Kampf um Batmans Gürtel

Titel: The Secrets of Batmans Utility Belt/The Joker’s Utility Belt

Autor/Zeichner: David Vern Reed/Dick Sprang

Erschienen: 1952 (Detective Comics #185, Batman #73), Paperback 1988/2008 (The Greatest Joker Stories Ever Told/Joker: The Greatest Stories Ever Told (nur Batman #73))


Was wäre Batman ohne seinen Gürtel? Diese Sammlung an Werkzeugen und Wundermitteln lässt ihn – wie einen guten Pfadfinder – allzeit bereit für jede Lebenslage sein. Im Jahr 1952 war Gürtel ein großes Thema. Gleich zwei Geschichten widmete Autor David Vern Reed dieser Utensiliensammlung. Die erste hebt hervor, wie wichtig sie für Batman ist.

Bei einem Einsatz geht der Gürtel verloren, ein Junge findet ihn und stopft ihn mit Nüssen voll und steckt ein Chamäleon hinein. Na und? Dann soll sich Batman eben einen neuen machen. Geld genug hat er ja. Aber das ist nicht so einfach: Denn der Gürtel enthält eine kleine Scheibe, die Batmans Geheimidentität als Bruce Wayne preisgibt. Batman hat sie dort untergebracht, damit im Falle seines Todes die Polizei weiß, wenn ein Betrüger sich als Dunkler Ritter ausgeben sollte. Also macht sich das Dynamische Duo auf die Suche nach dem Gürtel.

In der Zwischenzeit macht der sich nützlich: Das Seil darin rettet einem Jungen das Leben, der im Eis einbricht, weitere Utensilien helfen einem Obdachlosen und einem Bauarbeiter. Aber immer wenn Batman und Robin das Ding finden, entwischt es ihnen und wechselt den Besitzer. Zum Schluss landet das Ding bei einem Ledersammler und Gauner knöpfen es ihm ab.

Sie finden die Geheimidentität von Batman heraus, aber da täuschen sie sich, denn Batman hat zuvor im Handgemenge die Gürtel ausgetauscht und ihnen eine falsche Plakette zugespielt. Am Ende machen sich sogar die blöden Nüsse nützlich, um die Gauner zu fassen. Kurz gesagt: Im Grunde ist alles wertvoll, wenn es nur in Batmans Gürtel steckt.

Jokers Werkzeuggürtel

Voll mit Scherzartikeln: Jokers Werkzeuggürtel.

Und dann, in Story Nummer zwei, kommen die Gadgets gegen den Joker zum Einsatz. Das bringt den „Harlequin of Hate“ auf eine Idee: Er macht sich selbst einen Gürtel – allerdings voller Scherzartikel. Explodierende Zigaretten, Juckpulver, Niespulver, ein Handbuzzer, Pillen, die sich in falsche Schlangen verwandeln usw. Alles kommt zum Einsatz und der Joker kommt immer wieder davon.

Als Batman ihn in einer Maskenausstellung konfrontiert, stellt er fest, dass sein eigener Gürtel spinnt: Statt Gas kommen aus seinen Kapseln Riesenblumen, statt Rauch platzen Fahnen heraus, die ihn verspotten. Der Joker hat ihm seinen Scherz-Gürtel angelegt. Später fällt Batman aber nicht auf den Fake-Korken in der Champagner-Flasche herein, als er ein Schiff taufen soll.

Der Joker wirft die Flasche selbst, es entsteht eine Rauchwolke und der Schurke entführt das Dynamische Duo. Auf einem Laufband, das in einen Ofen führt, lässt er Robin laufen, da greift sich Batman Jokers Gürtel und wendet dessen eigene Waffen gegen ihn – und zwar so ziemlich alle. Commissioner Gordon macht den Joker im Knast zum Vorarbeiter in der Gürtelfabrik. Er habe ja bereits Erfahrung …

14 Jahre später diente die Story als Vorlage für die ersten Joker-Episoden der Batman-TV-Serie: „The Joker is Wild“/“Batman Is Riled“ (dt. Die Demaskierung).

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