Damian Wayne

Ein erster Blick auf Bad Blood

DC hat den ersten Trailer zum Animationsfilm Batman: Bad Blood veröffentlicht, der nächstes Jahr auf DVD und Blu-ray erscheinen soll. Darin werden erstmals die Charaktere Batwoman und Batwing vorkommen, und auch Nightwing und Robin (Damian Wayne) sind wieder dabei. Für böses Blut dürfte die schwer bewaffnete Rächerin sorgen, von der sich auch Batwing Bashing gefallen lassen muss. Bad Blood ist die Fortsetzung zu Son of Batman und Batman vs. Robin. Das Drehbuch stammt von J.M. DeMatteis, der bereits den jüngsten der Filme geschrieben hat (außerdem hat er die Prequel-Comics zu Justice League: Gods and Monsters verfasst). Ein genauer Starttermin für Bad Blood steht noch nicht fest.

Wie die Fledermaus zum Kinde kam

DC Comics

Titel: Son of the Demon (dt. Der Sohn des Dämons)

Autor/Zeichner: Mike W. Barr/Jerry Bingham

Erschienen: 1987 (One-shot), Paperback 2012 (Birth of the Demon); dt. Hethke 1989 (Batman Sonderband 2)


 „… forego your control, your discipline … just once, let yourself go … and take me with you.“ (Talia al Ghul)

Eine unbekannte Bande überfällt ein Chemiewerk, nimmt Geiseln und Batman rettet den Tag. Am Tatort ist auch Talia al Ghul, Tochter des Erzfeindes Ra’s. Sie leugnet jegliche Beteiligung an dem Überfall, also fliegt man gemeinsam zu Papa nach Hause, wo Ra’s dem Detektiv klarmacht, dass sie gegen einen gemeinsamen Feind kämpfen: Qayin, den Mann der Ra’s Frau getötet hat, ist mit den Jahren ein Superschurke geworden, der mit einem Wetter-Satelliten die Welt in den dritten Weltkrieg stürzen will. Während Gegner zu Verbündeten werden, kommen sich Batman und Talia wieder näher, erneuern ihre Ehe und vollziehen sie. Das Resultat dürfte bekannt sein, der Titel verrät es, daher bitte ich den Leser, mir den Spoiler zu verzeihen: Sie zeugen ein Kind.

Und obwohl Son of the Demon noch kein Elseworlds-Logo trägt, hat es lange als nicht-kanonische Story gegolten, bis Autor Grant Morrison ihre Grundidee wiederaufgegriffen und mit Damian Wayne Robin V geschaffen hat (Batman and Son).

Ansonsten ist das Buch ein solides Abenteuer im klassischen Gewand – also ohne große Überraschungen oder ausgefeilte Dialoge, dafür mit den üblichen Schwächen. Wie so oft geht manches zu schnell, wie etwa Ra’s Allianz mit Batman und der Kuhhandel, der Talia betrifft, geht auch allzu leicht vonstatten. Eigentlich will Batman nur einen Schurken fassen und dann lässt er sich spontan auf eine Ehe mit einer Frau ein, die einen größenwahnsinnigen Psycho zum Vater hat. Jerry Bingham ist ein fähiger Zeichner, der seinen Figuren Ausdruck und Schwung verleiht, Mike W. Barr ein Autor, der mit dieser Graphic Novel eines seiner besseren Werke abgeliefert hat.

(Für IGN ist Son of the Demon der fünftbeste Batman-Comic aller Zeiten, zudem die beste Ra’s-Story.)

Hinweis: Son of the Demon wurde zusammen mit den beiden anderen Teilen der Trilogie, Bride of the Demon und Birth of the Demon, in dem Sammelband Batman: Birth of the Demon (2012) aufgelegt.

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