Jimmy zieht in den Krieg

DC Comics

DC Comics

Titel: Gordon at War (Detective Comics Vol. 9)

Autor/Zeichner: Peter J. Tomasi/Fernando Pasarin, Scot Eaton

Erschienen: 2016 (Detective Comics #48-52), Paperback 2016; dt. Panini 2016 (Batman #55-57)


„It is far better to be alone than in bad company.“

James Gordon ist immer noch Batman. Zum letzten Mal. Abgesehen davon, dass er ohnehin nie viel Bock auf den Job hatte, hat er hier nicht einmal Lust dazu, in seinen hasenhaften Panzer-Anzug zu steigen. Also springt er eben wie ein Batman, dem man sein Cape geklaut hat, von Dach zu Dach, rutscht im Regen aus und ballert mit seiner Batarang-Pistole um sich.

Worum geht’s? Ach ja, um einen Serienmörder, der in der Manier von Das Schweigen der Lämmer und Sieben nach einem bestimmten Muster Leichen hinterlässt. Leider wird bis zum Schluss nicht ganz klar, worum es dem Irren eigentlich geht: Er streift sich Masken berühmter historischer Personen über, präpariert seine Opfer ebenso, er orientiert sich an Statuen, er entnimmt ihnen Knochen, aber zu welchem Zweck, wird nicht klar. Im Zweifel einfach, weil er irre ist.

Muss uns auch nicht groß kümmern. Gordon meistert diesen Fall in schlappen drei Ausgaben – mit viel Hilfe seiner Freunde, die in einem Luftschiff über der Stadt schweben und imme zur Stelle sind, wo die Handlung es verlangt. Harvey Bullock spielt mal wieder den Sidekick im Schlapphut und Trenchcoat, aber er nimmt dankenswerterweise nicht die Hauptrolle ein, wie etwa in Band 8 (Blood of Heroes).

Zum Abschluss dieser unseligen Detective Comics-Reihe darf Gordon an alte Marine-Zeiten anknüpfen, indem er nach Afghanistan reist. Und im Bunny-Suit gegen eine Mumie kämpft. Was das noch mit Batman zu tun hat? Herzlich wenig. Und so stirbt die Story so sang- und klanglos wie die Schnapsidee, Gordon zu Batman zu machen, und so wie die Serie Detective Comics von The New 52. Wie gut, dass das endlich hinter uns liegt – auf zu neuen Ufern.

Wie es dort aussieht, bekommt man am Ende zu sehen, da ist nämlich das Special Batman: Rebirth #1 abgedruckt. Und auch Nostalgiker bekommen am Ende in einer kleinen Bildergalerie Neuinterpretationen alter Batman-Cover geboten, bei der sich Batman darüber auslässt, wie anstrengend sein Leben doch ist. Ja, Batman, und durch all das müssen auch deine Leser durch.

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