Frank Robbins

Der Batchelor von Gotham

DC Comics

Titel: Batmans Marriage Trap

Autor/Zeichner: Frank Robbins/Irv Novick

Erschienen: 1969 (Batman #214)


„You can lead a batchelor to the altar–but you can’t make him say I do!“ (Batman)

Bei einem Schönheitswettbewerb ist Batman der Hauptgewinn. Während er mit der Schönheitskönigin tanzt, nutzt eine Bande Ganoven die Gunst der Stunde, um Gotham zu plündern. Doch das ist nur der Anfang. Ihr Anführer hat eine Idee: Er will Batman in die Ehe bringen, damit der Held zuhause bleibt und das Verbrechen seine Ruhe hat. Dazu lässt er seine schöne Komplizin Cleo eine Kampagne starten, um für Batmans Vermählung zu werben. Das Argument: Weil Batman der begehrteste Junggesselle Gothams ist, haben es die anderen Männer schwer, eine Frau zu finden.

Obwohl das Problem noch nie zuvor zur Sprache kam und auch niemand weiß, ob Batman nicht doch eine Frau hat, ist die Kampagne ein Erfolg: Schon bald protestiert auf der Straße ein Mob wütender Furien, die alle Mrs. Batman werden wollen. Selbst Batgirl schließt sich dem Haufen an (aber nur, um zu ermitteln). Cleo spielt die Retterin in der Not, um Batman für sich zu gewinnen.

Aber als Batman schließlich in eine Falle der Gauner gerät, um ermordet zu werden, schlägt sich Cleo wirklich auf seine Seite und gesteht ihm ihre Liebe. Und auch Batman gibt zu, dass er sich Hoffnungen gemacht habe, mit ihr eine gemeinsame Zukunft zu haben. Daraus wird leider nichts. Batman bleibt Batchelor.

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Batman trifft die Beatles

DC Comics

Titel: Dead … Till Proven Alive!

Autor/Zeichner: Frank Robbins/Irv Norvick

Erschienen: 1970 (Batman #222)


„The day a case is too small for the Batman is the day I hang up my cowl!“

Batman und die Beatles? Ist das wirklich passiert? Nein, nicht wirklich. Aber doch ziemlich nah dran. Die Beatles heißen hier „Oliver Twists“. John Lennon heißt hier Glennan, Paul McCartney heißt hier Saul Cartwright, sie tragen Kleidung wie bei Sgt. Pepper und es ist die Rede von einem „Pink Submarine“. Und dann ist da noch ein Gerücht: Saul soll eigentlich tot und durch einen Doppelgänger ersetzt worden sein. Batman und Robin gehen der Sache nach.

Alles beginnt damit, dass Dick Grayson die Oliver Twists auf den Campus holen soll. Seine Kommilitonen bedrängen ihn, seine Beziehungen zu Bruce Wayne spielen zu lassen. Bruce, der zufällig Aktionär der Plattenfirma ist, lädt sie zu sich nach Wayne Manor ein. Dort versucht Robin mit einer Stimmenanalyse herauszufinden, ob Saul echt ist. Das klappt nur leidlich: Robin bekommt eins von hinten verpasst und stürzt die Treppe herunter. Später werden Profikiller auf das Dynamische Duo angesetzt …

Die Auflösung ist überraschend: Nicht Saul ist Fake, sondern der Rest des Quartetts. Die drei anderen Twists sind auf einer Reise nach Fernost gestorben und wurden ersetzt, nur noch Saul stammt aus der Originalbesetzung. Das Gerücht um seinen Tod sollte nur von der Wahrheit ablenken. Und der falsche Glennan ist der eigentliche Schurke. Die Twists machen dann als Trio weiter – mit neuem Sound.

Von Batman zu Taxman

Als das Heft herauskam, waren die Beatles schon Geschichte. Aber die Verschwörungstheorie „Paul is dead“ trieb bereits ihre Blüten. Fans meinten versteckte Hinweise auf Plattencovern und Songtexten zu finden, manche Songs wurden dafür sogar rückwärts abgespielt. Darüber macht sich diese Batman-Story zwar lustig, aber nimmt den Fall immer noch ernst genug, dass sich unsere Helden damit auseinandersetzen und es nicht als Unfug abtun. Merke: In Superheldencomics ist an Gerüchten und Verschwörungstheorien immer etwas dran.

Übrigens: Die Beatles ließen sich auch mal von Batman inspirieren. 1966, als die Batmania im Zuge der TV-Serie tobte, zitierte George Harrison in seinem Song „Taxman“ (erschienen auf Revolver) Neal Heftis Main Theme.

Dass Batman sich für nichts zu schade ist, gesteht er in der zweiten Geschichte des Heftes und stellt es erneut unter Beweis: Obwohl er völlig ausgelaugt ist, sich kaum noch auf den zittrigen Beinen halten kann, jagt er einem Kameradieb hinterher. Seine Performance ist erbärmlich, aber er erreicht sein Ziel trotzdem. Hauptsache, er sieht anschließend auf dem Foto gut aus. Auch Batman ist manchmal ein bisschen Fake …

>> Batman 1970-1979