The Brave and the Bold

Batman gegen Nazis (Teil 1)

DC Comics

Titel: Batman & Sgt. Rock: The Angel, the Rock and the Cowl

Autor/Zeichner: Bob Haney/Neal Adams

Erschienen: 1969 (The Brave and the Bold #84), Hardcover 2017 (Batman: The Brave and the Bold – The Bronze Age Omnibus Vol. 1)


Batman hat im Golden Age nie direkt im Zweiten Weltkrieg gekämpft. Wenn er es mit Nazis zu tun hatte, dann meist nur im eigenen Land. Doch Ende der 60er wird er in The Brave and the Bold rückwirkend zum Spion in Europa erklärt – und auch zum Soldaten, der über Leichen geht.

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The Winning Card: Tod mit Ansage

DC Comics

Titel: The Winning Card

Autor/Zeichner: Tom King/Mitch Gerads

Erschienen: 2023 (Batman: The Brave and the Bold #1-2, 5, 9), Paperback 2024


„This is a damn waste of everyone’s time.“ (James Gordon)

Die Geschichte ist über 80 Jahre alt, ein echter Klassiker: Bei seinem ersten Auftritt (Batman #1, 1940) kündigt der Joker vier Morde an: Henry Claridge, Jay Wilde, Brute Nelson und Judge Drake. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen sterben alle von ihnen. Selbst Batman kann nichts dagegen ausrichten. Im Jahr 2005 erzählten Ed Brubaker und Doug Mahnke die erste Begegnung von Batman und Joker neu (The Man Who Laughs) und zeitgemäß. Doch weil das Ganze fast 20 Jahre her ist und DC nichts Besseres einfällt, als uns dasselbe immer wieder zu verkaufen, machen es Tom King und Mitch Gerads noch einmal, nur leicht variiert.

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Doppelter Batman gegen doppelten Teufel

Cover von Dave Gibbons (DC Comics)

Titel: Batman & Batman: Smell of Brimstone, Stench of Death

Autor/Zeichner: Mike W. Barr/Dave Gibbons

Erschienen: 1983 (The Brave and the Bold #200), Hardcover 2021 (Batman: The Brave and the Bold – The Bronze Age Omnibus Vol. 3)


Wir sind mit The Brave and the Bold noch lange nicht durch, aber als DC entschied, die Serie 1983 einzustellen, hat man sich für die 200. Ausgabe etwas Besonderes einfallen lassen: Kein Team-up, sondern eine Geschichte, die auf zwei Parallelwelten spielt.

Auf der einen ist Nicholas Lucien ein teuflischer Schurke mit dem Namen Brimstone (Schwefel), der gegen Batman und Robin im Stil des Golden/Silver Age kämpft. Das ist zwar schon einmal schief gegangen, aber diesmal soll es wirklich klappen. Doch wie die meisten Schurken dieser Zeit begeht er den Fehler, seine Verbrechen mit Hinweisen anzukündigen, die er der Polizei schickt. Mal sind es neun Ringe aus Dantes Inferno, die eine Sportarena als Tatort meinen, dann ein Stück angebranntes Papier auf eine Müllverbrennungsanlage, schließlich wird eine Fabrik für Fischköder zur Todesfalle, in die sich Batman nur zu gern locken lässt, damit es für uns spannend wird.

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Batman, Zatanna und die Wunderheilerin

DC Comics

Titel: Batman & Zatanna: Angel of Mercy, Angel of Death

Autor/Zeichner: Mike W. Barr/Jim Aparo

Erschienen: 1980 (The Brave and the Bold #169), Hardcover 2021 (Batman: The Brave and the Bold – The Bronze Age Omnibus Vol. 3)


Zwei Polizisten wollen gerade den Tod des Predigers Raymond Marcy untersuchen, als sie an seiner Kirche („temple“) von zwei Unbekannten beschossen werden. Batman (der zufällig auch da ist) hält einen mit einer Rauchbombe auf, dem zweiten geht die Waffe in Rauch auf. Ein Wunder? Nein, das war bloß Zatanna, die rückwärtssprechende Magierin. Sie wollte zufällig gerade zum Gottesdienst, als sie Schüsse hörte.

Dann taucht Angela Marcy auf, die Witwe von Raymond Marcy, und heilt einen der angeschossenen Polizisten scheinbar durch Handauflegen. Zatanna ist begeistert, Batman ist skeptisch. Auch wenn er gerade Zeuge von echter Magie geworden ist, geht Wunderheilung anscheinend zu weit … Er hält Angela sogar für eine Verdächtige, was den Tod ihres Mannes angeht. Daraufhin will Zatanna ihn davon überzeugen, dass Angela wirklich Wunderheilerin ist.

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Batman und Green Lantern suchen den falschen Wächter

DC Comics

Titel: One Of Us Is Not One Of Us!/To Trap an Immortal

Autor/Zeichner: Gerry Conway/Jim Aparo

Erschienen: 1981 (The Brave and the Bold #173-174), Hardcover 2021 (Batman: The Brave and the Bold Omnibus Vol. 3)


Ein Guardian of the Universe macht sich auf den weiten Weg von Oa zur Erde, um ausgerechnet Batman um Hilfe zu bitten: Einer der Wächter soll ein Hochstapler sein. Batman soll herausfinden, um wen es sich handelt und wer dahintersteckt. Die blauen Männchen können es nicht selbst, weil sie alle gleich aussehen und anscheinend fällt ihnen in ihrer grenzenlosen Weisheit kein geeigneter Test ein. Green Lantern können sie auch nicht fragen, denn keiner aus dem Corps meldet sich auf ihren Ruf.

Nachdem der Wächter erstmal Batman bei einer Bagatelle hilft (Juwelenschmuggler, was aber fünf kostbare Seiten verschwendet), suchen sie Hal Jordan auf und frischen sein Gedächtnis wieder auf, sodass er wieder zu Green Lantern wird. Dann wird klar: Hinter der Amnesie steckt kein anderer als Erzfeind Sinestro, der abtrünnige Green Lantern – er ist der Hochstapler.

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Batman zofft sich mit Green Lantern

DC Comics

Titel: Batman & Green Lantern: Fugitive from Two Worlds

Autor/Zeichner: Bob Haney/Jim Aparo

Erschienen: 1979 (The Brave and the Bold #155), Hardcover 2018 (Batman: The Brave and the Bold – The Bronze Age Omnibus Vol. 2)


Ein Erdbeben erschüttert Gotham! 4,6 auf der Richterskala! Eigentlich ungewöhnlich, denn die Stadt steht auf festem Grund, aber dann findet Batman heraus: In einem neuen Wassertunnel, der gerade gegraben wird, hat jemand einen Stück Felsen aus dem Grund entfernt. Ein glühender Felsen, wahrscheinlich ein Meteorit. Am Tatort sind die Fußspuren eines Außerirdischen und – ich will euch nicht länger auf die Folter spannen: Ein Alien hat den Felsen geklaut!

Batman bekommt vom JLA-Satelliten aus sogar ein Bild von ihm, dieser ist unterwegs zum Planeten Calphonus. Da bekommt Green Lantern den Auftrag von den Wächtern auf Oa, den Dieb namens Tri Vul zu fassen und vor Gericht zu stellen. Doch dann muss er sich erstmal mit Batman rumstreiten, denn dieser besteht darauf, Tri Vul auf der Erde zur Verantwortung zu ziehen. Während die beiden sich um juristische Zuständigkeit zoffen, tickt die Uhr für Gotham, denn ohne den Felsen bebt dort immer noch die Erde.

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Batman und Green Lantern hinterm Eisernen Vorhang

DC Comics

Titel: Batman & Green Lantern: Demolishment

Autor/Zeichner: Bob Haney/Jim Aparo

Erschienen: 1977 (The Brave and the Bold #134), Hardcover 2018 (The Brave and the Bold: The Bronze Age Omnibus Vol. 2)


Die Zeit: der Kalte Krieg: Der Ort: der Eiserne Vorhang. Ich kann euch leider nicht sagen, wo genau. Es ist ein Brückenübergang an einem gewissen „Checkpoint Mike“ zu einer gewissen „People’s Republic“ (Volksrepublik) – aber wir alle wissen, was gemeint ist. Soldaten lassen einen ominösen Radfahrer durch auf die andere Seite, dann überlegen sie es sich anders und schießen auf ihn, er schießt zurück und vernichtet ihren Jeep. Kaum ist er auf der anderen Seite, stellt er sich als Green Lantern heraus, übergibt seinen Ring und wird erstmal zusammengeschlagen und abgeführt.

GL bekennt sich als Überläufer und will US-Geheimnisse preisgeben, allerdings nicht seine Geheimidentität, und die will anscheinend auch niemand wissen. Da wird Batman von der US-Regierung beauftragt, GL wiederzubringen und falls das nicht gelingt, ihn umzubringen. Batman akzeptiert, springt mit dem Fallschirm hinter der Grenze ab und wird sofort festgenommen.

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Superhelden als Drogenfahnder

DC Comics

Titel: The Warrior in a Wheelchair

Autor/Zeichner: Bob Haney/Jim Aparo

Erschienen: 1971 (The Brave and the Bold #100), Hardcover 2017 (Batman: The Brave and the Bold – The Bronze Age Omnibus Vol. 1), Paperback 2019 (Vol. 2)


Zur ersten Jubiläumsausgabe von The Brave and the Bold gibt es ein großes Team-up mit fünf Helden. Als Batman aus dem Rathaus tritt, wird er angeschossen – die Kugel verfehlt das Herz nur knapp. Er muss dringend operiert werden, um die Kugel zu entfernen, aber der beste Herzchirurg sitzt in der Schweiz und braucht drei Tage. Bis dahin bittet Batman vom Rollstuhl aus seine Freunde um Hilfe, eine Drogenlieferung abzufangen: Robin trommelt Green Arrow, Green Lantern und Black Canary zusammen.

Black Canary? Wozu die denn?, fragt sich Robin, der kleine Chauvi. Aber Batman besteht darauf. Jeder der drei soll einen möglichen Drogenschmuggel aufhalten. Aber warum kann das nicht die Polizei machen?, fragt James Gordon. Das sei doch eigentlich Polizeiaufgabe. Ja, sagt Batman, aber es dürfe nichts schief gehen, sonst fliegt alles auf – so wenig Vertrauen hat er in die Ordnungsmacht. Zu Unrecht.

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Batman und Etrigan in The Brave and the Bold

DC Comics

Der Dämon Etrigan (Jason Blood) wurde 1972 von Jack Kirby geschaffen. Sein Design hat sich der „King of Comics“ jedoch bei Hal Fosters Prince Valiant abgeschaut. Da verkleidet sich der Held, indem er sich eine Maske aufsetzt, die er aus einer toten Gans macht – daher die Ohren mit den Schwimmhäuten. Auch ein Originalgenie lässt sich hin und wieder gern mal inspirieren. Von der Serie The Demon erschienen 16 Ausgaben, dafür musste Kirby sein Fourth World-Epos aufgeben – aber das ist eine andere Geschichte.

Nur ein Jahr nach dem ersten Erscheinen trifft der Dämon erstmals auf Batman, in der Team-up-Serie The Brave and The Bold. Hier hat er allerdings noch nicht die Neigung zum Reimen. (Diese Kunst bringt ihm erst Alan Moore in Swamp Thing bei.) Also sind hier auch Leser eingeladen, die traditioneller Lyrik eher skeptisch gegenüberstehen.

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Batman und der gute Vampir

DC Comics

Titel: Batman & ‚I … Vampire!‘: Night of Blood

Autor/Zeichner: Mike W. Barr/Jim Aparo

Erschienen: 1983 (The Brave and the Bold #195), Hardcover 2021 (Batman: The Brave and the Bold – The Bronze Age Omnibus Vol. 3)


Andrew Bennett ist ein Vampir, der seit 400 Jahren gegen andere Vampire kämpft, allen voran seine ehemalige Geliebte Mary Seward, die sich Queen of Blood nennt und eine böse Vampirarmee namens Blood-Red Moon befehligt (nachzulesen in: The House of Mystery #290, 1981). Andrew kommt nach Gotham, das von einer angeblichen Vampir-Mordserie heimgesucht wird. Er verwandelt sich in Fledermaus und Wolf und im Park findet er auch gleich die Schuldigen, ein mörderisches Pärchen. Zwei Stöcke in die Brust und sie sind erledigt. Der Mann hat ein Streichholzbriefchen (was sonst?) des Clubs Dracula (wo sollten sich Vampire sonst verstecken?) bei sich – und diese allzu plumpe Spur führt in die Höhle des Löwen …

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