Wie aus Bäumen Helden werden

DC Comics

Titel: The Origin of the Justice League

Autor/Zeichner: Gardner Fox/Mike Sekowsky

Erschienen: 1962 (Justice League of America #9), Paperback 2016 (Justice League of America: The Silver Age Vol. 2); dt. Eaglemoss 2015 (JLA – Das erste Jahr Teil 1)


Nach elf Abenteuern der JLA fiel den Verantwortlichen bei DC ein, dass es vielleicht interessant wäre zu erzählen, wie alles mit dem Team begann. Denn die Justice League war bisher ohne Erklärungen eingeführt worden, was eigentlich ziemlich seltsam ist, wenn man bedenkt, dass es schon über 20 Jahre Superhelden gab, aber noch keiner auf die Gedanken gekommen war, die bekanntesten zusammenzubringen (abgesehen von Batman und Superman). Noch seltsamer ist dieser nervige Junge namens Snapper Carr, der aus unerfindlichen Gründen mit unser aller Lieblingshelden rumhängen darf. Der fragt bei einer Geburtstagsfeier der Liga, wie denn das damals gewesen sei und da erzählen sie es ihm. (Offenbar liest der Junge keine Zeitung und kriegt auch sonst nix mit.)

Es beginnt mal wieder mit einer Alien-Invasion: Ein Steinriese, ein Glasfisch, ein Quecksilberklecks und ein Riesenvogel verwandeln die Menschheit in Stein, Glas, Quecksilber und Vögel – und jedes einzelne Mitglied der JLA auch. Doch die können sich jeweils kurz vor knapp aus dem Bann befreien und die Gegner besiegen. Obwohl man das Prinzip spätestens nach dem zweiten Mal verstanden hat, wird es noch zweimal durchexerziert, bis jeder Held seinen Auftritt hatte. Am Ende machen alle nochmal das Gleiche durch, indem sie in Bäume verwandelt werden. Dann geht es zum Nordpol, wo Batman und Superman gegen den Endgegner kämpfen, der sie zu Diamanten macht. Superman erledigt ihn aber sehr schnell. Wie das? Nun ja, die Erklärung geht so: Superman kann bekanntlich Kohle zu Diamanten pressen – also funktioniert das auch umgekehrt, indem er Diamanten zu Kohle … äh … rubbelt …

Wie dem auch sei: Nach dem Kampf gegen die sieben Invasoren gründen die Glorreichen Sieben die Liga. Während die Aliens nur zur Erde gekommen sind, um sich zu beweisen, damit entschieden wird, wer von ihnen der nächste Herrscher ihres Planeten (Appellax) wird, konstituiert sich die Liga als Gruppe Gleichberechtigter und Gleichgesinnter. In der Liga, so erfahren wir, gibt es keinen festen Anführer. Der Chairman wechselt ständig. Allerdings, wenn es ums Putzen des Hauptquartiers geht, trägt Wonder Woman eine Schürze und hat das Sagen. Auch wenn alles ihrem Kommando folgt und kräftig mitanpackt – ich bin mir nicht sicher, ob das ganz im Sinne der Emanzipation ist …

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