Comic

Neue Serie: Batman and the Outsiders

DC Comics

Batman hat ein neues Team: Zusammen mit Black Lightning, Signal, Orphan und Katana bildet er die Outsiders. Im Dezember startet DC eine neue Comicserie mit den Helden. Angefangen hat alles bereits in der Storyline „On The Outside„, die in Detective Comics #983-987 erschien. Jetzt setzen Autor Bryan Edward Hill und Zeichner Dexter Soy die Geschichte in Batman and the Outsiders fort. Soy hat bereits Red Hood and the Outlaws gezeichnet.

Batman and the Outsiders ist ein Konzept, das aus dem Jahr 1983 stammt. Damals hat Batman die Justice League verlassen, als sie ihm nicht helfen wollte, und hat sich ein eigenes Superheldenteam zusammengestellt. Schon da waren Black Lightning und Katana dabei. Mit Ausgabe 32 hat Batman das Team verlassen, doch später kamen sie mehrmals wieder zusammen, von 2007 bis 2009 (und eine Ausgabe 2011) gab es erneut eine Serie unter dem Titel.

Superman und die Mörderpuppen

DC Comics

Titel: The Terrible Toyman

Autor/Zeichner: Don Cameron/Ed Dobrotka

Erschienen: 1943 (Action Comics #64), Hardcover 2018 (Action Comics: 80 Years of Superman)


„I — the Toyman — will be the only ‚Superman‘ in America!“

Clark Kent geht mit Lois im Park spazieren, da flitzt ein kleiner Superman vorbei. Was ist das? Ein Spielzeug des Toymans. Dieser Erfinder mit goldenen Locken und roter Schleife um den Hals will aber nicht reich werden, indem er Kinder glücklich macht, sondern indem er ohne Gegenleistung die Taschen ihrer Eltern plündert.

Clark Kent mit Spielzeug-Superman (DC Comics)

Der Toyman lässt eine Spielzeugkapelle aufmarschieren, die in einer Bank Gas verströmt, damit er sie ausrauben kann, dann nutzt er ein Miniatur-Feuerwehrauto, um leerstehende Wohnungen zu plündern.  Am Ende entführt er Lois Lane mit einem Miniatur-Schlachtschiff. Er war ihr ohnehin eine Exklusiv-Interview schuldig. Allerdings will er sie mittels Mörderpuppen umbringen, die Gift in ihren Fingern haben.

Natürlich kann Superman alles im letzten Augenblick vereiteln. Aber auch wenn es nur Spielzeug ist, hat er alle Hände voll zu tun. Es wird allerdings nicht so klar, warum der geniale Toyman nicht einfach sein tolles Spielzeug verkauft – er könnte ganz stressfrei reich werden. Einmal wird es halbwegs klar: Er will Superman ausschalten, um selbst Superman zu werden. Ein klassischer Fall von Größenwahn also.

Superman gegen Spielzeug-Nazis. (DC Comics)

Allerdings passiert das Interessanteste gleich zu Beginn: Dass Clark Kent über eine Superman-Puppe staunt, ist nichts anderes als eine Figur, die sich über ihren eigenen Mythos im Klaren wird. Superman hat sich verselbständigt. Superman ist im Jahr 1943 längst eine Marke für Spielzeuge und anderes Merchandising geworden. Seltsam ist nur, dass Superman den Toyman nicht wegen einer fehlenden Lizenz verklagt …

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Model wird Mieze

DC Comics

Titel: Just Imagine Stan Lee’s Catwoman

Autor/Zeichner: Stan Lee/Chris Bachalo

Erschienen: 2002 (One-shot), Paperback 2021 (Just Imagine Stan Lee Creating the DC Universe Vol. 2), Omnibus 2013


„She’s like a real comicbook heroine! Here’s where I start readin‘ comics again!“

Stan Lees Catwoman ist Joanie Jordan, ein blondes Model, das lieber etwas anderes wäre, aber was tut man nicht alles fürs Geld? Eines Nachts wird sie von Gangstern überfallen, die sie für einen Bankraub einspannen wollen. In dem Moment schlägt ein grüner Blitz ein, erfasst Joanie und ihre Katze Ebony, daraufhin hat sie Katzenkräfte, samt Klauen. Sie überwältigt die Gauner und wird zur Heldin.

Diese Catwoman trägt statt einer Maske nur zwei Katzenöhrchen in einer schwarze Perücke und ein schwarz-grünes Kostüm. Dazu kann sie ihre Klauen ausfahren – wie Wolverine. Sie schlagfertig und furchtlos, außer ihrem Vater gegenüber, einem Polizisten, der nicht viel von Superheldinnen hält. Seine Meinung nach lassen sie die Cops schlecht dastehen. Also macht Joanie im Geheimen weiter.

Die Bösen arbeiten für einen Superschurken namens Furgo, the Flesh Crawler, einem alten Mann in einem Raumanzug, der unschöne Dinge mit Gesichtern anstellt. Er ist besessen von der Idee, die Bank mit Hilfe eines Models auszurauben. Er entführt Joanie, verliebt sich in sie, sie entkommt und verhindert den Bankraub.

Diese Story ist nicht wirklich der Rede wert, einzig die Zeichnungen überzeugen, allerdings sind die Figuren oft in so kleine Panels gequetscht, dass sie zu wenig Raum haben, um zur Geltung zu kommen.

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Catwomans Rückkehr?

Catwoman im Golden Age (Teil 13)

DC Comics

Titel: Catwoman – Empress of the Underworld

Autor/Zeichner: Bill Finger/Bob Kane, Lew Sayre Schwartz

Erschienen: 1951 (Batman #65), Hardcover 2015 (Catwoman: A Celebration of 75 Years)


Selina Kyle ist geläutert. Nachdem sie ihre Erinnerung an ihr früheres Leben wiedererlangt hat, betreibt sie nun (wie ihr Vater) eine Zoohandlung, spezialisiert auf Katzen. Eines Tages kommt ein Gangster vorbei, Whale Morton, der ihr ein Angebot macht. Bruce und Dick sehen das und fragen sich, ob das etwas zu bedeuten hat.

Kurz darauf sind die Katzen los: Zuerst jagen Katzen Mäuse in einem Krankenhaus, dabei werden Medikamente gestohlen, dann dienen Löwen und Tiger als Ablenkungsmanöver, um an Pelze heranzukommen. Natürlich verdächtigen alle Catwoman, sie zweifelt an sich selbst. Dann kommt Whale Morton wieder und schlägt ihr erneut vor, sie zu einer Verbündeten machen. Sie sieht eine Chance, reich und mächtig zu werden – und sagt zu.

Doch obwohl sie in ihr Catwoman-Kostüm steigt und bei den nächsten Coups mithilft, erscheint auch zweimal ein Cat-Signal an den Tatorten. Batman ist sich nicht sicher, ob Catwoman wirklich gemeinsame Sache mit den Gangstern macht, bis sie ihn mit Robin mit ihrer Peitsche überwältigt und in eine Todesfalle bringt.

ACHTUNG SPOILER!

Nein, Catwoman ist nicht wieder kriminell geworden, sie hat es nur sehr geschickt angestellt, alle zu täuschen, um Whale Morton vor laufender Kamera dranzukriegen. Ende gut, alles gut. Vorläufig.

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Catwoman wird zu Selina Kyle

Catwoman im Golden Age (Teil 12)

DC Comics

Titel: The Secret Life of the Catwoman!

Autor/Zeichner: Bill Finger/Bob Kane, Lew Sayre Schwartz

Erschienen: 1950 (Batman #62)


„The Catwoman has retired!“ (Selina Kyle)

Zehn Jahre lang gab es Catwoman, ohne dass man etwas über sie wusste. Weder ihre Vergangenheit, noch den Ursprung ihrer Katzenmanie noch ihren wahren Namen. Erst 1950 war es so weit: Catwoman bekam den Namen Selina Kyle. Sie war Stewardess bei Speed Airlines, bis ihr Flugzeug abstürzte und sie ihr Gedächtnis verlor. Zu Catwoman wurde sie durch eine unbewusste Erinnerung an die Zoohandlung ihres Vaters, alles, was sie über Katzen wusste, hatte sie von ihm.

Wie aber kommt es zu der Auflösung? Ein maskierter Ganove namens Mister X verbündet sich mit Catwoman, weil sie bei ihren Raubzügen niemanden tötet und er keine Mordanklage riskieren will. Wie gewissenhaft sie ist, stellt sie auch bei einer Konfrontation mit Batman unter Beweis. Als sie eine Mauer auf ihn einstürzen sieht, rettet sie ihm das Leben, bekommt aber einen Schlag auf den Kopf, der sie sich an ihr vergangenes Leben erinnern lässt.

Batman zeigt ihr, welche Verbrechen sie begangen hat und sie ist bestürzt. Selina will es wieder gut machen, indem sie Batman und der Polizei hilft, Mister X zu fassen. Sie tut nur so, als machte sie bei den Raubzügen mit, dann fliegt ihre Masche auf. Schließlich rettet Batman ihr das Leben, bevor sie an einen Traktor gefesselt in den Abgrund geschickt wird. Catwoman gibt ihr Leben als Verbrecherin auf.

Der Traktor erinnert an das Abenteuer „Nine Lives Has The Catwoman“ (Batman #35, 1946), da stürzt Catwoman nämlich auf einem in einen Abgrund. Batman nimmt selbst Bezug darauf, indem er ihr ein Bild daraus zeigt, wie sie eine Neunschwänzige Katze nach ihm schwingt. Genannt werden auch „The Duped Domestics„, „The Claws of the Catwoman“ und „The Lady Rogues„, man sieht Batman und Catwoman auf einer Riesenkatze mit einer Kontrabass. In der Geschichte war es allerdings eine Violine.

Das Beispiel zeigt, wie dynamisch das Batman-Universum ist. Zwar wird einerseits der Eindruck erweckt, dass alles eine übergreifende Geschichte bildet, aber diese Geschichte ist kein konsistentes Ganzes, sondern eine, die sich mit jeder Erinnerung an sie ändert. Daher passt es auch, dass Catwoman erst jetzt, nämlich rückwirkend, eine Vergangenheit und einen Namen bekommt. Die Geschichte ändert sich, wie es gerade passt. Und das ist das eigentlich Aufregende an Batman- und Superhelden-Comics überhaupt: Auf nichts ist Verlass.

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Catwoman gegen die Modewelt

Catwoman im Golden Age (Teil 11)

DC Comics

Titel: Fashions In Crime

Autor/Zeichner: Bill Finger/Bob Kane

Erschienen: 1948 (Batman #47)


Als Frau muss man auf dem Laufenden bleiben, was die Mode angeht. Denn wenn man aus dem Knast ausbricht und die anderen Frauen mittlerweile längere Röcke tragen, kann es schnell peinlich werden. So geht es Catwoman. Sie bringt sich auf den neuesten Stand und da kommt ihr eine Idee für ihre nächste Verbrechensserie.

Catwoman gründet ein eigenes Modemagazin („Damsel“). Doch obwohl die Modewelt darüber spricht, scheinen die Verkaufszahlen nicht zu genügen. Anders lässt es sich nämlich nicht erklären, warum Catwoman sich sich eine blonde Perücke aufsetzt und als Herausgeberin Madame Moderne ausgibt, um auf Raubzüge zu gehen.

Batman stürzt sich auf die falsche Catwoman, die echte stürzt sich auf ihn …

Zunächst ist ein Pelz dran, den sie vor laufender Kamera aus einem Fernsehstudio stiehlt. Batman und Robin sind sofort zur Stelle (auch wenn unklar bleibt, warum), doch Batman verwechselt einen verkleideten Mannequin mit Catwoman und sie entkommt. Madame Moderne taucht daraufhin auf und gibt Batman – einfach so – einen Kuss. Das ist das erste Mal seit langer Zeit, das die beiden Intimitäten austauschen. Offenbar hat Catwoman noch etwas für Batman übrig.

Nachdem Catwoman eine Kette stiehlt, hinterlässt sie eine Zeichnung von sich. Batman erkennt sofort: Statt einer Höhe von sieben Köpfen ist die Figur neun Köpfe groß, so wie Modezeichner es für gewöhnlich machen. Schlussfolgerung: Madame Moderne ist Catwoman! Aber das spielt für die Story keine Rolle.

Zum Showdown kommt es auf einer Mode-Ausstellung. Wie immer gibt es dort überdimensionales Zubehör: eine riesige Schere, eine Nähnadel mit Fingerhut, eine Nähmaschine. Letztere wird Catwoman zum Verhängnis. Bei einem Fluchtversuch nähen Batman und Robin sie in ein Stück Stoff. Am Ende trägt sie wieder schwarz-weiße Streifen im Knast … Wäre sie mal lieber beim Modemagazin geblieben.

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Der Dämon, der Gotham ist

DC Comics

Titel: Dark Knight, Dark City

Autor/Zeichner: Peter Milligan/Kieron Dwyer, Jim Aparo, Tom Mandrake

Erschienen: 1990-1991 (Batman 452-454, Detective Comics #629-633), Paperback 2015


„I’m not mad … The world is…“ (Bruce Wayne)

Der Riddler hetzt Batman durch die Stadt, dabei sterben jedes Mal Menschen: Eine Frau in einem Löwenkostüm stürzt sich, nachdem sie ein Rätsel aufgesagt hat, von einem Hochhaus, ein Polizist wird erhängt, dann entführt der Riddler auch noch drei Babys. Batman hat nicht nur alle Hände voll zu tun, er wird regelrecht zur Verzweiflung getrieben. Was hat der Riddler vor?

Der Fall hängt zusammen mit einem omninösen Dämonskult. Im 18. Jahrhundert haben ein paar Männer den Dämon Barbatos heraufbeschworen, seitdem ist er nicht nur ein Teil von Gotham, er ist Gotham. Mit der Story wird der Grundstein für den Barbatos gelegt, den wir später von Grant Morrison (The Return of Bruce Wayne) und aus Scott Snyders Dark Nights: Metal kennen. Die dreiteilige Riddler-Story hat es in sich: düster, furchtbar, spannend und auch furchtbar spannend. Eigentlich keine Riddler-Story, sondern etwas viel Drastischeres. Ein Highlight.

Auch zwei andere Storys des Paperbacks handeln von übernatürlichen Phänomenen wie tödlichem Gras (etwas lahm) und dem Golem. Bei letzterem treiben Rassisten in Gotham ihr Unwesen, sie greifen Menschen mit Migrationshintergrund an und schänden jüdische Gräber. Ein alter Jude, der das schon einmal in Deutschland erdulden musste, wehrt sich, indem er einen Golem erschafft. Mit dem muss sich dann Batman herumschlagen. Der Zweiteiler wäre okay, wenn man sich nicht über die Fehler ärgern müsste. Wörter wie „Kristallnacht“ sind falsch geschrieben und das Ereignis wurde falsch datiert (1937 statt 1938). Leider ein häufiges Phänomen in US-Comics …

In einer anderen Geschichte steht Batman vor dem Dilemma, ob er einen gesuchten Auftragskiller den Behörden ausliefern soll, dem die Todesstrafe droht. Der Killer sagt, er hätte nur Leute umgebracht, die es verdient hätten, wahrscheinlich hätte er sogar dadurch Leben gerettet. Batman gibt zu, dass bei seinem Kampf gegen das Verbrechen Menschen gestorben seien, allerdings hätte er es nie bereitwillig getan habe.

Die letzte Story ist wieder ein richtiges Schmankerl: In „Identity Crisis“ taucht ein Bruce Wayne aus dem Meer auf, der sich nicht mehr an die vergangene Nacht erinnern kann. Zuhause in Wayne Manor stellt er fest, dass es nicht nur keine Bathöhle gibt, auch wissen weder Alfred noch Tim Drake, dass er Batman ist. Die Geschichte diente als Vorlage der legendären Batman: The Animated Series-Episode „Perchance to Dream„, die den an sich guten Stoff noch viel dramatischer umgesetzt und ein überzeugenderes Ende findet.

Insgesamt ein lesenswerter Band für alle Fans eines Batman in der Rolle des düsteren Einzelkämpfers.

>> Batman 1990-1999

Blonder Superman mit Schulterpolstern

DC Comics

Titel: Just Imagine Stan Lee’s Superman

Autor/Zeichner: Stan Lee u.a./John Buscema

Erschienen: 2001 (One-shot), Paperback 2020 (Just Imagine Stan Lee Creating the DC Universe Vol. 1), Ombibus 2013


Anfang des 21. Jahrhunderts ist Marvel-Legende Stan Lee mit DC fremdgegangen. Die größten Helden hat er einmal neu gedacht, nach Batman und Wonder Woman kam auch Superman.

Bei Superman ist vieles anders: Er stammt zwar von einem anderen Planeten und kommt zur Erde, aber der Planet heißt nicht Krypton, er hat einen so komplizierten Namen, dass Stan Lee sich nichtmal die Mühe macht, ihn aufzuschreiben. Der Held der Geschichte ist hier kein Kind, das von seinen Eltern zur Erde geschickt wird, sondern ein Erwachsener, der als Polizist arbeitet. Er heißt Salden, er ist blond und humorbefreit, er hat eine Frau namens Lyella, und er kann fliegen dank seiner Schulterpolster. Unter seinen Kollegen ist er der schwächste, weil er als Einziger nicht genetisch optimiert ist. Zur Erde kommt er, weil er den Verbrecher Gundor Gorrock in dessen Fluchtraumschiff verfolgt. An dem Schurken ist übrigens nichts bemerkenswert.

Auf der Erde stellt Salden fest, dass er wegen der geringeren Gravitation Superkräfte hat, er lernt in Windeseile Englisch, um Geld zu verdienen, tritt er im Zirkus auf, da wird die Öffentlichkeit auf ihn aufmerksam – darunter auch Lois Lane. Sie ist keine Reporterin, sondern eine Agentin, und sie will Salden unter Vertrag nehmen. Salden ist aber damit beschäftigt, Gundor Gorrock zu fassen, der auf der anderen Seite der Welt damit beginnt, sich die Menschen untertan zu machen. Ziel: Weltherrschaft. Es kommt alles, wie es kommen muss.

Salden wird Superman. Zwar ohne großes Symbol auf der Brust, aber trotzdem zur Marke und damit auch zum Geschäft. Der Epilog greift das selbstironisch in einer cartoonhaft gezeichneter Sequenz auf: Ein Comicverlag macht Superman zum Comichelden, da taucht Lois auf und macht ihnen die Hölle heiß.

Bemerkenswert ist, dass dieser Superman zurück zu seinem Heimatplaneten will, aber nicht kann, weil die Raumfahrt der Erde noch unterentwickelt ist. Es frustriert ihn, dass die Menschen lieber ihr Geld in Krieg und Massenvernichtungswaffen investieren als in die Erforschung des Weltalls. Das macht diese Version von Superman zwar nicht viel spannender, aber es gibt ihm eine sozialkritische Komponente.

Ansonsten ist es okay, mal in diese Welt hineinzuschauen, aber dann ist es auch wieder gut, dass es nur für eine Heftlänge ist.

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Die größte Schurkin aller Zeiten

Catwoman im Golden Age (Teil 10)

DC Comics

Titel: The Lady Rogues

Autor/Zeichner: William Woolfolk/Charles Paris

Erschienen: 1948 (Batman #45)


„I’ll prove that the Catwoman is the greatest woman criminal of all time!“

Als Catwoman (nach einem weiteren Gefängnisausbruch) ein Buch über Schurkinnen liest, stellt sie fest, dass sie darin nicht erwähnt wird. Daraufhin will sie der Welt beweisen, dass sie die Größte ist, indem sie Adaptionen des Buches sabotiert.

Bei einer Theateraufführung über Circe lässt sie Wildschweine los und klaut die Perlen der Hauptdarstellerin, bei einer Verfilmung von Schneewittchen kommt sie mit ihren eigenen sieben Zwergen. Der Wachmann hätte bei der blonden Perücke misstrauisch werden müssen, denn eigentlich hat Schneewittchen schwarze Haare, aber gutes Personal ist bekanntlich schwer zu kriegen.

Batman als Samson

Zum Schluss ist Delilah dran. Batman verkleidet sich als Samson. Doch Catwoman kommt ihm zuvor, indem sie Robin als Geisel nimmt. (Bemühtes Wortspiel: cut off Samson’s hair, cut off Batmans heir.) Batman reißt die Säulen der Kulissen ein und überwältigt Catwoman und ihre Schurken.

Am Ende gibt sich Batman nicht mehr so große Mühe, seine Gegnerin zu bekehren: „Why don’t you reform, Catwoman?“ Daraufhin ist sie nur genervt: „Oh, stop crowing! You Men are all alike! Take me to jail and shut up!“ Doch im Knast erwartet sie eine Überraschung der Autor der Lady Rogues erzählt ihr, er plane ein Buch nur über sie …

>> Liste der Catwoman Comics

Catwoman wird literarisch

Catwoman im Golden Age (Teil 9)

DC Comics

Titel: Claws of the Catwoman

Autor/Zeichner: Bill Finger/Charles Paris

Erschienen: 1947 (Batman #42)


„Quick as a cat, that Catwoman!“ (Batman)

Superschurken brauchen eine Masche, ein Markenzeichen, ein Thema. Und jedes Mal, wenn sie einen neue Serie von Coups starten, müssen sie beim Modus operandi diesem Thema treubleiben. Es scheint sich um eine Art Zwang zu halten. Nachdem Catwoman zuerst sich beim Aberglauben bediente (zuerst tat sie so, als hätte sie neun Leben und dann, als könnte sie Pech bringen), bedient sie sich jetzt in der Literatur.

Dank eines explosiven Buchs bricht sie (wieder) aus dem Knast aus, dann leitet sie jeden Raub mit einer Referenz auf berühmte Katzen ein: Zehn kleine Kätzchen hängen am Baum und lenken einen Polizisten ab, während sie Juwelen raubt, beim zweiten Mal gibt es gestiefelte Katze beim Rodeo – Batman und Robin legen eine Show hin, die die Menge jubeln lässt.

Beim dritten Coup, in einem Kohlewerk, nimmt Catwoman Batman und Robin gefangen und mauert sie ein. Warum? Damit sie wie die Grinsekatze aus Alice im Wunderland nach und nach verschwinden kann, bis nur noch ihr Gesicht und schließlich ihr Lächeln übrig bleiben. Das Dynamische Duo kann sich dank einer Kerze von den Fesseln befreien und dann dient ihnen Catwomans Haustier Hecate als Bote, um die Polizei um Hilfe zu rufen.

Batman tanzt mit einer Katzenfrau (DC Comics)

Das Finale findet im Tanzclub „The Cat and the Fiddle“ statt (benannt nach einem Volkslied). Batman gerät in eine Menge von Tänzern in Katzenkostümen – und muss sogar mittanzen. Überfordert ruft er Robin um Hilfe, der sich köstlich amüsiert. Danach ist es für Batman ein Leichtes, Catwoman zu fassen. Beim Showdown auf einer Riesengeige stolpert Catwoman, landet mit dem Hintern im Mittelbügel und bleibt dort stecken.

Catwoman bleibt mit ihrem Hintern stecken. (DC Comics)

Ein erotischer Moment ist das nicht gerade, aber Erotik ist zwischen den beiden in letzter Zeit ohnehin rar gesät. Batman gibt Catwoman keine zweite Chance mehr und an Intimitäten denkt offenbar keiner von beiden …

>> Liste der Catwoman Comics