Jim Mooney

Unerwünschter Besuch in der Bathöhle

DC Comics

Titel: The 1000 Secrets of the Batcave

Autor/Zeichner: Bill Finger/Jim Mooney

Erschienen: 1948 (Batman #48), Paperback 2007 (Secrets from the Batcave)


„Justice moves in many strange ways …“ (Batman)

Es brauchte eine Weile, bis Batman in den Keller zog. Erst in Batman #16 (1943) wurde die Batcave eingeführt. Kaum war der Butler Alfred Beagle in Wayne Manor, fand er sie per Zufall – und dadurch fand er auch heraus, dass Bruce Wayne Batman war. Die Sache ging bekanntlich glimpflich aus. Aber nur fünf Jahre später kam ein Eindringling in die Höhle, der es nicht so gut meinte.

Querschnitt durch die Bathöhle

Querschnitt durch die Bathöhle

Der Verbrecher Wolf Brando türmt aus dem Knast und bricht in Wayne Manor ein, er schlägt Robin bewusstlos und durch Zufall öffnet sich der geheime Zugang über die Standuhr. In der Höhle erfährt er das Geheimnis. Bruce Wayne ist gerade mit einem Plausch bei Commissioner Gordon beschäftigt. Als er von dem Einbruch zuhause erfährt, kann er nicht weg, weil Gordon ihn bittet, das Batsignal einzuschalten und mit ihm auf Batman zu warten.

Es stellt sich die Frage: Was soll das? Ist die Polizei so sehr von Batman abhängig, dass sie nicht einmal einen einfachen Einbrecher fassen kann? Bruce spielt das Spiel mit, haut unter falschem Vorwand ab, zieht sich um, kommt als Batman vorbei – Zeit ist offenbar kein Problem. Als Batman mit der Polizei eintrifft, hat Brando Robin als Geisel genommen und verlangt Batmans Kostüm, um unerkannt vor der Polizei abhauen zu können.

Dinosaurier und Münze in der Bathöhle

Randale in der Bathöhle: Dinosaurier tritt Münze

Es beginnt eine Katz-und-Maus-Jagd in der Höhle. Brando rast mit dem Batmobil auf Batman zu, stürzt den Dinosaurier auf Robin, der Dino fällt auf den Riesenpenny und beides geht zu Bruch. Brando wird tödlichem Joker-Gas ausgesetzt, Robin will ihn sterben lassen, aber Batman beharrt auf der Moral, braut ihm ein Gegenmittel, Brando revanchiert sich mit weiteren Gemeinheiten und macht Trophäen zu Waffen.

Tod durch Fledermäuse

Tod durch Fledermäuse

Brando macht ihm klar: Selbst wenn er eingebuchtet wird, wird Batman verlieren, weil Brando ihn verraten wird. Am Ende aber wird dem Schurken die Höhle zum Verhängnis: Durch Brandos lautes trimphales Lachen werden die Fledermäuse geweckt, sie fliegen auf ihn zu, er fällt in einen Strudel. „The real hero of this case was – the batcave!“, sagt Batman. Er dürfte froh sein, dass er Brando nicht selbst zum Schweigen bringen musste …

>> Batman in den 40ern

Werbeanzeigen

Supergirl und der rote Riese

DC Comics

Titel: The World’s Greatest Heroine/The Infinite Monster

Autor/Zeichner: Jerry Siegel/Jim Mooney

Erschienen: 1962 (Action Comics #285), Hardcover 2018 (Action Comics: 80 Years of Superman)


Superman hat entschieden: Drei Jahre nach ihrer Ankunft auf der Erde ist Supergirl endlich reif, der Welt vorgestellt zu werden. Und ihre Adoptiveltern, die Familie Danvers, dürfen es auch erfahren, wen sie sich da ins Haus geholt haben. Doch noch bevor es zum Bekenntnis kommen kann, rettet Linda sie vor einem Autounfall und offenbart ihre Kräfte.

Daraufhin präsentiert sie Superman der Öffentlichkeit – und alle Welt feiert sie auf eine fast schon grotesk überschwängliche Art. Nicht nur die Präsident Kennedy empfängt sie, auch die UNO ehrt sie, auch Kandor, Atlantis und Aliens von anderen anderen Planeten. Die junge Frau hat noch kaum einen Finger gerührt und wird verehrt wie eine Göttin. Man setzt ihr Denkmäler.

Als Superman sich mal kurz empfiehlt, um irgendwas in der Zukunft zu erledigen, darf sich Supergirl erstmals allein an einer Gefahr beweisen. Ein riesiges rotes Monster aus einer Parallelwelt taucht auf und latscht durch die Landschaft, das Militär kann gegen die roten Beine nichts ausrichten, selbst Supergirl ist machtlos. Was tut sie also? Ruft sie die Justice League? Nein. Holt sie Superman? Auch nicht. Sie schickt eine Nachricht in die Zukunft. Die Legion of the Superheroes empfängt sie, schickt einen Schrumpfstrahler zurück und die Sache ist erledigt.

Auf den letzten drei Seiten wird Supergirl wieder abgefeiert. Militärische Ehren, wieder der Präsident, das Waisenhaus, sie wird überschüttet mit Geschenken. Superman richtet ihr ein Zimmer in der Festung der Einsamkeit ein, wodurch es nicht mehr so einsam dort wird, und schließlich macht er sie sogar zu einer gleichberechtigten Partnerin. Alle freuen sich. Aber so richtig will der Funke nicht überspringen, was das ganze Theater eigentlich soll.

Und niemand redet über den jungen Mann, den Linda in einem Labyrinth zurückgelassen hat, um sich als Supergirl verdrücken zu können. Der ist bestimmt ganz und gar nicht erfreut über die Manieren dieses Mädchens …

Mehr zum Thema: