beiden Entführer seien ihre Brüder. Die wollen mit einem Menschenopfer den Fluch von „Ghost Mountain“ loswerden – und zufällig ist das Los auf die Schwester gefallen.

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Ein Monster randaliert in Wayne Manor

DC Comics

Titel: A Monster Walks Wayne Manor

Autor/Zeichner: Archie Goodwin/Jim Aparo

Erschienen: 1974 (Detective Comics #438), Hardcover 2013 (Tales of the Batman: Archie Goodwin); dt. Panini 2015 (Batman Collection – Jim Aparo Bd. 4)


Wayne Manor mag seit vier Jahren verlassen sein, aber so ganz vergessen ist es nicht: Es scheint sogar ein Eigenleben zu entwickeln. Die Presse taucht vor dem Anwesen auf, weil die Polizei ermittelt. Jugendliche, die dort einbrechen wollten, hörten Rufe wie von einem wilden Tier, dann kam ein Schreibtisch durchs Fenster gekracht. Später wurde Alfred Pennyworth Zeuge, wie ein grün glühender, verunstalteter Mann einen anderen vom Dach gestürzt hat. Daraufhin wurde Alfred selbst angegriffen und fast umgebracht. Treibt sich etwa ein Monster in Wayne Manor herum? Und falls ja: Wo kommt es her? Was will es?

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Die „letzte“ Batgirl-Story

DC Comics

Titel: The Last Batgirl Story

Autor/Zeichner: Cary Burkett, Barbara Kesel (Randall)/Don Newton, Barry Kitson

Erschienen: 1980/1988 (Detective Comics #491-492/Batgirl Special #1), Hardcover 2011/2017 (Tales of the Batman: Don Newton/Batgirl: A Celebration of 50 Years)


Nur einige Tage vor The Killing Joke erschien das Batgirl Special, das die „letzte“ Batgirl-Story sein sollte. Natürlich sind solche Ankündigungen mit Vorsicht zu genießen. In potenziell ewig fortlaufenden Geschichten ist naturgemäß selten etwas final. Interessanterweise weist darin einiges – absichtlich oder nicht – bereits auf die Zukunft von Barbara Gordon voraus.

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Batman und die Maske des Todes

DC Comics

Titel: Deathmask (dt. Die Maske des Todes/Totenmaske)

Autor/Zeichner: Archie Goodwin/Jim Aparo

Erschienen: 1973 (Detective Comics #437), Hardcover (Tales of the Batman: Archie Goodwin); dt. Ehapa 1975 (Superman #19), Panini 2015 (Batman Collection: Jim Aparo 4)


Im Gotham Museum wird eine antike Maske aus Mittelamerika ausgestellt, die des Todesgottes Matuchima. Natürlich liegt ein angeblicher Fluch auf dem Ding. Und natürlich versuchen ein paar Einbrecher, das Ding zu klauen – und zwar schon vor der Ausstellungseröffnung. Batman verhindert das und die offizielle Feier kann beginnen. Natürlich sind wie (und warum auch) immer Bruce Wayne und Commissioner Gordon zugegen.

Judd Thaxton, der Assistent des Direktors Marcus Wingate, eröffnet die Schau und streitet sich hinterher mit dem Archäologen Austin Spires. Dieser ist neidisch, weil er die Maske entdeckt hat, aber Wingate zum Direktor ernannt worden ist. Da erscheint Matuchima in der Ausstellungshalle und fängt an, um sich zu schlagen. Batman schreitet ein und wird im Kampf besiegt, der Mann mit der Maske flieht. Am Ende ist einer der Einbrecher tot und auch Direktor Wingate, gestorben an einem Herzinfarkt.

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Batman und die Bankräuber

Cover von Neal Adams (DC Comics)

Titel: Night of the Stalker (dt. Nacht der Vergeltung)

Autor/Plot/Zeichner: Steve Englehart/Vin Amendola/Sal Amendola (auch Plot)

Erschienen: 1974 (Detective Comics #439), Paperback 2005 (Batman: The Greatest Stories Ever Told Vol. 1), Hardcover 2020 (Tales of the Batman: Steve Englehart); dt. Ehapa 1974 (Superman #10)


Steve Engleharts erste Batman-Story ist in einer Zeit erschienen, als die Comic-Serien sich so schwach verkauften, dass sie nur alle zwei Wochen herauskamen. Doch die Geschichte gilt als eine der besten, die je erzählt wurden, weshalb sie mal in einer Anthologie neu aufgelegt wurde. Allerdings ist sie nicht allein Engleharts Verdienst.

Der Plot ist einfach: Batman wird Zeuge eines Banküberfalls. Die Räuber erschießen unbeteiligte Zivilisten, eine Mutter und ihren Ehemann, der Sohn muss das mitansehen. Das weckt bei Batman natürlich traumatische Erinnerungen. Er schnappt sich einen der drei Räuber, nachdem dieser einen Wachmann angeschossen hat, und jagt dann den drei anderen hinterher, indem er aufs Dach des Fluchtautos springt.

Außerhalb der Stadt kommt es zum Showdown. Als die Räuber ihn bemerken, halten sie an und versuchen, ihn zu erschießen. Dann wollen sie wieder im Auto zu fliehen, doch Batman hat die Schlüssel herausgezogen und wirft sie weg. Einer stürzt sich auf ihn und der Held fällt mit ihm über den Abgrund, rettet ihn aber. Der zweite prügelt sich mit Batman im Wasser und ertränkt ihn scheinbar – doch zu früh gefreut … Der dritte verliert die Nerven, bevor er auf Batman schießen kann und geschlagen werden muss. Da kommt auch schon die Polizei.

Wieder zu Hause, im Penthouse des Wayne Foundation Buildings, muss Bruce Wayne beim Anblick des Porträts seiner Eltern weinen: „… he is that boy again.“

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Crime Doctor Matthew Thorne

Detective Comics #77/Batman #18 (1943)

DC Comics

Es ist mal wieder Grippesaison! Ich hoffe, ihr seid bisher gesund geblieben. Falls euch aber das Fieber packt, solltet ihr einen Arzt aufsuchen. Doch geht lieber nicht zu Doctor Matthew Thorne, denn der hat Dreck am Stecken.

Thorne (geschaffen von Bob Kane und Bill Finger) ist zwar ein Arzt aus Leidenschaft, aber was ihm den richtigen Kick gibt, sind Verbrechen. Deshalb berät er in seiner „Crime Clinic “ nebenbei Gauner, wie sie ihre „Operationen“ drehen können (Detective Comics #77, 1943). Für 25 Prozent des Erlöses. Er führt auch Hintergrundchecks durch, ob neue Anwerber keine Polizeispitzel sind. Dann gibt er den Gaunern Tipps, wie etwa das Kabel für den Alarm durchzuschneiden. Etwas seltsam, dass die da nicht selbst drauf kommen …

Wenn etwas schief geht, macht der Doktor auch Hausbesuche, dann verlangt er allerdings 50 Prozent. Dank seiner OP-Verkleidung ist er nicht nur maskiert, sondern hinterlässt auch keine Fingerabdrücke, sein Stethoskop hilft ihm dabei, Safes zu knacken, sein Krankenwagen ist das perfekte Fluchtauto, weil niemand Verdacht schöpft. Außerdem setzt er gern Betäubungsmittel ein, um Wachleute bewusstlos zu machen.

Doch dann kommen ihm Batman und Robin in die Quere und verfolgen ihn in seine Praxis. Thorne droht ihnen mit der Waffe. Zwar will er niemanden umbringen, aber er tut es, wenn er muss. Da platzt ein Patient mit einem Blinddarmdurchbruch rein und Batman muss ihm bei der OP assistieren. Dann aber nimmt er Batman und Robin gefangen und stiehlt eine Formel, wie man Gold herstellen kann. Beim Kampf auf einem Teilchenbeschleuniger kann Batman ihn besiegen.

Tödliche Gier nach Gold

Im zweiten Teil der Geschichte (The Crime Surgeon, Batman #18, 1943) bricht Dr. Thorne aus dem Knast aus, nachdem er bei einer OP geholfen hat, und eröffnet wieder seine Praxis, diesmal aber mobil, indem er einmal quer durch die Staaten reist. Das führt zu einer Epidemie des Verbrechens, die Batman und Robin auf den Plan ruft.

Robin geht undercover als Schuhputzer, kommt Thorne auf die Spur, man prügelt sich auf einer Baustelle. Dann geht Batman undercover, wird mit einer Augenbinde zu Thornes Praxis gebracht und entlarvt. Ein Handlanger schießt auf Robin – und wieder muss Batman dem Doktor bei einer OP assistieren.

Später kommt es wieder zum Showdown mit Gold, diesmal auf einem Bagger. Als Thorn mit einem Skalpell auf Batman losgeht, wird er von einem Mann erschossen, dessen Frau gestorben ist, weil Thorne sie nicht rechtzeitig operiert hat, sondern dem Gold nachlief. Die Moral versteht sich hier von selbst. Thorne hat sie verstanden. Er meint, er verdient es zu sterben. Aber das bedeutet noch längst nicht das Ende.

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Dr. Phosphorus kehrt wieder zurück

DC Comics

Titel: The Return of Doctor Phosphorus

Autor/Zeichner: Royal McGraw/Marcos Marz

Erschienen: 2007 (Detective Comics #825), Paperback 2007 (Batman: Detective)


Doctor Phosphorus ist tot. Gestorben ist er in Starman #71 (2000). Aber das ist ja nicht das erste Mal, dass man uns das weismachen will. Jetzt, sieben Jahre später, ist er einfach wieder da. Wegen seiner Superkräfte. Radioaktivität und so, ihr wisst schon, das Mysterium der Physik – oder einfach „science“ … Nun forschen Wissenschaftler an ihm, wollen ihn ausbeuten als saubere Energiequelle, was ihm aber nicht gefällt. Er bricht aus und hinterlässt eine Spur der Verwüstung, auch an einem der Forscher. Dr. Phosphorus ist aus irgendeinem Grund mächtiger denn je.

Wieder hat er es auf Rache abgesehen, diesmal an Rupert Thorne, den er für seinen Zustand verantwortlich macht. Bei seinem letzten Besuch, als Thorne noch in Arkham saß (Batman #311, 1979), scheint er sich noch nicht an ihm gestört zu haben. Da hat er ihm nur einen Schrecken eingejagt, bevor er durch die Wand verschwunden ist. Nun aber besucht er ihn im Gefängnis von Blackgate und will dem von Hugo Stranges Geist Traumatisierten an den Kragen.

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Strange Apparitions: Joker

DC Comics

Titel: The Laughing Fish/Sign of the Joker

Autor/Zeichner: Steve Englehart/Marshall Rogers

Erschienen: 1978 (Detective Comics #475-476), Paperback 1999 (Strange Apparitions), Hardcover 2020 (Tales of the Batman: Steve Englehart); dt. Egmont Ehapa 1978 (Batman Taschenbuch #2), Eaglemoss 2015 (Im Zeichen des Jokers)


Batman steigt bei Silver St. Cloud durchs Fenster und fragt erst dann, ob er eintreten darf. Dass sie nur mit einem Handtuch bekleidet ist, stört ihn nicht. Silver wirkt so perplex, dass sie gar nicht erst antwortet. Batman fragt, ob sie ihm was zu sagen habe, doch das Gespräch führt zu nichts. Silver tut so, als ob sie nicht wüsste, dass er Bruce ist (Detective Comics #474). Dabei weiß er, dass sie es weiß, nur sie weiß nicht, dass er es weiß – was für ein Melodrama! Nach dieser creepy Stalker-Aktion ruft er sie als Bruce Wayne an und tut so, als wäre nichts gewesen. Silver sagt ihr Date unter einem Vorwand ab. Noch mehr Melodrama!

Hausfriedensbruch: Batman bei Silver St. Cloud. (DC Comics)

Da wir hier nicht weiterkommen, wenden wir uns daher lieber dem Kerngeschäft zu: Die Fische im Hafen von Gotham tragen alle ein böses Grinsen im Gesicht. Dahinter kann nur einer stecken – und tatsächlich taucht kurz darauf der Joker im Patentamt auf und verlangt, sich seine Jokerfische patentieren zu lassen, er wittert das große Geschäft. Das gehe nicht, sagt der Beamte. Fische seien Gemeingut. Der Joker droht ihm, er habe Zeit bis Mitternacht, seine Meinung zu ändern.

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Strange Apparitions: Deadshot

DC Comics

Titel: The Deadshot Ricochet

Autor/Zeichner: Steve Englehart/Marshall Rogers

Erschienen: 1977 (Detective Comics #474), Paperback 1999 (Strange Apparitions), Hardcover 2020 (Tales of the Batman: Steve Englehart); dt. Egmont Ehapa 1978 (Batman Taschenbuch #2), Eaglemoss 2015 (Im Zeichen des Jokers)


Batman und Robin erwischen zwei Gauner, die gerade Hugo Stranges Leiche im Wasser entsorgen – sie arbeiten für Rupert Thorne. Der Chef des Stadtrats, der die Gerichte kontrolliert, hat gegen Batman eine Unterlassungserklärung erwirkt. Der Held ist jetzt wieder ein Outlaw, ganz wie in seinen Anfangstagen. Batman stattet Thorne einen Besuch ab, um ihn einzuschüchtern. Der gibt sich aber unbeeindruckt. Größere Wirkung hat ein anderer Besuch: Thorne wird von Hugo Stranges Geist heimgesucht. Er warnt ihn vor dem bevorstehenden Tod.

Nachdem Batman und Robin den Pinguin wieder eingebuchtet haben, plant der schon seinen Ausbruch. Sein Monokel kann nämlich mit einem Laser Löcher in die Wand bohren. (Wäre früher sicher auch als Waffe nützlich gewesen.) Kaum hat er einem Mitinsassen davon erzählt, schnappt der ihm das Ding weg und haut selber damit ab. Dieser ist kein geringerer als Floyd Lawton, der einst als Deadshot beinahe Batman ersetzt hätte (Batman #59, 1950).

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