Gabriel Hardman

Batman/Green Arrow/The Question: Arcadia

DC Comics

Autor/Zeichner: Gabriel Hardman

Erschienen: 2025 (Miniserie #1-4), Hardcover 2026 (Black Label)


Batman und Green Arrow – das ist ein bewährtes Team. Die beiden Helden haben viel gemeinsam und ergänzen sich gut, seit Oliver Queen seinem Reichtum abgeschworen hat und eher linke Ideologie vertritt und als Underdog das Establishment bekämpft, dem Bruce Wayne wohl oder übel angehört. Jetzt kommt auch noch The Question hinzu, jener Detektiv, der eine Maske trägt, die ihn gesichtslos erscheinen lässt. Steve Ditkos Kreation für Charlton Comics, die später Rorschach in Watchmen inspirierte.

Hier ist Victor Szasz alias Vic Sage ein Reporter in Hub City, der mitansieht, wie eine Frau einen Helikopter auf einem Privatgelände in die Luft jagt. Er findet heraus, dass der Besitzer des Helikopters, ein Auftragnehmer des US-Militärs, einen Exklusivvertrag mit Queen Industries hat. The Question erzählt es Oliver Queen, der allerdings nichts mehr mit seiner ehemaligen Firma zu tun hat. Gemeinsam fliegen sie nach Aserbaidschan. Dort wird The Question entführt und nach Grönland gebracht, wo Zwangsarbeiter für ein Geheimprojekt eingesetzt werden.

Welches Geheimprojekt? Das findet Bruce Wayne bei einer Konferenz in Belize heraus: Reiche Menschen sorgen sich um den Klimawandel und steigende Meeresspiegel. Statt etwas dagegen zu unternehmen, planen sie eine schwimmende Stadt namens Arcadia. Doch das klingt zu schön, um wahr zu sein. Auch hier wird ein Anschlag verübt und Batman fliegt später nach Grönland, um die Terroristen zu stoppen. Dort trifft er auf Green Arrow und man ist sich zunächst gar nicht grün …

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Green Lantern: Earth One Vol. 1

DC Comics

Deutscher Titel: Green Lantern: Erde Eins

Autor/Zeichner: Gabriel Hardman, Corinna Bechko/Gabriel Hardmann

Erschienen: 2018 (One-shot)


Nachdem Superman, Batman und Wonder Woman auf Erde eins ein neues Zuhause gefunden haben, ist jetzt auch Green Lantern dran – mit einer neuen Entstehungsgeschichte. Harold Jordan ist hier kein draufgängerischer Testpilot, der von einem sterbenden Green Lantern zum Nachfolger auserkoren wird. Er ist Raumfahrer, aber als solcher nicht mehr als ein gewöhnlicher Arbeiter, wenn auch im Weltall. Für ein Unternehmen macht er im Asteoridengürtel neue Quellen für Rohstoffe ausfindig. Mit der Erde hat er abgeschlossen, er will zu den Sternen.

Auf einem dieser Felsbrocken entdeckt er ein altes Raumschiffwrack, in dem ein toter Green Lantern liegt, gleich neben einem scheinbar abgeschalteten Roboter, der sich später als Manhunter herausstellt. Jordan nimmt sich Ring und Laterne, als beides aktiviert wird, wird das Raumschiff von der Energie zerrissen und ein Kollege stirbt im All, während Hal von der grünen Energie geschützt wird. Der Manhunter greift an, Harold besiegt ihn und trifft auf den Green Lantern Kilowog, der ihm erklärt, was es mit dem Ring auf sich hat.

Das Green Lantern Corps ist zerstört, die meisten tot, ermordet von den Manhuntern. Der Rest hält sich bedeckt. Jordan trifft andere, die ihm noch mehr erzählen und es stellt sich heraus, dass die Wächter hinter der ganzen Misere stecken …

Green Lantern: Earth One ist ein frischer Zugang zu einem alten Stoff, der sich auch für Nicht-Green-Lantern-Fans flüssig wegliest und kein Vorwissen erfordert. Die ausdrucksstarken Zeichnungen haben einen „schmutzigen“ Look, der an Filme wie Alien denken lässt. Überhaupt ist diese Welt eine ziemlich düstere voller desillusionierter und verdorbener Charaktere, es gibt Sklaverei und ein Leben ist in diesem Universum nicht viel wert.

Das ist zwar alles ein starker Stoff, aber bei all dem bleibt leider der Held auf der Strecke: Harold Jordan trägt zwar keine Maske, aber dennoch bleibt er als Charakter oberflächlich. Wir erfahren nicht viel über ihn und sein Innenleben. Eigentlich müsste das Abenteuer großen Eindruck bei ihm hinterlassen, die Space Odyssey müsste ihn stark mitnehmen, aber er fügt sich schnell in seine neue Rolle als Superheld ein und macht einfach tapfer mit. Die rasante Handlung geht leider zulasten der Tiefe, dafür kommt man einem Nebencharakter wie Kilowog etwas näher. Wer Jordan ist? Das wird wohl in der Fortsetzung näher ausgeführt werden, denn darauf ist der erste Band ganz klar angelegt.

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