Pete Woods

Supermans Aufstieg, Luthors Fall

DC Comics

Titel: Superman – Up, Up and Away (dt. Auf, auf und davon!)

Autor/Zeichner: Kurt Busiek, Geoff Johns/Pete Woods, Renato Guedes

Erschienen: 2006 (Superman #650-653, Action Comics #837-840), Paperback 2006; dt. Panini 2007


„You’re the worm in the apple, Superman …“ (Lex Luthor)

Ein Jahr nach der Infinite Crisis: Superman hat keine Kräfte mehr, lebt nur noch als Clark Kent. Wenn’s Ärger gibt, ruft er Supergirl. Lex Luthor hat seine politische Karriere hinter sich und ist von der Justiz freigesprochen worden. Doch seine Firma will ihn nicht mehr wieder, sein guter Ruf ist endgültig ruiniert. Jetzt will er Rache: Er schnappt sich den Sunstone von Krypton, entführt den Kryptonite Man, klaut alles Kryptonit zusammen und will Metropolis vernichten.

Up, up and away ist eine Story, die in zweifacher Hinsicht den Status quo wiederherstellt: Superman bekommt allmählich seine Kräfte wieder (einfach so), er kann zunächst nur springen, bevor er fliegen kann. Er wächst mit seinen Aufgaben. Und Lex Luthor ist kein gewiefter Unternehmer, sondern mehr der Mad Scientist, der sein Genie nur dazu benutzt, alles in Schutt und Asche zu legen, um sein Ego zu pampern. Wir sehen zu, wie der eine wieder aufsteigt und der andere noch tiefer sind.

Luthors Feldzug ist persönlich. Eigentlich wollte er Krebs heilen und den Welthunger bekämpfen, aber er gibt Superman die Schuld dafür, dass daraus nichts geworden ist. Am Ende kommt es zu einem Faustkampf … Und dann noch zu einem unnötig langen Epilog. Aber schließlich ist die Story eine im Großen und Ganzen runde Sache. Es gibt ein gutes Gleichgewicht zwischen Action und Zwischenmenschlichem, man kommt auch ohne Vorkenntnisse gut rein und findet raus, ohne unbedingt weiterlesen zu müssen. Als Extra gibt es Gastauftritte einiger anderer Superhelden.

Up, up and away ist eine solide wie altmodische Superhelden-Story, nur im neuen Gewand. Leider überzeugen die Zeichnungen nicht ganz, was Ausdruck und Einfallsreichtum angeht. Aber alles erfüllt hier ganz seinen bescheidenen Zweck.

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Super-Santa vs. Bat-Santa

DC Comics

Titel: Yes, Tyrone, There Is A Santa Claus

Autor/Zeichner: Kelley Puckett/Pete Woods

Erschienen: 2006 (DCU Infinite Holiday Special #1)


„It’s like something out of a comic book.“ (Batman)

Ein Junge schreibt einen Brief an den Daily Planet: Gibt es einen Weihnachtsmann? Oder ist alles bloß Schwindel? Perry White wittert eine Story und setzt sofort Clark Kent darauf an, eine Kolumne darüber zu schreiben. Doch der übertreibt es mal wieder. Übereifrig wie er ist, belädt er einen Schlitten mit Geschenken, steigt in ein rotes Superman-Kostüm mit roter Bommelmütze und will den Jungen zum Glauben an eine Kunstfigur missionieren.

Super-Santa

Da kommt Batman zufällig vorbeigeflogen. Lächerlich, sagt er. Superman sei zu höherem berufen, zum Beispiel die Welt zu retten. Richtig, sagt Superman, vielleicht sollte er lieber den Nahen Osten befrieden, aber, naja, die Geschenke möchte er schon noch loswerden. Doch als er bei den Kids auftaucht, steht da schon Bat-Santa. Und Superman, der keinen Spaß versteht, reagiert etwas über – und dabei sehen auch noch Kinder zu …

Bat-Santa

Ob Batman den Schlag überlebt, ist nicht überliefert. Aber da es sich ohnehin um eine Elseworlds-Story handelt, können uns die Motive und Folgen dieses Ausrasters ziemlich egal sein. Bemerkenswert ist allerdings die Ironie, dass Superman, der dem Kind ein wenig Romantik schenken wollte, sich überhaupt nicht danach verhält. Out of character, nennt man das. Aber da, wo sich die Comic-Fiktion selbst untreu wird, wird letztlich doch ein ziemlich realistisches Bild von Weihnachten gezeigt: Man zofft sich um die einfachsten Kleinigkeiten.

Superman vs. Bat-Santa

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