Wiederauferstehung einer Mumie

DC Comics

DC Comics

Titel: Batman Beyond – Hush Beyond (dt. Batman of the Future: Die Rückkehr von Hush)

Autor/Zeichner: Adam Beechen/Ryan Benjamin

Erschienen: 2010-2011 (Mini-Serie #1-6, Paperback 2011), dt. Panini 2013 (Paperback)


„The costumed lunatics give Batman his meaning … they’re the only family he ever truly loved …“ (Hush)

„Gotham. Nothing ever changes.“ (Dick Grayson)

Im Gotham der Zukunft ist mal wieder ein Irrer mit Bandagenmaske unterwegs, der Leute umbringt. Um genau zu sein: Der Mumientyp hat es auf Batmans ehemalige Widersacher abgesehen – und auch auf den amtierenden Batman, den er für einen Betrüger hält. Wieder nennen die Medien den Schurken „Hush“, wieder scheint er über Bruce Wayne Bescheid zu wissen, aber der alte Hush (Thomas Elliot) sollte eigentlich längst tot sein. Wer verbirgt sich dieses Mal hinter der Maske?

Für Terry McGinnis ist das nur ein Problem. Wie schon in der Zeichentrickserie leidet er unter dem Stress, den ihn sein Arbeitgeber, der alte Bruce Wayne aussetzt. Terry hat wegen seiner Batman-Rolle kaum noch Schlaf oder Privatleben. Doch der Alte treibt ihn bloß immer weiter, damit der Junge dessen Kampf gegen das Verbrechen weiterkämpft. Wayne droht ihm sogar, den Anzug abzuschalten und untergräbt dessen Moral. Schließlich setzt er zwischenzeitlich sogar Bat-Roboter (Bat-Wraiths genannt) ein, um Terry zu ersetzen. Das geht nach hinten los.

Hush Beyond macht da weiter, wo die Animationsserie (Batman of the Future) aufgehört hat und führt das Beyond-Universum mit dem der DC-Comic-Continuity zusammen (Hush). Man braucht einiges an Vorkenntnissen, um hier durchzublicken: Man sollte etwa wissen, was Amanda Waller mit Batman zu tun hat (Epilogue), und wie es mit dem Joker zu Ende ging, bevor er wieder auftauchte (Return of the Joker). Wer aber die Serie und den Film kennt, findet sich hier bestens zurecht. Für Fans beantwortet die Story zudem die Frage, was im Beyond-Universum mit Dick Grayson, dem ersten Robin und späteren Nightwing passiert ist. Außerdem wird eine neue Catwoman eingeführt, die sich verneunfachen kann.

Auch wenn sich das interessant und kurzweilig liest, erinnert die Auflösung der Story leider zu sehr an Return of the Joker und Epilogue. Im Grunde ist sie eine Fusion aus den beiden. Das Finale endet ziemlich banal und einfallslos. Und auch Waynes Härte gegenüber Terry wirkt zu stark übertrieben. Das größte Manko sind aber die uninspirierten, zum Teil entgleisten Zeichnungen, die sich nicht am Animated-Stil orientieren, sondern etwas realistischer geraten sind. Die Story hätte eine eindrucksvollere grafische Gestaltung verdient.

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