Titel: The Unkindest Tut of All/I’ll Be a Mummy’s Uncle (dt. Der schlimmste Tut von allen/Tief, tiefer, Tut)
Drehbuch: Stanley Ralph Ross
Erschienen: 1967/1968 (Batman S03E06/23)
King Tut hat eine neue Masche: Er betätigt sich als Prophet. Im Fernsehen kündigt er an, wo als nächstes ein Verbrechen passiert. Bislang lag er immer richtig. Nachdem Batman und Robin im Zeltstudio auftauchen, fahren sie zu einem Kino, wo gerade die Kasse von drei Ganoven in Totenkopfmasken die Kasse plündern. Einer von denen klemmt einen Tracker ans Batmobil. Dass darauf noch keiner gekommen ist! Dazu brauchte es anscheinend einen ehemaligen Yale-Professor der Ägyptologie.
Titel: King Tut’s Coup/Batman’s Waterloo (dt. Großer König vom Nil)
Drehbuch/Story: Stanley Ralph Ross/Leo Townsend & Pauline Townsend
Erschienen: 1967 (Batman S02E53-54)
Professor King Tut trägt einen verstärkten Hut, um sich vor herabfallenden Blumentöpfen zu schützen – leider nicht immer. (Warner Bros.)
Der Yale-Professor der Ägyptologie mit der sonderbaren Eigenheit, unter Gedächtnisschwund und Persönlichkeitsstörung zu leiden, hat noch immer keinen Namen, aber dafür sehen wir ihn einmal in zivil, ein bescheidener Mann, doch leider vom Pech verfolgt. Kaum fällt ihm ein Blumentopf auf den Schädel, hält er sich wieder für einen Pharao und mutiert zum Tunichtgut King Tut.
Bruce Wayne als Cäsar, Lisa Carlson als Kleopatra (Warner Bros.)
Sein Plan diesmal: Er will Kleopatra heiraten! Er verwechselt die Pharaonin jedoch mit der Millionärstochter Lisa Carson, die bei einem ägyptischen Ball als Kleopatra auftreten und von Bruce Wayne als Julius Cäsar begleitet wird. Die Tatsache, dass Tutenchamun aus dem 14. Jahrhundert vor Christus stammt und Kleopatra (VII.) aus dem ersten Jahrhundert vor Christus, scheint keine Rolle zu spielen. Der Professor für Ägyptologie scheint diesmal besonders verwirrt zu sein.
Titel: The Spell of Tut/Tut’s Case is Shut (dt. Tut ruft – Batman rennt)
Drehbuch: Robert C. Dennis & Earl Barret
Erschienen: 1966 (Batman S02E07-08)
Heilige Hieroglyphen! King Tut ist wieder da! Der Professor (der noch immer keinen Namen hat) ist vom Katheder gestürzt und hat sich am Kopf verletzt und ist rückfällig geworden, nun hält er sich wieder für den ägyptischen Pharao. Diesmal hat er einen besonders tückischen Plan: Er lässt eine Bernsteinkette stehlen, in der eine ausgestorbene Skarabäus-Art konserviert ist (Holy Jurassic Park!), dann erweckt er die Käfer mit Strom wieder zum Leben (Holy Frankenstein!), extrahiert aus ihnen ein Gift und will damit die Bewohner von Gotham City per Trinkwasser zu willenlosen Untertanen machen (Holy Zombies!).
Erschienen: 2012 (All-New Batman: The Brave and the Bold #14), Paperback 2014 (Small Miracles)
Schluss mit White Christmas! Die drei Schurken der Farben – Crazy Quilt, Doctor Spectro und Rainbow Raider – haben sich zusammengeschlossen, um – den Schnee zu färben! Aber keine Sorge: Batman wirft einfach einen Batarang und schaltet alle drei auf einen Schlag aus. Blue Beetle steht nur daneben und hat nichts zu tun.
Doch nicht alle feiern Weihnachten. Pfandleiher Rory Regan feiert nicht mal Chanukka, wie es seine Familientradition wäre, er ist nicht religiös. Ein Rabbi in Geldnöten versucht, ihn vom Gegenteil zu überzeugen, da werden sie unterbrochen von einem Gauner, der einer armen Frau den Einkaufswagen mit Pfandflaschen klaut. (Warum auch immer jemand so was tun sollte.) Rory verwandelt sich zum Rächer Ragman und hält ihn auf. Es hätte nicht unbedingt Superkräfte dafür gebraucht.
Erschienen: 2010 (Batman: The Brave and the Bold #12)
Kein Tag Ruhe für Batman – nicht mal an Weihnachten. Denn da schlägt der Calendar Man wieder zu – und diesmal kennt er keine Gnade. Er droht, mit einem Knopfdruck alle Weihnachtsgrußkarten zu leeren. Ja, ihr habt richtig gelesen. Ist denn heute nichts mehr heilig? Doch noch bevor Batman dazu kommt, dem Schurken das Handwerk zu legen, beamt ihn ein Zeta-Strahl ins All – und dann explodiert die Erde. Einfach so.
Wow, was für ein Auftakt! Das war’s dann wohl mit Weihnachten für alle Zeit. Und mit der Menschheit und so auch. Batman hat aber gar keine Zeit, seine Heimatwelt zu betrauern, denn er wird auf den Planeten Rann transportiert, wo er dem Helden Adam Strange dabei helfen muss, Schattendämonen zu besiegen. Antimaterie bedroht nämlich das Weltall, davon wurde die Erde zerstört, Rann ist heil davongekommen, aber zur Eiswüste mit Schattendämonen geworden. Zusammen mit Adams Frau Alana versuchen sie, das Schlimmste zu verhindern.
Charaktere müssen nicht sympathisch, aber interessant sein. Nach diesem Prinzip verfahren die Autoren vieler HBO-Serien seit Oz im Jahr 1997 gestartet ist. Man konnte es bei den Sopranos sehen, bei The Wire und besonders bei Succession, wo absolut niemand sympathisch war und man trotzdem nicht wegschauen konnte. In diese Tradition reiht auch sich The Penguin ein, dessen Protagonist hier – fast wie ein Augenzwinkern – ebenfalls Oz genannt wird.
Zunächst war Oz Cobb kein Verbrechergenie oder Kingpin, sondern nur ein Kleinganove, ein Handlanger, der nach dem Tod seines Bosses Carmine Falcone die Chance ergreift, ein Machtvakuum zu füllen. Zwar ist er ein skrupelloser Killer, aber einer, dernur andere Gauner ermordet, nicht hübsch anzusehen, aber immerhin ein Mann mit Herz. Er kümmert sich liebevoll um seine kranke Mutter, unterhält eine Art Freundschaft plus zu einer Sexarbeiterin und er nimmt sogar einen jungen Mann als Azubi auf, der ihm fast die Radkappen vom Maserati geklaut hätte. Er zeigt sogar Nachsicht mit ihm, als dieser ihn verlassen will.
Doch spätestens ab Folge vier büßt dieser vielseitige Charakter an Sympathien ein: In einer Rückblende verrät er Sofia Falcone an ihren Vater, weshalb sie zehn furchtbare Jahre in Arkham erleiden muss. Dann erweist er sich als besonders grausam beim Machtkampf mit Maroni, indem er Mutter und Sohn bei lebendigem Leibe verbrennt. Schließlich erfahren wir, dass bereits als Kind den Tod seiner beiden Brüder zu verantworten hat.
Zum Schluss holt ihn die Vergangenheit wieder ein – und er ruiniert das letzte bisschen Sympathie, das man noch mit ihm haben kann. Das Serienfinale führt Familiendrama zu einem Höhepunkt und zur totalen Katastrophe.
Gleich zu Beginn lernen wir, dass Oz Cobb bereits als Kind zum Mörder wurde. Weil ihm seine beiden älteren Brüder auf die Nerven gingen, hat er sie in der Kanalisation eingesperrt, wodurch sie nach einem Wolkenbruch ertrunken sind. Von da an hatte Oz seine alleinerziehende Mutter ganz für sich allein. Ganz ohne schlechtes Gewissen. Der Pinguin büßt wieder zwei Sympathiepunkte ein.
Der Pinguin (Oz Cobb) hat im Untergrund seine Drogen-Operation aufgebaut, macht ein gutes Geschäft und will den Rest der Stadt erobern. Dazu versucht er, sich mit den Triads und anderen zu verbünden.
Zugleich versuchen Sofia Gigante (ehemals Falcone) und Sal Maroni, Pinguin zu schaden, indem sie einen geliebten Menschen aufspüren. Zunächst versucht es Sofia bei der Prostituierten Eve Karlo, dann findet sie Oswalds kranke Mutter Frances, um die sich Victor kümmert.
Victor muss sich gegen einen aufdringlichen Taugenichts aus seiner Vergangenheit wehren. Der will bei Oz ins Drogengeschäft einsteigen. Als er sich nicht abwimmeln lässt, wird Victor zum Mörder.
Eine Rückblende! Wir erfahren, was Sofia Falcone nach Arkham gebracht und was es mit dem „Hangman-Killer“ auf sich hat. Man konnte es sich bereits denken: Hinter beidem steckt der Vater, der mittlerweile vom Riddler erschossene Carmine Falcone (Mark Strong spielt die Rolle anstelle von John Turturro). Der hat einige Frauen, die in seinem Club gearbeitet haben, erhängt und es nach Suizid aussehen lassen. Dasselbe hat er bereits seiner Frau angetan – und Sofia musste die Leiche als Kind finden.
Jahre später wird Sofia von der Reporterin Summer Gleason auf die Spur gebracht, doch als sie ihren Vater zur Rede stellt, wird auch Summer ermordet und Sofia als Hauptverdächtige nach Arkham gebracht, wo sie gefoltert wird und die nächsten zehn Jahre einsitzt.
Sofia Falcone will mit einer neuen Droge den Markt aufmischen: Bliss, eine Substanz, die aus Pilzen hergestellt wird und die man auch Sofia in Arkham verabreicht hat. Zusammen mit Oz versuchen sie, die chinesische Mafia als Geschäftspartner zu gewinnen. Doch die haben noch eine Rechnung mit Oz offen. Der Machtkampf um Gothams Unterwelt wird komplexer und gefährlicher.